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  1. Inaktiver User

    Zu sich selber stehen?

    Hallo liebe Mitleser,

    angeregt durch meinen Strang im Freundschaftsforum und als schon längere Zeit stille Mitleserin, stelle ich mir heute die Frage, warum hier so viele nachfragen, ob man selber zu empfindlich ist, zu nett, es zu eng sieht usw... (mich eingeschlossen). Woher kommt das? Warum stellt man sich da überhaupt in Frage. Wenn ich bei etwas empfindlich reagiere ist das doch in Ordnung. Bei anderen Menschen mag das vielleicht gar nichts ausmachen und wieder anders rum.

    Warum muss man das thematisieren? Was ist wenn man selber auf etwas "empfindlich" reagiert und andere sagen: stell Dich nicht so an, das siehst Du zu eng? Deswegen ändert sich doch mein Gefühl nicht. Wenn dann eher in die Richtung, dass ich mir denke mit mir stimmt was nicht? Wisst ihr wie ich es meine? Kennt ihr das und sollte/kann ich was dagegen tun?

    Lg
    Clow

  2. Inaktiver User

    AW: Zu sich selber stehen?

    Ich finde es oftmals ganz gut, hier Meinungen einzufangen.

    Partner, Familie, Freunde, die auf einen reagieren, sind ja oft insofern nicht objektiv, da sie uns persönlich kennen und alle Eindrücke in ihre Meinung mit einarbeiten.

    Hier geht es dann stattdessen dann um den Einzelfall - eine einzelne Situation vielleicht, die mal von anderen beurteilt werden soll.

    Da finde ich es nicht verkehrt, wenn jemand sagt "Du siehst es zu eng!" ... oder eben "Da hätte ich aber schon viel eher auf den Tisch gehauen!"

    Was man draus macht, ist dann ja jedem selbst überlassen.

  3. Inaktiver User

    AW: Zu sich selber stehen?

    Ich denke auch, es schadet nichts wenn man objektive Sichtweisen bekommt - allerdings sollte man auch nicht den Fehler machen und dann immer die Schuld nur bei sich suchen. Es gibt eben zu jeder Situation im Leben verschiedene Sichtweisen und ich denke, dass deswegen hier auch immer nachgefragt wird ob man etwas zu eng sieht etc. damit man sich nicht in eine Richtung verrennt....

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    AW: Zu sich selber stehen?

    Hallo clow,

    ich finde es grundsätzlich schon okay, sich auch mal zu hinterfragen. Ich muss mir ja nicht jeden Schuh anziehen. Aber manchmal ist es ja tatsächlich so, dass man empfindlich auf was reagiert, was keine böse Absicht war. Dann hat man zwar das Recht, empfindlich zu sein, aber zugleich sollte man auch anerkennen, dass das eben nur die eigene Sichtweise ist und nicht vom anderen verlangen, dass er auf diese Empfindlichkeit, womöglich ohne sie überhaupt zu kennen, Rücksicht nimmt. Im Idealfall kann man darüber reden, dann merkt der eine, oh, da muss ich zukünftig vorsichtiger sein, das ist ein wunder Punkt. Und der andere erkennt, dass man ihm nichts Böses will. Und dann kommt man irgendwo in der Mitte zusammen.

    Ich kann nun auch nich erwarten, dass die ganze Welt auf meine Empfindlichkeiten Rücksicht nimmt, auch wenn ich natürlich das Recht habe, diese Empfindlichkeit zu haben. Ich bin erst mal wie ich bin. Aber wenn ich merke, dass ich mir mit einem bestimmten Verhalten selbst im Weg stehe, bleibt mir nicht viel übrig, als das Verhalten, wenn möglich, zu verändern. Statt dessen zu erwarten, dass die Welt drumherum sich ändert, ist eher unrealistisch. Gut, wenn es sich nur um eine konkrete Person handelt, die betroffen ist, kann man das Ganze vielleicht noch klären. Aber wenn man öfter die Rückmeldung bekommt, Du siehst das zu eng, Du bist zu empfindlich, zu nett, zu wasweißich, dann finde ich ein wenig Selbstreflexion schon angebracht.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Zu sich selber stehen?

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich kann nun auch nich erwarten, dass die ganze Welt auf meine Empfindlichkeiten Rücksicht nimmt, auch wenn ich natürlich das Recht habe, diese Empfindlichkeit zu haben. Ich bin erst mal wie ich bin. Aber wenn ich merke, dass ich mir mit einem bestimmten Verhalten selbst im Weg stehe, bleibt mir nicht viel übrig, als das Verhalten, wenn möglich, zu verändern. Statt dessen zu erwarten, dass die Welt drumherum sich ändert, ist eher unrealistisch.
    sehe ich auch so

    sich selbst zu hinterfragen halte ich für essentiell, nicht weil man an sich dauernd etwas ändern müsste sondern einfach um zu verstehen warum andere dinge anders sehen/empfinden. auch wenn ich selbst dann nichts anders mache, kann ich andere oft besser verstehen od. anders reagieren.

    wer hat nicht schonmal menschen erlebt die andere für die selben dinge die sie selbst tun kritisieren, das aber bei sich selbst garnicht sehen od. so empfinden. hier fehlt dann oft die selbstreflexion.
    Geändert von punto30 (12.12.2013 um 10:28 Uhr)
    Männer haben für jede Lösung ein Problem!

  6. Inaktiver User

    AW: Zu sich selber stehen?

    Komischerweise stelle ich in letzter Zeit fest: als eine die sich für sehr empfindlich hält: ich bin gar nicht soo empfindlich.

    Es ist immer ein Signal.
    Und zwar ein gutes.

    Meine Empfindsamkeit will ich mir erhalten. Sie ist das schönste was es überhaupt so auf Erden gibt.
    Und für nichts auf der Welt zu ersetzen.

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    AW: Zu sich selber stehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    angeregt durch meinen Strang im Freundschaftsforum und als schon längere Zeit stille Mitleserin, stelle ich mir heute die Frage, warum hier so viele nachfragen, ob man selber zu empfindlich ist, zu nett, es zu eng sieht usw... (mich eingeschlossen). Woher kommt das? Warum stellt man sich da überhaupt in Frage.
    Ich vermute, das kommt daher, dass vielen die Meinung anderer überzogen wichtig ist. Wobei das ein Trugschluss ist, denn die Meinungen anderer dienen denen, die sie überzogen wichtig nehmen, wiederum nur der Bestätigung des eigenen (lädierten) Egos.

    Das generelle Nachfragen objektiver Ansichten (soweit das in Foren möglich ist) finde ich nur dann hilfreich, wenn man sich selbst verfahren hat und bereits spürt, dass die in Stein gemeißelte Ansicht u. U. auch etwas flexibler beleuchtet werden könnte. Jedenfalls in dem Bezug deiner Fragestellung.

    Warum muss man das thematisieren? Was ist wenn man selber auf etwas "empfindlich" reagiert und andere sagen: stell Dich nicht so an, das siehst Du zu eng? Deswegen ändert sich doch mein Gefühl nicht. Wenn dann eher in die Richtung, dass ich mir denke mit mir stimmt was nicht? Wisst ihr wie ich es meine? Kennt ihr das und sollte/kann ich was dagegen tun?
    Ich kenne das anders. Wenn mir jemand sagt, ich solle mich nicht so anstellen (was im RL kaum jemand wagt), reagiere ich stinksauer.

    Was du dagegen tun kannst (in Kurzform): Merke dir und handle danach.. Du bist du und niemand anders. Das ist auch schon alles. Gestehe anderen ihre Meinung zu, aber orientiere deine nicht daran - andere sind andere und du bist du.

  8. Inaktiver User

    AW: Zu sich selber stehen?

    Hallo Divino,

    normalerweise stimme ich mit Dir absolut überein und denke eig. genauso. Ich bin ich und Du bist Du. Nur leider fühle ich mich grundsätzlich schlecht oder komisch, wenn andere anderer Meinung bin und ich würde das so gern ändern, dass ich mich nicht ständig frage, was denkt der jetzt, komme ich an, werde ich gemocht, warum werde ich abgelehnt usw...

    Vielleicht mal ein paar Beispiele:

    Wenn zu mir jemand sagt, ich solle mich nicht "anstellen", ist für mich der Tag gelaufen und ich denke die ganze Zeit, dass ich so wie ich bin, denke handle, fühle nicht ok bin.

    Wenn ich überlege den Job zu wechseln, was denken die anderen, was wenn der neue nicht gefällt usw... Ich denke dann oft schon in Gedanken durch, wer könnte darauf einen blöden Kommentar geben, wer könnte mich verstehen usw...

    Kennt ihr so was? Ich möchte das so dringend abstellen und quasi einfach mein Ding machen - ich schaffe es nicht

    Lg
    Clow

  9. Inaktiver User

    AW: Zu sich selber stehen?

    Clow, das was Du beschreibst kenne ich und ich habe in den letzten Jahren Strategien entwickelt, um aus dem Sich-Vergleichen-Modus heraus zu kommen. Das Ganze ist ein Prozess, der lange dauert, darauf hatte ich mich eingestellt. Es ist furchtbar lästig, sich mit anderen zu vergleichen. Ich kann behaupten, das habe ich hinter mir.

    Momentan bearbeite ich das Gefühl von Minderwertigkeit, das sich irgendwann in meiner Jugend manifestiert hat. Auch das ein langer Prozess; ich kann nicht jahrelange Glaubenssätze einfach löschen und ersetzen. Das braucht Zeit und erstmal den Willen, diese konkret zu formulieren und dann den Hebel anzusetzen. Einfach ist das nicht und nicht huschhusch zu erledigen.

    Aus Deinen Formulierungen schliesse ich, dass Du noch jung bist und finds super, dass Du so sensibel bist, zu erkennen, dass was getan werden muss.

  10. Inaktiver User

    AW: Zu sich selber stehen?

    Ich nehme eine zufällige Einleitung, die in der Rubrik Persönlichkeit gepostet wurde:

    Mich beschäftigt momentan, ob ich die einzige bin, der ein Szenario wie diesess irgendwie Stress bereitet und würde gerne hören, wie ihr das empfindet: (hier kommt die Beschreibung des Problems der TE)
    Der kurze Einleitungssatz zeigt, wie unsicher die Strangeröffnerin ist und wie sehr sie sich wünscht, andere mögen ähnlich unsicher sein und ihr damit die Absolution erteilen.

    Würde dies geschehen und bekäme sie viele entsprechende Antworten, liesse das nächste Probelm nicht lange auf sich warten, denn sie hat nicht an sich gearbeitet, weil, dadurch, dass sie Recht bekommen hat, sie keinen Anlass dafür sah. Eigenverantwortung lässt sich nicht delegieren. Zu sich selbst zu stehen heisst, seine Entscheidungen zu tragen.
    Geändert von Inaktiver User (09.01.2014 um 12:38 Uhr)

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