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  1. Inaktiver User

    AW: Zu sich selber stehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So mach ich es auch. Dass ich in gewissen Kreisen darum als arrogante Zicke gelte, gefällt mir zwar nicht unbedingt, aber ich kann damit leben.
    Aus eigener Erfahrung - besser, als als Schwächling dazustehen.

    Ich mache bei solchen Menschen häufig den Fehler, mich verletzt in mein Schneckenhaus zurückzuziehen. Aber ich arbeite daran.

    Das Irre - ich habe eigentlich kein Problem damit, von anderen Respekt einzufordern, aber bestimmte Menschen "triggern" da was.

  2. Inaktiver User

    AW: Zu sich selber stehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Brausepaul
    Oh - könnte ich vielleicht etwas von deinem dicken Fell abhaben? Hast Du Dir das über die Jahre angeeignet oder hattest Du das quasi immer "schon im Blut"?
    Eltern stehen Dir doch bestimmt auch sehr nahe oder? Obwohl man vielleicht total unterschiedliche Meinungen, Ansichten Wünsche und Bedürfnisse hat. Wie gehst Du damit um? Das Buch habe ich mir angesehen und werde es mir bestellen - Danke für den Tipp!
    Ich kann nur ein wenig versuchen dir zu helfen selbst ein dickes Fell zu kriegen.
    Nein, ich hatte das nicht immer. Aber ich habe irgendwann begriffen, dass der Selbstwert eines Menschen nicht von der Sicht anderer abhängen kann. Jede/r darf seine Meinung haben, aber wie mein Wert als Person ist, lege allein ich selbst fest, durch meine Integrität und auch dadurch das ich akzeptiere nicht ohne Fehler zu sein.
    Aussagen von Eltern oder guten Freunden sollte man man ernst nehmen (und zumindest überdenken) , aber sie sind auch subjektiv, den sie spiegeln nur deren Wertesystem. Diese Werte und Einstellungen müssen nicht für dich gelten. Es sind nur individuelle Ansichten.
    Sei du selbst, entschuldige dich nicht dafür. Akzeptiere dich wie du bist, du bist ok so.

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    AW: Zu sich selber stehen?

    Mir ging es auch vor Kurzem erst so, dass ich als "zu empfindlich" gesehen wurde und mir gesagt wurde, "ich solle mich nicht so anstellen". Da habe mich mir schon im ersten Moment gedacht, dass das defensiv ist - die andere Person hat keine Sekunde lange nachgedacht, ob ich nicht doch einen Punkt habe. Es wurde auch keine Empathie gezeigt, im Sinno von "es tut mir leid dass das bei Dir so ankam".
    Da hat die andere Person empfindlich reagiert - sie stand zwar zu ihrer Haltung, hat aber meine komplett ignoriert oder negiert.

  4. Inaktiver User

    AW: Zu sich selber stehen?

    Hallo Ihr Lieben,

    vielen Dank noch für eure Antworten. Ja ich muss da wirklich einiges überdenken und einfach versuchen selbstbewusster zu werden. Ist nur leider sehr, sehr schwer...

    Bei mir geht es manchmal ja schon so weit (bitte jetzt nicht den Kopf schütteln), dass ich mich sehr anpasse. Heisst, ich ziehe oft nich das an, was ich möchte, sondern wo halt nicht so auffällt. Ich überlege mir, wenn ich meine Wohnung umdekoriere oder eine neue Einrichtung kaufe, hoffentlich gefällt das den anderen usw... ich habe irgendwie nicht den Mut auch mal "anders" zu sein... echt schlimm. Oder ganz schwierig ist es für mich auch, meine Meinung zu vertreten, heißt wenn 10 Leute eine andere Meinung haben kann ich schwer dagegen halten, sondern sage nichts und fühle mich hinterher schlecht, weil ich anscheinend so komisch bin. Bin auch oft unsicher im Umgang mit anderen Menschen, weil ich sehr schlecht mit Ablehnung umgehen kann

    Lg
    Clow

  5. Inaktiver User

    AW: Zu sich selber stehen?

    Guten Morgen ihr Lieben,

    leider hat jetzt niemand mehr geschrieben. Vielleicht kann hört es sich auch erschreckend an, was ich nicht verwunderlich finden würde...
    Aber vielleicht hat jemand Tipps, wie ich das besser in den Griff bekommen könnte?

    Danke

    Lg
    Clow

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    AW: Zu sich selber stehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Lieben,

    vielen Dank noch für eure Antworten. Ja ich muss da wirklich einiges überdenken und einfach versuchen selbstbewusster zu werden. Ist nur leider sehr, sehr schwer...

    Bei mir geht es manchmal ja schon so weit (bitte jetzt nicht den Kopf schütteln), dass ich mich sehr anpasse. Heisst, ich ziehe oft nich das an, was ich möchte, sondern wo halt nicht so auffällt. Ich überlege mir, wenn ich meine Wohnung umdekoriere oder eine neue Einrichtung kaufe, hoffentlich gefällt das den anderen usw... ich habe irgendwie nicht den Mut auch mal "anders" zu sein... echt schlimm. Oder ganz schwierig ist es für mich auch, meine Meinung zu vertreten, heißt wenn 10 Leute eine andere Meinung haben kann ich schwer dagegen halten, sondern sage nichts und fühle mich hinterher schlecht, weil ich anscheinend so komisch bin. Bin auch oft unsicher im Umgang mit anderen Menschen, weil ich sehr schlecht mit Ablehnung umgehen kann

    Lg
    Clow
    Also zehn Leuten gegenüber eine abweichende Meinung zu vertreten, erfordert schon Mut. Da überlege ich mir im Vorfeld auch sehr gut, ob das Thema für mich jetzt so wichtig ist, dass ich das auf mich nehme oder ob ich lieber vornehme schweige. Manches ist ja auch schlichtweg Ansichtsssache.

    Kleidung hat ja auch viel mit Außenwirkung zu tun. Da macht es gelegentlich durchaus Sinn, sich zu überlegen, wie ein bestimmtes Outfit bei anderen ankommt. Wenn ich, nur weil ich so individuell bin, in Jogginghose zum Vorstellungsgespräch gehe, darf ich mich nicht wundern, wenn ich die Stelle nicht bekomme. Auch im Berufsleben tut man sich manchmal leichter, wenn man optisch nicht allzu sehr aus dem Rahmen fällt. Individualität kann man ja auch an Kleinigkeiten üben, z.B. mal auffälligeren Schmuck oder ausgefallene Schuhe tragen, eine witzige Handtasche. Im Privatleben kann man dann schon wieder mutiger sein und experimentieren. Manchmal mag ich auffallen, dann trag ich eine bunte Häkelmütze oder eine Glitzerhandtasche. Dann wieder ist mir eher danach, in der Masse aufzugehen. Das ist ja auch etwas Spielerisches. Immer auffallen kann auch anstrengend sein.

    Bei der Einrichtung wiederum richte ich mich kompromisslos nur nach meinem eigenen Geschmack. Da ist mir völlig egal, ob das anderen gefällt. Meine eigenen vier Wände sind mein Rückzugsraum, der allein mir gefallen muss. Hier will ich mich wohlfühlen. Erstaunerlicherweise bekomme ich viel positives Feedback für meine Wohnung. Aber wenn es ausbliebe, wäre es mir auch egal.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  7. Inaktiver User

    AW: Zu sich selber stehen?

    Liebe Malina,

    vielen Dank für deine Antwort.
    Ich sehe das genauso, dass es nicht ums Auffallen geht. Also im Gegenteil, ich versuche eher unauffällig zu sein und mit "mutig" meine ich, z. B. mal ne Stiefelhose mit Stiefel, ne schöne größere Kette. Mal etwas bunteres, also so etwas. Ausgefallene Klamotten mag ich eh nicht so gerne und ich würde nie mit Jogginghose zum VG gehen oder zu Terminen oder so etwas - never.

    Genau, das "mit dem egal sein", was andere z. b. von meiner Einrichtung, meinen Büchergeschmack was auch immer, damit tue ich mich so schwer...

    Aber mich beruhigt es, dass es Dir auch nicht so leicht fällt, wenn mehrere anderer Meinung sind, dass Du zu deiner offen stehen kannst.

    Lg
    Clow

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    AW: Zu sich selber stehen?

    Hallo clow,

    ich finde, es kommt ja auch immer drauf an, was man mit seiner abweichenden Meinung bewirken will. Wenn z.B. - rein fiktives Beispiel - zehn Kollgen übereinstimmend sagen würden, dass das Essen in der Kantine grottig ist, mir es aber eigentlich ganz gut schmeckt, dann würde ich wohl nichts sagen. Ich würde die anderen nicht überzeugen und hätte keine Lust, mich von ihnen runterziehen zu lassen.

    Würde dieselbe Gruppe hingegen über ein Thema herziehen, was mir wichtig ist. z.B. Glauben, dann würde ich wohl nur sagen, das kann ja jeder sehen, wie er will, aber mir gibt das viel. Und das wäre es dann. Würde eine Diskussion entstehen, würde ich meine Haltung erklären und auch verteidigen, wenn nicht, dann auch gut.

    Bei Kleidung ist es doch okay, wenn man seine Indiviualität vor allem mit Kleinigkeiten untersteicht. Und Stiefelhosen finde ich jetzt nicht soooo außergewöhnlich, dass man damit extrem auffiele. Wenn mir sowas gefiele, würde ich es anziehen, wenn nicht, ließe ich mich auch nicht von der Mehrheit umstimmen.

    Hast Du denn die Erfahrung gemacht, dass Deine Einrichtung, Dein Büchergeschmack kritisiert werden? Mir gefällt bei anderen jetzt auch nicht alles, aber ich sag das dann auch nicht, sondern, äußere, wenn ich direkt gefragt werde, was Neutrales, Unverfängliches. Selbst frage ich erst gar nicht, weil es mir eben nicht wichtig ist, ob jemandem meine Bücher oder meine Küche gefallen. Ich kenne aber auch keine Leute, die unaufgefordert Kritik üben. Und wenn würde ich wohl antworten: Mir gefällt das so, aber es ist ja alles Geschmackssache.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  9. Inaktiver User

    AW: Zu sich selber stehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Lieben,

    vielen Dank noch für eure Antworten. Ja ich muss da wirklich einiges überdenken und einfach versuchen selbstbewusster zu werden. Ist nur leider sehr, sehr schwer...

    Bei mir geht es manchmal ja schon so weit (bitte jetzt nicht den Kopf schütteln), dass ich mich sehr anpasse. Heisst, ich ziehe oft nich das an, was ich möchte, sondern wo halt nicht so auffällt. Ich überlege mir, wenn ich meine Wohnung umdekoriere oder eine neue Einrichtung kaufe, hoffentlich gefällt das den anderen usw... ich habe irgendwie nicht den Mut auch mal "anders" zu sein... echt schlimm. Oder ganz schwierig ist es für mich auch, meine Meinung zu vertreten, heißt wenn 10 Leute eine andere Meinung haben kann ich schwer dagegen halten, sondern sage nichts und fühle mich hinterher schlecht, weil ich anscheinend so komisch bin. Bin auch oft unsicher im Umgang mit anderen Menschen, weil ich sehr schlecht mit Ablehnung umgehen kann
    Lg
    Clow
    Du bist eigentlich die ganze Zeit "anders". Wichtig wäre das mal mal "du" bist.

    Weißt du selbst wer "du" bist? Die Frage wäre z.B., hast du einen eigenen Geschmack, eine eigene Meinung? Falls ja (wovon ich mal ausgehe), was würde schlimmstenfalls passieren, wenn du deinen Standpunkt vertrittst?
    Ablehnung? Ja, vielleicht.
    Ok, dann würden dich vielleicht zukünftig manche meiden, weil du nicht mehr nach ihrer Pfeife tanzt. Wäre das soo schlimm? Wären diese Leute wirklich ein Verlust?
    Im Gegenzug würden andere deine Persönlichkeit besser kennenlernen und sie zu schätzen wissen. Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl hängt niemals davon ab was andere über dich denken, sondern immer nur was DU über dich denkst.
    Stell dir mal die Frage ob es wirkliche, objektive Gründe dafür gibt warum du, bzw. deine Meinung weniger Wert sein sollte als andere. Schubst du alte Leute auf die Strasse? Quälst du Tiere? Terrorisierst du deine Nachbarn?
    Sicher nicht ... also ich sehe keinen Grund warum Clow sich verstecken müsste.
    Oder sehe ich das falsch?

  10. User Info Menu

    AW: Zu sich selber stehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Mitleser,

    angeregt durch meinen Strang im Freundschaftsforum und als schon längere Zeit stille Mitleserin, stelle ich mir heute die Frage, warum hier so viele nachfragen, ob man selber zu empfindlich ist, zu nett, es zu eng sieht usw... (mich eingeschlossen). Woher kommt das? Warum stellt man sich da überhaupt in Frage. Wenn ich bei etwas empfindlich reagiere ist das doch in Ordnung. Bei anderen Menschen mag das vielleicht gar nichts ausmachen und wieder anders rum.

    Warum muss man das thematisieren? Was ist wenn man selber auf etwas "empfindlich" reagiert und andere sagen: stell Dich nicht so an, das siehst Du zu eng? Deswegen ändert sich doch mein Gefühl nicht. Wenn dann eher in die Richtung, dass ich mir denke mit mir stimmt was nicht? Wisst ihr wie ich es meine? Kennt ihr das und sollte/kann ich was dagegen tun?

    Lg
    Clow
    warum?

    weil wir so erzogen wurden.
    weil wir von anbeginn in unserer selbstwahrnehmung (es ist gut so, wie ich bin), erschüttert werden.
    ein kleines kind fragt erst mal nicht, ob es doof aussieht - es hat die nase, die es hat.
    es hat seine art, sich zu bewegen, zu lachen, zu essen, zu lernen.

    dann kommt das ganze "du musst so sein" und das "fein gemacht" mit dem entsprechenden lächeln dazu, von dem mama immer wieder will, dass die mama es hat.
    also bemüht man sich, sich entsprechend zu verhalten - und das sich-hinterfragen setzt ein.
    ist einfach nur ein gleibt-werden-wollen.
    zuspitzung auf krasseste weise in der pubertät...

    je nachdem, ob man dieses erlernte verhalten später mühsam (durch erkenntnis) wieder ablegen kann, verbleibt man in dieser u nsicherheit oder wird ein wenig freier davon...

    (am ehesten kommt man raus, wenn man aus dem flirt-alter raus ist, also der tauschwert für entsprechendes verhalten sinkt.)

    übrigens basiert wie ganze werbung und damit der kommerz und unser gesellschaftliches system auf diesem verunsicherten menschen.
    es würde zusammen brechen, wäre die menschheit plötzlich selbst-bewusst und damit unbestechlich.

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