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  1. Inaktiver User

    AW: Erfolge sehen und dazu stehen!

    Nur als Denkanstoß: ich bin als Kind von meinen Eltern ständig für alles mögliche überschwänglich gelobt worden. Glücklicherweise hat das nicht dazu geführt, dass ich zum Angeber wurde. Wozu auch? Ich musste nie darauf aufmerksam machen, wenn ich etwas schönes produziert hatte, meine Eltern waren immer schneller. ;-)
    Manchmal hab ich auch selbst gesehen: also soo toll ist das jetzt auch wieder nicht, was machen die denn wieder für einen Affentanz?
    Damit wurde ich auch selbstkritischer und verließ mich nicht mehr so auf das Lob anderer (oder auf deren Kritik) und entschied, dass ich selbst bestimmen musste, was gut war und was nicht.

    Das Gefühl der Zufriedenheit mit mir habe ich mitgenommen ins Erwachsenenalter. Und wenn mir jetzt etwas gut gelingt, dann freue ich mich über mich.

    Vielleicht hat es was mit deiner Erziehung zu tun, dass du nicht anhalten und dich zurücklehnen kannst und genießen, was du geschafft hast.

  2. User Info Menu

    AW: Erfolge sehen und dazu stehen!

    leider leben wir nicht gerade in einer "Lobkultur" Der Mangel an Anerkennung dürfte einer der größten Unzufriedenheitsfaktoren im Beruf sein (oder irre ich mich?)

    Die Schwaben sagen sogar: nicht geschimpft ist schon gelobt

    Für mich ist das auch ein Dauerthema und ich habe dieses Jahr im Job sehr gekämpft um meine Leistungen endlich anerkannt zu bekommen, vor allem im Fall von mittelfristigen Perspektiven. Wo die Grenze zwischen Anbiedern bzw Selbstbeweihräuchern und berechtigtes Einfordern von Anerkennung verläuft, ist schwer zu sagen. Ich sehe den Unterschied am ehesten darin, was ich auf meine Erfolgsbekundungen für eine Reaktion erwarte. Ich lobe mich inzwischen auch einfach selbst laut, ohne was zu erwarten. Das hat natürlich selbstironische Züge, aber macht ja nüscht

    Aber im gleichen Maße, wie ich mir was anerkennen kann, lobe ich auch andere, hab ich festgestellt.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  3. Inaktiver User

    AW: Erfolge sehen und dazu stehen!

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen

    Da kann eine Strategie sein, die Aufmerksamkeit beim Projekt zu lassen, und nicht auf deiner Person. Also zB sagen "ja, ich bin auch sehr glücklich darüber, dass das Projekt so gut rausgekommen ist und danke für das Kompliment" und eher nicht "ja, ich hab schon immer gewusst, dass ich eine extrem talentierte Person bin."


    Obwohl, mit einem Augenzwinkern gesagt, ist es auch lustig und durchaus sympathisch, und bringt vor allem 'rüber, daß sich derjenige selbst auch wertschätzt, bzw. seine Leistung. Unangenehm finde ich auf jeden Fall auch die Sorte, die nach einem gelungenen Werk und einem Lob daraufhin sagen: "Ja, das ist gut geworden, aber das war doch nichts (an Leistung)." Oder sich wortlos so verhalten.
    Lob muß man auch annehmen können, vor allem, wenn es berechtigt ist. Sonst wird es eingestellt, denn niemand lobt, wenn er damit ein unangenehmes Gefühl auslöst.
    Wie sagte 555Nase: Es ist eine Gratwanderung.

  4. Inaktiver User

    AW: Erfolge sehen und dazu stehen!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur als Denkanstoß: ich bin als Kind von meinen Eltern ständig für alles mögliche überschwänglich gelobt worden. Glücklicherweise hat das nicht dazu geführt, dass ich zum Angeber wurde. Wozu auch? Ich musste nie darauf aufmerksam machen, wenn ich etwas schönes produziert hatte, meine Eltern waren immer schneller. ;-)
    Manchmal hab ich auch selbst gesehen: also soo toll ist das jetzt auch wieder nicht, was machen die denn wieder für einen Affentanz?
    Damit wurde ich auch selbstkritischer und verließ mich nicht mehr so auf das Lob anderer (oder auf deren Kritik) und entschied, dass ich selbst bestimmen musste, was gut war und was nicht.

    Das Gefühl der Zufriedenheit mit mir habe ich mitgenommen ins Erwachsenenalter. Und wenn mir jetzt etwas gut gelingt, dann freue ich mich über mich.

    Vielleicht hat es was mit deiner Erziehung zu tun, dass du nicht anhalten und dich zurücklehnen kannst und genießen, was du geschafft hast.
    Sehr schlüssig, und freut mich echt für Dich.

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