die geschichte wurde zu lang, ich muss sie nochmals kürzer schreiben....
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06.12.2013, 01:33
die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.
Geändert von legrain (06.12.2013 um 01:43 Uhr)
lg
legrain
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07.12.2013, 18:34Inaktiver User
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07.12.2013, 19:24
AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.
anlass meiner frage ist ein gespräch wegen des vorher von mir eröffneten stranges.
ein über neunzig jahre alter mann wird verdächtigt, in auschwitz aufseher gewesen zu sein. die österreichische presse berichtete darüber. angezeigt hatte die sache ein student, der bei einer party einen kollegen erzählen gehört hatte, opa wäre im kz tätig gewesen. das liess ihm keine ruhe, er ging zur polizei.
beim reden über das thema warf mir jemand halbwegs naher vor, ich würde bei fremden geschichten den mund sehr gross aufmachen, wenn es aber darum gehe, ihn vor den schlimmen sprüchen seiner verwandten zu verteidigen, ihm als zeuge zu gehen, sei ich feige. vor einige wochen hatte ich ihm gegenüber klargestellt, gegen die frau niemals etwas unternehmen zu wollen, weil ich, wenn ich mit ihr vor gericht streiten würde, ihr ähnlich handelte. ihre familie prozessierte sich gern.
mein weg war immer gewesen, nur ja niemanden wissen zu lassen, wie sie mir und anderen gegenüber tickte, ich wollte vor allem den jungen leuten um sie die illusion lassen, sie sei bloss kriegszerüttet, aber grundsätzlich herzlich. so trug ich viel mit mir aus.
wahrscheinlich sehe sie durch ihr schweres kriegs-, und speziell nachkriegsschicksal bei bestimmten themen ein sozial toleriertes ventil. das nütze sie zum ausdruck ihres verdrängten leides, so kommentierte ich die eventuellen auswüchse. da alle geschichten das gleiche grundthema beförderten, empfand nicht nur ich das als bestätigung ihrer inneren not.
damit lud ich vielleicht schuld auf mich, ich lehrte die kinder nicht, der wahrheit, es gebe menschen von denen man keine chance erhalte, begegnen zu können.
ich tat, als werde alles gut, wenn ich mein verhalten vor meinem gewisen verantworten könne. am ende würden güte und liebe einkehren. ich glaube, das machte die kleinen auf die versprochenen gefühle manchmal verzweifelt warten.
stehe ich vor dem jungen mann, der nun hilfe im kampf gegen die mama verlangt, auf eine weise die ich selbst nicht wählen würde, klingt mein nein für ihn wie ein ihn im stich lassen.
was ich anzubieten habe, versteht er gar nicht. läuft es nicht so, wie er es denkt und nicht mal richtig kommunizieren kann, ist alles doof, sind alle doof.
durch die von euch beleuchteten vielen aspekte, von jedem in anderen worten geschrieben, selbst von den kritischen in der gleichen absicht wie bei allen anderen, nämlich gerecht zu sein, erkannte ich, dass ich von worten ergriffen werde. meine waffe das wort ist. konflikte trage ich auf der ebene des dialoges aus, nonverbalen gesten und agieren über dritte, fühle ich mich nicht gewachsen. am ende aller gesprächsversuche habe ich die waffe des schweigens parat.
ein prozess aber wäre für mich bei privaten themen kein austragungsort, er bedient sich auseinandersetzungarten mir nicht gefälliger art. da gehöre ich nicht hin.
meine frage muss daher lauten, was ich eigentlich kann.
ich werde meine möglichkeiten anbieten, mich nicht drücken.
aber öffentlichkeit wie gericht als konkreten austragungsort verweigern.
das schreibe ich nun als eingangstext, den anderen werde ich löschen.
danke.Geändert von legrain (09.12.2013 um 19:36 Uhr)
lg
legrain
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07.12.2013, 19:54Inaktiver User
AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.
Worum geht es bei der Verleumdungsklage? Welchen Schaden hat sie direkt angestellt?
Und was erwartet derjenige, der sie verklagen möchte?
Wenn ihre Tage gezählt sind, wird ein Prozess welcher Art auch immer, wahrscheinlich im Sande verlaufen.
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07.12.2013, 20:08
AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.
Was versprecht ihr euch von einer gerichtlichen Verfolgung?
Die Beschützer, wieso haben die sich plötzlich um 180 Grad gedreht?
Kann man sicher sein, dass "Wahrheit" herausgefunden wurde und wird?The original Karla
est. 2006











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07.12.2013, 20:16Inaktiver User
AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.
Liebe legrain,
ich ahne ungefähr, was sich da abgespielt haben muß - nimm' den Adelstitel und die damit verbundenen Besonderheiten raus, bzw ersetze "Adel" durch "Fliegerei" und Du hast sehr grob die Geschichte meiner Großmutter und meiner Mutter.
Deshalb ist vermutlich mein Rat an Dich sehr subjektiv, aber ich würde diese Frau unter Zurhilfenahme aller nur irgend denkbaren Belastungszeugen vor jedes erreichbare Gericht zerren.
Nicht unter dem Aspekt der Rache, sondern weil es vermutlich die einzige - und in Anbetracht der gezählten Tage der Dame allerletzte - Chance sein könnte, dem so böse verleumdeten Sohn wenigstens ein bißchen inneren Frieden und Würde wiederzugeben.
Ihm alleine und seinem Wohlergehen würde ich alle Aufmerksamkeit widmen - es ist sehr zu wünschen, daß er sich von den Unsäglichkeiten seiner Mutter noch erholen und zu einem für ihn sinnbringenden Leben gelangen kann.
Allen Beteiligten viel Kraft !
AlleNamensindweg
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07.12.2013, 20:18
AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.
vielleicht, weil jeder beschützer hoffte, wälder und häuser zu erben, das setzte unter umständen die moral ausser kraft.
nun ist sie bei höheren leuten, dagegen kann die bisherige gefolgschaft nicht anstinken.
vielleicht aber, weil erst durch das fortspinnen des themas in immer neuen varianten, selbst dem grössten naiven eines tages klar wurde, dass entweder alle böse und verdorben sind, oder sie, -das geisterfahrerthema.
vielleicht wegen des guten klanges ihres namens.
zumindest ein grosser besitz wurde von ihrer familie verprozessiert. jeder anwalt kann sich seine chancen herauslesen, ebenfalls lange viel arbeit und geld zu kriegen.Kann man sicher sein, dass "Wahrheit" herausgefunden wurde und wird?lg
legrain
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07.12.2013, 20:26
AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.
Ach - das übliche.
Erhofftes Erbe. 
Ohne genauer zu wissen, was für "höhere" Leute das sind, man soll deren Verbindungen niemals unterschätzen.
So, falls du dich da einbringen willst - Vorsicht.
Auch dich kann man nebenbei ruinieren. Die Seilschaften funktionieren.
Der Bruder... ich weiß nicht, ob es ihm nicht vielleicht mehr bringt, therapeutisch aufzuarbeiten, was ihm angetan wurde. Eine Wiedergutmachung ihrerseits wird es ja sowieso kaum geben. Und jetzt noch viel Geld hinterher werfen... hm.
Und hinterher feststellen "Das hat´s jetzt auch nicht gebracht", wäre doch noch ärgerlicher als alles sowieso schon ist.
Mal eine ganz unmögliche Frage:
Im Guten kann man mit ihr - jetzt wo ihre Tage gezählt sind - wohl nicht sprechen?The original Karla
est. 2006











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07.12.2013, 20:28Inaktiver User
AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.
Ich fürchte, das könnte schlimm nach hinten losgehen.
Was auch immer geschehen ist, der äußere Schein ist entscheidend.
Man wird sich die Frage gefallen lassen müssen, weshalb erst jetzt, wo die Tyrannin flügellahm ist, zu diesen Maßnahmen gegriffen wird und die Zeugen werden ebenfalls nach ihren Motiven gefragt werden.
Und offenbar geht es immer noch um ein Erbe, da kommt schnell der Verdacht auf, es ginge eigentlich darum.
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07.12.2013, 20:33
AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.
jetzt legt sie erst richtig los.
vor einiger zeit litt ein junger mensch aus ihrem weiteren verwandtschaftskreis unter seelischen bedrückungen.
sie nahm sich des leidenden an, befahl einem ihrer kinder, ein zimmer zur verfügung zu stellen, in einem bestimmten haus in idyllischer lage. er müsse jedenfalls von seinen eltern isoliert werden, die seien sehr verdorben.
der depressive junge sah sich plötzlich ausgerechnet im grossherrschaftlichen suizidzimmer eines vorfahren ihrer familie, in schönster umgebung untergebracht, an der wand noch die seit jahrzehnten beim ausmalen extra ausgesparten blutspritzer, in ihren augen war das aus denkmalpflege-gründen geboten.
es ist so makaber, dass man einen film draus drehen könnte.Geändert von legrain (08.12.2013 um 13:08 Uhr)
lg
legrain


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