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  1. User Info Menu

    AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.

    Zitat Zitat von legrain Beitrag anzeigen
    wenn ich mit dem wolf zu verhandeln beginne, recht erstreite, muss ich mich wie ein wolf geben, um bestehen zu können, nicht wahr?
    als schaf gehe ich blöd unter.
    Willst Du das?

    Es gibt auch noch die, die nicht mitmachen. Kein Wolf, kein Schaf. Aufrichtige Menschen aber.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


  2. Inaktiver User

    AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.

    Zitat Zitat von legrain Beitrag anzeigen
    wenn ich mit dem wolf zu verhandeln beginne, recht erstreite, muss ich mich wie ein wolf geben, um bestehen zu können, nicht wahr?
    als schaf gehe ich blöd unter.
    Welches Recht? Wessen Recht?

    Zieh deine Ritterrüstung aus und geh nach Hause, in deiner eigenen kleinen (Um)welt kannst du mehr bewegen.
    Die Familie ist die kleinste Zelle der Gemeinschaft, lebe mit ihnen deine Vorstellung von Mitgefühl, Aufrichtigkeit und sie werden es im Außen weiterleben/-geben.

  3. User Info Menu

    AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.

    Warum hast du so lange stillgehalten, fragst du dich selbst. Verständliche Frage!

    Ich kann da aus eigener Erfahrung - wenn auch nicht komplett vergleichbarer - von mir sagen:

    Man hält es ja schlichtweg nicht für möglich.
    Man ist auf das Böse nicht eingestellt.
    Man ist aus ganz anderem Holze.
    Man hat ja auch Gutes gesehen, bei der Person.
    Und man hat sich ihr untergeordnet. Freiwillig, weil so konditioniert.
    Und man ist jung, und damit auch noch naiv.

    Erst wenn es offensichtlich ist, dann steht man mit offenem Mund da und staunt "Ach, DAS gibt es AUCH?!".

    Ich für meinen Teil habe keine Lust mehr, Leute mit "das sind Kriegsfolgen!" zu entschuldigen. Es sei denn, sie hätten unsägliches erlitten. (Was bei unserem familiären "Täter" nicht der Fall ist. Er hat einfach nur Machtspielchen kennen gelernt, die er gedenkt, weiterzuführen, weil sie ja so praktisch sind. )

    Auch hier spielen Geld und Macht eine ganz erhebliche Rolle, bzw. der Vorteil der betroffenen Erwachsenen, daran teilhaben zu können.

    Der alte Wahlspruch der Germanen, lieber stehend zu sterben als kniend zu leben, fällt mir dazu ein.
    Man muss sich aber dahin leiden, sagen zu können "Eher freß ich Dreck, als dir weiter Macht über mich zu geben". An den Punkt muss man erstmal kommen. Das hat dein Schützling noch vor sich.

    Die Würde gibt einem niemand. Man nimmt sie sich, wenn sie jemand zu beschädigen droht.

    Das Bild Wolf-Schaf:
    Der Wolf ist in dieser deiner Geschichte keine tatsächliche Bedrohung.
    Er tut nur so.
    Und alle die er zu Schafen erklärt, fallen auf seine Manipulation rein.

    Das System der Angst.

    Im Prinzip ist das ja überall so. Wenn du Angst hast, stellst du erstmal keine Fragen.
    Du wirst beschäftigt gehalten.
    Um so den Machthabern zu dienen. Als verbrennbares Material für ihre Zwecke.

    Abgesehen von dieser Familiengeschichte ist das genau das,
    was unsere Welt in Gang hält.
    Jemand muss "Material" sein.
    Machen wir uns bitte nichts vor - das sind wir alle.

    Nur, in der eigenen Familie das so konkret vor Augen geführt zu bekommen, entsetzt einen.
    Weil man da an etwas wie "Liebe" glauben wollte.
    The original Karla
    est. 2006


  4. Inaktiver User

    AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.

    legrain,
    du hast ihr sehr viel Macht eingeräumt, als Gräfin besaß sie keinen Thron - die Menschen, auch du (?), haben sie "gekrönt", "inthronisiert" - sie zur Führungspersönlichkeit/zur Königin/zur Herrscherin gemacht.

    Kein Häuptling ohne Indianer, kein Feldherr ohne Heer.

    Verzeih dir selbst deine eigene Verblendung - ohne auf sie und ihre Puppenspiele zu schauen.

  5. Inaktiver User

    AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    legrain,
    du hast ihr sehr viel Macht eingeräumt, als Gräfin besaß sie keinen Thron - die Menschen, auch du (?), haben sie "gekrönt", "inthronisiert" - sie zur Führungspersönlichkeit/zur Königin/zur Herrscherin gemacht.
    So könnte ich das nicht ohne weiteres unterschreiben.
    Könige, Grafen und andere Machthaber wurden (und werden) nicht durch die Menschen, die Untertanen gemacht.
    In der Geschichte sind sie "von Gott" gemacht. Sie haben ihrer Macht einfach ererbt. Sie waren Besitzer von Land, Menschen und Produktionsmitteln. Sie hatten (und haben) Macht über Bildung, Arbeit und Daseinsberechtigung.
    Einfach nur stillhalten und im stillen Kämmerlein wirken, hat noch nie Veränderungen gebracht.
    Eine Revolte der Schafe gegen die Wölfe kann hin und wieder nicht schaden. Manchmal verbessert sich etwas, manchmal verschlimmert es sich, aber auf jeden Fall gerät etwas in Bewegung.
    Oft gibt es viele Tote bei der Revolution, wer möchten welchen Kopf hinhalten?
    Das Schlimmste, was passieren kann (und eigentlich passiert es immer) ist, dass die einen oder anderen Schafe (die den Kopf noch haben, weil nicht verloren) zu den Wölfen überlaufen bzw. mit ihnen paktieren.
    Trotz alledem sollte man es mit seinem eigenen Gewissen abmachen, wie sehr man eine Revolte für nötig und durchführbar hält.
    Wut ist ein guter Motor.

  6. User Info Menu

    AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.

    Legrain

    Dir ist Schlimmes passiert, deine Seele hat gelitten, und jetzt endlich hättest du vermeintlich die Chance auf Vergeltung. Rache. Die Betroffenen vor der Welt legitimieren. Endlich Recht bekommen. Vielleicht der Gedanke, endlich abschließen zu können.

    Das finde ich absolut verständlich.

    Aber überlege für dich, vor dem Hintergrund des immensen Risikos, das du m. E. eingehst, wenn der Verlauf nicht so eintritt, wie du es dir erhoffst. Wenn die Gräfin Recht bekommt, weil sie mit juristischen Mitteln nicht greifbar ist: ist es dir das wert?

    Du möchtest endlich Frieden finden - ich kenne diesen Zwiespalt selber sehr gut. Aber ich habe gelernt, dass äußere Vergeltung und Vergebung meist nicht zu finden sind. Und wenn doch, dann fühlt es sich plötzlich gar nicht so gut an, wie man hoffte. Man hoffte darauf, endlich die große Erleichterung zu spüren. Aber man war plötzlich nur noch ausgezehrt vom Kämpfen.

    Kannst du einen Weg finden, diese Energie auf dich zurückzuleiten? Ich finde es wichtig, sich mit dem Geschehenen auseinanderzusetzen. Aber vielleicht ist es besser, das für dich zu tun, auf welche Art auch immer (Gespräche, Therapie...). Lass die Gräfin Gräfin sein, du hast noch ein Leben, das du für dich verwenden kannst. Sie nicht mehr lange, wenn ich es richtig lese. Komm aus der Vergeltungs-Spirale raus und schau auf dich. Nur auf dich.

    Lass dich nicht in etwas hineinziehen, dessen Dynamik du ja schon als Destruktiv erahnst. Bleib bei dir und verzeih dir selbst - du hast hart an dir gearbeitet, du hast dich weiter entwickelt - das wäre doch eine gute Basis, nach vorne zu sehen? Denn das ist etwas, was Gräfin & Co. nie erleben werden - das erleichternde Gefühl, etwas begriffen zu haben.

  7. Inaktiver User

    AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.

    Zitat Zitat von Marga3 Beitrag anzeigen
    Denn das ist etwas, was Gräfin & Co. nie erleben werden - das erleichternde Gefühl, etwas begriffen zu haben.
    Ja, und das Gefühl der Zufriedenheit, des Einklangs mit sich selbst.
    Das Gefühl um seiner selbst Willen geliebt und geehrt zu werden.
    Dieses Gefühl werden sie nie haben. Aber sie vermissen es.
    Deshalb wollen sie immer mehr, immer mehr. Sie können nie genug bekommen von dem, was ihr krankes Gemüt sich ausgedacht hat.
    Sie sehnen sich nach etwas, aber sie wissen nicht wo nach. Daran platzen sie am Ende doch. Sie gehen unzufrieden ins Grab.
    Lass' sie!

  8. Inaktiver User

    AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.

    Legrain, wie groß wäre denn der größtmögliche Schaden, den die Gräfin Dir zufügen könnte, wenn Du vor Gericht zu ihren Ungunsten aussagen würdest?

  9. User Info Menu

    AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.

    Ich wuerde dem geschaedigtem Sohn zusagen, dass ich gegen seine Mutter aussage, wenn er das will. Aber oft denke ich, dass es mit einem Gespraech schon getan ist.

    Ich wuerde keine Prozess einleiten und mich auch aktiv nicht dran beteiligen, das muss wohl der Sohn schon selber. Ist er ueber 18? Ist ihm sein Ruf so wichtig? Ich denke doch mal dass alle wissen dass seine Mutter gaga ist und dass man ihr nichts glauben kann.

    Also halte ich den Prozess fuer unnoetig, ausser sie hat diese Informationen an die Presse weitergegeben.

    Ich denke aber mal, jetzt, wo du alles weisst, Legrain, dass du ihm helfen kannst. Ich kenne ein Paar wo ich als junges Maedchen oefter bei ihnen eingeladen war (ich war damals mit einem Cousin befreundet) und ich sah damals wie sie mit unglaublicher seelischer Grausamkeit mit ihrer Tochter umgingen. Ich vermied ab dann das Haus aber er hat mir noch lange zu schaffen gemacht. Was haette ich tun koennen? Ich war damals erst so etwa 19 und konnte es mir nicht vorstellen einzugreiffen. Ich weiss, dass die Tochter im Erwachsenenalter in ein anderes Land gezogen ist und keinen Kontakt mehr mit ihrer Familie hat. Manchmal ueberlege ich mir, ob ich sie kontaktieren soll (ich sehe sie im Internet weil sie mit facebook Freunden befreundet ist). Aber, das kommt mir auch uebergriffig vor.

  10. User Info Menu

    AW: die entthronte gräfin - kriegsfolgen am beispiel einer familientyrannin.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Legrain, wie groß wäre denn der größtmögliche Schaden, den die Gräfin Dir zufügen könnte, wenn Du vor Gericht zu ihren Ungunsten aussagen würdest?
    ich finde, der grösste schaden ist, durch verhöre, zeugenladungen, verhandlungen, daran gehindert zu sein, die tage nach eigenem ermessen einteilen zu können. über jahre fremdbestimmt zu sein.

    für mich ist jede auseinandersetzung eine last.
    lg
    legrain

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