Ja, natürlich war das immer Thema und natürlich ist es gleichzeitig nicht unbedingt gut, mir sie als Gesprächspartnerin auszugucken. Ich bin deshalb auch bewusst den Weg über die Chorleiterin gegangen.
Ich verstehe ja auch, dass das scheiße ist. Aber: Es geht nicht darum, Frust bei ihr abzuladen. Es geht auch garnicht darum zu sagen, mir geht es schlecht, weil du ... Es geht ums Verstehen. Es geht für mich viel mehr darum, ihr alles so zu erzählen, als wenn sie eine dritte Person wäre, auch wenn sie natürlich beteiligt ist, sie muss sich von mir aus nicht so fühlen. Sie muss sich auch garnicht großartig dazu äußern, ich möchte nur das Gefühl haben, verstanden zu werden. Vielleicht möchte ich ihr am Ende auch einfach sagen können, dass es mich freut wenn sie glücklich ist, ich würde ihr dazu auch gerne etwas losgelöst vom Thema zu ihrem Beruf sagen, womit sie glaube ich etwas hadert. Und ich möchte mich guten Gewissens für das Gespräch bedanken können und mir sagen, es wird irgendwie gut.
Eine solche Erfahrung habe ich auch. Das ewige Schleife drehen bringt nichts und bringt mich nur auf die Mitleidsschiene. Drum hab ich hier ja auch von Anfang an geschrieben, dass es wenn dann bei einer einmaligen Sache bleiben muss, die mir dann langfristig beim Loslassen helfen kann.
Brauch ich nicht, meist trage ich irgendwas in Richtung 3-5 Tagebart, und wenn ich mich blank rasieren will, dann mach ich das schön selbst mit Pinsel, Rasierseife und Hobel.
Ich hab aber ein schönes Klavierstück ausgeguckt, kam vorgestern in "The Tree of Life" vor, das werd ich versuchen hinzubekommen und das ist dann auch etwas Eigentherapie.
Ich werd mit meinem besten Freund etwas in der Stadt unternehmen. Das ist für mich aber nicht so viel besser wie alleine zuhause zu sitzen, die ganzen Leute und insbesondere Pärchen um 0:00 werden mir glaub ich zu schaffen machen.
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Thema: Total am Boden
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28.12.2013, 21:48
AW: Total am Boden
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28.12.2013, 21:51
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28.12.2013, 21:54
AW: Total am Boden
Ach Slipperman, es tut mir echt leid, dass sie so rigoros geantwortet hat.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es dir heute abend echt nicht gut geht und es sicher nicht einfach ist, dich zu trösten.
Aber da musst du jetzt leider durch. Versuche nicht mehr, wegen deiner Gefühle mit ihr in Kontakt zu treten, weder schriftlich noch persönlich, sie würde ihr Abwehrhaltung nur steigern.
Versuche möglichst nicht, jetzt alles wieder dreißigtausendmal zu analysieren, warum, weshalb und was wenn, es würde sich überhaupt nichts ändern, wenn du dich deshalb wieder selbst zerfleischt.
Es ist unnötig und bringt nichts. Tu dir nicht selbst weh.
Aktzeptiere jetzt, dass es so ist. Basta.
Dieses Kapitel des Buches ist jetzt fertig geschrieben.
Lies es nicht ständig neu, es ändert sich dadurch nicht.
Du kannst und musst jetzt ein neues Kapitel anfangen.
Klar ist das schwer, aber du bist ein intelligenter Mensch und kannst das schaffen.
Denke nicht ständig über dich selbst nach. Manchmal liegt es gar nicht an einem selbst, aber man macht sich das Leben schwer, wenn man das glaubt.
Versuche unbedingt, mehr unter Menschen zu gehen, dich auch für sie zu interessieren und auf sie einzugehen, vielleicht gibt es Menschen, denen du irgendwie helfen kannst. Das hat hier schon mal jemand vorgeschlagen, ich finde die Idee sehr gut. Es würde dich ablenken und du würdest mit Problemen anderer Menschen konfrontiert. Manchmal lässt einen das gut erkennen, dass andere Menschen viel größere Probleme haben, die man selbst aber vielleicht ganz einfach lösen kann. Manchmal hilft es auch einfach nur, ein Lächeln zu schenken. Etwas, das nicht viel kostet, aber große Wirkung haben kann. Die Freude darüber kann unbezahlbar sein und weißt du was? Man lernt sich selbst von einer anderen Seite kennen, vielleicht findet man dann heraus, wie man sich auch selbst am meisten gefällt. Und man kann Freunde gewinnen.
Lass dich nicht unterkriegen. Du schaffst es, aus dem Loch wieder herauszukommen.
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28.12.2013, 21:56
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28.12.2013, 22:18
AW: Total am Boden
Ach slipperman, sie wollte dich ein bisschen aufheitern!
HOBEL????
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28.12.2013, 22:21
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28.12.2013, 22:47
AW: Total am Boden
Ein Hobel ist ein klassischer Rasierer, wie es sie früher gab. Also für die normalen Rasierklingen. Ich hab z.B. den hier: http://www.shavemac.com/images/produ...ges/1151_0.jpg
Vorteil ist, dass man bei den Rasierklingen eine riesen Auswahl hat und genau die nehmen kann, die einem besonders liegen. Meist sind sie auch schärfer als die Klingen der Systemrasierer und werden, obwohl es nur eine Klinge ist, weniger schnell stumpf. Die Rasur ist gründlicher und wenn man es raus hat schonender. Und preislich ist es auf dauer sowieso unschlagbar.
Danke, echt wieder ein netter Beitrag von dir.
Ich fühl mich momentan noch nicht mal so schlecht. U.U. kommt das erst noch, ähnlich wie vor 4 Wochen, wo ich auch erstmal einige Tage geschockt war. Momentan bin ich eher ziemlich sauer und fühl mich ungerecht behandelt.
Ja, darüber muss ich noch nachdenken. Ehrlich gesagt hab ich schon eine Antwort geschrieben, das Abschicken lass ich aber erstmal noch bleiben. Ich find's einfach verletzend und unfair mich so zu behandeln, wenn sie sowieso nur Blocken will, kann sie auch gerne erfahren, das ich das so eigentlich nicht ok finde und auch nicht wirklich verstehe, warum sie so rigoros reagiert. Es war vorher ja schließlich überhaupt nichts Negatives zwischen uns.
Intelligenz ist in psychologischen Dingen nicht unbedingt von Vorteil, im Gegenteil, soweit ich weiß gibt es zumindest statistisch nachweisbar einen Zusammenhang zwischen Intelligenz, Introversion und psychischen Problemen.
Ja, ich werde aus dem Loch wieder rauskommen. Irgendwie ging es immer. Aber es ging eben nie weiter nach oben. Und das sehe ich langfristig als Problem an, den nur damit, aus dem Loch rauszukommen ist mir nicht geholfen.
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28.12.2013, 23:33
AW: Total am Boden
Ich weiss, ich habe hier schon abgedankt und jetzt ist es peinlich, nochmal was zu sagen aber als Rezept vom Ratgeber Annakathrin:
1. Lese mal Carnegie's "how to win friends and influence people"
2. Dann "die Kunst des Liebens" von Erich Fromm (aber erst als zweites Buch!).
3. Helfe Hilfebeduerftigen und zwar sofort. Obdachlosen, Flutopfern, Fluechtlingen. Egal. In einer organisierten Gruppe und mit direktem Kontakt zu den Opfern.
4. Kein Chor mehr, meide die Pianistin. Aus der Ecke kommt jetzt nichts Gutes.
5. Sport, moeglichst auch in einer Gruppe. Yogakurs, Golfkurs, irgentwas was Du noch nicht kannst.
6. Schau' Dir den deutschen Film ueber Goethe nach. Der ist noch nicht so alt, ein zwei Jahre oder so.
7. Wenn mir noch was einfaellt sage ich es Dir. Aber, Du musst ein paar Stunden "Nachsitzen" ueber Themen, die andere im Gymnasium (auf dem Pausenhof, nicht in der Schule!) gelernt haben. Die fehlen Dir, die kann man aber gut nachholen. Dauert vielleicht ein Jahr oder so aber Du wirst mir sowas von Danken.
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28.12.2013, 23:43
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29.12.2013, 00:06
AW: Total am Boden
Hallo Slipperman, mir hat "Addicted to Unhappiness" von Martha Heineman Pieper einige interessante Perspektiven gezeigt. Es gibt auch Ähnliches von deutschen Autoren, z.B. Rainer Tschechnes "Angst vor dem Glück" - die konkreten psychologischen Muster finde ich aber im Buch von Frau Pieper besser erklärt. Oder auch spezifische Literatur zum Thema Selbstsabotage könnte erhellend sein. Die Sachtipps die dir hier gegeben wurden hätten eigentlich ausgereicht, es anders anzugehen als du es sonst tust. Die Frage ist ein bisschen, weshalb du stur etwas tust bei dem Schmerz/Enttäuschung vorprogrammiert ist. Ich finde die Posts und konkreten Lösungsansätze von annakathrin super, schade dass du darauf so wenig eingehst. Erstmal gute Erholung



) - eine klare Absage erteilt hat, verstehe ich sie.
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