@Moewenwichtel
Danke für deine Sichtweise, dem kann ich mich im Grunde nur anschließend, ist im Grunde auch meine Einschätzung.
Außer:
Ich habe seit Dezember keinerlei Kontakt mit ihr gehabt oder Nähe gesucht, im Grunde war es der größtmögliche Abstand der unter der Voraussetzung, dass ich weiterhin in den Chor gehen möchte möglich war.
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Thema: Total am Boden
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13.04.2014, 00:02
AW: Total am Boden
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13.04.2014, 11:34
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13.04.2014, 19:14
AW: Total am Boden
Kann sein, daß ein Wechsel hilft.
Der TE war ja auch schon mal in einem anderen Verein,
da lief auch auch irgendwas aus dem Ruder, so daß er austrat.
Ich glaub, der Hase liegt hier im Pfeffer:
Der TE kann keine Körbe oder Niederlagen ertragen.
Die Pianistin hat einen neuen Partner gewählt,
und den TE dabei nicht in die Wahl gezogen.
Da kann *Mann* mit den Schultern zucken.
Der TE faßte es jedoch als Niederlage/Korb auf.
Dann schrieb er der Pianistin, legte seine Gefühle offen,
...zack...nun kam eine schroffe Ablehnung/Korb von ihr.
Aber ich glaub, man kann lernen, andere Menschen, deren Körbe
und Abgrenzungen zu respektieren, ohne es allzu persönlich zu nehmen.
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13.04.2014, 19:27
AW: Total am Boden
Man könnte auch erst mal die Situation einschätzen, bevor man sich einen Korb abholt
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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13.04.2014, 20:10
AW: Total am Boden
Das hat er nun aber wirklich getan, er hat das Für und Wider hier umfangreich diskutiert, andere Meinungen eingeholt, um die Lage einzuschätzen, und manchmal muss man jemandem etwas sagen, damit man selber nicht daran kaputtgeht. Ich halte es für richtig, dass er es ihr gesagt hat und er hat es sich absolut nicht einfach gemacht, es war eine tolle Leistung, sich zu überwinden. Er musste es für sich selbst tun, denn er war an einem Punkt angelangt wo es für ihn nicht mehr anders ging.
Slipperman, dein Versuch, dich mit allem auseinanderzusetzen, mit der Situation zurechzukommen und alles zu verarbeiten ehrt dich total. Aber irgendwann ist doch mal der Punkt erreicht wo man erkennen muss: Wenn ich die Situation nicht ändere, kommt diese oder eine ähnliche Situation immer wieder. Das Gehirnkino wird alles Gewesene und nicht Gewesene, Situationen, Vorstellungen, Gedankenspiele immer und immer wieder im Kopf kreisen lassen. So kommst du nicht zur Ruhe. Du quälst dich so immer weiter. Manche können etwas verarbeiten, indem sie darüber reden, bei manchen führt es jedoch dazu, dass sie immer weiter sich im Kreise drehen. Und wenn du ihr immer wieder begegnest, kannst du es nicht verarbeiten und abschließen, sondern du drehst dich immer weiter im Kreis, weil du sie immer wieder siehst und es immer wieder eine Situation gibt, bei der du dich mit ihr und deinen Gefühlen auseinandersetzen wirst.
Weißt du, es ist eine tolle Sache, die Liebe seines Lebens zu kennen - wenn sie das genau so sieht.
Aber hier ist es leider nicht so. Also versuche nicht, dein ganzes weiteres Leben in dieser Situation zu verbringen, die dich kaputtmacht, sondern versuche, einen neuen Anfang zu machen. Unter solchen Bedingungen, unter denen du das Kapitel auch abschließen kannst.´und nicht immer daran erinnert wirst. Alles andere bringt dich nicht weiter.
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13.04.2014, 20:17
AW: Total am Boden
Um es noch mal anders zu sagen:
Du hast doch völlig richtig erkannt, dass es dir nicht gut tut, mit ihr gemeinsam diese Reise zu unternehmen.
Warum erkennst du dann nicht, dass es dir nicht gut tut, ihr außerhalb dieser Reise zu begegnen?
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13.04.2014, 21:34
AW: Total am Boden
Das glaube ich auch, ich würde versuchen (was du anscheinend ja auch neuerdings so machst), ihr weiter aus dem Weg zu gehen. Je weniger Kontakt du zu ihr hast, desto weniger kann "sie" dir wehtun - soll natürlich nicht ihr unterstellen, dich bewusst zu quälen... du verstehst mich schon.
Das seh ich jetzt nicht so. Er trägt es ihr ja nicht nach und macht es ihr nicht zum Vorwurf. Für mich hört es sich eher so an, als hätte er sich so ein bisschen gefühlsmäßig an sie geklammert und hätte nun Schwierigkeiten, loszulassen und zu verarbeiten, dass jemand anders eben "schneller zugegriffen" hat. Gott, das klingt irgendwie furchtbar nach Marktschacherei.. tut mir Leid...
Es ist ja nicht so, dass ihn der Korb an sich so runterzieht. Mit dem hatte er ja gerechnet, da sie einen Freund hatte. Ich glaube auch nicht, dass er ihre Abgrenzung nicht respektiert, genau das tut er doch aktuell, er geht ihr aus dem Weg und versucht, sie in Ruhe zu lassen.
Sein Problem ist, dass seine Gedanken immer noch um sie kreisen. Sie gefällt ihm immer noch, er findet sie immer noch attraktiv, er fühlt sich immer noch zu ihr hingezogen. Das ist doch ganz was anderes, als aus verletztem Stolz ihr Vorwürfe zu machen oder um sie zu kämpfen einfach nur um des "Sieges" Willen.
Er fühlt sich zu ihr hingezogen und versucht, sich aus diesem Gefühlschaos zu befreien, weil er weiß, dass es verhältnismäßig aussichtslos ist, und dabei sucht er hier Hilfe und Tipps.
Slipperman: ich denke, aus dem Weg gehen ist wirklich die einzige Möglichkeit, mit der Situation fertigzuwerden. Du sagst, Sport hilft dir, das ist schon mal was schönes, ich hoffe, du findest hier wenigstens ab und zu ein paar Stunden Frieden.
Vielleicht solltest du auch darüber nachdenken, eine Woche oder ein paar Tage wegzufahren, in eine ganz neue Umgebung, ein bisschen ganz aus der Situation rauskommen und versuchen, mal absolut zu entspannen - Ostern kommt ja jetzt, da hast du doch bestimmt ein paar Tage frei.
Ansonsten... wie gesagt, ein Wechsel würde dir mit Sicherheit nicht schaden. Wenn du die Möglichkeit hast, in einen anderen Chor zu wechseln, wäre das vielleicht nicht schlecht und könnte dir dabei helfen, über die Pianistin hinwegzukommen. So lang du ihr "dauernd" während der Proben begegnest, wird das aber weiter Salz in die Wunde streuen.Do you believe there is sense in it?
Is it truth or myth?
They're one in my rhymes
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14.04.2014, 01:30
AW: Total am Boden
Glaube ich nicht es kann auch was ganz anderes sein.
Scham wegen der Abfuhr oder seinen eigenen Gefühlen.
Sich mit sich selbst nicht wohlfühlen.
Ich denke nicht, dass es noch irgendwas mit ihr zu tun hat…nur auf der Oberfläche.
Aus dem weg gehen würde ich nicht raten. Man kann sich selbst nicht aus dem Weg gehen.
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14.04.2014, 11:08
AW: Total am Boden
Moewenwichtel und _Farmelli, ich denke ihr habt beide Recht.
Natürlich hänge ich ihr sehr nach und hab ein Problem damit, loszulassen. Ich bin mir aber garnicht so sicher, ob es dafür großartig entscheidend ist, sie zu sehen oder nicht. Es war seit vier Monaten ja auch so, dass sie wärend des Einsingens aufkreuzt, sich hinters Klavier setzt und begleitet und ich mich am Ende relativ schnell aus dem Staub mache. Da gibt es nicht viel mehr als zu registrieren, "aha, jetzt kommt sie" oder sie gelegentlich am Klavier zu erblicken. Das Hauptproblem sind sicherlich meine Gedanken und Gefühle und leider befeuere ich die wahrscheinlich schon selbst genug.
Und das Thema "schneller zugegriffen" ist natürlich auch ein echtes Problem für mich, das war es ja von Anfang an und das wahr wohl auch der Grund, warum mich das alles so umgehauen hat, obwohl meine Gefühle ja schon lange vorher bestanden. Es fühlt sich halt an, wie nie eine Chance bekommen zu haben. Es fühlt sich an, wie vorher zu "brav" gewesen zu sein, indem ich nie irgendwie offensiver war, weil ich immer respektiert habe, dass sie einen Freund hatte. Und dadurch dann aber gleichzeitig nie so gesehen wurde wie es hätte sein können, als die Möglichkeit da war. Natürlich war da wohl nie eine echte Chance, aber das zu akzeptieren fällt nun mal deutlich leichter, wenn man diese zumindest irgendwie hätte ergreifen können und dann selbst merkt, ok, es passt nicht, anstatt nur total dumm daneben zu stehen und irgendwann zu merken, irgendwie haste da jetzt was verpasst.
Und natürlich geht es auch zusätzlich um etwas ganz anderes. Das ist allerdings keine Scham vor der Abfuhr oder den eigenen Gefühlen sondern eher das Thema mich mit mir selbst nicht wohl fühlen, bzw. allgemein nicht wissen, wo ich hin will. Ich weiß aktuell nur, dass ich gerne eine Familie hätte und mir ein LEben wie es jetzt läuft eigentlich dauerhaft nicht vorstellen kann. Ich habe da einfach keinerlei Ziel und Sinn. Ich muss für mich selber nicht erfolgreicher sein, für eine Familie wäre ich es aber gerne. Ich muss für mich selber auch materiell nicht mehr haben, im Grunde ist alles was irgendwie on top kommt eher sinnloser Krempel. Aber ich würde eben gerne einer Familie etwas bieten können, mir ein gemeinsames Leben aufbauen, einem Kind ewas weitergeben, etc. Das habe ich nicht und mir macht es total Angst, das vielleicht nie zu haben.
Ich denke momentan, dass es mir aus diesen Gründen auch nicht unbedingt großartig besser gehen würde, wenn ich keine Gefühle mehr für die Pianistin hätte. Es wäre halt etwas anders gelagert und es gäbe nichts was mir akut weh tut. Und ich denke halt auch, dass mich der Umgang mit der Pianistin vielleicht auch irgendwie weiterbringen kann. Wie gesagt bin ich schon mal "weggelaufen" und habe dadurch vieles verloren. Sicherlich war das aber deutlich mehr, als es jetzt der Fall wäre. Mir hängt das von damals immer noch nach, obwohl es über 10 Jahre her ist und ich mache mir immer noch Gedanken ob es richtig war, alles abzubrechen. Jetzt mit der Pianistin eine Möglichkeit zu finden, wo weiterhin eine wie auch immer geartete Gemeinsamkeit besteht die dauerhaft ok ist, wäre für mich deshalb die klar bessere Lösung, sowohl was das Verhalten an sich ("nicht wieder weglaufen") als auch was das Wachsen an der Situation betrifft.
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14.04.2014, 12:14
AW: Total am Boden
Immerhin hast du selber anerkannt, dass das ein Problem ist, das ist ja schonmal besser, als wenn du davor "die Augen verschließen" würdest...
Okay... das klingt jetzt aber wirklich so, als läge (inzwischen) gar nicht mehr wirklich der Fokus auf der Pianistin als Person oder auf der Liebe konkret zu ihr, sondern mehr als würdest du deine Wünsche auf sie projizieren und dich dann total da hineinkrallen.
Das liest sich so, als hättest du quasi deine Familienplanung für dich so fertiggeplant und brauchtest jetzt nur noch jemanden dazu, der "mitmachen" würde, und dazu hast du dir jetzt die Pianistin rausgepickt, um die in dein Wunschbild reinzuzimmern. Da passt sie aber nicht hinein, das ist dir ja (inzwischen) auch klar. Versuch, sie und dieses Wunschbild der Familie wirklich radikal zu trennen, und versuch, eine andere Frau kennenzulernen. Ich weiß, das klingt viel einfacher als es ist. Klar findet man einen Partner fürs Leben nicht so einfach wie einen neuen Teppich fürs Wohnzimmer (auch wenn beide im Idealfall fürs Leben halten
), aber durch das Hinterhertrauern der "verpassten" Chance findest du erst recht keine. Versuch doch, beim Sport jemand Nettes kennenzulernen. Mich sprechen immer wieder nette Leute zB beim Klettern an, da haben sich durchaus schon Freundschaften ergeben.
Wenn du das kannst und sie es okay findet, ist das eigentlich eine sehr gute Sache. Dass du versuchst, an dir zu arbeiten, das finde ich prima.
(Ich fange an, diesen Blümchensmiley total zu mögen
)
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