aber das ist ja sinn der therapie: der therapeut hilft dir, aus dir heraus etwas zu entwickeln.
hier im forum kriegst du dagegen genau das, was du nicht willst, nämlich meinungen von außen - von denen du bislang ganz genau gar nichts annimmst, soweit ich es gelesen habe.
ein therapeut, wenn er gut ist, gibt dir nichts vor, sondern versucht genau die prozesse bei dir in gang zu setzen, die du brauchst, um aus dir heraus was zu verändern.
ja sicher. das ist m.e. 50 prozent der traurigkeit bei einem verlust, und aus furcht davor bleiben viele leute in unglücklichen beziehungen.Kennt das jemand? Also dass man sich mit einem Rückgang von Gefühlen auch irgendwie unwohl fühlen kann, obwohl es einem ja eigentlich besser geht? Wenn ja, wie damit umgehen?
mir helfen dagegen nach vorne zu schauen und viel gesellschaft mit freunden.
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Thema: Total am Boden
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28.03.2014, 07:46Inaktiver User
AW: Total am Boden
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28.03.2014, 10:11
AW: Total am Boden
Ich habe vielleicht schriftlich keine Schwierigkeiten, im direkten Kontakt aber schon. Das ist denke ich auch generell so, ich kann mich schriftlich sicher besser ausdrücken als mündlich und wirke da auch deutlich eloquenter.
Wie gesagt habe ich noch nie so intensiv mit jemandem über meine Gefühle gesprochen wie mit der Chorleiterin. Ich habe vorher z.B. auch noch nie jemand Außenstehenden gesagt, dass ich in jemanden verliebt bin, das haben höchsten nur die betreffenden Mädels erfahren.
Meiner Meinung nach hab ich in dem Punkt schon etwas ein Problem, darum war es mit der Chorleiterin für mich ja auch so wichtig.
Natürlich ging da nicht viel. Da hab ich aber auch mehr nach der Devise gelebt "ach wird schon" oder "hast halt mal 'ne schlechte Phase". Ich denke da sehe ich mittlerlerweile schon einiges etwas anders. Und wie ich hier ja auch schrieb hab ich mich insbesondere letztes Jahr schon etwas zum Guten verbessert, auch schon vor der Sache Ende November. Wenn es so weiter geht, wäre ich schon zufrieden.
Schärfe und Entschärfen sind zumindest für mich zwei unterschiedliche Dinge.
Schärfe in zwischenmenschlicher Hinsicht heißt, dass da starke Konfrontation drin ist, man u.U. sehr sauer ist, wütend, etc. und das ganze auch offen so zeigt. Also wirklich ein offenes Gegeneinander. So war es nicht.
Entschärfen kann man dagegen auch eine einfach unangenehme Situation, da muss nichts konfrontierendes drin sein.
Ich glaube ich hab hier schon öfters geschrieben, dass mir das wahrscheinlich mehr bringt als die meisten glauben. Ich setz mich sehr viel damit auseinander und es gibt mir einige Denkanstöße. Aber ich übernehme vieles halt nicht einfach oder picke mir nur das raus, was mir taugt. Das wirkt dann vielleicht eher ablehnend. Trotzdem hilft es mir. Vielleicht war auch das erneute Schreiben hier der Auslöser, dass es mir diese Woche so verhältnismäßig gut ging.
Und das ist halt ein Punkt, wo ich ein Problem mit einem Therapeuten habe. Da kann ich mir nicht Dinge rauspicken, oder gar eine ablehnende Grundhaltung haben. Da muss ich mich drauf einlassen können und zumindest offen dafür sein, sonst bringt es nichts. Und das kann ich momentan denke ich nicht bzw. habe ich auch Angst davor.
Na ja, es ist bei mir halt immer so, dass sich diese Traurigkeit im Grunde ja auf etwas bezieht, was mir garnicht gut getan hat und wo genug Frust und Schmerz drin ist. Und trotzdem fällt einiges in dem Zusammenhang schwer.
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28.03.2014, 16:31Inaktiver User
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29.03.2014, 00:20
AW: Total am Boden
Uebrigens, Du musst keine Angst haben vor einem Therapeuten. Ein Therapeut hoehrt erst mal zu. Was Deine Probleme sind, die Du loesen willst, wie es dazu gekommen bist und wo Du heute stehst. Dann auch etwas Hintergrund, Kindheit, Familie etc.
Dann fragt er Dich eher selber aus, wo Du siehst, dass es "hanegt" und wo Du nicht weiterkommst und laesst Dich quasi selbst drauf kommen, was Du aendern kannst. Aber, bestimmt nicht in der ersten Sitzung! Und wenn Du selber schon eine Iddee bekommen hast, was Du im ganz kleinen aendern kann, dann fragt er, ob Du es dir traust, bis zur naechsten Sitzung es auszuprobieren, nur dass man darueber reden kann, was Du dabei gefuehlt hast. Also, was fuer unangenehme Gefuehle da hochkommen die Dich vielleicht an etwas erinnern. Aber vielleicht lief auch alles gut!
Also, er wird Dich zu nichts zwingen und auch wenige Vorschlaege machen, wenn er ein guter Therapeut ist.
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29.03.2014, 12:34
AW: Total am Boden
Und warum sollte bei der Haltung eine Psychotherapie nicht funktionieren?Ich setz mich sehr viel damit auseinander und es gibt mir einige Denkanstöße. Aber ich übernehme vieles halt nicht einfach oder picke mir nur das raus, was mir taugt. Das wirkt dann vielleicht eher ablehnend. Trotzdem hilft es mir. Vielleicht war auch das erneute Schreiben hier der Auslöser, dass es mir diese Woche so verhältnismäßig gut ging.
Und das ist halt ein Punkt, wo ich ein Problem mit einem Therapeuten habe. Da kann ich mir nicht Dinge rauspicken, oder gar eine ablehnende Grundhaltung haben. Da muss ich mich drauf einlassen können und zumindest offen dafür sein, sonst bringt es nichts. Und das kann ich momentan denke ich nicht bzw. habe ich auch Angst davor
Grüße
Luftpost
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29.03.2014, 13:00
AW: Total am Boden
Dafür, dass du noch nie eine Therapie gemacht hast, meinst du ziemlich genau zu wissen, wie diese ablaufen würde. Warum probierst du es nicht einfach mal? Viele hier glauben, dass dir das helfen KÖNNTE, also wag es doch. Wenn du merkst, dass es wirklich nichts für dich ist, dann kannst du es immer noch abbrechen.
Sprich mit deinem Hausarzt und lass dich überweisen. Mach es einfach. Das kostet sicher viel Überwindung, umso zufriedener kannst du aber dann mit dir selbst sein, den ersten Schritt gemacht zu haben. Du wirst vermutlich eh mindestens einen Monat - wenn nicht sogar viel länger - auf den ersten Termin beim Therapeuten warten müssen. Dieses stille Leiden und Hoffen, dass sich die Probleme in Luft auflösen ohne dafür etwas zu tun zu müssen ist unerträglich. Ja, deine Probleme sind nicht schön, und du hast in der Hinsicht was Frauen angeht, kein leichtes Los gezogen. Aber überleg doch mal, wie viele Dinge in deinem Leben gut laufen: Du bist attraktiv, hast einen tollen Job, hast vielseitige Interessen und Hobbys - das ist doch schon mal einiges. Deine Aufgabe ist es, selbst aktiv zu werden, um nun deine Frauenproblematik anzugehen.
Wenn du so weitermachst du jetzt, wird sich nie etwas ändern. Überwinde deine Angst. Ich bin mir sicher, dass du das schaffen kannst!
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29.03.2014, 13:16
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29.03.2014, 18:35
AW: Total am Boden
Also, das kann ich schon verstehen. Ich hatte (fast) mein ganzes Erwachsenen-Leben entweder einen Partner oder ich war gerade dabei, einen kennenzulernen oder ueber eine Trennung hinweg zu kommen oder ich war einfach beschaeftigt, einen neuen zu finden.
Ausser einmal, da habe ich mir ein ganzes Jahr Ruhepause verschrieben weil ich einfach immer mit den falschen Maennern zusammen war.
Aber, ich kenne es gut, dass es einem leid tut, sich von einer Phantasie zu verabschieden. Das hatte ich auch ein paar Mal. Ob es nun eine reale Trennung war oder eine Hoffnung auf eine Partnerschaft wo man ploetzlich merkt, "nee, da wird nie was draus."
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29.03.2014, 18:55
AW: Total am Boden
Zumindestens in Deutshland brauchst Du keine Überweisung um einen Psychotherapeuten aufsuchen zu können.Sprich mit deinem Hausarzt und lass dich überweisen. Mach es einfach.
Und warscheinlich wirst du einige Monate einen freien Psychotherapieplatz suchen müssen, wenn Du Glück hast.
Wohnst Du auf dem Land kann daraus auch schon mal 1-2 Jahre werden, das ist kein Scherz.
Also so ganz einfach ist die Sache nicht. Du brauchst Ausdauer und Hartneckigkeit. Das sind übrigens auch die Vorrausetzungen für psychotherapeutischen Erfolg.
Adressen von kassenzugelassenen Psychotherapeuten bekommst Du bei deiner Krankenkasse und der kassenärztliche Vereinigung deines Bundeslandes, googlen.
Grüße
Luftpost
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29.03.2014, 19:33
AW: Total am Boden
Ich kenne das schon auch....aber ohne mich dann "leer" zu fühlen.
Zusätzlich gibt mir zu denken, ACHTUNG! Esoterik:
Ein esoterisch bewanderter Mann hat mir mal gesagt,
was passiert, wenn man sich gedanklich auf eine Person fixiert,
also dauernd über sie nachdenkt, Emotionen entwickelt oder Tagträume von ihr hat.
Er meinte, daß wäre wie eine Frechheit.
Und zwar auf energetischer Ebene (Gegenstück= *materielle* Ebene).
Weil: Jeder Mensch hat eine Aura um sich rum, wie eine Eierschale.
Derjenige, der dauernd an den anderen denkt,
sendet "Pfeile" oder "Bänder" Richtung der Aura des anderen.
Die Aura des anderen muß dies abwehren, was Energie kostet.
Ist die Aura des anderen beschädigt, ist es noch schlimmer.
Dann können die "Pfeile" in die Aura eindringen, oder die "Bänder"
andocken und Energie saugen.
Dann reagiert die energieberaubte Person auf der *materiellen* Ebene oft sehr heftig
und schroff abwehrend, z.B. durch einen sehr deutlichen Korb,
weil es nicht anders geht! Meist weiß sie bewußt nicht,
warum sie so extrem reagiert hat, und wundert sich selbst.
Jetzt ist das ja Esoterik. Es kann was dran sein, oder auch nicht.
Mich hat es etwas bestärkt, nicht allzusehr und allzulange von jemanden
zu phantasieren. Möchte ja denjenigen und seine Aura nicht belästigen.
;-). Und es gibt so viele schöne Sachen auf der Welt, die man tun kann,
damit man sich nicht "leer" fühlt.



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