ozean:
um zu einer handhabbaren kommunikation zurückzukehren, müsstest du ja eigentlich froh sein, wenn die pianistin eben NICHT weiß, dass das noch schwierig für dich ist, slipperman. was für ein umgang zwischen euch sollte das sonst sein... der totale mitleidskrampf? schuldbewusstsein?
es ist das alte lied: du möchtest unbedingt gefühle von der pianistin und begreifst und/oder akzeptierst nicht, dass sie die nicht hat.
Antworten
Ergebnis 1.131 bis 1.140 von 1243
Thema: Total am Boden
-
23.03.2014, 10:25Inaktiver User
AW: Total am Boden
-
23.03.2014, 13:44
AW: Total am Boden
Ich versuche es noch mal anders zu sagen:
Es ist alles aus allen Winkeln beleuchtet. Aber du begegnest ihr immer wieder und daher beschäftigst du dich immer und immer wieder damit. Auch wenn du es vielleicht gar nicht möchtest: Deine Gedanken werden bei jeder weiteren Begengung immer wieder neu um die Pianistin herumschwirren, die Vergangenheit wieder hervorholen und dich Situationen und Gefühle immer wieder neu erleben lassen.
Das reißt die Wunden jedesmal neu auf. Wie sollen sie denn dann heilen?
Das wird nicht funktionieren. Und auch wenn du es mit einer Therapie oder der Chorleiterin immer weiter durchkaust um es zu verarbeiten: Solange du der Pianistin immer wieder begegnest, und ihr euch über das Thema nicht aussprecht, bleibt das Ergebnis dasselbe. Da du versprochen hast, es nicht von dir aus anzusprechen, und sie es von sich aus anscheinend vermeidet, solltest du über die Alternative, den Chor zu wechseln, ernsthaft nachdenken.Geändert von ylli (23.03.2014 um 13:56 Uhr)
-
23.03.2014, 15:09Inaktiver User
AW: Total am Boden
Oder so lange bleiben, bis sich das Leid "verbraucht" hat. Man muss nicht not-wendigerweise fliehen, man kann auch versuchen, auszuhalten, zu leben, zu beobachten (sich selbst) und dann, millimeterweise, weiter zu kommen. Und damit: raus aus dem Leid, das dann irgendwann "weg" ist, aufgebraucht, abgelebt. Die Illusion bekommt ja kein "Futter" mehr, alles liegt klar zu Tage, es braucht nur noch Gewöhnung und Akzeptanz. Die bekommt man aber nicht durch Flucht, sondern durch Dableiben.
Zu erkennen, dass man sich verrennen kann, mit der Selbstoffenbarung nicht aufs gewünschte Gehör trifft - und trotzdem weiter macht im gewohnten Zusammenhang, kann auch Wachstum evozieren und die Erkenntnis, dass nicht alles zusammenbrechen muss an Selbstgewählten, "nur" weil ein Bereich (Verliebtheit in eine bestimmte Person) nicht lebbar ist.
Ist zumindest mein Weg. Für mich "funzt" er, obwohl - die Hölle isses dann manchmal schon ;-)
-
23.03.2014, 15:29
AW: Total am Boden
cheshirekatz
ich finde Dein Vorgehen nachvollziehbar, eben unter der Prämisse, dass ein erkennen des sich verrennens vorliegt.
Solange aber von Slipperman die innere Forderung da ist, die Pianistin solle erkennen, wie schwer und belastend das alles für ihn ist, er sich nur im Kreise dreht, nicht weiterkommt, ist das für ihn noch nicht lebbar.
-
23.03.2014, 16:00
AW: Total am Boden
So sehe ich es im Grunde ja auch. Zumindest möchte ich es so versuchen, weil ich mit Davonlaufen in der Vergangenheit eben auch keine guten Erfahrungen gemacht habe.
Ich denke das Problem ist auch nicht das Erkennen des Verennens, das ist sicherlich schon lange genug da, auch schon länger als die Sache im November so akut wurde.
Das Problem ist, entsprechende Erkenntnisse auch auf meine Gefühle umzulegen. Mir war ja schon sehr lange klar, dass das Ganze im Grunde keine Chance hat, trotzdem wurden die Gefühle eher stärker. Und jetzt, nachdem dem Ganzen für 2 Monate vielleicht etwas Einhalt geboten wurde sind sie im Grunde eben auch mehr oder weniger unverändert da. Da liegt doch eigentlich der Knackpunkt. "Normal" wäre gewesen, als ich vor mittlerweile etwa 2,5 Jahren erfahren hatte, dass sie einen Freund hat und das ganze auch noch direkt vor den Sommerferien, dass ich die knapp zwei Monate wo wir uns da nicht gesehen haben genutzt hätte, um einigermaßen drüber hinwegzukommen. Und das war eben leider nicht so und es funktioniert momentan eben auch nicht so, wie es eigentlich gut wäre.
Ich würde gerne, wie es cheshirekatz ausgedrückt hat, "millimeterweise weiterkommen". Wenn das ein Jahr dauert, von mir aus. Aber ich habe momentan halt auch etwas die Befürchtung wie von ylli geschrieben:
Und ich bin mir da noch nicht mal so sicher, ob es so sehr am Begegnen liegt. Bei der Sache vor etwa 10 Jahren, die ich hier auch schon erzählt habe, war es auch so, dass ich nachdem ich den Kontakt abgebrochen hatte über ein Jahr gebraucht habe, um überhaupt einigermaßen da wieder rauszukommen. Und irgendwas geblieben ist da sicher trotzdem. Damals ging es nicht anders, da hätte auch Aussprechen nichts gebracht. Da ist die jetzige Situation zum Glück deutlich anders. Ich sehe definitiv eine Chance auf einen Umgang, der auch für mich irgendwann ok sein kann, aber ich habe eben Zweifel, dass der einfach so kommt.
EDIT
Weil das Thema "sie solle erkennen, wie schwierig und belastend das alles für mich ist" aufgegriffen wurde:
Auch das ist etwas, was für mich irgendwie zum Punkt gehört, einen gemeinsamen guten Umgang zu finden. Ich denke einfach ich kann sowas ihr ggü. nicht nur runterschlucken und dann eine normale Beziehung haben, weil das immer dazwischenstehen würde. Und es verstärkt finde ich auch das emotionale Ungleichgewicht. Wenn das keine Tabuthema ist und ich mich u.U. auch irgendwie etwas verstanden fühle, dann ist das für mich eine deutlich ehrlichere Sache als wenn ich nach außen immer nur so tue, es wäre alles doch mehr oder weniger ok.Geändert von Slipperman (23.03.2014 um 16:15 Uhr)
-
23.03.2014, 17:58
AW: Total am Boden
Verstehe ich nicht...
Also wenn ich einen Korb kriege, dann tue ich danach so, als wäre
nichts gewesen, und laß vor allem diese Person in Ruhe.
Da einer Person zu sagen oder merken zu lassen, wie verletzt ich bin, das finde
ich schon übergriffig, denn das wird sich die Person schon selbst denken können,
daß frau/mann bei einem Korb keine Freudentänze aufführt.
-
23.03.2014, 17:59Inaktiver User
AW: Total am Boden
Hallo Slipperman!
Der Satz ist abgedroschen, aber hat Gültigkeit: Andere Mütter haben auch schöne Töchter.
Ich habe nur quer gelesen... möchte aber ein paar Sachen loswerden, die dir viellecht helfen(?).
Du musst raus, unter Leute, am Wochenende. Stell dich in eine Disco, die deine Musdikrichtung spielt (Disco finde ich besser als Bar, da man da “alleine“ nicht so auffällt und immer noch sagen kann... irgendwie habe ich meinen Freund aus den Augen verloren...).. schaue dir alle Frauen an... mach das jede Woche... da wird bestimmt eine dabei sein, bei der du denkst... nicht schlecht... auch wenn du dich sehr schlecht verlieben kannst und wenige Menschen interessant findest... solche Exemplare wie dich gibt es auch unter Frauen und ihr werdet euch erkennen und finden...
Viellecht wirst du auch angesprochen... es gibt Frauen, grade taffe und selbstbewusste, für die ist es eine Herausforderung einen Typen wie dich zu knacken ;)
Es wird die Frau kommen, die dich die jetzige vergessen lassen wird! Das ist Fakt!
Dann möchte ich dir einige Begebenheiten erzählen:
Ein junger Verwandter von mir (frauenerfahrungstechnisch ähnlich wie du) lief einer Frau, die in einer On-/Off-Beziehung lebte, über drei Jahre hinerher... sie hat ihn an der Nase rumgeführt und er hat alles mit sich machen lassen. Irgendwann hat sie ihm endlich einen endgültigen fiesen, ätzenden Korb gegeben - und siehe da... er war plötzlich anscheinend befreit und hat sich ein paar Wochen später bei einer online-Partner-Börse angemeldet. Ich dachte mir nur - okay? Gefühle kann man eigentlich nicht abstellen, aber der fiese Korb hat ihn wohl tatsächlich befreit. Kurze Zeit später hat es ein ganz tolles taffes Mädel kennen gelernt - der Knabe blüht auf und ist seit einem Jahr glücklich!
Dann habe ich einen Freund, der sich immer in die flaschen Frauen verliebt. Sie haben was miteinander, er ist total verliebt, aber irgendwie reicht es für die Frauen dann doch nur zum guten Freund... Er hält die Situation aus (das wurde dir ja hier auch schon geraten) und ist weiterhin mit ihnen in sehr wertschätzender Weise befreundet. Kann natürlich nicht jeder...
Ein Mann war mal in mich verliebt, als ich Single war und sogar als ich einen neuen Freund hatte... es ging über 2,5 Jahre so und der Gute hat es trotz mehrfach freundlicher Ansage nicht kapiert. Für einen “fiesen Korb” hatten wir zu wenig miteinander zu tun und da er mir nix böses tat und echt “lieb” und im eher seltenen Realkontakt (man sah sich hin und wieder, aber hatte nicht viel miteinder zu tun) nicht aufdringlich war, konnte ich nicht “fies” werden. Es hat mich “aus der Ferne” angehimmelt und mich per Post mit Geschenken und Briefen bombadiert. Nix half. Irgendwann hat er es wohl eingesehen und ist nun anderweitig glücklich mit einer Frau aus dem gleichen “Dunstkreis” verheiratet. Du siehst, auch er hat eine andere gefunden und ist jetzt glücklich.
Ein anderer Verehrer gestand mir seine Liebe/ Verliebtheit, ich stellte klar, das ich mir über eine gute freundschaft Beziehung hinaus mit ihm nichts vorstellen kann und der Gute hat mir gesagt, dass er dann den Kontakt zu mir abbrechen muss... ich fand es sehr sehr schade, da ich ihn sehr mochte. Er ist mittlerweile glücklich verheiratet und hat Kinder.
Auch ich habe mich mal tatsächlich (obwohl ich sowas für nie möglich gehalten habe) in einen guten Freund verknallt, ihm das gestanden und er wollte nicht. Wir waren weiterhin gut befreundet. Sowohl er als auch ich sind mittlerweile glücklich verheiratet.
An diesen Beispielen siehst du, wie unterschiedlich Menschen solche Situationen meistern.
UND
Du bist nicht allein.
Auch du wirst glücklich werden.
Auch du wirst heiraten und Familie haben.
Und nun noch so ein abgedroschener Satz:
Jeder Topf findet seinen Deckel!
Hausaufgabe:
Such dir schon mal eine Disco für nächste Woche Samstag aus. Aber kreuze da erst frühstens um halbeins auf... vorher wird´s leer sein. Auch wenn du nicht auf Disco stehst - gib dir einen Ruck!!! Du wirst auf andere Gedanken kommen und mit Sicherheit jemanden kennenlernen... Wenn auch nicht sofort DIE eine, aber du kommst so auf jeden Fall auf andere Gedanke, in Übung und wirst lockerer!
Alles Gute für dich!
-
23.03.2014, 18:29
AW: Total am Boden
Slipperman, für die Pianistin ist euer jetziger Umgang ein guter: Berührungspunkte im Chor, kein näherer privater Umgang. Sie hat kein Interesse an einer Klärung - für sie ist alles geklärt. Für sie ist es bereits normal.
Das emotionale Ungleichgewicht ist da, das hat Du in das Verhältnis zwischen euch reingetragen. Du hast Dich verliebt, sie nicht und Du hängst ihr immer noch hinterher. Dieses emotionale Ungleichgewicht kannst Du nicht aus der Welt schaffen, das ist einfach da.
Sie hat sich Dir gegenüber ehrlich geäußert, dass sie kein Interesse an einer engeren Beziehung hat.
Du kommst offenbar aus Deiner Gedankenschleife, dass sie Dir noch etwas schuldig sei, ein Gespräch, eine Klärung, es steht etwas zwischen euch, was weggeräumt werden muss, nicht raus.
Du kannst das wieder ansprechen, wenn Du meinst das sei ehrlicher nicht so zu tun, als ob alles ok ist. Rechne dann halt damit, eine jetzt deutlich abweisendere Reaktion von ihr zu bekommen als letztes Jahr. Sie hat mir Dir nichts zu klären.
Was denkst Du, wie würde sie reagieren, wenn Du jetzt wieder mit dem Thema auf der Matte stehst?
-
23.03.2014, 19:11
AW: Total am Boden
@SunSplash
Ja, natürlich ist es schön, sich Beispiele vor Augen zu halten, wo es letzten Endes geklappt hat. Der mit der "Skilagersache" hat auch mit 32 seine erste Freundin gefunden und ist seit dem glücklich.
Aber ich denke es ist verständlich, dass man sich auch nicht immer alles schön reden und sich Gedanken der Marke "ach wird schon" machen kann. Diese Gedanken/Hoffnungen mach ich mir schon eine halbe Ewigkeit.
Du hast natürlich schon Recht, dass im Grunde eine neue Frau das beste Heilmittel ist. Hab ich ja auch mit der einen aus der Singlebörse gemerkt, auch wenn das dann ja nicht geklappt hat. Emotional hat's mir 'ne Zeit lang sehr gut getan.
(Und sorry, aber Disko geht echt mal überhaupt nicht...
)
Mal abgesehen davon, dass ich aus heutiger Sicht nicht von mir aus auf der Matte stehen werde:
Ich weiß nicht, wie sie jetzt reagieren würde. Die Chorleiterin meinte ja, eigentlich wollte sie sich schon mal bei mir rühren, da es so nicht ihre Art sei. Von daher denke ich dass bei ihr durchaus auch das Gefühl da war, dass es vielleicht nicht so toll gelaufen ist und man es dauerhaft so nicht stehenlassen sollte. Aber das ist jetzt natürlich auch schon eine Zeit her, keine Ahnung ob das für sie noch irgendwie ein Thema ist.
-
23.03.2014, 19:30


Zitieren

