Wie war denn Freitag der Nikolaustag für Dich? Hat es Dich ein wenig im Herzen gezwackt mit zu bekommen wie andere etwas für ihre Lieben tun, ihnen eine Überraschung bereitet haben? Du könntest ja Nikolaus nachholen und dir etwas Kleines für die Klavierspielerin überlegen. Lasse Dich z.B. in einen Schokoladengeschäft beraten (die meisten Frauen mögen Schokolade) und dann stellst du ihr bei der nächsten Chorprobe einfach ein Nikoläuschen aus feiner Schokolade auf das Klavier. Einfach so, einfach um Freude zu bereiten.
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Thema: Total am Boden
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08.12.2013, 19:38
AW: Total am Boden
"Das höchste Glück ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit." Erasmus von Rotterdam...
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08.12.2013, 19:41
AW: Total am Boden
Eigentlich ist alles offen. Du bist verliebt in die Klavierspielerin. Sie hat gerade wieder einen Freund aber wieder eine Fernbeziehung (ich diagnostiziere: wieder mal gibt sie ihrem Naeheproblem nach). Jetzt kann es sein, dass sie sich auf einmal in den netten Soloisten verkuckt. Und, da sie noch eine Beziehung nebenher hat, hat sie keine Angst mit ihm zu reden. Sie darf ja nur platonisch mit ihm flirten weil sie ja einen Freund hat. Sehr gute Vorraussetzungen!
Oder: Der Soloist ist verliebt in die Klavierspielerin und laeuft vertraeumt ueber den Weihnachtsmarkt. Ploetzlich packt ihn jemand am Arm: es ist die nette neue Kollegin. Sie will mit ihm einen Gluehwein trinken. Sie ist neu in der Stadt und kennt noch niemand. Der Soloist merkt auf einmal, dass es eigentlich ganz nett ist, dass ein strahlendes Gesich einen anschaut und er verliebt sich in sie auf der Stelle.
Meine Tante hat mir mal waerend meiner groessten Liebens/Lebenskrise mal gesagt, dass Romeo ja auch verliebt war, als er Julia kennenlernte. D.h., auch als Verliebter kann man umdisponieren. Ich hatte damals das Gefuehl, ich muesste erst meine Liebe zu diesem Menschen loswerden bevor ich fuer eine neue frei waere und sie meint (an Hand dieser Geschichte) dass dem nicht so waere. Also, wenn man gluecklich in einer Beziehung ist, dann verliebt man sich vielleicht nicht so schnell in jemanden anderen, aber wenn man nur einseitig verliebt ist (davon geh' ich jetzt mal aus) dann kann das schon passieren.
Also, lass' Dein Leben nicht von so ein paar Patzern bestimmen. Die hat fast jeder bevor er mal eine glueckliche Beziehung hat. Bei mir hat das leider auch sehr lange gedauert. Ich bin irgentwann "in Pension" gegangen. Und das hat mir auch gut getan und natuerlich habe ich ganz genau dann meinen Partner getroffen (d.h., man musst uns verkuppeln, alleine haetten wir das nicht geschafft).
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08.12.2013, 19:51
AW: Total am Boden
Hier bin ich nicht sicher, ob ich Dich verstehe. Wer hat diese Erwartungshaltung (" "Du weißt doch wie sehr ich mich freuen würde, wenn du an meinem Geburtstag etwas mit mir machen würdest")? Du oder sie? Du würdest dann den Kontakt abbrechen wollen?
Wenn Du Dich ihr gegenüber geöffnet hast und ihr es schafft weiterhin einen freundschaftlichen Modus zu fahren, hat das nichts mit Mitleid zu tun. Sondern sie mag Dich und schätzt den Umgang mit Dir.
"Das höchste Glück ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit." Erasmus von Rotterdam...
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08.12.2013, 20:13
AW: Total am Boden
Ich hab in der Richtung garnichts mitbekommen. Hab bis abends gearbeitet, Kollege mit dem ich mir das Büro teile war auch nicht da. Ich hab erst mitbekommen, dass Nikolaus ist, als ich einen Schokoweihnachtsmann auf dem Tisch der Vorstandssekretären erspät hatte. Allerdings ist Nikolaus hier eher unüblich, da gibt den Pelzemärtel.
Wie würde das denn wirken? Da stellt einer nach dem Chor was auf's Klavier? Sowas kommt sonst nie vor. Ich weiß, sollte kein Hinderungsgrund sein, aber ich hab ein Problem damit, wie seltsam das aussieht.
Mit solchen Diagnosen (Näheproblem) halt ich mich lieber zurück. Vielleicht ist Fernbeziehung ja auch kein Problem, da er bald umzieht (Sie kann nicht, da sie als private Musiklehrerin an die Strukturen gebunden ist, die sie sich jahrelang aufgebaut hat). Ich weiß das er ursprünglich zumindest grob aus der Gegend kommt, wäre dann ja nicht total weit hergeholt. Ich habe auch die Vermutung, dass die ganze Sache schon mindestens ein halbes Jahr geht.
Was sicher möglich wäre:
Wir singen demnächst auf einem Weihnachtsmarkt, da muss man ihr erstens helfen das Digitalpiano aufzubauen und zweitens gibt dann sicher auch mal einen Glühwein. Außerdem gehen wir alle danach noch Essen. Natürlich kann man da ins Gespräch kommen. Natürlich gibt's Themen, über die man sich austauschen könnte, natürlich könnte man auch mal fragen was sie an Weihnachten vor hat (und daraus u.U. gleich noch Schlüsse ziehen, wie ernst die neue Sache ist).
Aber auch hierzu nochmal: Wie wird es mir langfristig damit gehen? Ich würde mich auch total drüber freuen, wenn daraus eine echte Freundschaft entstehen könnte und meine Gefühle auf die Dauer verfliegen. Aber wie realistisch ist das beides unter den Bedingungen? Wenn ich mir wieder Hoffnung mache, wenn natürlich immer das Interesse vorhanden ist, wie es bei ihr beziehungstechnisch steht. Gewinnt man damit Abstand? Kann man damit auf Freundschaft umschalten?
Oder aber er sieht das Strahlen garnicht, weil er ja verliebt ist und deshalb keine Augen für andere haben darf.
Wie oben angedeutet, das war bei mir halt noch nicht so. Ich weiß, ich bin da sehr idealistisch, aber ich hab etwas ein Problem damit, gegen meine Verliebtheit zu handeln.
Für mich fühlt es sich halt nicht nur wie ein paar Patzer an. Wenn man mit über 30 nur Negatives erfahren hat, wenn Gefühle immer nur weh getan haben, ist das sicher nicht normal. Und natürlich bestimmt das dann auch vieles, schließlich bezieht man das natürlich schon drauf, was man falsch macht oder was an einem nicht stimmt, dass es so ist.
Ich hatte sie. Ich hatte mitgeteilt, wie schlecht es mir geht, mich ihr ggü. teilweise auch entsprechend verhalten, und dann eben eine Reaktion erwartet. Nach dem Motto "jetzt hab ich dir gesagt, wie schlecht es mir (auch noch wegen dir) geht, dann musst du doch was dafür tun, dass es mir besser geht". Es ist klar wie scheiße das ist, es war im Grunde auch damals schon klar. Aber ich hatte es als einzige Chance gesehen, irgendetwas von ihr zu erhalten. Und sowas möchte ich einfach nie wieder tun.
Das wäre natürlich super. Wie schon geschrieben, vertrau ich ihr natürlich auch sehr. Die Sache mit "ich hätte so gerne eine Beziehung und hab bisher so viel Schmerz erlebt" weiß im Grunde auch nur sie. Von daher wäre mir an einer Freundschaft auf jeden Fall viel gelegen.Geändert von Slipperman (08.12.2013 um 20:35 Uhr)
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08.12.2013, 21:18
AW: Total am Boden
Das meinte ich nicht auf Deine Chorleiterin bezogen, sondern auf neue noch kennenzulernende Freunde.
Ich denke Dir fehlen mehr Menschen in Deinem Umfeld. Wenn die Chorleiterin eine Freundin von Dir ist, ist das natürlich ok!
"sich ernsthaft mit allem auseinandersetzt": was meinst Du damit? Dass sie sich überlegt, ob sie ihrem Freund den Laufpass gibt? Allem? Klingt wie ein Arbeitsauftrag
Es ist Dein Problem, nicht ihres, warum sollte sie sich damit auseinander setzen? Ne, ich fände das übergriffig. Ich bin frisch verliebt, und dann kommt jemand mit "Wieso denn schon wieder ne Fernbeziehung? Wenn Du Kinder willst, bin ich der Richtige", der Mann kennt mich kaum und dann soll ich das verstehen, mich damit auseinander setzen ... Also, das wäre mir viel zu viel zu viel, ich wäre genervt.
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08.12.2013, 21:27
AW: Total am Boden
Ich meine damit, dass sie das Ganze nicht einfach beiseite wischt. Man kann damit so und so umgehen. Bei manchem kommt sinngemäß nur ein "pech gehabt, wäre aber eh nie was geworden", mancher verpackt es etwas anders und geht so darauf ein, dass es auch weiterhilft und man sich damit zumindest irgendwie gut, ernst genommen und respektiert fühlt. Das meine ich mit ernsthaft auseinandersetzen.
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08.12.2013, 21:57
AW: Total am Boden
Was ich nachvollziehen kann, dass Du aus der Situation lernen willst, was kannst Du das nächste Mal besser machen - wenn ich Dich da richtig verstehe.
In Deiner Situation allerdings gab es ja bezogen auf eine nähere Beziehungsanbahnung keinerlei Berührungspunkte, Du hast ja noch nicht mal mitbekommen, dass da ein neuer Mann an ihrer Seite aufgetaucht ist. Was soll sie Dir sagen? Es bleibt ihr ja gar nichts übrig, als es vom Tisch zu wischen. Und wie ich oben auch ausgeführt habe, ich fände es übergriffig.
Für Dich sehe ich auch den möglichen Schaden, dass Du Dich dann noch schlechter fühlst: ein Mensch, der dir in Deinem Innern gefühlsmäßig nah ist, wird Dir eine Abfuhr erteilen, auf welche Art auch immer. Willst du das?
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08.12.2013, 22:23
AW: Total am Boden
Vom Tisch wischen ist für mich etwas Abfälliges. Etwas, das eben nicht ernst nimmt, das nicht zumindest irgendwie helfen will, sondern nur darauf bedacht ist, etwas Lästiges los zu werden. Und wenn ich ehrlich bin dann finde ich, dass man es so nicht erwarten muss.
Und eine Abfuhr ist schlimmer, als jahrelang mit inneren Zweifeln zu leben und immer wieder enttäuscht zu sein? Das hat's bisher ja nun auch nicht gebracht. Ich fühl mich ja schon länger schlecht, wobei es dieses Jahr über wohl etwas besser geworden ist. Wahrscheinlich auch, weil ich ansonsten etwas an mir gearbeitet habe. Es bringt mir garnichts, einen akkuten Schmerz zu verhindern, nur damit mich dann weiterhin etwas kaputt macht.
Ich muss aber sagen, und man hat es vielleicht aus den vorherigen Beiträgen gemerkt, ich hab mich mittlerweile zumindest ein klein wenig mehr mit der Möglichkeit angefreundet, es weiterlaufen zu lassen und zu versuchen, ihr irgendwie etwas Näher zu kommen. Die Aussicht auf eine echte Freundschaft mit ihr wäre für mich auch durchaus ein Ziel. Nur hab ich große Bedenken, wie ich meine Gefühle dann im Griff habe. Ich kann mir jetzt viel davon einreden, wie toll eine Freundschaft wäre, ohne dass sich meine Gefühle nicht ändern wird das nichts werden. Oder es wird eine unehrliche Sache, wo ich Dinge mit Hintergedanken mache und mich obwohl ich etwas mehr von ihr hätte natürlich trotzdem schlecht fühlen würde.
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08.12.2013, 22:33
AW: Total am Boden
Ich kuppel sehr gerne und du hoerst dich eigentlich wie ein sehr netter junger Mann an. Wenn du mir sagst (PN) wo du wohnst, dann kenn' ich vielleicht jemand in der Stadt, die das zu schaetzen weiss. Ich habe schon viele Paare verkuppelt. Mein groesster Erfolg ging ueber ein grosses Land und zwei Ozeane bis sie sich endlich sahen. Sie haben zwei Wochen spaeter geheiratet und das ist jetzt 19 Jahre her. Und sie sind immer noch sehr gluecklich. Es ist nicht zum Aushalten so gluecklich sind die.
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08.12.2013, 22:39


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