Es soll auch Leute geben, für die die Weihnachtstage oder Silvester Tage wie alle anderen im Jahr sind, für die diese Feiertage keine Bedeutung haben. So geht es mir zum Beispiel. Gut, ich werde Weihnachten meine Mutter besuchen, aber mehr, weil sie darauf Wert liegt.
Vor paar Jahren hat es an Heiligabend geschneit ohne Ende, so dass ich zu Hause bleiben musste und auch allein war, habe es mir vor dem Fernseher mit einem leckeren Essen gemütlich gemacht. Ich arbeite sehr viel, so dass ich das richtig genossen habe.
Ich bin Single. Und ich merke erst jetzt wieder, wo ich einen netten Typen kennengelernt habe, dass ich ihn zwar sehr, sehr gerne mag, aber mein Singleleben nicht aufgeben möchte. Folge ist dann eben auch, dass man auch mal Weihnachten oder Silvester allein verbringt.
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Thema: Einsamkeit (zu Weihnachten)
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02.12.2013, 23:35
AW: Einsamkeit (zu Weihnachten)
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02.12.2013, 23:40Inaktiver User
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02.12.2013, 23:51
AW: Einsamkeit (zu Weihnachten)
Nee, überhaupt nicht. Ich bin wohl der absolute Singletyp.
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03.12.2013, 00:38
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03.12.2013, 00:49Inaktiver User
AW: Einsamkeit (zu Weihnachten)
Ich denke, hier wird einiges vermischt.
Wenn jemand zu Weihnachten ungewollt alleine ist, heißt das ja nicht, dass derjenige keine Freunde, Nachbarn und Bekannte hat.
Weihnachten ist ein Familienfest und die allermeisten Leute sind damit beschäftigt ihren Partner und ihre jeweiligen Eltern bzw Kinder samt Familien unter einen Hut zu bringen.
Ich denke, es ist die absolute Ausnahme, dass man Hl. Abend mit Nachbarn und Bekannten verbringt. In meinem Umfeld feiern nicht mal Freunde miteinander, das Fest ist sehr auf Familie konzentriert.
Und die Tatsache, dass jemand keine Familie mehr hat, darauf zurückzuführen, dass mit ihm irgendetwas nicht stimmen könnte, ist doch Unsinn.
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03.12.2013, 01:18Inaktiver User
AW: Einsamkeit (zu Weihnachten)
Hm, liebe Yagua,
was ist mit dem Fall, dass man erst seit Kurzem im Ausland arbeitet, und sich für ein paar Tage nicht den Flug leisten kann bzw. will?
Vielleicht ist es auch mal ganz gut, einmal in seinem Leben Weihnachten alleine zu feiern?
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03.12.2013, 01:24Inaktiver User
AW: Einsamkeit (zu Weihnachten)
Ich nicht.
Ich habe nämlich schon ab und zu Menschen zu uns eingeladen, auf die genau das zutraf. Die hatten nicht "null" Kontakte, ganz und gar nicht. Aber Scheu davor, sich einzuladen beispielsweise, und Hemmungen, über ihre Situation offen zu sprechen. Es war ihnen unangenehm, peinlich, und sie befürchteten, mit exakt dem Stigma belegt zu werden, das Du so nett formulierst. Damit bestätigst Du, dass sie im Grunde ganz richtig gelegen haben.
Diese Menschen lehnen Einladungen übrigens aufgrund ihrer Scheu dann auch ab.
Ach, und noch etwas: Einsam sein ist nicht deckungsgleich mit Alleinsein. Es gibt Menschen, die das Alleinsein geniessen, und beispielsweise überhaupt keine Lust haben, mit anderen zu feiern, ohne sich deshalb einsam zu fühlen. Es gibt Menschen, die sich auf einer rauschenden Party und inmitten anderer Menschen brutal einsam fühlen.
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03.12.2013, 03:04
AW: Einsamkeit (zu Weihnachten)
Finde heute nacht keinen Schlaf.
Genauso ist das leider in unserer Gesellschaft.
Womit ich jetzt nicht Yagua persönlich meine, sie hat es ja konkretisiert am Beispiel ihrer Mutter. Über diese kann hier aber niemand etwas sagen.
Alleinsein, keine Familie zu haben, nicht mal einen Partner, das ist wirklich ein Stigma. Es ist nicht nur das reale Einsamsein, worunter man sowieso schon leidet, niemand will das für sich, nicht von Grund auf. Auch wenn man lernen kann damit zu leben und es sich trotzdem schön zu machen.
Manchmal denke ich, Weihnachten in der Familie ist an sich schon zum reinen Statussymbol und Prestige-Objekt verkommen. Ob Harmonie und gestärkter Zusammenhalt wirklich stattfinden, scheint bei der Bewertung überhaupt nicht berücksichtigt zu werden. Lieber ein zerstrittenes Weihnachten mit der Familie, als Alleine zu feiern, auch wenn man das so vielleicht viel besinnlicher und friedlicher verleben kann.Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
"Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama
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03.12.2013, 06:25
AW: Einsamkeit (zu Weihnachten)
Dann melde ich mich auch mal zu Wort. Ich werde nämlich Heiligabend und Weihnachten alleine sein und zwar nicht ganz freiwillig, genauso wie die Jahre zuvor. Zusätzlich habe ich auch noch den 60sten Geburtstag am Heiligabend. Ganz unschuldig bin ich nicht daran, das gebe ich auch zu. Ich habe immer viel zu viel gearbeitet und kannte nur Arbeit und Mann. Ich pendelte nur zwischen Büro und zu Hause. Als ich vor 13 Jahren Krebs bekam, hat mein Mann die Scheidung eingereicht. Seitdem bin ich Single. Da ich ein Nachzügler war und mit Abstand die Jüngste, ist meine Familie inzwischen ausgestorben. Und auch wenn ich mich mit Kollegen gut verstehe, käme ich nie auf die Idee, mich dort am Heiligabend einzuladen oder einladen zu lassen, weil ich mir wie das 5.Rad am Wagen vorkäme. Dafür arbeite ich dann zwischen den Jahren, damit mir die Zeit nicht allzu lang wird.
Ich finde es aber nett, dass es doch Menschen gibt, die an Leute wie mich denken. Allerdings muss ich dazu auch sagen: Nur an diesem einen Abend im Jahr? Was ist an Ostern, Pfingsten und anderen langen Wochenenden?
Und dann vergesst nicht die vielen Familien, die sich an Heiligabend zusammensetzen, "weil es sich so gehört", und die dann den größten Zoff bekommen. Oder diese geforderten Besuche bei Schwiegereltern, weil "man das doch machen muss".
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03.12.2013, 06:43Inaktiver User
AW: Einsamkeit (zu Weihnachten)
Hallo Yagua,
aus deinen Worten lese ich das schlechte Gewissen.
So schlecht wie du deine Mutter beschreibst kann kein Mensch sein.
Und du beschreibst sie schlecht.
Sie kann das Talent besitzen es sich mit jedem zu verscherzen.
Aber, du hast das alles schon mit verschlossener Tür beschrieben.
Und so klug deine Texte auch immer sind. Meine ich nicht ironisch, nicht die Bohne.
Im Gegenteil, ich finde dich außerordentlich talentiert.
So klug bist du nun aber auch nicht.
Hier haben schon einige Menschen was über Einsamkeit zur Weihnacht geschrieben.
Und ich will noch was zufügen.
Einsamkeit oder zu wenige Freunde zu haben ist ja wirklich ein Stigma.
So wie du es bei deiner Mutter beschreibst.
Und auf die Protagonisten selbst wirkt sich das von dir Beschriebene nicht gerade aufbauend oder positiv aus.
Wer mal in so einen Kreislauf geraten ist - egal durch welche Umstände - findet da schwer wieder raus.
Weil es ja mit dem Menschen auch was ausmacht. Seinen Alltag nicht mehr teilen zu können, etc....
Die Menschen werden anders, verändern sich, werden misstrauischer zum Beispiel.
All das könntest du aber auch ein wenig wissen.
Und mit mehr Respekt von einsamen Menschen schreiben.
Wie hier mal jemand schrieb:
es kommt auf die Hand drauf an die gereicht wird, wie sie gereicht wird.
Es ist schon ein wenig herzlos wie den Mensch "deine Mutter" beschrieben hast.
Mit der Einstellung hätte Frank Zander nie die Feiern für Obdachlose initiiert.
Haben doch selber schuld.
Natürlich hat auch jeder selbst schuld.
Nur, geht's darum?
Wie siehts denn bei dir aus - und deinen Geschwistern?
Deine Mutter ist ja auf jeden Fall in einer misslichen Lage.
So sehe ich das erstmal.


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