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    AW: Der Kampf gegen Panik und die Tränen

    Hast du mal daran gedacht eine Therapie zu machen? Manchmal kann man sich nicht mehr selber helfen und man braucht Unterstützung, um aus Drama, Überempfindlichkeit und Selbstmitleid herauszukommen. Manchmal nützen kein Yoga etc. mehr, man kommt nicht weiter und sackt immer tiefer ab.

    Als erste Nothilfe habe ich gute Erfahrungen mit Qi Gong gemacht. Es gibt Übungen, die 5 Elemente, die einen harmonisierenden Effekt haben. Wenn mann icht gerade ein Bewegungslegastheniker ist, kann man die Übungen auch mit Hilfe eines Buches machen, besser wäre natürlich einen entsprechender Kurs mit Anleitung.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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    AW: Der Kampf gegen Panik und die Tränen

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    Hast du mal daran gedacht eine Therapie zu machen? Manchmal kann man sich nicht mehr selber helfen und man braucht Unterstützung, um aus Drama, Überempfindlichkeit und Selbstmitleid herauszukommen. Manchmal nützen kein Yoga etc. mehr, man kommt nicht weiter und sackt immer tiefer ab.
    Ja, darüber habe ich schon nachgedacht. Ich habe mir auch schonmal in einer schweren Zeit Unterstützung geholt - im Moment gestaltet es sich nicht ganz so einfach, da meine berufliche Situation nicht ganz geklärt ist und man mir sagte, es macht ja nur Sinn, wenn das und damit auch meine Orts-/Wohnsituation geklärt ist. Es steht aber auf meiner Liste fürs nächste Jahr. Grundsätzlich haben wir auch schonmal die Kindheitsfrage angekratzt, warum ich auf manche Dinge so empfindlich reagiere. Mir ist die grobe Ursache klar und erkenne auch Parallelen zu meinem DV, darum würde ich sehr gerne lernen, wie ich das nicht mehr so an mich ranlasse. Ich dachte, es gibt vielleicht bestimmte Techniken.

    Es geht mir nicht darum, meine Gefühle dauerhaft zu unterdrücken und mir das Weinen für immer zu verbieten. Nur ich habe auch mal gelesen, die meisten Tränen vergieße man aus Selbstmitleid. Und da wollte ich irgendwie "kontrollieren" können im Sinne von mich nicht immer dem Drama hingeben und durchdrehen müssen - denn das löst ja mein Problem in dem Moment nicht. In beschriebenen Fall war es nun leider wirklich so, dass sich über eine lange Zeit etwas aufgebaut hatte, mit dem ich eigentlich abgeschlossen hatte. Und dann kam auf einmal alles wieder hoch, in einem ungewohnten Umfeld mit (noch) fremden Menschen. Ich hab es dann die Tage drauf einigermaßen geschafft, dem ganzen nicht soviel Bedeutung beizumessen und mal entgegen meinen Emotionen anders zu handeln, als ich es sonst getan hätte. Das war erstmal schwierig, aber im Nachhinein ein gutes Gefühl.

    Vielen Dank euch allen für die vielen Tipps und Denkansätze! Ich werde mich in der nächsten Zeit damit beschäftigen und herausfinden, was das beste für mich ist.

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    AW: Der Kampf gegen Panik und die Tränen

    Guck mal hier
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


  4. Inaktiver User

    AW: Der Kampf gegen Panik und die Tränen

    Ich sehe Dein Dilemma und will das auch nicht abtun.

    Für mich ist es allerdings sehr schwierig mit solchen Kolleginnen umzugehen. Ich fühle mich durch die Tränen emotional erpresst und denke bei jedem Konflikt "Oh Mann, hoffentlich verkraftet sie das". Eine erwachsene Auseinandersetzung ist nicht möglich. Konflikte werden immer geschluckt und nicht ausgetragen und unter der Oberfläche brodelt es.

    So leid es mir für Dich tut, versuche Dich bitte unbedingt auch in die gegenerische Seite zu versetzen. Losweinen in beruflichem Kontext ist einfach kein erwachsenes Verhalten und führt langfristig zu unüberwindbaren Differenzen. Im schlimmsten Fall wirst Du irgendwann weggemobbt, weil keine sachliche Auseinandersetzung möglich ist und die Arbeitsqualität leidet.

    Versuch mit einem Therapeuten Konfliktstrategien auszuarbeiten, wie Du Deine Emotionen kontrollierst und evtl. zu einem späteren Zeitpunkt rauslässt.

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    AW: Der Kampf gegen Panik und die Tränen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich ist es allerdings sehr schwierig mit solchen Kolleginnen umzugehen. Ich fühle mich durch die Tränen emotional erpresst und denke bei jedem Konflikt "Oh Mann, hoffentlich verkraftet sie das". Eine erwachsene Auseinandersetzung ist nicht möglich. Konflikte werden immer geschluckt und nicht ausgetragen und unter der Oberfläche brodelt es.

    So leid es mir für Dich tut, versuche Dich bitte unbedingt auch in die gegenerische Seite zu versetzen. Losweinen in beruflichem Kontext ist einfach kein erwachsenes Verhalten und führt langfristig zu unüberwindbaren Differenzen. Im schlimmsten Fall wirst Du irgendwann weggemobbt, weil keine sachliche Auseinandersetzung möglich ist und die Arbeitsqualität leidet.
    Ich sehe das ja ähnlich und will andere damit auch nicht überfordern, die das nicht einordnen können. Ich könnte das andersrum auch nicht. Und da hilft mir auch nicht, dass Weinen ja Druck abbaut und man ruhig alles rauslassen soll. Ich mach das dann lieber zu Hause und mit einer Freundin am Telefon bei viel Schokolade, aber nicht tagsüber. Wobei, um das klarzustellen: In der geschilderten Situation war es das erste Mal, dass mir das in dem Kreis passiert ist und nicht wegen meiner Arbeit, sondern wegen meiner Diss, die parallel fertig geworden ist. Bei "normalen" Konflikten im Arbeitsalltag schaffe ich es schon, das nicht persönlich zu nehmen und vernünftig zu klären oder drüber zu stehen. Trotzdem wollte ich zu dem Zeitpunkt gerade nicht, dass mir jeder ansieht, wie schlimm das gerade für mich ist.

    Und ja, über kurz oder lang werde ich das sicherlich mit professioneller Hilfe nochmal angehen. Es belastet mich ja selber, dass ich bei bestimmten Dinge so schnell aus der Bahn fliege.

  6. Inaktiver User

    AW: Der Kampf gegen Panik und die Tränen

    Zitat Zitat von Palimpalim Beitrag anzeigen
    Wobei, um das klarzustellen: In der geschilderten Situation war es das erste Mal, dass mir das in dem Kreis passiert ist und nicht wegen meiner Arbeit, sondern wegen meiner Diss, die parallel fertig geworden ist. Bei "normalen" Konflikten im Arbeitsalltag schaffe ich es schon, das nicht persönlich zu nehmen und vernünftig zu klären oder drüber zu stehen. Trotzdem wollte ich zu dem Zeitpunkt gerade nicht, dass mir jeder ansieht, wie schlimm das gerade für mich ist.
    Aber gerade dafür werden Andere dann schon Verständnis haben! Du kannst durchaus sagen: "Sorry, bin gerade einfach komplett runter mit den Nerven, geht gleich wieder." Auf Toilette gehen, Schluck Wasser trinken, sammeln, Nase pudern, tief ausatmen, Lächeln aufsetzen, zurück in die Menschheit.

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    AW: Der Kampf gegen Panik und die Tränen

    10 Minuten Auszeit nehmen: "Ich brauche eine kurze Pause, das Thema können wir gleich weiter besprechen" o. ä.. Dann einmal durchs Trepphaus Treppe hoch und runter rennen, bewegen wie auch immer, tief Luft holen. Ich glaube, nicht stehen bleiben ist im wahrsten Sinne des Wortes gut
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


  8. Inaktiver User

    AW: Der Kampf gegen Panik und die Tränen

    Und unbedingt laaangsam AUSatmen! (Am besten gegen halb geschlossenen Mund = Lippenbremse.) Schultern bewußt nach hinten-unten nehmen, entspannte Körperposition annehmen. Bewußt lächeln. Dich frei machen und selbständig, selbstbewußt, entspannt fühlen. Das geht!

  9. Inaktiver User

    AW: Der Kampf gegen Panik und die Tränen

    Zitat Zitat von Palimpalim Beitrag anzeigen

    Und ja, über kurz oder lang werde ich das sicherlich mit professioneller Hilfe nochmal angehen. Es belastet mich ja selber, dass ich bei bestimmten Dinge so schnell aus der Bahn fliege.
    Um mit ein paar persönlichen Dingen aufzuräumen, mag eine Therapie ja ganz hilfreich sein, aber das in meinen Augen Wichtigste wurde hier schon mehrfach genannt: Konflikte, auf die du emotional reagierst, fallen nicht einfach vom Himmel, sondern bauen sich über einen gewissen Zeitraum auf. Und diesen Zeitraum kannst du auch zur Deeskalation nutzen. Das braucht natürlich Überwindung (war jedenfalls bei mir so), lohnt sich aber. Auch Autoritätspersonen muss man nicht ständig bauchpinseln, sondern darf sich höfliche, aber offene Worte erlauben.
    Dabei alllerdings nicht die Rollenumkehr vergessen -versetz dich in deinen Gegenüber und überlege dir, was er sieht. Und dann überlege, welches Bild das von dir ergibt.

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