Kenne ich aus Zeiten in denen es mir nicht so gut ging. Ursache Nummer 1 ist meiner Meinung nach mangelndes Selbstwertgefühl bzw. Selbstvertrauen.
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18.11.2013, 23:33
AW: Nicht dazugehörig - das Gefühl, "verloren" zu sein
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19.11.2013, 12:59
AW: Nicht dazugehörig - das Gefühl, "verloren" zu sein
Hallo sandfloh,
ich kenne das Gefühl des Außenseins auch. Aber auch das Gefühl, voll akzeptierter Teil einer Gruppe zu sein. Und mir ist letztlich beides wichtig: Das Wissen, dass ich mich integrieren kann, und das Wissen, dass ich mich nicht überall krampfhaft integrieren muss. Wenn es nicht passt, dann passt es nicht. Würde ich aber immer wieder in Situationen kommen, wo ich mich als Außenseiter wiederfinden würde, käme ich schon ins Grübeln. Letztlich glaube ich, dass die meisten Menschen doch ein gewisses Bedürfnis nach Zugehörigkeit haben, vielleicht nicht immer und überall, aber doch in den Hauptlebensbereichen. Gerade bei längerfristigen Bindungen an bestimmte Gruppen wie auf der Arbeit oder beim Hobby, Ehrenamt wäre mir schon wichtig, mich dazugehörig zu fühlen. Bei einer Gruppenreise oder einem Seminar kann ich auch damit leben, wenn es mal nicht so richtig passt. Kommt halt vor.
Die Frage, die sich mir stellt, da Du von Traurigkeit schreibst, ist: möchtest Du denn gerne dazugehören? Hättest Du mit diesen Menschen gerne mehr gemeinsame Gesprächsthemen? Würdest Du gerne integriert werden? Würdest Du Dir wünschen, angesprochen zu werden?
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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19.11.2013, 14:40
AW: Nicht dazugehörig - das Gefühl, "verloren" zu sein
Ich denke, das trifft für mich auch zu. In manchen Situation möchte ich auch gar nicht zugehörig sein, denn der Preis wäre mir zu hoch. Wenn zum Beispiel - hypothetisch - meine Kollegen als "Teamevent" einen gemeinsamen Besuch eines Fußballspiels planen würden, dann würde ich mich ausklinken. Weil ich genau weiß, dass mir die Menschenmassen, der Lärm und der Alkoholpegel zu viel Stress verursachen würden. Alles schon mal ausprobiert - ich fühle mich nicht wohl dabei, also würde ich verzichten und mit der Konsequenz leben, nicht dabei zu sein.Es ist halt ein Zwiespalt, zwischen dem "eigentlich mag ich dabei sein" und "eigentlich mag ich die Dinge gar nicht, die die alle machen". Ich kann nicht beides haben, und meist müsste ich mich thematisch sehr verbiegen, um mittendrin zu sein. Ich übe noch daran, gerne zu sein wie ich bin und nicht so oft so traurig zu sein, dass ich halt etwas anders bin.
@ emdi:
Ja, ich denke schon, dass die Traurigkeit daher kommt, auch wenn ich mich an eine etwaige Traurigkeit damals gar nicht erinnere. Das irritiert mich - aber es kann auch gut sein, dass das damalige Ausgeschlossen-sein auf Grund der Krankheit für mich so normal war, dass ich es nicht hinterfragt habe. Oder dass ich mir die Traurigkeit nicht erlaubt habe, weil ja gar keine Alternative denkbar war oder thematisiert wurde. Es war halt einfach so, Schluss. Was da unbewusst abgelaufen ist, würde ich schon gern mal wissen...Aber als Kind und Jugendliche habe ich sehr darunter gelitten, anders zu sein, und habe krampfhaft versucht, dazuzugehören. Das hängt mir immer noch nach.
Vielleicht geht es dir ja ähnlich sandfloh, und ein Teil der Traurigkeit kommt noch aus der Zeit, als du von bestimmten Dingen unfreiwillig ausgeschlossen warst?
@ Malina:
Vielleicht spüre ich da eher eine Art Erwartungsdruck, eingebildet oder nicht. Ich müsste mitreden (können), damit ich integriert werde.Die Frage, die sich mir stellt, da Du von Traurigkeit schreibst, ist: möchtest Du denn gerne dazugehören? Hättest Du mit diesen Menschen gerne mehr gemeinsame Gesprächsthemen? Würdest Du gerne integriert werden? Würdest Du Dir wünschen, angesprochen zu werden?
Wahrscheinlich ist es eher die Kunst, das Anders-sein zu hegen und pflegen und das als positive Besonderheit herauszustellen, es zu einem "Markenzeichen" zu machen und selbstbewusst nicht mitzureden...oder so...
Ist das Leben nicht schön!?
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19.11.2013, 14:49
AW: Nicht dazugehörig - das Gefühl, "verloren" zu sein
Das Problem - gerade bei diesem Beispiel - ist ja aber: Wenn man sich aus solchen Events ausklinkt, hat das nicht nur Konsequenzen für den einen Tag. Denn dort werden weitergehende Kontakte geknüpft, die anderen schaffen gemeinsame positive Erlebnisse und Erinnerungen und rücken damit als Gemeinschaft zusammen.
Da ist dann eben eine Entscheidung nötig: Wie wichtig ist mir diese Gemeinschaft - beiße ich in den sauren Apfel und gehe hin und werde ein Teil? Oder ist es mir generell egal und ich stehe gerne daneben und nicht mittendrin? Wieviele solcher Events ertrage ich, wie hoch ist also der Preis, um dazuzugehören? Und gehöre ich wirklich dazu, wenn ich mich ständig verstellen muss und so tun muss, als hätte ich Spaß, obwohl ich eben keinen Spaß habe?Das größte Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.
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19.11.2013, 15:47
AW: Nicht dazugehörig - das Gefühl, "verloren" zu sein
Das ist die Frage. Wenn ich den Wunsch nach Zugehörigkeit und das "so tun als ob es mir Spaß macht" auf die Waage lege, und sie schlägt zu letzterem aus, dann würde ich verzichten. Ich glaube, dann wäre ich auch nicht entspannt genug, um offen zu sein für neue Kontakte, wie du im ersten Absatz schreibst. Jeder würde mir an der Nasenspitze ansehen, dass ich eigentlich lieber flüchten würde...Und gehöre ich wirklich dazu, wenn ich mich ständig verstellen muss und so tun muss, als hätte ich Spaß, obwohl ich eben keinen Spaß habe?
Ich lehne Gruppenaktivitäten auch nicht per se ab, ohne sie ausprobiert zu haben. Und vielleicht einige Jahre später noch einmal auszuprobieren, weil ich mich ja auch verändere und vielleicht dann mehr Spaß dran haben kann.
Das wäre mir eine zu extreme Position.Oder ist es mir generell egal und ich stehe gerne daneben und nicht mittendrin?Ist das Leben nicht schön!?
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19.11.2013, 21:44Inaktiver User
AW: Nicht dazugehörig - das Gefühl, "verloren" zu sein
Ich war als Kleinkind auch öfter mal krank und aufgrund dessen öfter mal im Krankenhaus. Das Gefühl des "Anders-Seins" hatte ich rückblickend dann seit der Kindergartenzeit. Auf jeden Fall seit der Grundschule.
Ein bewusstes "Dazugehörenwollen" war dann meistens eher nicht so von Erfolg geprägt, da es doch eine Menge Energie erforderte und in ruhigen Phasen dann doch wieder in Frage gestellt wurde.
Davon bin ich dann aber doch abgerückt und nehme es wie es kommt.
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20.11.2013, 01:18
AW: Nicht dazugehörig - das Gefühl, "verloren" zu sein
sandfloh, vielleicht kommt die Traurigkeit auch darüber, dass in diesem Moment in diesem Haus niemand war, der auf deiner Welle schwimmte. Alles andere Sternenbewohner. Sich wie "außerhalb" zu fühlen, ist sogar während eines Smalltalks mit mehreren Menschen möglich. Glaube nicht, dass jeder, der grüppchenweise quatscht und dabei Kaffee trinkt, sich automatisch wirklich zugehörig oder gar den anderen verbunden fühlt - das sieht manchmal auch einfach nur so aus.
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20.11.2013, 10:48
AW: Nicht dazugehörig - das Gefühl, "verloren" zu sein
Wenn mir soetwas passiert, dann bin ich auch erst traurig, fühle mich allein.
Doch dann denke ich, was hat das für einen Sinn?
Wozu bringt es mich?
So erhalte ich die Gelegenheit, mich mal wieder um mich zu kümmern, in mich hineinzuhorchen.
Bin ich bei mir? In meiner Mitte?
Und kümmere ich mich um mich, nehme die Zeit und den inneren Raum dankend an, der sich mir bietet, dann entspannt sich alles auch mehr im Außen..........................................
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herzlichst P.
Moderatorin im Sparforum -ansonsten pupsnormale Userin
~Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages!~
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20.11.2013, 13:34Inaktiver User
AW: Nicht dazugehörig - das Gefühl, "verloren" zu sein
Ich denke mal, die Stelle sich die Frage der Zugehörigkeit und auch nicht die Situation nicht in Frage.
Zitat von Divino
Zum Thema Traurigkeit. Ich würde es für mich Melancholie nennen und es wichtig, dass man sich nicht davon überwältigen lässt. Nur das Bekämpfen des Gefühls habe ich eingestellt. Ich denke mal sie rührt von lang vergangenen tiefen Verletzungen, die nicht weh tun, aber sowie ein "Sound of Silence" hervorrufen.Geändert von Inaktiver User (20.11.2013 um 20:17 Uhr)
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21.11.2013, 13:35
AW: Nicht dazugehörig - das Gefühl, "verloren" zu sein
Nein, das Gefühl überwältigt mich nicht. Es ist mir nur in der Woche aufgefallen, und mir ist bewusst geworden, dass es häufiger auftritt. Ich denke, wahrnehmen, in mich reinspüren, es "willkommen heißen" und Akzeptanz wird der Weg sein, so wie
Pappkarton es so schön formuliert hat!
Wenn mir soetwas passiert, dann bin ich auch erst traurig, fühle mich allein.
Doch dann denke ich, was hat das für einen Sinn?
Wozu bringt es mich?
So erhalte ich die Gelegenheit, mich mal wieder um mich zu kümmern, in mich hineinzuhorchen.
Bin ich bei mir? In meiner Mitte?
Und kümmere ich mich um mich, nehme die Zeit und den inneren Raum dankend an, der sich mir bietet, dann entspannt sich alles auch mehr im Außen.Ist das Leben nicht schön!?


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