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Thema: Horror Filme

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    AW: Horror Filme

    Zitat Zitat von Cygnus Beitrag anzeigen
    P.S.: Ich sehe gerade, Leandra bezeichnet die Vergewaltigung entgegen meinem Eindruck aus #116 nun doch als verdrängt. Dazu gibt es sehr probate psychologische Ansätze, warum jemand ein Ersatzszenario kompensatorisch immer und immer wiederholt: Zur Wiederherstellung der persönlichen Integrität durch beständige Umkodierung des Erlebten.

    Hat keiner der Therapeuten je in diese Richtung gedacht oder kristallisiert sich das gerade erst heraus? Die "Domina" steht geradezu unter Generalverdacht, ein verbreitetes Beispiel für eine solche Umkodierung bei sexuellem Missbrauch zu sein.
    Ich bin seit ich 16 bin (seit 7 Jahren also) in Therapie. War 3x stationär in Behandlung und immer mal wieder ambulant. Habe jetzt seit ein paar Monaten wegen Umzugs die Therapeutin gewechselt. Sie bespricht mit mir momentan nur die aktuellen Themen. Werde die Therapeutin aber demnächst wieder wechslen, weil sie mir den Eindruck vermittelt, nicht kompetent genug zu sein..

  2. Inaktiver User

    AW: Horror Filme

    Hast du damals eine Therapie gemacht?

    Ich lese das erst jetzt, Entschuldigung.

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    AW: Horror Filme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hast du damals eine Therapie gemacht?

    Ich lese das erst jetzt, Entschuldigung.
    Nein. Damals war die Scheidung meiner Eltern Thema Nummer eins. Ich war voll in der Pupertären Phase und hab es niemandem erzählt.. Heute hätte ich anders gehandelt.

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    AW: Horror Filme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich musste ja wirklich schlucken, als ich das gelesen habe, aus vielerlei Gründen...
    Und die Gründe wären?

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    AW: Horror Filme

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Ich halte es nicht für verarbeitet, ich denke nur nicht mehr darüber nach. Gebe mir bsp.weise selbst die Schuld dafür, wie für vieles. Es gibt in meinem Leben momentan andere Baustellen. Würde ich die Vergangenheit wieder aufarbeiten, wäre ich depressiv... Wenn du Fragen hast, dann frage..
    Das ist so typisch, als hättest Du es aus einem Lehrbuch abgeschrieben. Ich verlinke Dir hier mal einen Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt: Sexsucht: Verführungen im Netz Ich halte den Fall so nicht für auf Dich zutreffend, eher sogar konträr, aber er könnte eine gewisse Orientierung bieten. Ich bin sicher, dass Du bestimmte Details wiedererkennen wirst, und erinnere mich gerade an Deine 2000 Videos, von denen ich aufgrund des Kontextes Deiner Erwähnung tatsächlich erst annahm, es handele sich bei allen um Horror-Videos.

    Ich kann Dir nur raten: Stelle Dich ganz oder mache Deinen Frieden mit Deinem Selbsthilfe-Weg, also Deiner Neigung zu diesen Videos (wenn Du das kannst). Bedenke dabei mit, welches Bild Dein Mann von Dir hat und eventuell unverändert braucht, und ob Eurer Beziehung das eine oder das andere besser täte.
    _____

    P.S.: Hast Du auch meine späteren Ergänzungen in #149 gelesen?
    Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco

    Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia

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    AW: Horror Filme

    Ich hoffe jetzt zu nimmst nicht wirklich an, dass ich das abgeschrieben habe.. Ich lese nämlich keine Bücher zu diesem Thema.

    Wie meinst du das, was für ein Bild mein Mann von mir hat?

    1/5 aller meiner DVDs besteht aus Horror Filmen. Ist also nicht soo viel.

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    AW: Horror Filme

    Ich habe den Bericht jetzt gelesen. Wirklich sehr eindrücklich und ja, ich habe mich in vielem Geschriebenen wieder erkannt... Danke.

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    AW: Horror Filme

    Nein, ich wollte damit ausdrücken, dass es passt wie die Faust aufs Auge.

    Die psychologische und neurowissenschaftliche Sachliteratur (also nicht: Selbsthilfeliteratur) ist voll mit verschiedenen Beispielen zu Täter-Opfer-Beziehungen, wobei ich dazu auch die Auswirkungen auf das Opfer nach der Tat rechne. Letzten Endes geht es bei allem "unlogischen" Opfer-Verhalten immer um die Aufrechterhaltung der Selbstintegrität - von häuslicher Gewalt über sexuellen Missbrauch bis hin zu Entführung und Geiselnahme.

    Deine Schuldannahme ist ein ebenso typisches Verhalten wie in anderen Fällen eine Solidarisierung mit den Tätern. Hier nochmal eine Kopie aus der Wikipedia (Stockholm-Syndrom):

    "Grundsätzlich neigen Menschen dazu, in Zwangs- oder Abhängigkeitssituationen auch moralisch oder ethisch bedenkliche Handlungsweisen von Autoritäten zu relativieren und eine Schutzhaltung für sich zu entwickeln. Dies gilt insbesondere für Familien, in denen auch gewalttätiges Verhalten von den eigenen Angehörigen oft toleriert oder im Nachhinein abgestritten wird, um sich selbst nicht weiter in Gefahr zu bringen oder den eigenen Selbstwert nicht zu verlieren. Gleiches gilt für abhängig beschäftigte Mitarbeiter, die scheinbare Sympathie für Vorgesetzte entwickeln, obwohl diese zum Beispiel seelische Gewalt gegen sie selbst oder Kollegen anwenden.

    Die emotionale Nähe zum jeweils emotional stärksten Mitglied einer (auch kleinen) sozialen Gemeinschaft hängt eng mit dem Überlebenstrieb des Menschen zusammen und wird häufig auch nach dem Ende einer solchen Beziehung unbewusst verdrängt. Der so entstehende Selbstschutz erhält in der Regel die affektive Selbststeuerungsfähigkeit des Betroffenen und sorgt dadurch für eine Überlebenschance im Alltag."


    Ich finde das ganz gut formuliert - jetzt nicht im Hinblick auf sexuellen Missbrauch, sondern auf die auch darauf ggf. folgenden Phänomene.
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    AW: Horror Filme

    Finde ich auch beeindruckend geschrieben. Ich sehe das ganze relativ reflektiert? (Finde das Wort dafür gerade nicht^^) vor einiger Zeit habe ich mir den Film "Trust" abgesehen. Da wird auch verdeutlicht, dass sich Opfer im Bezug auf Missbrauch/Misshandlung oft selbst die Schuld geben oder es gar verdrängen und aus ihrer Erinnerung "löschen" um überhaupt normal weiter leben zu können.. Ich tue beides, stelle mich aber voll und ganz der Situation wenn ich darüber spreche und sehe die Schuld natürlich schon nicht 100% bei mir, ganz klar. Ich habe mich damals eifach selbst freiwillig in eine gefährliche Situation begeben, weil ich in diesem Alter noch zu naiv war um zu begreifen, zu was Menschen alles fähig sind...

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    AW: Horror Filme

    Ich glaube eine nicht zu kleine Rolle dabei spielen meine Eltern. Ich schiebe die "Schuld" ungern auf andere, aber wenn einem ein Leben lang gesagt wird, das man an allem doch selbst schuld ist, glaubt man das auch irgendwann..

    Meine Mutter weiss seit ein paar Jahren vom Missbrauch und ist nie weiter darauf eingegangen.

    Es wäre noch lieb, wenn du meine Frage im Bezug auf "was mein Mann für ein Bild von mir hat.." beantworten würdest. Danke :)
    Geändert von Leandra_82 (17.11.2013 um 01:24 Uhr)

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