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    AW: Kennenlernen und Projektion

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber meist sind das doch die Frauen. Nach wie vor.
    Da tickt halt die biologische Uhr,...
    Und austicken wird die biologische Uhr, wenn der Erzeuger des Wunschproduktes Kind sich Jahrzehnte später mitten in den Wechseljahren der verklärten Romantik woanders zuwendet. Huch, wieso das denn?!? Er war doch sonst nicht so?!

  2. Inaktiver User

    AW: Kennenlernen und Projektion

    Ich würde sagen- komm doch Dir und Deinen Wünschen zuerst einmal auf die Spur!

    Was verbindest Du mit Kindern und Familie?
    Was bedeutet das für Dich?
    Wie sieht Deine konkrete Vorstellung dabei aus?
    Wie wird Dein Leben aussehen?

    Hinter jedem Kinderwunsch stecken doch andere Beweggründe und die sind, wenn man sie mal konkret betrachtet, gar nicht immer so wundervoll wie es zuerst erscheint.
    Geht es um den Wunsch nach Gemeinsamkeit? Um eine Garantie der Liebe im Leben?
    Einfach mal sich Gedanken machen, was für einen selber alles dahinter steht. Wie man sich das ausmalt- was man erwartet dann....und generell mal abgleichen, was davon dann wirklich realistisch ist und eventuell doch etwas zu hoch gegriffen? Und wenn man genau hinsieht eventuell ja was, was auch ruhig noch einige Jahre warten könnte!!

    Ansonsten besteht man aus vielen Anteilen-- muss denn immer die "potentielle Mutter" auf Männerfang gehen??
    Lass die doch mal zuhause.....deren Zeit wird noch kommen!
    Geh als Frau aus, die offen für Vergnügen und nette Menschen ist und versuche doch lieber so eine jugendliche Person gefühlt zu sein......jemand, der abenteuerlustig ist, nicht unverbindlich aber auch nicht gleich bindend....lass das Ende offen und sei offen für das was kommt.

    Denke, dann wirst Du freier sein.......freier Männer kennenlernen und vor allem- wird Dich deine potentielle Mutter in Dir nicht ständig festnageln wollen

    kenzia

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    AW: Kennenlernen und Projektion

    @Divino: deine Geschichte würde mich interessieren, da du ja ziemlich flott mit Beurteilungen und Prognosen zum Thema "Kopf einbeziehen bei der Männersuche" hast. Ich finde es schon ziemlich krass, was du aus dem, was ich hier geschrieben habe, schlussfolgerst.
    Für mich kommt es ganz stark darauf an, welche Erfahrungen frau bis dato gemacht hat. Und ich weiß nicht, warum es zwangsläufig keine Liebe sein kann, wenn frau im Vorwege achtsam mit eigenen Bedürfnissen und auch Lebensplanungen umgeht. Ich ziele keinesfalls darauf ab, mit der Frage auf Männer loszugehen "Gibt es Erbkrankheiten in deiner Familie", wenn man sich gar nicht kennt. Ich finde es nach wie vor gut und richtig, wenn man einen Mann kennenlernt, der interessant ist, ein wenig über seine Lebensvorstellungen zu erfahren.
    Find ich spannend, wenn du andere Erfahrungen gemacht hast. Ich würde es aber schöner finden, wenn du diese hier vorstellen könntest, ohne den Eindruck zu vermitteln, dass andere Menschen hier "arm" o. ä. handeln. Solche Feststellungen finde ich arm.

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    AW: Kennenlernen und Projektion

    Zitat Zitat von Capbreton Beitrag anzeigen
    @Divino: deine Geschichte würde mich interessieren, da du ja ziemlich flott mit Beurteilungen und Prognosen zum Thema "Kopf einbeziehen bei der Männersuche" hast.
    Ich habe nichts gegen "Kopf einbeziehen" gesagt sondern mich auf deine rein pragmatische Auswahlidee eines Mannes bezogen, der von vornherein nicht einmal wert ist, kennengelernt zu werden, wenn er zu dem Zeitpunkt keinen Kinderwunsch hat.

    Und ich weiß nicht, warum es zwangsläufig keine Liebe sein kann, wenn frau im Vorwege achtsam mit eigenen Bedürfnissen und auch Lebensplanungen umgeht.
    Das pragmatische Auswählen eines Partners nach Gesichtspunkten der eigenen Bedürfniserfüllung ist keine Liebe. Ob daraus mal eine entstehen wird, ist fraglich - ich tippe zumindest in Bezug auf die Beständigkeit auf nein. Ferner halte ich in Bezug auf die Vorgehensweise bei der Männersortierung die Aussage "achtsam mit eigenen Bedürfnissen umgehen" für reichlich beschönigt, wenn nicht gar für grotesk.

    Und das hier:

    Ich finde es nach wie vor gut und richtig, wenn man einen Mann kennenlernt, der interessant ist, ein wenig über seine Lebensvorstellungen zu erfahren.
    finde ich auch... Und noch viel mehr als "ein wenig". Nur liegt der Unterschied darin, dass du den betreffenden (angeblich) interessanten Mann sofort im WC weggespült hättest, wenn er der Erfüllung deines bereits vorher fertiggestellten, konkreten Plans nicht nachgekommen wäre. Wäre er dem Plan hingegen gefolgt, würde er dann weiteres Interesse erhalten und geheiratet werden. Sorry, aber: Was an einer solchen Einstellung sollte "Liebe" sein? Hier nochmal:

    Zitat Zitat von Capbreton Beitrag anzeigen
    Als ich ihn damals kennengelernt habe, habe ich auch ziemlich schnell herausgefunden, ob für ihn Kinder vorstellbar sind oder nicht. Ich wollte keine Zeit mit jemandem verplempern, der diesen Wunsch nicht teilt.
    Du hättest die Zeit mit deinem Mann als verplempert empfunden, wenn er dir keine Kinder hätte machen wollen. Sorry.. Aber ich sehs nicht, vielleicht bin ich blind: Inwiefern ist das Liebe?
    Geändert von Divino (16.11.2013 um 02:15 Uhr)

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    AW: Kennenlernen und Projektion

    Zitat Zitat von Capbreton Beitrag anzeigen
    Find ich spannend, wenn du andere Erfahrungen gemacht hast. Ich würde es aber schöner finden, wenn du diese hier vorstellen könntest, ohne den Eindruck zu vermitteln, dass andere Menschen hier "arm" o. ä. handeln.
    Für mich ist Liebe unter anderem auch das, was du als "verklärt" bezeichnest. Mir ist vor allem wichtig, den anderen zu entdecken, mit ihm sexuell abzutauchen, Emotionen zu durchleuchten, zusammen in große Höhen und weite Tiefen abzuschweben, tausende faszinierender Entdeckungen zu machen, alles erdenkliche zu kommunizieren, sich mit ihm auseinanderzusetzen, im Rausch zu versinken und wieder aufzutauchen, innig zu lieben und stundenlang einfach so miteinander dazuliegen und die Härchen auf den Armen des anderen zu zählen, mit ihm durch den Sand zu laufen und hinzuwerfen, zu lachen und ineinander verknotet dem Atem des anderen zuzuhören, sich gegenseitig die Empfindungen dabei zu erzählen.. All solche Dinge, und noch weitaus mehr. Ich verliebe mich absolut, liebe unvoreingenommen und frei von vorgefertigten Schienen - und daraus resultiert dann Nachwuchs. So herum läuft das bei mir. Auf Ideen wie "Plan A = Kind", ohne dass dazu überhaupt der Partner da ist (also noch vor dem Kennenlernen), käme mir überhaupt nicht in den Sinn. Soviel Pragmatismus ist mir zu steif, zu egoistisch (auch gegenüber dem Kind, das einfach kommen soll, egal wie seine Eltern nun zueinander gefunden haben) und zu platt. Thats it.

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    AW: Kennenlernen und Projektion

    Na, dann bleibt mir ja nur noch zu gratulieren: du hast den Durchblick!

    Ich kann nicht nachvollziehen, wie bei einer solchen Argumentationsweise hier ein Austausch auch verschiedener Sichten zustandekommen soll.
    Schade, dass du deine offenbar so positiven Erfahrungen nicht mit anderen teilen kannst, ohne dabei auszuteilen und zu bewerten. Auch diese Verhaltensweise muss einen Grund haben, den ich allerdings nicht näher betrachten möchte.

  7. Inaktiver User

    AW: Kennenlernen und Projektion

    Divino, das was Du als Liebe empfindest, hier beschreibst und offensichtlich schon erlebt hast, muss aber nicht für jeden Liebe sein. Ich frage mich bei Deiner Aufzählung eher: und was passiert, wenn beide aufwachen? Aus diesem Rausch?

    Für mich ist Liebe etwas, das ganz langsam wächst. Und sie beginnt immer damit, dass man bereit ist, sich auf einen anderen Menschen einzulassen. Liebe ist für mich auch eine Entscheidung, sie kommt nicht einfach aus der Luft. Dies gilt mE auch für Eltern und Kinder. Da entsteht echte Liebe auch erst dadurch, dass man sich umeinander kümmert und sich umkümmert fühlt. für mich gehört zur Liebe daher auch erstmal der Wille, die Oberfläche zu verlassen, auch den wilden Rausch, und genau hinzuschauen (wie hier schon jemand schrieb): Wer bist Du? Was brauchst Du? Was können wir uns gegenseitig geben? Fühlen wir uns wohl miteinander?

    Das klingt sehr nüchtern, muss es aber nicht sein, wenn man bei all diesen Fragen wirklich ehrlich ist und eben auch auf seine Gefühle achtet.

    Vielleicht ist das auch eine Temperamentfrage, aber ich kann für mich nur sagen, dass ich heute mit Sicherheit nicht so glücklich wäre wie ich es bin, wenn ich weiterhin auf die große Hollywood-Romanze gewartet hätte.

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    AW: Kennenlernen und Projektion

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Divino, das was Du als Liebe empfindest, hier beschreibst und offensichtlich schon erlebt hast, muss aber nicht für jeden Liebe sein. Ich frage mich bei Deiner Aufzählung eher: und was passiert, wenn beide aufwachen? Aus diesem Rausch?
    "Rausch" sind einzelne Situationen, in die ein- und aus denen wieder aufgetaucht wird.. Was nach dem jeweiligen Rausch passiert? Zusammen daliegen, verknotet, glücklich, lachend, albernd, diskutierend, schlussfolgernd.. Was auch immer. Aber nichts Negatives. Wieso denken so viele, Rausch müsse negative (wie bspw Ernüchterung etc) Folgen haben, als positive? Ich finde Rausch ganz prima.. Du nicht?

    Für mich ist Liebe etwas, das ganz langsam wächst.
    Das kann so sein, muss aber nicht. Womit ich nicht meine, dass aus der Liebe genauso schnell eine Beziehung werden muss.

    Liebe ist für mich auch eine Entscheidung, sie kommt nicht einfach aus der Luft.
    Meinst du eine (bewusste) Entscheidung des Verstandes oder eine (unbewusste) Entscheidung des Unterbewussten?

    Dies gilt mE auch für Eltern und Kinder. Da entsteht echte Liebe auch erst dadurch, dass man sich umeinander kümmert und sich umkümmert fühlt.
    Sorry, nein. Ich liebe Nachwuchs von innen heraus automatisch, ohne dass es eines vorangegangen Umkümmerns bedürfte. Andersherum mag das stimmen, aus der Sicht des Kindes.. Ich weiß es nicht. Kann sein.

    für mich gehört zur Liebe daher auch erstmal der Wille, die Oberfläche zu verlassen,
    Sehe ich auch so. Ohne den Willen, das Oberflächliche zu verlassen, ist keine Liebe möglich.

    auch den wilden Rausch,
    Das wiederum nicht. Den wilden Rausch verlassen - wozu?

    und genau hinzuschauen (wie hier schon jemand schrieb): Wer bist Du? Was brauchst Du? Was können wir uns gegenseitig geben? Fühlen wir uns wohl miteinander?
    Diese Fragen sind für mich relevant, wenn eine Beziehung beginnt - nicht aber relevant dafür, für wen ich was genau empfinde.

    Vielleicht ist das auch eine Temperamentfrage, aber ich kann für mich nur sagen, dass ich heute mit Sicherheit nicht so glücklich wäre wie ich es bin, wenn ich weiterhin auf die große Hollywood-Romanze gewartet hätte.
    Ich empfinde meine Beschreibungen/Beispiele nicht als Hollywoodromanze sondern als Auszug einiger Beispiele aus einem großen Ganzen. Für mich sind das wichtige Details, ohne die es verdammt gräulich wäre.
    Geändert von Divino (18.11.2013 um 01:45 Uhr)

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    AW: Kennenlernen und Projektion

    Zitat Zitat von Capbreton Beitrag anzeigen
    Ich kann nicht nachvollziehen, wie bei einer solchen Argumentationsweise hier ein Austausch auch verschiedener Sichten zustandekommen soll.
    In Form von Erklärung/Erläuterung/Begründung der eigenen zum Beispiel.. Oder eben auch nicht, wenn die gewünschten Reaktionen rein auf Zustimmung abzielen und ansonsten als sinnlos empfunden werden. Liegt natürlich bei jedem selbst..

    Schade, dass du deine offenbar so positiven Erfahrungen nicht mit anderen teilen kannst, ohne dabei auszuteilen und zu bewerten.
    Was empfindest du als "austeilen"? Und bewertet hast vielmehr du, sorry. Mir würde es nie und nimmer einfallen, die Verbindung zu einem Menschen danach zu bewerten, ob er einem Kinderplan Folge leistet. Den Kontakt zu einem Individuum darauf zu reduzieren, ob er Kinder möchte oder nicht - und das dann "verplemperte Zeit" zu nennen, finde ich sehr heavy - und heftig bewertend (bzw treffender: abwertend).

    Auch diese Verhaltensweise muss einen Grund haben, den ich allerdings nicht näher betrachten möchte.
    Natürlich hat das einen Grund.

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