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  1. Inaktiver User

    AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?

    Zitat Zitat von legrain Beitrag anzeigen
    es wäre schön, wenn man das alles jemandem erzählen könnte, der einen währenddessen hält.

    gesucht wird vom traumatiserten die erfahrung, mit dem vakuum von soundsoviel schrecklichen minuten nicht mehr allein zu sein.
    legrain- ja, du schreibst es.

    Ich denke auch, das du damit meinst, das es letztlich für mich nicht sooo wichtig ist, mir das ganze nochmal von einem Beteiligtem erzählen zu lassen.Wäre vllt schön zu wissen, was genau da war, vllt auch schon ein gutes Gefühl zu wissen,
    wer denn nun derjenige war, welcher....
    aber das letztlich das Verarbeiten für mich- damit nicht so konkret zusammenhängt oder gar abhängig ist.

    Zumindest verstehe ich es auch so.

    Im Moment fange ich tatsächlich an doch nochmal über eine adäquatere Therapie nachzudenken.
    Wobei so richtig "froh" macht mich der Gedanke nicht.

    Ich selbst mag noch nicht mal das Wort Trauma ernsthaft in den Mund nehmen.
    Irgendwo habe ich da eine Sperre.

    Damals habe ich das alles krass verdrängt.Meine eigene Reaktion darauf war auch eher: Vollkonfrontation.
    Ich habe danach eine Zeit lang dermassen waghalsige und ehrlich gesagt komplett verblödete Aktionen gestartet...mein Leben so leichtherzig aufs Spiel gesetzt.
    Ich wollte es mir selbst beweisen, das weiterhin das gilt: mir kann doch niiie war passieren.Ich bin viel zu zäh, viel zu stark viel zu usw.
    Der Moment hat das Bild definitv zum Wackeln gebracht.

    Irgendwo denke ich immer- mei, alle so lange her...
    Ich denke, der heftigste Teil für mich selbst ist schon länger vorbei, aber vllt brauchts ob der 'Abrundung'
    doch nochmal eine andere Methode.
    Und die liegt nicht- oder zumindest nicht nur - darin, mit diese paar Minuten erzählen zu lassen.

    Vielen herzlichen Dank nochmal, auch danke für die pn's-
    immerhin bin ich schon froh, das doch so viele Menschen einiges so gut nachvollziehen können.
    Auch meine Frage.

    Danke Lara

  2. User Info Menu

    AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?

    Lara, ich kann dein bestreben nach information gut verstehen (ich war selbst eine von denen, die direkt nach dem aufwachen auf der intensivstation den arzt gelöchert haben, was passiert ist und um jedes detail gebettelt haben). Aber... Wieso erst jetzt?

    Und du solltest darüber nachdenken, ob es dir wichtig genug ist, um deine ex-affäre vielleicht doch noch einmal zu kontaktieren. Sachlich-nüchtern.

    Mir hat es zum aufarbeiten sehr gut getan, alle details zu kennen. Auch die schmerzhaften. Ohne details wäre ich wahnsinnig geworden. Es gibt auch jetzt noch ein paar kleinere fragezeichen. Zur zeit kann ich gut damit leben, dass es die gibt. Wenn ich irgendwann nicht mehr damit leben kann, muss ich meinen arzt befragen.

    Alles gute für die aufarbeitung!

  3. Inaktiver User

    AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Moment fange ich tatsächlich an doch nochmal über eine adäquatere Therapie nachzudenken.
    Wobei so richtig "froh" macht mich der Gedanke nicht.

    Ich selbst mag noch nicht mal das Wort Trauma ernsthaft in den Mund nehmen.
    Irgendwo habe ich da eine Sperre.

    Damals habe ich das alles krass verdrängt.Meine eigene Reaktion darauf war auch eher: Vollkonfrontation.
    Ich habe danach eine Zeit lang dermassen waghalsige und ehrlich gesagt komplett verblödete Aktionen gestartet...mein Leben so leichtherzig aufs Spiel gesetzt.
    Ich wollte es mir selbst beweisen, das weiterhin das gilt: mir kann doch niiie war passieren.Ich bin viel zu zäh, viel zu stark viel zu usw.
    Der Moment hat das Bild definitv zum Wackeln gebracht.

    Irgendwo denke ich immer- mei, alle so lange her...
    Ich denke, der heftigste Teil für mich selbst ist schon länger vorbei, aber vllt brauchts ob der 'Abrundung'
    doch nochmal eine andere Methode.
    Und die liegt nicht- oder zumindest nicht nur - darin, mit diese paar Minuten erzählen zu lassen.
    Hallo Lara,

    ich habe bis heute emotional nicht erfasst, wie lebensbedrohlich das war und konnte die Reaktionen seitens der Ärzte und Familie überhaupt nicht nachvollziehen. Mir ging es, abgesehen von der körperlichen Schwäche, die zum Teil bis heute geblieben ist, ja relativ gut. Als ich nach 8 Wochen endlich wieder in meiner Wohnung landete, habe ich im Internet recheriert, viel darüber gelesen und dennoch blieb die innere Distanz dazu bestehen, weil ich es nicht bewusst erlebt habe. Es blieb un-fass-bar.

    Ich habe vom KH aus auch einige Dinge gemacht die man besser nicht tun sollte. Kaum war ich nach 15 Tagen Intensivstation auf der Normalstation, ging ich nach 3 weiteren Tagen in meine Wohnung die nur 400 m entfernt liegt um Sachen zu holen die ich brauchte. Das war sehr grenzwertig aber für mich auch notwendig, weil sie mir niemand bringen konnte. Insgesamt war ich drei mal dort, auch um Sachen für die Reha zu packen und zu holen. Zum Glück hat das keiner vom KH bemerkt. Beweisen musste ich mir nichts damit. Ich hatte nur kein Gefühl für Gefährlichkeit, eben wegen jener inneren Distanz zu der ganzen Sache.
    Als mir einige Wochen später eine Ärztin sagte ich sei traumatisiert konnte ich damit erstmal nicht so recht etwas anfangen aber ein Teil in mir wusste es stimmt.
    Manchmal ist negieren auch reiner Schutz. Du darfst Dich ruhig ernst nehmen. Alleine die Tatsache das es Dich bis heute beschäftigt ist ein Zeichen dafür das Du es nicht verarbeitet hast.

    Dein Leichtsinn war, wie Du selbst erkannt hast, der verzweifelte Versuch mit der Situation umzugehen. Du schreibst oft wie blöd Du gewesen bist. Lass das bewerten sein! Du hast damals so gehandelt wie Du es am Besten, im Rahmen Deiner Möglichkeiten, konntest. Im nachhinein ist man immer schlauer.
    Mit Deinen Aktionen wolltest Du das verlorene Vertrauen in Deinen Körper wieder herstellen, Dich sicher und stark fühlen, daran ist nichts verwerfliches.
    Dir diese Minuten des Geschehens erzählen zu lassen, das alleine wird Dir tatsächlich nicht helfen, weil Du sehr wahrscheinlich die innere Distanz dazu behälst. Versuche Mitgefühl zu haben für die Lara der das passiert ist und hole Dir therapeutischer Hilfe.

    LG CSC
    Geändert von Inaktiver User (08.11.2013 um 23:59 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?

    Zitat Zitat von Entchen Beitrag anzeigen
    Aber... Wieso erst jetzt?

    Und du solltest darüber nachdenken, ob es dir wichtig genug ist, um deine ex-affäre vielleicht doch noch einmal zu kontaktieren. Sachlich-nüchtern.
    Danke auch dir !

    Wieso erst jetzt-
    Ist eine gute Frage.Vielleicht, weil ich es erst jetzt kann ?
    Vllt, weil ich jahrelang dachte- auch die letzten Gedanken daran würden sich eines Tages völlig verflüchtigen.

    Einen konkreteren Anlass dazu gibt es mE nach nicht.

    Ich werde diese Ex-Affäre sicher nicht mehr kontaktieren.Es war eine Art Gedankenspiel, weil es so 'greifbar' wäre.
    Ich habe versucht mir das vorzustellen- ganz konkret.
    Ich denke, ich würde ihm heute nicht- glauben.Egal, was er erzählt.Also ist es hinfällig.
    Etwas anderes wäre es mit den Beiden Beteiligten sich ganz konkret gegenüber zu stehen.
    Das wird aber niemals passieren, da bin ich mir sicher.

    Ich habe noch viel rumrecherchiert- auch tatsächlich ein paar Neuigkeiten für mich aufgetan.Nicht den zweiten Beteiligten- ist wirklich wie verhext- nichts.
    Ich gebe da jetzt auf- es soll einfach nicht sein.



    Liebe CSC,

    Danke dir nochmals- ja, un-fass-bar...trifft es.
    Du schreibst wirklich so darüber, das ich alles so gut nachvollziehen kann und nachfühlen kann.
    Auch was du schreibst, wie du nach hause wolltest bzw das getan hast- ich kann das so gut verstehen.Hätte ich 100% genau so getan.Ich war nur sehr viel heftiger unterwegs.Vergleichbar wie: mit hundert Sachen die kurvige Strasse nachts im Regen langfahren, nicht angeschnallt und volltrunken.Als wollte ich ein Schickals wirklich nochmals herausfordern.Ich kenne mein Gefühl dazu heute immer noch- aber ich verstehe es- mich- nicht.Ich war wirklich nicht....gut dabei.

    Dennoch merke ich, das manches vllt mehr Verstand ist- als Gefühl.Bei mir.Besser:zu mir.
    Und/oder ich komme emotional viel zu schnell ins Schleudern.Ich würde jedem anderem genau das Schreiben(wollen), was du geschrieben hast, es auch genau so sehen-
    aber für mich fällt mir das doch ziemlich schwer.Ich kann mitfühlend ohne Ende sein für andere, nicht aufgesetzt: sondern definitv ist das so.Für mich selbst- und Nein, ich verstehe das nicht- fällt es extrem schwer.
    Wo ich mich jetzt so sehr damit mal wieder beschäftigte ....komme ich doch früher oder später- gefühlt-
    auf so eine 'Schuld-Schiene'.Ich weiss, das es nicht wahr und richtig ist.Aber gefühlt bleibt ein: Mensch lara, du weisst doch genau- das es deine Verantwortung und deine Schuld war.Jammer nicht rum...usw.
    Ich verstehe das selbst nicht so recht.Anyway, ich bin da jetzt dran.Konkret für das Erlebnis ziehe ich EMDR in Betracht und für das ganze drumherum- suche ich noch nach einem geeignetem Therapeuten/in.

    Vielen Dank
    Und jedem, der in welcher Art auch immer in seinem Leben von einem ähnlichem Erleben betroffen ist/war-
    alles Gute euch und danke für's teilen eurer Gedanken.

    Lara
    Geändert von Inaktiver User (10.11.2013 um 19:59 Uhr)

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