Ich versteh dich schon. Würde mich vielleicht auch umtreiben.
Nur was ich in deinem Text vermisse ist: Ich will mich bei demjenigen bedanken.
Derjenige erwartet es sicherlich nicht, aber mir es ein Bedürfnis. Ich denke das könnte auch ein Punkt sein um mit der Sache abschliessen zu können.
Ich drück dir die Daumen das du den anderen Beteiligten findest. Vielleicht klappt es ja über die damalige Unfallstation.
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05.11.2013, 09:35Inaktiver User
AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?
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05.11.2013, 09:42Inaktiver User
AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?
Auch dir vielen Dank.Ich bin wirklich (!) überrascht für euer nachvollziehen können.Allein das hilft mir, merke ich gerade.
Und auch, wenn ihr eure Gedanken und Erlebnisse dazu schildert.
Mein Frage derzeit war wohl , gehe ich nochmal den Weg ganz konkret nur nach dem Unfall damals zu fragen.Von irgendwelchen anderen Gefühlsduseleien bin ich meilenweit entfernt.Es ist in dem einem Fall überhaupt keine Schwierigkeit Kontakt aufzunehmen.Also- wäre es nicht.In dem anderem schon, da ich da keinen Nachnamen mehr erinnere und der Mensch jahrelang sonstwo auf dieser Welt lebte.Den würde ich auch sonst sofort fragen.
In dem anderem Fall, ich mag nicht näher darauf eingehen, das war eine so dermassen schwierige Geschichte,ich bin grad selbst etwas erstaunt, mir ist durch das Schreiben hier klar geworden- das geht nicht, da Kontakt aufzunehmen.
Ich hatte schon einmal vor längerem eine kurze Art Therapie dazu gemacht.Wirklich geholfen hatte es ehrlich gesagt nicht.Das war eher die Zeit.
Aber nichts so spezielles wie zb EMDR.
Mit dem Unfall und dem ganzem drumherum ansich meine ich auch einigermassen klar zu sein.Es blieb eben nur diese Frage:Was genau passierte damals.Angst habe ich davor auch nicht , es ist mehr eine ab und an bohrende Frage.
Aber danke dir, vllt sollte ich es tatsächlich nochmal in Betracht ziehen eine therapeutische oder sonstige Massnahme zu erwägen.
Aber die Idee mit der Klinik- das werde ich jetzt versuchen.Darauf bin ich tatsächlich erst jetzt hier gekommen- Danke !
lara
@ farfalle
Das mit dem Bedanken- doch, das habe ich damals schon.In dem einem Fall mehrfach.
Und das ist eh keine Frage.Dankbar bin ich auf jeden Fall, auch wenn ich genaueres nie mehr erfahre.Zumal ich wirklich mehr als Glück hatte nicht nur zu überleben, sondern auch sonst keine Langzeitschäden körperlich davon getragen habe.Das war wirkliches Glück und das war mir damals schon bewusst...soweit Bewusstsein all sowas erfassen kann.Geändert von Inaktiver User (05.11.2013 um 10:06 Uhr)
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05.11.2013, 11:34
AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?
,,,
Geändert von legrain (07.11.2013 um 01:01 Uhr)
lg
legrain
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07.11.2013, 22:36Inaktiver User
AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?
@ legrain
Schade, das du dein post gelöscht hast.Ich hatte es dennoch zuvor gelesen.Danke dafür
Aber auch dein post hat mich kurz mal wieder ins Grübeln gebracht.
Weil: ich mir oft denke, das meine Situation ja vergleichsweise ...vllt 'harmlos' ist ?
Ich weiss wie viele Menschen ganz andere Schicksale haben, ganz anderes erlebt haben.
Z.B auch, was CSC schrieb.
Mir fehlen vllt summsumarum grad mal - hart gerechnet, war ja alles per Computer erfasst- letztlich sieben Minuten.Wo ich völlig bewusstlos gewesen bin, waren es vllt nur drei Minuten...die Erinnerung an voriges ist darunter dann danach wohl auch erblasst.
Gut, dann mein so klares Gefühl für einen Moment, den werde ich niemals vergessen-
das- war es.Das war mein Leben.
Wirklich durchaus ein kleines weiteres Wunder: Das ich schlussletztlich heil aus all dem aufgetaucht- sprichwörtlich bin.Es gab zwar danach Probleme, Symptome wie bei einem Schlaganfall- aber auch die waren nach erfolgter Therapie nahezu schnell weg.
Ich weiss, das letztlich nur zwei Menschen konkret dabei eine Rolle spielten.
Und so gesehen bezüglich der Frage- nur zwei in Frage kommen.
Und dennoch beschäftigt es mich seid Jahren immer wieder.
Ich denke, jetzt unterdessen ist es zumeist einmal pro Jahr- ganz zufällig round about des Datums...naja.
Ich komme mir dabei kleinlich, doof und undankbar vor- warum kann ich das nicht einfach ruhen lassen und mich schlicht NUR freuen- was für ein Glück ich hatte ?
Ich verstehe das nicht
Vllt, weil die ganzen Umstände so waren, wie sie waren.Weit weg von zu Hause, keine Freunde weit und breit für lange Zeit, in einem Land, wo die medizinische Versorgung im Notfall nur rudimentär erfolgt.
Vllt, wegen noch xyz heftiger weiterer Erlebnisse , welche auch in den Zeitraum fallen.Anyway...
Meine Nachforschungen verliefen bislang...nicht so erfolgreich.Diese Klinik meldete sich sehr nett zurück-
aber verwies bezüglich zb des Namens ...also desjenigen, den ich aus den Augen verlor...an meinem damaligen sozusagen Arbeitgeber- wo jener eben auch tätig gewesen.
Da ich diesen Menschen kenne( den Arbeitgeber) , auch seinerzeit im Rahmen des Unfalls kennengelernt habe,
weiss ich, das da nichts zu holen sein wird.Ich werde es versuchen- ist aber mE hinfällig.
Ich befürchte: Das ganze werde ich so stehen lassen müssen.
Irgendwie muss ich mit den nagenden Fragen...wohl leben.
Es gibt schlimmeres.Für mich ist das nicht leicht, aber leicht...ist vieles nicht im Leben.
Vllt gibt es eines Tages nochmal ein kleines Wunder- und ich komme doch noch mal an die Infos, welche ich gerne hätte.Wünschen- tue ich mir das.
Oder ich ziehe doch nochmal eine konkretere Traumatherapie- selbst nach der Zeit- in Betracht.
Oder ich schaffe es irgendwann doch noch einmal, denjenigen diesbezüglich zu kontaktieren, der mir vllt auch dazu etwas erzählen kann.Ob er das tun würde weiss ich nicht, da er letzlich all meine sonstigen 'Kontaktversuche' lange schon ignoriert hat und ich selbst ja auch...heute denke: es ist besser, wenn es da nie mehr Berührung gibt.
Mei- was ist der Mensch nur manchmal- ich mein schon auch mich- blöde
Danke nochmals ob des Verständnisses/Ideen von den Schreibern hier.
LaraGeändert von Inaktiver User (07.11.2013 um 22:49 Uhr)
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07.11.2013, 23:57Inaktiver User
AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?
Nein, nicht harmlos!!!
Was Du erlebt hast war existenziell und traumatisch, die Zeitspanne ist hier relativ egal. Du hast es gefühlt, erlebt! Lass das Vergleichen und nimm Dich ernst.
Ich hatte die ersten 3 Jahre, wenn sich das Datum näherte, sogar wieder ähnliche körperliche Probleme in abgeschwächter Form wie nach dem KH. Der Körper, die Seele vergisst nicht. Die letzten 3 Jahre hätte ich das Datum fast vergessen können wenn nicht mittlerweile, einen Tag vor X und einen Tag danach, zwei Familiemitglieder gestorben wären. Und so sind es nun 3 aufeinanderfolgende Tage im Juni die mich an den Tod erinnern.
Tja und das Du Dich nicht nur freuen kannst, auch das kenne ich nur zu gut. Von Seiten der Ärzte hörte ich auch es sei ein kleines Wunder das ich lebe und ich keine Schäden davon getragen habe, ich soll dankbar sein ectr. Und die Angehörigen sind froh und erleichtert und in einem selbst sieht es ganz anders aus ohne das man es so recht erklären könnte. Ich vermute es ist einerseits das Ereignis an sich und danach die belastende Situation wie z.B körperlicher Zustand, Schwäche. Das kann keiner nachvollziehen der es nicht erlebt hat. Und so bleibt man ein Stück weit einsam in seinem Erleben, denn eigentlich müsste man doch glücklich sein....
sagt das Umfeld....und ist es doch nicht.
Ich musste damals übrigens auch mehr oder weniger alleine durch, weil meine Familie 700 km entfernt lebt und ich deswegen wenig Besuch bekam.
Ich glaube die Suche nach den verlorenen Puzzleteilen/Antworten ist ein Versuch wieder Kontrolle über sein Leben zurückzugewinnen bzw. die Hoffnung das Ereignis (totaler Kontrollverlust) damit im nachhinein abmildern zu können. Der Gedanke kam mir gerade dazu. Schau mal ob was dran sein könnte.
Ich wünsche Dir sehr das Du Möglichkeiten und Wege findest das alles aufzuarbeiten.
Alles Gute
CSCGeändert von Inaktiver User (08.11.2013 um 00:24 Uhr)
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08.11.2013, 00:19Inaktiver User
AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?
Hey CSC,
Was du schreibst trifft in so vielem zu....ich fühle mich auf jeden Fall verstanden.
Ich danke dir wirklich herzlich für deine Worte- die berühren
Es ist - leider- eine grosse Schwäche von mir mich selbst oftmals...nicht so ernst zu nehmen.
Es ist eine echte Schwäche, sie hat- sicher nicht nur für mich- Nachteile.
Ich arbeite dran.Kann dazu grad gar nicht mehr schreiben.
Was du zu dem Thema Kontrolle schreibst trifft sicher auch ins Schwarze.
Damals war so eine Zeit über ein, zwei Jahre- da sind einige, existentielle Dinge für mich übrigens- auch ab von dem Unfall- völlig ausser Kontrolle geraten.
Und vieles, was ich infolge dessen tat- war ein - oftmals- hilfloser Versuche wieder Kontrolle zu bekommen.
Ich war damals aber auch wirklich blöde- heute frage ich mich, warum um Himmels Willen ich mich selbst damals mit all dem nicht erkennen konnte und mir zb adäquate Hilfe suchte.
Im Nachhinein sehe ich vieles- so anders.Tschja...Leben wird nunmal nicht rückwärts gelebt ;-)
Vielleicht sind es auch diese zwei Themenbereiche, denen ich mich einfach doch mehr widmen muss.
Wie- auch immer.
Danke dir- für deine klugen und emotional erreichenden Worte.
Ich wünsche dir auch: Weiter alles Gute
P.S.
Und dennoch schön dich hier getroffen zu haben- mit doch dem ähnlichem Thema.
Schön, das du das über-lebt hast ! Trotz all dem...was damit zusammenhängt.
LaraGeändert von Inaktiver User (08.11.2013 um 00:24 Uhr)
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08.11.2013, 00:37Inaktiver User
AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?
Sehr gerne Lara!

Und danke für Deine liebe Rückmeldung.
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08.11.2013, 08:01
AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?
ich möchte dich ermutigen, deine gefühle noch genauer anzuschauen.
dass du gerne wüsstest was geschah, heisst nicht nur, du hättest gerne die objektive sicht der ereignisse, und wünschtest, du hättest das gefühl zum retter im augenblick des gerettetseins festhalten können, oder wollest ein treffen mit ihm, sondern, dass du schlicht gerne wüsstest was mit dir geschah.
die lösung sättigt dann nicht, wenn achtsamkeit für das gefühl selbst angebracht ist.
Ich wüsste gerne, ich hätte gerne die kontrolle über die minuten wieder, ich fühle etwas ungelöstes: da sind die emotionen.
wenn jemand seit unfall körperbehinderter vor dir sitzt und sagt, er würde gerne wieder stricken können wie vor den ereignis, jetzt leide er unter den fehlenden händen, kann die aus mitleid geschenkte mütze den schmerz sogar intensivieren.Geändert von legrain (08.11.2013 um 10:51 Uhr)
lg
legrain
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08.11.2013, 11:47Inaktiver User
AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?
legrain,
Das von dir geschriebene lasse ich mal wirken.
Ich ahne im Moment eher, worauf du dich beziehst, als das ich es "fassen" kann.
Aber dein post geht ja auch in eine Richtung, wie ich schon zuvor mit CSC schrieb.
Vllt bin ich mit meiner Art der Bewältigung bzw. meinen Versuchen, es zu lösen ...tatsächlich zumindest etwas auf dem Holzweg (gewesen).
Es würde ja passen- denn es ergibt sich offensichtlich ja auch gar nicht die Möglichkeit nochmal zu anderen dazu in Kontakt zu treten.
Danke
lara
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08.11.2013, 12:56
AW: Ist es wichtig- Wer mir mein Leben gerettet hat ?
es wäre schön, wenn man das alles jemandem erzählen könnte, der einen währenddessen hält.
gesucht wird vom traumatiserten die erfahrung, mit dem vakuum von soundsoviel schrecklichen minuten nicht mehr allein zu sein.
das kann es gegen bezahlung in einer guten therapie geben.
das kann es im gespräch mit freunden geben.
traumatisierte brauchen das recht, eine szene so oft in worten wiederholen zu dürfen, bis sie abgeschwächt istGeändert von legrain (08.11.2013 um 13:00 Uhr)
lg
legrain


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