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    AW: Geboren um zu leben

    [QUOTE=Amelie63;23771201]

    wenn nicht genug Lebensenergie da ist, dann deshalb, weil sie irgendwo blockiert wird bzw zuviel für irgendwas verbraten wird. Diese "Lecks" zu finden ist nicht einfach, kann sich aber lohnen. Der Fluss der Lebensenergie ist ein ganz interessaner roter Faden. Vor allem auch, wenn man sich resorcenorientiert weiterentwickeln möchte. Auch das ist eine Möglichkeit der Persönlichkeitsentwicklung (mit oder ohne therapeutische Unterstützung). Also nicht die Frage: was macht mich schwach (Problemorientiert, vegangenheitsorientiert usw), sondern, was gibt mir Kraft, wo fühle ich mich wohl?

    Vielleicht lassen sich die Energlielecks so erstmal nicht stopfen, aber die vorhandene Lebensenergie kann sich auf die Weise durchaus steigern lassen. Grundsätzlich ist es ja auch möglich, koselig, dass du DEIN Leben noch gar nicht so wirklich gefunden hast. Es gibt ja viele Möglichkeiten zu leben und die Bedürfnisse können sich da auch im Laufe eines Lebens gravierend ändern. Leben ist schließlich ein ständiger Prozess.

    Eben, schauen was man selbst mag und einem Kraft gibt und dann tuen (solange es nichts illegales ist/jemanden schadet, aber das sollte klar sein)


    Depressionen an sich sind grundsätzlich nichts pathologisches. Sie sind und waren schon immer Teil des menschlichen Lebens. Sie sind, wie die Angst z.B. ein wichtiger Geburtshelfer bei Lebensabschschnittsübergängen, bei Verarbeitungen von Verlusten oder Veränderungen usw. Wir müssen uns auch davon lösen immer alles pathologisieren zu wollen. In Veränderungsprozessen, also z.B. bestimmten Lebenskrisen und Lebensübergängen (da vor allem Pubertät und Wechseljahre) sind Depressionen Teil des Entwicklungsabschnittes. Nicht bei allen Menschen gleich, nicht immer als solche klar zu benennen, aber wie die Angst haben auch Depressionen ihre gesunde Daseinsberechtigung, können aber auch durch diverse Umstände ins Pathologische kippen.
    ... und da muss man eben ein Auge darauf haben, aber das hat die TE ja


    Es gibt sicher viel pathologisches, aber vieles ist auch einfach nur folgerichtig. Denn wenn wir uns überlegen, warum wird denn etwas pathologisch? Dann gibt es dafür natürlich auch organische bzw Stoffwechselursachen (wobei da schon oft nicht klar ist, was ist das Ei und was das Entchen - also Wechselwirkungen), aber sehrsehr vieles entsteht daraus, dass wir uns irgendwann eine (Über-)lebensstrategie angeeignet haben (mussten), die sich bewährt hat, die aber dann irgendwann zum Korsett wurde.
    Aus der neueren Depressionsforschung - und Behandlung weiß man ja inzwischen, dass die Gehirnchemie (Serotoninstoffwechsel) keine Einbahnstraße ist - außer vielleicht bei Menschen mit einem wirklichen Gehirnschaden, aber das ist bei der TE ja nicht der Fall

    Das Gehirn der meisten Leute reagiert auf negative Einflüsse - langanhaltend unterschwellig wie bei einer über Jahre unglücklichen Beziehung und wohl auch durch traumatische Erlebnisse - mit einer negativen Konditionierung, die einer Abwärtsspirale Vorschub leistet.
    Aber durch kleine Schritte (und ggf. eine zeitlang AD) kann man sich auch wieder zumindest neutral konditionieren. Blöde Erlebnisse bleiben blöd und schöne Erlebnisse ergeben einen Moment der Zufriedenheit.

    Indem man herausfindet, was einem einen Moment der guten Laune bringt, kann man versuchen, die Waagschale zunehmend zugunsten der positiven Erlebnisse zu bewegen und so, mit der Zeit, deutlich mehr Lebensqualität erreichen.

    Grüße

  2. Inaktiver User

    AW: Geboren um zu leben

    Zitat Zitat von cristata Beitrag anzeigen
    Indem man herausfindet, was einem einen Moment der guten Laune bringt, kann man versuchen, die Waagschale zunehmend zugunsten der positiven Erlebnisse zu bewegen und so, mit der Zeit, deutlich mehr Lebensqualität erreichen.

    Grüße
    Dabei hilft u.U., sich jeden Abend vorm Schlafengehen hinzusetzen und sich drei Dinge zu vergegenwärtigen, die an diesem Tag gut gelaufen sind. Anfangs fällt einem das vielleicht noch recht schwer, aber mit der Zeit kommt man dann vielleicht so weit, dass einem diese Dinge schon im Laufe des Tages auffallenund man sie dann schon mal im Hinterkopf behalten kann.

    Es gibt ja auch diesen Spruch, meiner Meinung nach aus dem Talmud, aber in diesem Link stammt er angeblich aus China:

    http://2.bp.blogspot.com/-BoMwm-k7Zp...elio+Kopie.jpg

    Wobei das ja Ansätze sind, an denen sich die TE nach ihrer Beschreibung schon vergeblich abgearbeitet hat.

    poca

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    AW: Geboren um zu leben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dabei hilft u.U., sich jeden Abend vorm Schlafengehen hinzusetzen und sich drei Dinge zu vergegenwärtigen, die an diesem Tag gut gelaufen sind. Anfangs fällt einem das vielleicht noch recht schwer, aber mit der Zeit kommt man dann vielleicht so weit, dass einem diese Dinge schon im Laufe des Tages auffallenund man sie dann schon mal im Hinterkopf behalten kann.

    Es gibt ja auch diesen Spruch, meiner Meinung nach aus dem Talmud, aber in diesem Link stammt er angeblich aus China:

    http://2.bp.blogspot.com/-BoMwm-k7Zp...elio+Kopie.jpg

    Wobei das ja Ansätze sind, an denen sich die TE nach ihrer Beschreibung schon vergeblich abgearbeitet hat.

    poca
    yap, das kenne ich auch von mir... Theorie und Praxis sind eben leider nicht immer deckungsgleich und zumindest bei mir kommt dann immer auch noch der Faktor "Ungeduld" mit ins Spiel.

    Ich nehme mir z.B. vor, jeden Tag aufzuschreiben, was gut gelaufen ist, um mir bewußt zu machen, dass ich eigentlich zufrieden sein müsste. Aber ich halte nicht durch, nach ein paar Tagen sage ich mir, dass das alles nur HokosPokus ist und nichts an der Realität ändert....

    Deshalb finde ich ja auch diesen Strang sooo interessant! Hier berichten mittlerweile mehrere Leute von einer sehr ähnlichen und belastenden Grundsituation und den Austausch an sich finde ich spannend und vielleicht auch letztlich hilfreich?

    Mmn gibt es keinen Königsweg zu einem zufriedenen Leben und gab es auch noch nie.
    Viele Suchende wenden sich einer heilsversprechenden Religion zu oder halten exakte Ernährungsvorschriften ein oder konsumieren Drogen oder alles zusammen oder oder.
    Die Idee der guten Fee, die einem seine Wünsche mit einer Drehung ihres Zauberstabes erfüllt, ist uralt!
    Die Idee von bösen Dämonen, die einem das Leben vermiesen, ist uralt!

    Und leider hat auch kein Therapeut dieser Welt einen Schlüssel im Schreibtisch für das Öffnen der geheimen Glückstruhe. Ansonsten würden die nämlich selbst immer vor lauter Glücksgefühlen mindestens 1 Meter über dem Boden schweben, aber das ist wohl auch nicht der Fall.



    Grüße

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    AW: Geboren um zu leben

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Blöde Erlebnisse bleiben blöd und schöne Erlebnisse ergeben einen Moment der Zufriedenheit.
    jein. Denn es sind nicht nur die Erlebnisse selbst, die uns in diese Spirale treiben, sondern es ist vor allem die Bewertung dieser Erlebnisse, und genau hier setzen Therapien ja auch an. Wir können die blöden Erlebnisse nicht mehr ändern, aber über unser Bewertungssystem können wir sie in unsere Biografie integrieren und dadurch den Raum schaffen, neue Erfahrungen zu machen, neue Glaubenssätze zu entwickeln usw.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Geboren um zu leben

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    jein. Denn es sind nicht nur die Erlebnisse selbst, die uns in diese Spirale treiben, sondern es ist vor allem die Bewertung dieser Erlebnisse, und genau hier setzen Therapien ja auch an. Wir können die blöden Erlebnisse nicht mehr ändern, aber über unser Bewertungssystem können wir sie in unsere Biografie integrieren und dadurch den Raum schaffen, neue Erfahrungen zu machen, neue Glaubenssätze zu entwickeln usw.
    Da gebe ich dir recht.
    Ich neige dazu, blöde Situationen zu überbewerten und schöne Momente zu übersehen.
    Sicherlich auch ein Teil dieser gefährlichen Abwärtsspirale, aus der man sich erstmal herausarbeiten muss, bevor es wieder aufwärts gehen kann.
    Man muss eben auch bereit sein, neue Erfahrungen zu machen und neue Glaubenssätz zu entwickeln (insofern man daran glaubt). Und das bedeutet ja immer auch, seine bisherigen Überzeugungen, die einen zumindestens irgendwie durch den Tag gebracht haben, in Frage zu stellen und auf etwas besseres zu hoffen.
    Das ist nicht leicht und erfordert Mut und Kraft, die man häufig nicht glaubt zu haben und ein Erfolg ist ja nicht garantiert.

    Eine sehr schwierige Situation und die TE hat ja praktisch schon alles durch, was so landläufig empfohlen wird und bezeichnet sich selbst als therapiemüde.

    Das wirft sie wieder auf sich selbst zurück und darin liegt mMn auch eine Chance.
    Sie weiß jetzt sicherlich besser, was ihr nicht hilft und was ihr zumindest etwas hilft. Und an letzterem sollte sie weiterarbeiten.

    Ich beispielsweise war schon immer begeistert von Garten/Natur/Tieren und wollte eigentlich Biologie studieren. Leider habe ich mich beruflich auf die kaufmännische Schiene drängen lassen und dann war ich viiiele Jahre Hausfrau und Mutter und beruflich bin ich jetzt im regulären Arbeitsmarkt tot.

    Ich mache derzeit eine Englisch-Konversations-Kurs bei der VHS und bin dem örtlichen Sportverein beigetreten. Alles ganz nett, aber mehr auch nicht

    Durch diesen Strang habe ich nochmals intensiv über meine Neigungen nachgedacht und was mir wirklich Freude bereitet. Ergebniss: Garten/Natur/Tiere
    Alte Liebe rostet nicht und so habe ich mich entschlossen, mich nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit in diesem Bereich umzusehen.

    Und das Thema Tiere/Hunde liegt ja offenbar auch der TE am Herzen und ist mMn ein guter Ausgangspunkt, sich in eine Richtung zu entwickeln, die dann ganz genau zu ihr passt.

    Grüße

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    AW: Geboren um zu leben

    koselig, Therapiemüdigkeit ist auf jedenfall ein klares Zeichen dafür, dass jetzt was anderes ansteht. z.B das direkte Leben, also mehr handeln anstatt denken und grübeln.

    Ich habe mir vorgenommen, wenn ich mal wieder in so einen "Leerlauf" kommen sollte, dass ich einfach "pilgern" gehe, also so lange Auszeit nehmen, wie es eben geht und loslaufen. Das ist schon interessant in der Vorbereitung, auszuwählen, was man wirklich braucht. Und die Anstrengung und das sich verändernde Zeitgefühl auf Dauer können schon ganz schön in einem aufräumen. Ein Versuch wäre es ja vll wert, wenn grad Plan A nicht läuft und Plan B fehlt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich beispielsweise war schon immer begeistert von Garten/Natur/Tieren und wollte eigentlich Biologie studieren. Leider habe ich mich beruflich auf die kaufmännische Schiene drängen lassen und dann war ich viiiele Jahre Hausfrau und Mutter und beruflich bin ich jetzt im regulären Arbeitsmarkt tot.
    kann ich gut nachvollizehen, christsata, weil ich da auch so meinen Weg habe.. und das tatsächlich, gerade bei Frauen alles andere als selten ist. Es ist gut, dass du dich da jetzt rausbegiebst und ins Handeln gehst, und das auf sehr verträglichem Weg (ehrenamtlich).

    Denn du hast absolut recht damit:

    Man muss eben auch bereit sein, neue Erfahrungen zu machen und neue Glaubenssätz zu entwickeln (insofern man daran glaubt). Und das bedeutet ja immer auch, seine bisherigen Überzeugungen, die einen zumindestens irgendwie durch den Tag gebracht haben, in Frage zu stellen und auf etwas besseres zu hoffen.
    Das ist nicht leicht und erfordert Mut und Kraft, die man häufig nicht glaubt zu haben und ein Erfolg ist ja nicht garantiert.
    Es gehört auch anerkannt, dass die Glaubenssätze und Verhaltensmuster, die wir haben, uns Sicherheit geben, auch wenn sie nicht (mehr ) zu unserem Besten sind. Ich habe das lange nicht kapiert und mich ziemlich in einem Leben ohne Leitblanken und Vorbilder aufgerieben. Ich wurde immer für meinen Mut und meine scheinbare Kraft beneidet, aber letztlich war es Verzweiflung. Ich habe vieles hinterfragt und manches auch auflösen können. Aber ich habe dabei sämtliche Grundbedürfnisse von mir überfahren. Darin habe ich mich gravierend geändert. Denn dieses Nicht-Achten auf die - bzw NichtBEachten der - eigenen (Grund-)Bedürfnisse ist letztlich das, was wirklich Lecks in den Lebensenergietank reißen kann. Und es ist das, was viele von uns einfach auch noch nie gelernt haben.

    Übrigens bin ich mal vor Jahren, was diese Biografiesache angeht, über ein Buch gestolpert, das mich sehr getröstet und aufgebaut hat, weil es sich wohltuend von diesen ganzen gradlinigen Wegen abhebt und von anderen, trotzdem erfolgreichen Lebenswegen handelt:

    Wer immer geradeaus geht, komt nicht weit von Elisabeth Mardorf.
    Geändert von Amelie63 (02.11.2013 um 14:39 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Geboren um zu leben

    Zitat Zitat von koselig Beitrag anzeigen
    Ich bin da wohl irgendwann an meine Grenzen gestoßen. Habe nicht mehr funktioniert, erste Therapie. Und da fing das Umstrukurieren an, da wurde mir gesagt, ich soll mehr auf mich achten, mehr für mich tun, mehr Ruhepole in meinen Alltag einbauen, lernen meine Bedürfnisse wahr zu nehmen etc. Aber das wird einem ja in den meisten Therapien gesagt.
    Ich habe dann vieles umgesetzt und von außen betrachtet hat sich mein Leben so krass verändert, dass das für meinen Therapeuten damals offenbar hieß, ich bin soweit gesund. Ich habe ja sogar noch ein Studium begonnen und mache heut so vieles "nur für mich", z.B. bewusst gesund und ausreichend essen, mindestens 7 Stunden Schlaf, Sport... alles Dinge von denen mir gesagt wurde, dass sie meine Lebensqualität verbessern. Nur innerlich hat sich kaum etwas verändert. Wie gesagt, der einzige Effekt ist der, dass ich immerhin wieder sehr gut funktioniere. Was ja auch etwas ist.
    Irgendwie scheinen mir das Dinge zu sein, die ja nicht schlecht sind, aber es ist trotzdem nicht ganz das, um was es geht.

    Mein Eindruck ist, dass Du sehr außenfixiert bist.

    Ich hab mal folgende Punkte, die interessant sein könnten:

    Was willst Du wirklich selbst? Krankenschwester ist ja der klassische Beruf zum Ausleben eines Helfersyndroms (muss aber nicht so sein bei Dir). Auch die obigen Veränderungen wurden von außen an Dich heran getragen. Hast Du keine Träume, was Du so wirklich gerne machen willst?

    Depressionen und Außenfixierung deuten auf ein Trauma hin, das muss aber kein singuläres Ereignis sein, das kann auch ein längerfristiges Verhalten Dir gegenüber sein. Wenn man eine Psychoanalyse macht, ist ein Ziel das Aufdecken und Verarbeiten eines Traumas, zu dessen Bewältigung Du Dir Strategien angeeignet hast, die Dir das Leben erschweren. Normalerweise kommt jeder Mensch mit einer natürlichen Neugier und Freude auf die Welt, und irgendwas wirft dann den einen oder anderen aus der Bahn.

    Was für Therapien hast Du denn bisher gemacht?

    Was weißt Du über Dein frühes Leben?

    Haben Dich maßgebliche Personen aus Deinem frühen Umfeld (Eltern o. ä.) niedergemacht (Klassiker: "Du kannst das eh nicht!" und "Du bist zu dumm dafür!", solche Verhaltensmuster kannst Du an solchen Personen auch noch nach zwanzig Jahren erkennen)?

    Kennst Du einen Moment der Trennung gegen Deinen Willen, z. B. Krankenhausaufenthalt ohne Eltern, je früher, desto schlimmer? Rauswurf durch die Eltern (wieso warst Du auf der Straße?)? Sexueller Missbrauch durch irgendwen? Häufig sind Traumata auch gar nicht als solche zu erkennen, insbesondere die Trennung von den Eltern. Heute dürfen ja Eltern im Krankenhaus neben dem Bett des Kleinen übernachten, dass das vor vierzig und mehr Jahren nicht möglich war und es häufig so zwei Stunden Besuchszeit pro Tag gab, dürfte unsere Volkswirtschaft heute noch jedes Jahr zwei- bis dreistellige Milliardenbeträge an psychischen Folgekosten kosten.
    Geändert von Quirin (02.11.2013 um 15:27 Uhr)

  8. gesperrt

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    AW: Geboren um zu leben

    Liebe Koselig

    hier ein Lied für dich, Herbert Grönemeyer "unbewohnt": Herbert Grönemeyer - Unbewohnt Live 2003 - Mensch Tour (Gelsenkirchen) - YouTube

    Du fragt nach dem warum.
    Ich habe mal ein bisschen gegoogelt zu deine Thema "chronische Suizidalität".
    Die Erklärungsansätze die ich gefunden habe, leuchten mir ein.
    Meine Erfahrung ist, wenn man ein brauchbare Erklärung für ein Problem hat, kann man sich die Lösung erarbeiten und (vielleicht mit Hilfe) umsetzen.

    Google selber, wenn es Dich interessiert.

    Alles Gute Dir
    Luftpost

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    AW: Geboren um zu leben

    [QUOTE=Amelie63;23774106]

    Ich habe mir vorgenommen, wenn ich mal wieder in so einen "Leerlauf" kommen sollte, dass ich einfach "pilgern" gehe, also so lange Auszeit nehmen, wie es eben geht und loslaufen. Das ist schon interessant in der Vorbereitung, auszuwählen, was man wirklich braucht. Und die Anstrengung und das sich verändernde Zeitgefühl auf Dauer können schon ganz schön in einem aufräumen. Ein Versuch wäre es ja vll wert, wenn grad Plan A nicht läuft und Plan B fehlt.
    Darüber habe ich auch schon nachgedacht (Jakobsweg u.ä.).
    Aber ist wirklich etwas anders, wenn man dann nach Tagen oder Wochen wieder zu Hause ist?
    ... das Planen im Vorfeld ist allerdings immer eine Freude für mich - auch wenn ich mich letztendlich dann gegen etwas entscheide...



    Es gehört auch anerkannt, dass die Glaubenssätze und Verhaltensmuster, die wir haben, uns Sicherheit geben, auch wenn sie nicht (mehr ) zu unserem Besten sind. Ich habe das lange nicht kapiert und mich ziemlich in einem Leben ohne Leitblanken und Vorbilder aufgerieben. Ich wurde immer für meinen Mut und meine scheinbare Kraft beneidet, aber letztlich war es Verzweiflung. Ich habe vieles hinterfragt und manches auch auflösen können. Aber ich habe dabei sämtliche Grundbedürfnisse von mir überfahren. Darin habe ich mich gravierend geändert. Denn dieses Nicht-Achten auf die - bzw NichtBEachten der - eigenen (Grund-)Bedürfnisse ist letztlich das, was wirklich Lecks in den Lebensenergietank reißen kann. Und es ist das, was viele von uns einfach auch noch nie gelernt haben.

    Übrigens bin ich mal vor Jahren, was diese Biografiesache angeht, über ein Buch gestolpert, das mich sehr getröstet und aufgebaut hat, weil es sich wohltuend von diesen ganzen gradlinigen Wegen abhebt und von anderen, trotzdem erfolgreichen Lebenswegen handelt:

    Wer immer geradeaus geht, komt nicht weit von Elisabeth Mardorf.
    Viele Menschen finden ja durchaus ihr (seelisches) Auskommen, indem sie diese geradlinigen Wege gehen und gerade für Eltern ist es recht schwierig, hier einen passenden Rat zu geben (geradlinig oder individuell).
    Viele Eltern denken aber garnicht darüber nach. Wenn sie z.B. Künstler sind, dann ist dieses "individuelle" Leben das einzig richtige, während ein Anwalt seinen Kindern ein klassisches Studium in Recht oder Wirtschaft ans Herz legt ("da findet man immer was").

    Uns stehen heute - glücklicherweise - viel mehr (zumindest theoretisch mögliche) Lebensentwürfe zur Verfügung. Aber dadurch gibt es eben auch die Qual der Wahl und man muss für sich selbst herausfinden, welcher Weg der richtige ist, so man denn überhaupt Bedürfnis hat, dies zu hinterfragen. Und das kann sich im Lauf des Lebens und der gewonnenen Erfahrung ja auch ändern.

    Und so blickt nun auch koselig auf viele Erfahrungen zurück (inkl. Therapien) und muss nun ihren Weg finden.

    Die Möglichkeiten sind grundsätzlich fast grenzenlos, aber eben auch wieder beschränkt durch persönliche Vorlieben, Talente und - das sollte man nicht ganz außer Acht lassen - der finanziellen Situation

    Grüße

  10. Inaktiver User

    AW: Geboren um zu leben

    Ich kenne mittlerweile einige Menschen, die nach verschiedenen Irrungen und Wirrungen incl. Burnout oder Depression schlussendlich im gärtnerischen oder landwirtschaftlichen Bereich zur Ruhe gekommen sind. Auf Demeterhöfen trifft man immer mal wieder welche, wobei das natürlich auch finanzielle Aspekte hat und man sich gut überlegen muss, ob man dies u.a. auch im Hinblick auf Altersversorgung, so ohne weiteres umsetzen kann. Und ein Allheilmittel ist es sicherlich auch nicht.

    poca

    PS:

    Hab ich grad zufällig gefunden, passt zu meinem Post. Ob es inhaltlich gut ist und Erkenntnisse bringt, kann ich allerdings nicht sagen
    http://www.zdf.de/37-Grad/Alpfieber-30417294.html
    Geändert von Inaktiver User (03.11.2013 um 09:17 Uhr) Grund: Ergänzung

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