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    AW: Geboren um zu leben

    Guten Morgen zusammen. So viele Antworten schon, herzlichen Dank dafür.

    Divino, es ist "lustig", dass du das schreibst, weil ich genau diese Veränderung, die du vorschlägst, so in etwa im Umgekehrten vollzogen habe. Dein Post bringt mich gerade zum Nachdenken, ob diese Veränderung mir denn gut getan hat.
    Möchte nicht sagen, dass ich "ganz unten" gelebt habe, weil "ganz unten" anderswo nochmal ganz anders aussieht. Aber für deutsche Verhältnisse so ziemlich ganz unten. Sprich obdachlos.
    Irgendwann die Kurve gekriegt, Ausbildung gemacht, gearbeitet, Weiterbildung gemacht. Eine Zeit lang als Krankenschwester in der Kinderonkologie gearbeitet. Damals habe ich mein ganzes Leben so ausgerichtet, dass es anderen möglichst viel nützt. Viel Arbeit, viel Ehrenamt, wenig Schlaf, sehr wenig essen. Und das nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern um mir einen Grund zum Leben zu geben. Wenn ich schon für mich nicht leben wollte, kann ich dieses Dasein ja immerhin so gestalten, dass es zumindest von außen einen gewissen Zweck erfüllt.
    Ich bin da wohl irgendwann an meine Grenzen gestoßen. Habe nicht mehr funktioniert, erste Therapie. Und da fing das Umstrukurieren an, da wurde mir gesagt, ich soll mehr auf mich achten, mehr für mich tun, mehr Ruhepole in meinen Alltag einbauen, lernen meine Bedürfnisse wahr zu nehmen etc. Aber das wird einem ja in den meisten Therapien gesagt.
    Ich habe dann vieles umgesetzt und von außen betrachtet hat sich mein Leben so krass verändert, dass das für meinen Therapeuten damals offenbar hieß, ich bin soweit gesund. Ich habe ja sogar noch ein Studium begonnen und mache heut so vieles "nur für mich", z.B. bewusst gesund und ausreichend essen, mindestens 7 Stunden Schlaf, Sport... alles Dinge von denen mir gesagt wurde, dass sie meine Lebensqualität verbessern. Nur innerlich hat sich kaum etwas verändert. Wie gesagt, der einzige Effekt ist der, dass ich immerhin wieder sehr gut funktioniere. Was ja auch etwas ist.



    Trotzdem ging es mir schon oft so wie von dir beschrieben.
    Zeitweise hielt ich mich sogar für eine schwache Person, nicht so lebensklug oder -tüchtig wie Andere eben.

    Ich finde, es hilft sich mal solchen Gedanken hinzugeben. Man fährt dann irgendwie alles runter.
    Hallo libella, vielen Dank dafür, interessant dass du das schreibst - sich solchen Gedanken hingeben. Ich finde es allerdings schwierig, sich dem wirklich hinzugeben und dennoch rechtzeitig den Absprung zu schaffen, bevor man an der Schwelle zum Freitod steht. Okay, du schreibst, dein Glaube verbietet dir dies, ich denke, das kann ein großer Schutz sein. Ich habe so eine Art Grenze nicht und habe gelernt dass es wichtig ist solchen Gedanken frühzeitig ein Stop zu setzen, bevor es sich verselbständigt. Mich dem wirklich hinzugeben würde ich momentan nicht wagen.


    @ Sternenfliegerin, ich bin Mitte 30.
    Ich wünsche dir viel Gutes für die Therapie. Ich denke, dass so ein Gefühl tatsächlich oft aus Depressionen heraus entsteht, auch meine der Behandlung zugrunde liegende Diagnose war ja meist Depression. Und Depressionen sind glücklicherweise behandelbar, sodass ich hoffe dass es dir in der Therapie gelingt wieder zur früheren Lebensfreude zurück zu finden!

    Kennst Du Lebensfreude aus Deiner Kindheit?
    Ich habe oft versucht mich daran zu erinnern, was für ein Lebensgefühl ich als Kind hatte.
    Ich kann nicht sagen, ob ich da sowas wie Lebensfreude gespürt habe. Wenn ja, erinnere ich mich nicht daran.
    Mit 9 habe ich zum ersten Mal in mein Tagebuch geschrieben, dass ich tot sein will.

    Irgendwie denke ich eben manchmal, dass dieses Gefühl schon immer vorhanden war und ich einfach keinen richtigen Lebenswillen habe. Dass das eben keine Depressionen sind, die sich behandeln lassen, sondern einfach ein Fehler im System, kein Überlebensdrang, kein Ja zum Leben.

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    AW: Geboren um zu leben

    Zitat Zitat von koselig Beitrag anzeigen
    Mit 9 habe ich zum ersten Mal in mein Tagebuch geschrieben, dass ich tot sein will.
    Aus welchem Anlass?

    Kein Kind schreibt so etwas ohne einen konkreten Anlass, da muss es was davor gegeben haben, das dieses Gefühl hervorgerufen hat.

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    AW: Geboren um zu leben

    Du bist sicher nicht mit diesem "Unwillen" auf die Welt gekommen.
    Hallo CSC,
    was macht dich in diesem Punkt so sicher?
    Es gibt ja auch andere "Fehler" im menschlichen Gehirn, das Fehlen von Einfühlungsvermögen - dissoziale Störung.
    Ist es so abwegig, dass es vielleicht Menschen gibt, die ohne den nötigen Lebenswillen zur Welt kommen? Bei denen aus welchen Gründen auch immer, der Überlebensdrang fehlt?


    Was Du bisher über Therapien berichtest in denen Du brav? die Vorschläge der Therapeuten umgesetzt hast, klingt für mich sehr mechanisch, funktionell ohne emotionale Beteiligung.
    Dazu muss ich sagen, das klang im Nachhinein vielleicht abgeklärter, als es tatsächlich damals war. Damals und eigentlich wirklich zu Beginn jeder neuen Therapie habe ich durchaus gehofft, dass sich was zum Positiven ändert, es war kein rein rationales Herangehen, ich habe da schon Hoffnungen hineingesetzt.
    Nur dann habe ich gemacht und getan und mir Mühe gegeben, und immer wieder in mich hineingehorcht und da war die alte Leere, Sinnlosigkeit, was treibe ich hier eigentlich.
    Und da hast du Recht, letzten Endes haben all diese Maßnahmen mein Herz, mein Innerstes nicht berührt.

    Lass die "Scham" über Dein scheinbares Unvermögen mal sprechen, fühle sie, die Trauer, den Schmerz, verurteile Dich nicht dafür, nimm es an und hab Mitgefühl mit Dir. Das alleine kann schon einen Funken Freude auslösen und das Gefühl verwandeln, weil sich da endlich ein Teil in Dir gesehen, wertgeschätzt und angenommen fühlt.
    Das finde ich einen interessanten und nachdenkenswerten Ansatz... danke dafür.

    Gibt es irgendwas was Du liebst? Lieben könntest? Wofür sich Dein Herz erwärmt?
    Es gibt schon Menschen, zu denen ich eine gewisse Bindung habe und Zuneigung empfinde, Freunde eben. Ich fühle mich aber im Zusammensein oft irgendwie "abgesondert" von ihnen und fehl am Platz, manchmal machen sie mir sogar Angst weil sie so selbstverständlich leben, trotz Schwierigkeiten im Leben, trotz Durststrecken sind sie irgendwie verankert und zweifeln wenn, an Situationen und Lebensumständen, nie am Leben selbst. Diese Fähigkeit, das Leben grundsätzlich zu bejahen, die fehlt mir.
    Sonst gibt es nicht viel, woran mein Herz wirklich hängt...

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    AW: Geboren um zu leben

    bei mir ging das auch schon in dem Alter mit Selbstmordgedanken los. Ich hatte mein Leben lang so eine Art Todessehnsucht, die mir allerdings nicht bewusst war, weil ich es ja nicht anders kannte. Gezeigt hat sich die in teilweise riskantem und selbstsabotoierendem Verhalten. Mir wurde das alles erst durch eine Körperpsychotherapie bewusst, es gab immer wieder verschiedene Aha-Erlebnisse durch Selbsterfahrungs- und therapeutische Sachen. (Übrigens auch in dern 30ern)

    Den letzen und so ziemlich heftigsten Erdrutsch im positiven Sinne gabs vor ein paar Jahren, als ich im Familienstellen (das ich schon öfter gemacht hatte) ganz unmittelbar nur mich und mein inneres Kind stellte. Das war wie ein Abholen eines Teils meiner selbst. Seitdem bin ich geerdeter, ruhiger, habe keine Selbstzerstörungstendenzen mehr und brauche keinen Grund mehr, um zu leben. Der Grund ist jetzt das Leben selbst.

    Es muss auch nicht immer was Dramatisches dahinter stecken, wenn ein Teil von einem Selbst irgendwo auf der Strecke blieb. Bei mir sind das auch generationenübergreifende Einflüsse,die da mitgewirkt hatten. Da kann Familienstellen eine gute Methode sein, um solche Dynamiken evtl sichbar zu machen, aber auch Biografiearbeit kann erhellend sein. Beim Familienstellen ist aber grundsätzlich eine therapeutische Einbindung empfehlenswert und es ist nicht ganz leicht auf dem Markt jemanden zu finden, der seriös und gut ist. Ausserdem braucht es dafür eine gewisse psychische Grundstabilität. Und ich sage auch nicht, dass es ein Allheilmittel ist. Bei mir war es der Mix aus unterschiedlichsten Methoden und Aktionen, der über ca 15 Jahre sehr intensiv war, der mich letztlich an diesen lösenden Punkt führte

    Es muss nicht so sein, aber die Frage, liebe Koselig, könnte auch lauten: "Darf ich leben?"
    Geändert von Amelie63 (01.11.2013 um 10:35 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Geboren um zu leben

    Aus welchem Anlass?
    zio, das weiß ich nicht mehr. Es stand da auch nichts weiter. Irgendeinen Auslöser wird es wohl gegeben haben, aber nichts was anderen Kindern nicht auch mal passiert, verstehst du?
    Ich bin später auch immer wieder dem Suizid sehr nah gekommen, wo es jetzt objektiv keine großartigen Gründe dafür gibt. Es ist für mich keine Impulshandlung aus einer tiefen Verzweiflung heraus, sondern ein grundsätzliches Weg-wollen, ein Nicht-mehr-Dasein-wollen, und das habe ich schon so lange ich mich zurück erinnern kann.

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    AW: Geboren um zu leben

    Zitat Zitat von koselig Beitrag anzeigen
    Es ist für mich keine Impulshandlung aus einer tiefen Verzweiflung heraus, sondern ein grundsätzliches Weg-wollen, ein Nicht-mehr-Dasein-wollen, und das habe ich schon so lange ich mich zurück erinnern kann.
    Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich auch eine Aufstellung versuchen, um die dahinter liegende Dynamik zu erkennen.

    Liebe Grüße
    Zio

  7. Inaktiver User

    AW: Geboren um zu leben

    Zitat Zitat von koselig Beitrag anzeigen
    Hallo CSC,
    was macht dich in diesem Punkt so sicher?
    Es gibt ja auch andere "Fehler" im menschlichen Gehirn, das Fehlen von Einfühlungsvermögen - dissoziale Störung.
    Ist es so abwegig, dass es vielleicht Menschen gibt, die ohne den nötigen Lebenswillen zur Welt kommen? Bei denen aus welchen Gründen auch immer, der Überlebensdrang fehlt?
    Dein Überlebensdrang fehlt nicht, sonst wärst Du schon lange nicht mehr bei uns! Du hättest keine Therapien gemacht, keinen beruflichen Weg gesucht und würdest hier nicht schreiben.
    Ich bin kein Psychiater der sich mit sämtlichen Störungsbildern und deren Folgen auskennt. Bei Dir wurde bisher Depression diagnostiziert, soweit Du geschrieben hast. Gäbe es einen "Fehler" im Gehirn, so wie Du vermutest, wäre das sehr wahrscheinlich jemanden aufgefallen. Mit fällt in dem Zusammenhang nur Authismus ein aber das scheint mir hier nicht vorzuliegen.

    Menschen die Schlimmes in ihrem Leben erfahren haben müssen sich mitunter ein Leben lang immer wieder für das Leben entscheiden. Die Fähigkeit das Leben grundsätzlich zu bejahen fehlt da tatsächlich. Aber wie Amelie schrieb ist es möglich das der Knoten irgendwann doch aufgeht.

    Du fragst wie ich mir so sicher sein kann, dass Du nicht so auf die Welt kamst. Guck Dir Babys an!
    Und aus meiner spirituellen Sicht inkarniert jede Seele freiwillig. Auf einer anderen Ebene, die Dir heute nicht mehr zugänglich ist, wolltest und willst Du dieses Leben. Das ist auch Dein unbewusster Antrieb hier zu sein und zu bleiben, trotz Zweifel.

    Hast Du für Tiere etwas übrig? Das wäre eine Möglichkeit eine "ungefährliche" Herzenbindung, Beziehung zu einem Wesen aufzunehmen, Liebe zu fühlen, Liebe zu schenken, zu erwidern, zu empfangen, sich daran zu erfreuen.

    Wenn es Dir gelingt Dein Herz zu öffnen, nimmst Du die Welt um Dich herum auch anders wahr. Mir fällt gerade das Buch "Der Kleine Prinz" dazu ein.
    Geändert von Inaktiver User (01.11.2013 um 11:41 Uhr)

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    AW: Geboren um zu leben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Du fragst wie ich mir so sicher sein kann, dass Du nicht so auf die Welt kamst. Guck Dir Babys an!
    Und aus meiner spirituellen Sicht inkarniert jede Seele freiwillig. Aus einer anderen Perspektive, die Dir heute nicht mehr zugänglich ist, wolltest und willst Du dieses Leben. Das ist auch Dein unbewusster Antrieb hier zu sein und zu bleiben, trotz Zweifel.
    Aus meiner eigenen Erfahrung heraus sind mir diese Erklärungsansätze immer wieder zu einfach und zu sehr aus unserer begrenzten Weltsicht abgeleitet. Ich war sicher auch ein putziges Baby, aber dennoch hatte ich schon eine lebensverneinende Tendenz von Geburt an. Ich wäre in den ersten Wochen schon schier wieder abgenippelt und hatte auch noch andere (früh-)kindliche Geschichten, die eher auf einen stotternden Inkarnationsvorgang schließen lassen.

    Was hier genau wirkt - das werden wir vielleicht irgendwann mal viele Jahrzehnte und Meßmethodenerfindungen später mit Sicherheit erfahren können, bis dahin ist vieles Vermutung und Glaubenssache - und ich will da auch nicht zu sehr in den spirituellen Bereich. Ob das nun was mit nem miesen Karma zu tun hat, mit unserer Sozialisierung in Verbindung mit unserer genetischen Ausstattung, mit transgenerationellen Übertragungen oder einfach nur Pech ist, wer kanns wissen? So ganz einfach lassen sich die Zusammenhänge wohl weder in die eine noch in die andere Richtung erklären.

    Es gibt größere Zusammenhänge, die in unserer Kultur (noch) wenig bekannt bzw anerkannt sind, es muss aber auch nicht immer alles hochspirituell und tiefpsychologisch sein. Es gibt auch z.B. einfach "nur" entwicklungsbedingte Lebenskrisen.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Geboren um zu leben

    Hallo an Alle!

    Ich lese schon seit Jahren mit und fühle mich von diesem Thema so angesprochen, dass ich nun zum ersten Mal selbst etwas schreiben möchte.

    Auch ich, Jahrgang 1967, kann mich eigentlich nicht erinnern, jemals "glücklich" oder lebensfroh gewesen zu sein.
    Eine mittlerweile krachend gescheiterte, langjährige Ehe hat mich noch weiter runter gezogen und ich kämpfe jetzt erheblich mit einem zerbröselten Selbstwertgefühl und auch dem Alter...

    Ich habe intensiv über meine (frühe) Kindheit nachgedacht und zumindest für mich festgestellt, dass ich nie wirklich das Gefühl hatte, geliebt zu sein. Meine Mutter hatte halt geheiratet und mich geboren, weil man das halt so machte. Sie war selbst auch das Ergebnis so einer das-macht-man-halt-so-Ehe und konnte wohl nichts weitergeben, was sie selbst nie gespürt hatte.

    Meiner Meinung nach hat so eine Prägung in der frühen Kindheit (nicht geliebt, keine Wertschätzung, kein Selbstbewußtsein) eine bleibende Wirkung auf das ganze Leben.

    Seit einiger Zeit wird ja der Begriff "Resilienz" immer wieder gerne vorgebracht um zu erklären, warum manche Menschen besser oder eben nicht so gut mit ungünstigen Lebensumständen umgehen können.
    Auch hier denke ich, dass die zum Teil angeboren ist und dann kann eine gute, positive empfundene Kindheit diese auch noch festigen.
    Im umgekehrten Fall hat man wohl doppelt die Ar...-Karte gezogen

    Was meiner Meinung nach auch "hilfreich" ist für ein unbeschwertes Leben - ein gehöriger Mangel an Empathie!
    Mein Ex ist das beste Beispiel!
    Die Kinder am ersticken (Pseudokrupp-Anfälle), die Schwiegermutter nach einer Gehirnblutung per Hubschrauber auf dem Weg zur Not-Op, usw usf..... der schläft IMMER wie ein Murmeltier und ist beruflich als Manager erfolgreich

    Mein Fazit soweit:

    - "wir" sind nicht unnormal, es gibt mehr die so empfinden (oder eben auch nichts empfinden) als man denkt - ergo sollte man zumindest versuchen, sich nicht auch noch als "Freak" zu empfinden!

    - depressive Phasen (hatte zeitweise auch Medis genommen) sind praktisch automatisch eine Folge dieser Grundeinstellung und kommen und gehen immer als Einheit und können demnach auch nur als Einheit verringert werden. Wirklich heilen ???? Ich nehme seit über einem Jahr keine Medis mehr, aber als geheilt würde ich mich nicht bezeichnen.
    Wie auch? Der Grundtenor - das Leben hat nicht wirklich einen Sinn, alle Anderen genießen problemlos ihr Leben und ich nicht, es gibt keine Hoffnung, usw. - ist ja noch vorhanden und ich befürchte, wird auch nie gehen...

    Ich für meinen Teil werde mich verstärkt mit dem Thema "inneres Kind" beschäftigen und auch buddhistische Grundgedanken und Meditation finde ich interessant. Letztlich aber im besten Fall auch nur ein Mittel, um einiger Maßen durch die Höhen und Tiefen des Alltags zu kommen...

    Ich denke nicht, dass es hier ein Allheilmittel gibt.
    Aber ich finde es immer wichtig, in solchen Foren zu merken, dass ich nicht die einzige auf dieser Welt bin, die genau dieses Problem hat.
    "Wir" -ich möchte mich hier wiederholen - sind keine Ausnahmen und das nimmt für mich etwas Druck aus dem Kessel.
    Wir sind nicht unnormal und die Standartlösungen in solchen Therapien und Lebenshilfebüchern sind für den Einzelnen nicht wirklich hilfreich.

    Auch bei der Ernährung zeigt sich ja immer deutlicher, dass diese ganzen pauschalen Ratschläge für eine gesunde Ernährung eben viel zu pauschal sind.
    Es gibt ganz unterschiedliche Verdauungstypen (ich komme mit Gemüse überhaupt nicht gut zurecht und mit Rohkost garnicht!) und so ist es auch mit der Seele und dem Charakter.

    Austausch und Anregungen sind seeehr hilfreich - leben muss man sein Leben dann aber doch selbst und für sich einen erträglichen Weg finden

    herzliche Grüße in den ersten Novembernebel

  10. Inaktiver User

    AW: Geboren um zu leben

    Hallo Amelie,

    ich habe es sehr vereinfacht dargestellt, weil das Thema insgesamt sehr komplex ist und den Rahmen sprengen würde.

    VG CSC

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