Hallo ihr lieben,
ich brauche dringend eure Gedanken und Anregungen dazu, wie ihr in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt..
Ich bin momentan in einer ziemlichen Ausnahmesituation...mal wieder :-(
Privat ist irgendwie extrem viel in kürzester Zeit auf mich eingeprasselt, dass ich jetzt erstmal verdauen muss, verarbeiten, usw...
In der Arbeit bin ich komplett überfordert..ich hatte vor 2 Wochen an 4 Tagen jeweils 12 Stunden unter Hochdruck gearbeitet...jegliche privaten Termine abgesagt...den 5 Tag hatte ich freigenommen (musste mich noch um Ersatz kümmern) da ich auf einer Beerdigung war.
Die letzten Wochen bin ich nur noch gehetzt, gestresst, traurig bzgl. der privaten Dinge, die mich mal wieder allzu hart getroffen haben...naja..dann kam noch eine ziemliche Erkältung dazu und mein Freund drängte mich zum Arzt zu gehen...der hat mich aufd em falschen Fuß erfasst und ich bin auch da in Tränen ausgebrochen...er hat mich nun die ganze Woche krank geschrieben gehabt...und ich habe das sehr dankbar angenommen...jetzt heute checke ich meine tausenden neuen E-Mails und fange schon wieder an zu weinen...es ist so viel und es scheint kein Ende in Sicht...ich weiß nicht, wie ich das bewältigen soll....ich kann udn will nicht tausende Überstunden machen, die ich weder bezahlt werden und die ich auch nicht abfeiern kann...ich habe keine gehobene Position, genau aus diesem Grund strebte ich das auch nicht mehr an...da mir mein Privatleben einfach so wichtig ist.. meine Familie steht einfach an 1. Stelle....aber jetzt bekomme ich nicht mal mehr Routine Arzt besuche geschäftlich unter....
Ich brauche erste Hilfe - notfall tipps für Montag..mir graust schon sehr davor und ich will auf keinen Fall in Tränen dort ausbrechen wie hier zu Hause....
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18.10.2013, 10:29
Keine Nerven mehr .... wie den Alltag bewältigen
Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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18.10.2013, 10:46
AW: Keine Nerven mehr .... wie den Alltag bewältigen
Erstmal

Ich gehe mal die Möglichkeiten durch, die mir einfallen:
Kannst du mit deinem Vorgesetzten zu reden? Manchmal ahnt es der/diejenige gar nicht, dass da ein Problem ist und kann auch nicht die Probleme von den Augen ablesen. Ich hatte mal die Situation und mein damaliger Chef hat ganz toll reagiert. Er wäre aber von sich aus nie darauf gekommen, ich könnte überfordert sein.
Kannst du dich noch eine weitere Woche krankschreiben lassen? Arbeitest du in einem eher kleinen oder großen Unternehmen? Gibt es sonst die Möglichkeit, eine (befristete) Aushilfe oder eine Praktikanten zu bekommen, der dich unterstützt?
Für eine bestimmte Zeit kann man mal am Limit arbeiten, aber auf Dauer ist das ungesund. Es wäre wichtig, dass du rechtzeitig eine Lösung suchst und auch (wenn möglich) offen ansprichst. Meist kommt es ja erst, wenn es viel zu spät ist, weil es ja immer noch irgendwie ging.
Notfalltipps für Montag... mir hilft immer kurz auf Toilette zu gehen, tief durchzuatmen und mir zu sagen: Keiner weiß, wie es mir gerade geht, es gibt vielleicht gar keinen Grund mich so aufzuregen... Dann gehe ich irgendwann zurück und schaue de Kollegen wieder in die Augen. Manches Mal, wenn ich die Tränen hab hochkommen spüren, hab ich mir auch verboten, genau JETZT zu weinen. Es gab dann immer feste Zeitfenster, in denen ich mir das erlaubt habe.
Aber das löst ja das Grundproblem nicht (Ideen s.o.).
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18.10.2013, 10:55
AW: Keine Nerven mehr .... wie den Alltag bewältigen
Ich würde meinen Vorgesetzten ansprechen und um Unterstützung bitten (Prakti, Azubi, Kollegin). Noch eine Woche krankschreiben bringt ja nicht so viel denn die Emails werden dann immer mehr.
Gruss
Meagan
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18.10.2013, 12:14
AW: Keine Nerven mehr .... wie den Alltag bewältigen
Liebe Tutsi,
auf jedem Fall gleich Montag morgen einen Termin mit dem Vorgesetzten machen und ihm sagen, dass die Arbeit nicht mehr zu bewältigen ist. Argumentier nicht damit, dass DU überfordert bist, sondern dass die Arbeit für eine Person nicht zu leisten ist und du Unterstützung benötigst, weil sonst Dinge liegen bleiben.
Auf keinen Fall: weiter Überstunden machen.
Lass deinen Chef entscheiden, was er gern möchte: Entweder: die Arbeit wird bewältigt - also mehr Personal. Oder: Er ist einverstanden, dass ständig irgendwas liegen bleibt und mit großer Verzögerung abgearbeitet wird. Seine Entscheidung.
Wenn er dir keine Unterstützung gibt, arbeitest du das weg, was in deine Arbeitszeit fällt und gehst danach nach Hause. Ist es deine Firma? Dein Chef trägt die Verantwortung. Nicht du. Deswegen ist es ganz wichtig, dass du ihn über das Arbeitsvolumen in Kenntnis setzt, damit die Firma keinen Schaden nimmt.
Lehn dich zurück und bleib ganz ruhig. Es ist nicht dein Laden. Wenn alle Stricke reißen, suchst du dir einen neuen Job und nach dir die Sintflut. Kein Job ist es wert, sich die Gesundheit zu ruinieren.
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18.10.2013, 12:19Inaktiver User
AW: Keine Nerven mehr .... wie den Alltag bewältigen
Hallo Tutsi,
ach herrje, das kenne ich nur zu gut. Ich kann Dir aber auch sagen, dass man es hinbekommt. Ich bin auch in keiner "gehobenen Position" habe aber trotzdem eine große Verantwortung in meinem Job.
Mir hat in diesen Situationen die Rücksprache mit anderen geholfen. U.a. mit meinem Mann. Es gibt immer Dinge, die liegenbleiben können, wegdeligiert oder auch einfach in den Papierkorb gehören. Es ist egal, nach welcher Methode man vorgeht - aber man braucht eine.
Ich habe gelernt, wichtig von weniger wichtig zu unterscheiden. Habe eine eigene "Offen-Punkte-Liste" erarbeitet, die ich täglich abarbeite und Dinge, die ich nicht schaffe, auf den nächsten Tag übertrage. Natürlich fallen auch immer wieder Dinge zwischendurch an, die den Ablauf stören - manchmal sollte man sich aber auch einfach nicht stören lassen und vor allem lernen, NEIN zu sagen.
Wichtig für mich war auch, zu lernen, dass das, was ich tue, gut genug ist. In einem ganz positiven Sinne.
Ein Gespräch mit meinem Chef hatte ich seinerzeit auch. Er war sehr verständnisvoll - hatte es aber nach ein paar Tagen wieder vergessen
Da musst Du dann am Ball bleiben.
Wie alt bist Du? Hast Du Kinder?
Liebe Grüße, Ida
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18.10.2013, 12:26Inaktiver User
AW: Keine Nerven mehr .... wie den Alltag bewältigen
Halte ich für wenig zielführend. Ich denke, dass es mehr bringt, an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten. Kommt ja auch immer auf den Chef an.
Gute Mitarbeiter als auch Jobs wachsen nicht auf Bäumen.
Sicher darf die Arbeit nicht krankmachen - Arbeits- und Perspektivlosigkeit können das aber auch. Ein offener Umgang mit der Problematik ist häufig der Schlüssel.
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18.10.2013, 18:41
AW: Keine Nerven mehr .... wie den Alltag bewältigen
Nach meiner Erfahrung drücken sich Chefs gern um zusätzliches Personal und diskutieren lieber, wie der Mitarbeiter sich besser organisiert oder so. Was meist bedeutet, es ändert sich gar nichts. Zur Kündigung: Natürlich erst einen neuen Job suchen, dann kündigen. Aus ungekündigter Stellung nach was Besserem zu suchen, ist das Normalste der Welt, wer bleibt schon bis zur Rente in der selben Firma? In diesem Punkt halte ich die ängstliche Defensive für wenig zielführend. Ich würde mich heute in den Hintern beißen, wäre ich in meinem letzten (und vorletzten) Job geblieben.
Lieben Gruß
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18.10.2013, 22:11Inaktiver User
AW: Keine Nerven mehr .... wie den Alltag bewältigen
Dir wurden schon sehr gute Tipps gegeben. Ich schließe mich dem an (mit Chef sprechen, eventuelle weitere Krankschreibung zum Beispiel).
Vielleicht solltest du dir einen Plan erstellen: was ist wirklich akut, was muss dringend gelöst werden. Was kann ich vorerst ignorieren ? Es gibt sogar Dinge, die sich auf zauberhafte Weise von allein lösen.
Welche Arbeiten muss ich akkurat erledigen, welche kann ich locker-flockig verrichten.
Also: versuche, einen sinnvollen Plan zu erstellen. In dem Plan sollte aber auch vorkommen: ich schaffe mir einen privaten Höhepunkt, auf den ich mich nach all dieser Arbeiterei freue, wo ich alles sacken lassen kann und nicht an die Arbeit denke. (Arbeite daran, wirklich nicht an die Arbeit zu denken !
)
Das gibt (bei mir ist es jedenfalls so) unglaubliche Energie.
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18.10.2013, 22:28
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19.10.2013, 20:15
AW: Keine Nerven mehr .... wie den Alltag bewältigen
Lieben Dank für eure Rückmeldungen... Ich hatte vor 4 Wocheb erst ein Gespräch mit meinem Chef (er ist zwar Chef bekommt aber nicht mit wann ich komme, wann ich gehe und was für Arbeiten insgesamt auflaufen) Er fragte mich ob ich ausgelastet sei oder mehr brauche?! Er hätte keine Vorstellung und wo ich mich hin entwickeln will. Das fand ich witzig und sagte dass ich ausgelastet sei und es ja nicht viele weiter Entwicklungsmöglichkeiten geben würde.. Was ich aber immer wusste und was auch kein Problem derzeit für mich darstellt. Das bejate er... Möglich ist im nächsten Jahr eine Beförderung eines Team Mitglieds sodass dann die Chance auf weitere Unterstützung besteht aber frühestens in 6-8 Monaten... Ich fühle mich auch nicht nur beruflich überfordert sondern auch in der privaten Situation... Mir ist alles zu viel und ich denke wenn mich jemand fragt ob ich was unternehmen will dass ich nur meine Ruhe will... Wenn ich schon wieder absage habe ich ein schlechtes Gewissen... Das stresst dann wieder usw...
Die Aufgabenpriorisierung ist klar ohne ginge das nicht ohne to so listen sofort /heute und später etc wäre es ja gar nicht machbar... Das schwierige ist dass ich Aufgaben von sehr vielen unterschiedlichen Personeb bekomme... Da kann es sein dass drei Stunden ständig das Telefon klingelt und jeder nur mal schnell was will und mir tausend größere Aufgaben mit auf den Weg gibt-dass das schon 8 andere vorher auch gemacht haben, weiß keiner und sieht keiner... Wenn ich um 5 das Büro verlasse (Start um 7) um dann um 6 daheim zu sein, denken die Kollegen dass ich ja gerade wohl nichts zu tun habe wenn ich um 17:15 Uhr nicht mehr erreichbar bin... Ich finde eine angenehme Woche mit 45 Stunden eigentlich für ein Sekr. In Ordnung (vorallem ist das dann eine stressfreie Woche) ansonsten bin ich bis 19 Uhr öfters mal da..
20 Uhr zu Hause... Kurz nach 5 klingelt der Wecker... Das kann ich nicht dauerhaft...
Einen neuen Job suchen ist derzeit aus unterschiedlichsten Gründen keine Option..
@frank: um was geht es da genau?


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