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  1. User Info Menu

    AW: Erster Eindruck: unbeholfen

    Hallo,

    Sofalinse, du sprichst mir aus der Seele.
    Standardgoods: Meine Erfahrung: Abwartung, Orientierung, Zurückhaltung ist doch nichts Falsches od. "Unbeholfenes".
    Du liest dich selbstreflektiert. Verbieg dich nicht, sei bei dir selbst und folge deinem Gefühl und gesteh dir eine angemessene Einarbeitungszeit zu.
    Manche Menschen glänzen auf dem zweiten Blick. Die auf dem ersten Blick sind manchmal nur Blender, die verbal einiges auf der Pfanne haben, aber mehr auch nicht. Deine Zeit wird schon kommen! Alles Gute dafür!

  2. Inaktiver User

    AW: Erster Eindruck: unbeholfen

    Zitat Zitat von Trail Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Sofalinse, du sprichst mir aus der Seele.
    Standardgoods: Meine Erfahrung: Abwartung, Orientierung, Zurückhaltung ist doch nichts Falsches od. "Unbeholfenes".
    Du liest dich selbstreflektiert. Verbieg dich nicht, sei bei dir selbst und folge deinem Gefühl und gesteh dir eine angemessene Einarbeitungszeit zu.
    Manche Menschen glänzen auf dem zweiten Blick. Die auf dem ersten Blick sind manchmal nur Blender, die verbal einiges auf der Pfanne haben, aber mehr auch nicht. Deine Zeit wird schon kommen! Alles Gute dafür!
    Danke auch für deine Antwort.

    Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, ich wirke auch oft durch meine Art zu passiv, als würde ich zu wenig tun, würde mich nicht durchsetzen. Ich bin aber auch nicht zu jedem gleich, heißt, wenn ich was muss, dann kann ich mich auch mal so verhalten, wie es sein muss, aber wenn ichs nicht muss, dann bin ich eben so, wie ich mich am wohlsten fühle und das wird mir dann manchmal zum "Verhängnis". und wenn mich beobachtet fühle, bin ich auch irgendwie eingeschränkt, fühl mich nicht so frei und brauch dann noch ne weile länger, weil ich dann nicht das Gefühl habe, ich kanns auf meine Art machen...

    Das mit dem verletzlich wirken stimmt natürlich und wenn man dann darauf einsteigt, dann fängts erst richtig an. Das ist mir bewusst. Oft klappts dann auch, mir zu sagen, es ist nicht mein Ding, es sagt ja nur etwas über die Person aus, die gerade wertet, wie sie mich sieht und nichts über mich als Person.
    Aber da hat Loop vielleicht auch nen guten Punkt eingebracht, im Job wirkt es dann doch ab und an mal nachteilig. Gestern am eigenen Leib gespürt. Und wenn die Grundstimmung dann gerade nicht super ist, fall ich dann gerne mal in alte Muster zurück und nimms zu Ernst.

  3. User Info Menu

    AW: Erster Eindruck: unbeholfen

    standardgoods,
    es spricht doch uneingeschränkt für Dich, daß Du darüber reflektierst, wie Dein Verhalten wirkt, und daß Du Deine Absichten/ Innenansichten mit diesem Feedback abgleichst. Aber wichtig ist auch immer, zu entscheiden, ob das "Außenurteil" berechtigt ist. Und vor allem, ob es berechtigt ist, eine Änderung Deines Verhaltens, Deiner Wesenszüge zu erwarten und zu wünschen. Hier kommt Deine Selbstbestimmung ins Spiel.

    Gerade in einem Spiegel-Interview mit dem WDR-Intendanten gelesen: "Wenn der Kern deines Charakters angegriffen wird, dann mach keinen Millimeter Kompromiß! Dann schalte auf Angriff! Weil das, was Du in du in deinem Innersten bist, am Ende (und auch für deinen Job) das einzig Wichtige ist. Sich selbst zu verleugnen, ist des Rezept für Scheitern."

    Mir fiel sofort Dein Strang ein, deshalb hab ich mich extra nochmal eingeloggt, um dieses Zitat hier reinzustellen.

    Und ich denke auch, daß das Verhalten anderer uns selbst gegenüber und vor allem auch die Grundstimmung sehr viel Einfluß darauf hat, wie wir uns verhalten. Fühlen wir uns "sicher" und aufgehoben, können wir sein, wie wir sind. Das paßt manchmal, manchmal nicht. Wenns nicht paßt, wird man angespannt, "verkrampft", treten Unsicherheiten zutage. Und es ist eine alte Weisheit, daß das Objekt der Beobachtung sich im Zustand des Beobachtet-Seins verändert. Anders verhält. Die Freiheit ist weg.
    Du kannst es trotzdem "auf Deine Art machen". Theoretisch. In der Praxis ist das nicht so einfach. Da braucht man dann zeitweise mehr Außenbestätigung als sonst.
    Hol Dir vielleicht nochmal ein (möglichst positives) Feedback von Deinem Vorgesetzten.

    Kam nochmal eine ähnliche Anmerkung über Dich wie im Eingangspost?

    Viele Grüße
    Sofalinse
    Geändert von Sofalinse (17.10.2013 um 21:47 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Erster Eindruck: unbeholfen

    Ja es kam eine ähnliche Bemerkung. Danke für deine Worte und das Zitat. Das ist wirklich toll. Vor allem, weil ich eigentlich, im gesamten letzten Jahr genau den gleichen Eindruck gewonnen habe. So sehe ich das auch, und ich weiß auch, dass das definitiv stimmt.

    Ich habe gerade noch weiter gedacht an ein Telefonat mit einer Freundin, die mich trösten wollte, und zu Anfang dann erstmal das Gegenteil bewirkt hat...Aber dann wars mir wieder klar: Das was sie an mir schätzt, meine Art, sieht sie eben als Stärke, während das Gleiche für die kritisierende Person ne Schwäche ist. Es kann ja auch beides sein.

    Ich fange schnell Stimmungen auf und muss oft aufpassen, dass ich mich nicht zu sehr darauf einlasse, da ich dann durch meine sensible Ader in solchen Momenten zu verletzlich wirke. Diese Sensibilität bedeutet ja in meinem Fall nicht wirklich, dass mir alles zusetzt, im Sinne von dass ich Dinge nicht durchhalte oder schnell aufgebe, oder mich von solchen Aussagen komplett entmutigen lasse (das ist dann vielleicht ne Zuschreibung, aber nicht wahr), sie setzen mir allerdings zu, je nach Grundstimmung umso mehr und wahrscheinlich auch mehr als anderen, die in dem Bereich nicht so sehr ausgeprägt sind...
    Für mich ist es schwerer mit solchen Reaktionen umzugehen, positiv ist allerdings, dass ich mich dann doch immer wieder fange nach ein paar Tagen, nicht entmutigen lasse und weiter mache...weil ich Ausdauer habe.

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    AW: Erster Eindruck: unbeholfen

    Sofalinse: Danke fürs Zitat!

    Standartgoods: Du reflektierst dich aufgrund der Bewertung eines jemanden sehr. Vllt sollte sich der jemand mal selbst mal reflektieren. Will heißen: Nimm es nicht allzu ernst!
    Ich finde, die Beschreibung über dich selbst zeigt, dass du eben ein sensibler, umgänglicher Mensch bist und das ist grundsätzlich positiv!

    Gruß, Trail

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    AW: Erster Eindruck: unbeholfen

    @standardgoods:Der Begriff heisst wohl eher "unsicher", daher kommt nämlich i.d.R. das Hinterfragen, wenn von außen eine Bewertung kommt bzw das nicht-mehr-aufhören-können mit dem Gegrübel.

    Du bist schon ok so wie du bist. Ich kenne dieses Hamsterrad übrigens auch von mir, als ich noch jung war (damals nachm Krieg... ). Mir hat die Erkenntnis geholfen, dass die Meinungen und Einschätzungen über mich in erster Linie was mit dem Absender zu tun haben und über ihn was aussagen. Oder anders gesagt: hast du 10 Leute, dann hast du 11 völlig unterschiedliche Einschätzungen deiner Person

    Das war mir dann irgendwann zu blöd, mich deshalb dauernd kirre zu machen. Wenn heute eine Einschätzung kommt, überprüfe ich zwar kurz, ob mir das was neues über mich sagt, aber selbst wenn - der Selbstverurteilungsmodus ist aus, ich bleib deswegen "geschmeidig". Ist dann halt so, mir gefällt auch nicht immer alles an anderen.

    Allerdings bin ich mit meinen Einschätzungen gegenüber anderen Leuten auch zurückhaltender geworden. Solche ungefragten Einschätzungen haben meiner Meinung nach was übergriffiges. Selbst wenn jemand gut darin ist, andere Menschen einzuschätzen, hat er nicht das Recht dies ungefragt diesen Menschen aufzudrängen. Das hat für mich was mit Respekt vor anderen zu tun. Vll ist das für dich ein möglicher Gedanke zu besserem Selbstschutz bzw zur Abgrenzung?!
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  7. Inaktiver User

    AW: Erster Eindruck: unbeholfen

    nochmal Danke für die neuen Antworten.

    Est ist mir klar, wenn 20 Leute vor mir stehen und mir ihre Meinung zu mir, meinem Verhalten, Aussehen, Persönlichkeit, Interessen und was es noch so alles gibt, mitteilen, diese unterschiedlich sein können und dass ich allen 20 nicht passen muss und kann. Umgekehrt finde ich auch nicht jeden Menschen toll oder sympathisch oder sein Verhalten gut.

    Nur genau da liegt der Punkt: Ich bin da viel zu respektvoll, dass dann auch ungefragt zu äußern. Aber das hat du gut beschrieben Amelie, ich empfand es als übergriffig.

    Ich grübel gerne mal nach, und zwar über viel Unwichtiges, nicht aus Unsicherheit, einfach so. Das stimmt, ich muss oft aufpassen, da wirklich kein Hamsterrad loszutreten.

    Mir hilft oft ein paar Tage Abstand. Im Nachhinein betrachtet wird alles weniger schlimm. Und ich lebe noch, umgebracht hat es mich nicht :) und das ist auch gut so. Ich hab mir in den letzten Tagen speziell ein paar mich aufmunternde Sachen unternommen, mit Absicht, und das hat geholfen.

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