Aber genau das schreibst du dann doch später. Dass du dich als Problemabladeplatz zur Verfügung stellst damit du gemocht wirst. Also tust du den anderen was Gutes um dich besser zu fühlen. Ist doch ein Widerspruch oder?
Wenn ich das so lese, dann tust du mir wirklich leid. Denn Freunde, wirkliche Freunde, mögen dich um deiner selbst willen. Sie teilen Glück und Sorgen mit dir, sie lachen und weinen mit dir, sie erzählen dir Schönes aber auch Sorgen. Alles im Leben hat zwei Seiten und die braucht es auch, denn sonst ist es im Ungleichgewicht.
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03.11.2014, 20:33
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
sondern viel mehr der Kopf
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03.11.2014, 21:56
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Sintonia, richtig.
Deswegen bin ich ja auch eigentlich kein guter Mensch.
Wäre ich ein wirklich guter Mensch, dann würde ich
-darunter leiden, dass mir andere ihre Probleme erzählen
-trotzdem zuhören
-NICHT merken dass mich das zu einem guten Menschen macht.
Ich frage mich ja immer, wenn ich so etwas lese, was ist denn dieses "um meiner selbst Willen", von dem immer alle reden?
Es gibt Eigenschaften, die kommen allgemein schlecht an, das ist auch mir klar.
Nun scheinen aber gerade das die Eigenschaften zu sein, die so ziemlich jeder hat und ständig vor seiner Umgebung verbirgt.
Ich versuche (bislang erfolglos) diese Eigenschaften tatsächlich loszuwerden und sie nicht nur zu verbergen, ist das so falsch?
Ich habe mindestens einen Freund, der mag mich "um meiner selbst Willen".
Das weiß ich auch.
Gefragt, was er denn damit nun genau meint:
"Ja keine Ahnung, ich mag Dich halt!"
Also ist dieses komische selbst wohl ziemlich unerklärbar.
maryquitecontrary, Du stellst immerhin die Anforderung "gutherzig".
Ist das nicht dasselbe wie mein "vertrauenswürdig"?
Bae,
Leute, mit denen Du freiwillig Deine Freizeit verbringst, die Du also anscheinend magst, denen Du aber Deine Probleme nicht erzählst, weil Du meinst dadurch wird eher das Problem größer,
-verachtest Du die nicht insgeheim?
Und wenn Deine Freunde Dir ihre Probleme nicht erzählen, glaubst Du dann, Du bist ihnen wichtig?
Oder ist das dann eher so eine lockere Bekanntschaft?
ambiva:
Genau richtig verstanden.
Das Problem beim bei der Sache bleiben ist nur:
Außer "nicht Verlassen werden wollen" habe ich keine Interessen.
Ich würde so ziemlich jedes Hobby annehmen, was jemand, den ich unter "verlässlich und nett" sortiere, mag, solange ich nur dafür die Sicherheit bekomme, dass er mich nicht verlässt.
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03.11.2014, 22:12
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Wer hat dir das eingeredet?

Das heißt, dass du so gemocht wirst wie du bist, mit all deinen Vorzügen und Fehlern. Dass du auch Fehler machen darfst und trotzdem noch gemocht wirst. Und dass du dich nicht verstellen musst oder verbiegen musst um gemocht zu werden....Ich frage mich ja immer, wenn ich so etwas lese, was ist denn dieses "um meiner selbst Willen", von dem immer alle reden?...
Das finde ich ziemlich traurig. Natürlich mache ich manches auch meinen Freundinnen zuliebe, aber ich bringe auch mich und meine Ideen ein. Wir gehen zusammen shoppen oder abends essen und danach tanzen. Wir gehen spazieren oder an den Strand. Aber wir helfen uns auch gegenseitig in der Not: mit Gesprächen (die Sorgen anhören und bei Bedarf Ratschläge geben), wir reichen uns gegenseitig eine helfende Hand usw.Das Problem beim bei der Sache bleiben ist nur:
Außer "nicht Verlassen werden wollen" habe ich keine Interessen.
Ich würde so ziemlich jedes Hobby annehmen, was jemand, den ich unter "verlässlich und nett" sortiere, mag, solange ich nur dafür die Sicherheit bekomme, dass er mich nicht verlässt.
Also in schönen und in traurigen Momenten. Und alles gegenseitig.Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
sondern viel mehr der Kopf
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03.11.2014, 22:26
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Ein richtig guter Mensch wäre einer, der nie auf Kosten anderer egoistisch ist, aber trotzdem nicht zusammenklappt, also einer der nur genau so viel für sich selbst tut, dass er körperlich und seelisch nicht zusammenbricht.
Alles andere tut er für andere.
Daraus zieht er keine persönliche Befriedigung, denn täte er das, so wäre nicht gewährleistet, dass er wirklich immer das Beste für die anderen tut, sobald er nicht mehr darunter leidet, anderen zu helfen, hat er ja was von deren Problemen und es bestünde die Gefahr, dass er versucht, deren Probleme zu verstärken, damit er mehr positiven Effekt daraus ziehen kann, anderen zu helfen.
Dies kann nur verhindert werden, wenn er beim Helfen leidet.
Dies darf er natürlich nicht zeigen, denn zeigte er dies, würde er damit andere belasten.
Ein wirklich guter Mensch ist einer der niemals irgendeine negative Auswirkung auf andere Menschen hat, aber oft positive.
Klingt ja traumhaft..........Das finde ich ziemlich traurig. Natürlich mache ich manches auch meinen Freundinnen zuliebe, aber ich bringe auch mich und meine Ideen ein. Wir gehen zusammen shoppen oder abends essen und danach tanzen. Wir gehen spazieren oder an den Strand. Aber wir helfen uns auch gegenseitig in der Not: mit Gesprächen (die Sorgen anhören und bei Bedarf Ratschläge geben), wir reichen uns gegenseitig eine helfende Hand usw.
Also in schönen und in traurigen Momenten. Und alles gegenseitig.
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03.11.2014, 22:48
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Nach deiner Definition gibt es auf der ganzen Welt dann wohl nur eine Handvoll gute Menschen, wenn überhaupt.
Ich sehe mich selber als guten Menschen. Und weißt du wieso?
Ich achte darauf, dass es mir gut geht. Daraus ziehe ich Kraft um auch anderen Gutes zu tun. Und daraus bekomme ich wieder etwas positives für mich zurück. Und ich verletze niemanden absichtlich: weder mit Worten noch mit Taten. Dass es unabsichtlich passiert ist mir bewußt und wenn ich es bemerke, dann bin ich mir nicht zu schade mich zu entschuldigen.
Und genau das könntest du auch haben. Es liegt an dirKlingt ja traumhaft..........
Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
sondern viel mehr der Kopf
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03.11.2014, 22:49
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Saetien,
Du magst der geneigten Leserschaft ja weismachen wollen, dass deine Erziehung kein liebevolles Vermitteln von Normen und Werten sondern indoktrinatorisches Herunterbeten von zweifelhaften Glaubenssätzen gewesen ist, aber, dass du in deinen 28 Jahren nicht eigene Gedanken dazu entwickeln konntest und jede noch so verquere Vorstellung vom zwischenmenschlichen Miteinander quasi ungeprüft übernommen hast, mag ich einfach nicht glauben.Geändert von Paraplumeau (03.11.2014 um 23:09 Uhr) Grund: Rechtschreibung
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03.11.2014, 23:25
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Das ist das schöne an einem Staat mit Meinungsfreiheit:
Du bist auch keinesfalls verpflichtet, das zu glauben.
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03.11.2014, 23:27
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Leider vermutlich ja.
Also, vielleicht mehr als eine Handvoll, aber wohl nicht viele.
Ich hatte ja durchaus auch Phasen, wo ich dachte, es gibt sehr viele davon.
Das zumindest klingt für mich gut.Ich achte darauf, dass es mir gut geht. Daraus ziehe ich Kraft um auch anderen Gutes zu tun. Und daraus bekomme ich wieder etwas positives für mich zurück. Und ich verletze niemanden absichtlich: weder mit Worten noch mit Taten. Dass es unabsichtlich passiert ist mir bewußt und wenn ich es bemerke, dann bin ich mir nicht zu schade mich zu entschuldigen.
Fehlt nur noch eine Definition von gut bzw. (ohne das Aufwärmen zu wollen aus dem anderen Thread) eine von Verletzen.Geändert von Saetien (04.11.2014 um 00:05 Uhr) Grund: quotes korrigiert
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04.11.2014, 00:01
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Das klingt ja irgendwie gruselig. Ich ziehe meine Befriedigung beim Helfen doch daraus, dass es dem Menschen hinterher wieder gut geht und nicht daraus, dass ich ihm helfe. Und ich leide auch nicht darunter, dass ich helfe, sondern höchstens darunter, dass es dem anderen schlecht geht, sonst könnte ich doch niemandem meine Kraft zur Verfügung stellen.
Wobei ich eigentlich der Ansicht bin, dass dieses "mir gehts schlecht, weil es dir schlecht geht" schon schwierig ist, weil es letztlich ja mein Problem ist, was ich nicht noch obendrein dem anderen überhelfen kann. Also wenn ich gerade nicht die Kraft habe, jemandem zu helfen, muss ich es lassen.
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04.11.2014, 00:01
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
doppelt



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