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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Da sagst Du was Wahres.

  2. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Mir ist da in einem anderen Thread was aufgefallen was eigentlich eher hierhin gehört.

    An sich bräuchte ich eine Therapie.

    Denn, ich bin in Empathie gar nicht mal schlecht, zumindest im realen Leben.
    Ich kann meist ganz gut einschätzen, was jemand fühlt.

    Nur, ich habe mir, weil ich eben dachte, das macht man so, über 20 Jahre antrainiert, das komplett zu ignorieren.
    Das ist das, was hier immer so schön empathielos rüberkommt und mir in der Bri auch oft genug vorgeworfen wird.

    Nur, die Sache ist, ich weiß zwar, was der andere fühlt (ok, in einem Forum lange nicht immer), aber ich habe überhaupt keine Übung darin, dann irgendwie anders als mit rationalen Argumenten zu reagieren.

    Weil ich eben immer dachte, das macht man nicht.

    Kann man sowas in einer Verhaltenstherapie lernen?


    Und, wie sieht das aus, mal angenommen es wird irgendeine Störung diagnostiziert, muss man das dann später irgendwo angeben und hat dann Nachteile?

    Auch, wenn man man das selbst bezahlt?

    Und was für eine Art von Therapeut sucht man sich da eigentlich?

  3. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Empfindest du das denn selbst als Defizit?

  4. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Kann man sowas in einer Verhaltenstherapie lernen?
    Bedingt, denke ich. Es ist evtl. nur z.T. eine Verhaltenssache, aber je nach Therapieansatz hat eine VT auch andere Facetten. Probatorische Sitzungen bringen mehr Licht ins Dunkel.

    Und, wie sieht das aus, mal angenommen es wird irgendeine Störung diagnostiziert, muss man das dann später irgendwo angeben und hat dann Nachteile?
    Eher nein.

    Auch, wenn man man das selbst bezahlt?
    Dann sowieso nicht. Wer sollte dir denn dann "draufkommen", dass du mal in Therapie warst?

    Und was für eine Art von Therapeut sucht man sich da eigentlich?
    Ich bin zu lange weg davon, um zu wissen, was es da derzeit alles auf dem Markt gibt; zudem gibt es diesbezüglich deutlich kompetentere User. Generell würde ich empfehlen, Informationen über Therapieformen einzuholen, mich selbst zu befragen, welche Art von Therapie ich als zielführend empfinde und mich dann bei verschiedenen Therapeuten auf die Warteliste für probatorische Sitzungen setzen zu lassen.

  5. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Kann man sowas in einer Verhaltenstherapie lernen?
    ich hatte mal während eines Jahrs einen Kurszyklus besucht, in einer Gruppe - nicht verhaltenstherapeutisch orientiert - da war das ein Thema. Es ging da allgemein darum, die unterschiedlichen Ausdrucksformen und Kommunikationsweisen zu studiern und Wege aufzuzeigen, wie man sie sich aneignen kann, da die meisten Kursteilnehmer eher das umgekehrte Problem hatten, nämlich dass sie vor allem emotional reagierten und auf Rationales nicht reagierten. Aber am Schluss war das Ziel, dass jede, die den Kurs besucht, quasi ein vollständigerer Mensch ist, mit mehr Optionen, und besserer Unterscheidungskraft, was wann angemessen ist.

    Und was für eine Art von Therapeut sucht man sich da eigentlich?
    gute Frage! Ich würde mal suchen, was es alles mit Namen "Therapie" in deiner Umgebung gibt und mal die Webseiten dieser Leute studiern. und wenn irgend jemand etwas schreibt, was dir sinnvoll erscheint, mal anrufen und nachfragen.

    gruss, barbara

  6. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen

    Denn, ich bin in Empathie gar nicht mal schlecht, zumindest im realen Leben.
    Ich kann meist ganz gut einschätzen, was jemand fühlt.

    Nur, ich habe mir, weil ich eben dachte, das macht man so, über 20 Jahre antrainiert, das komplett zu ignorieren.
    Das ist das, was hier immer so schön empathielos rüberkommt und mir in der Bri auch oft genug vorgeworfen wird.
    Geht es dir darum dich zu ändern, weil du gern in der Bri anders rüberkommen möchtest, weil du dir andere Rückmeldungen wünschst? Aber wenn du im RL dieses Problem nicht hast, kannst du dir denn dann vielleicht vorstellen, dass du hier ebenfalls im realen Leben bist? Ich meine, dies ist doch Teil deines Lebens, es ist real. Und wenn du dich nun hier genauso äußerst wie du es unter Bekannten, Freunden, Verwandten tun würdest, dann wäre dein Problem doch eigentlich behoben. Denke ich mal, aber du hast wahrscheinlich ein anderes Gefühl dazu, oder ?

  7. Moderation

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Welche Art von Therapie du wählst, sollte u.a. von der Beschaffenheit dessen abhängen, woran du leidest. Verhaltenstherapie ist diejenige Richtung, die lange kein schlüssiges Konzept von Affekten und Intersubjektivität hatte. Einige Formen haben damit begonnen, aber längst nicht alle VT bieten das an. Allerdings käme eine eher distanzierte, sortiert wirkende Methode dir vielleicht entgegen. Auf der anderen Seite könntest du in einer tiefenpsychologischen oder gar körperlichen, humanistischen Therapie ganz neue Erfahrungen machen.

    Wie dem auch sei, der Grundsatz "vor die Therapie hat der liebe Gott die Diagnose gestellt" ist immer sinnvoll.

    Und sehr entscheidend für das Gelingen einer Therapie ist die Menschlichkeit und Professionalität des Therapeuten selbst, genau so wichtig wie die Therapierichtung.

  8. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Und, wie sieht das aus, mal angenommen es wird irgendeine Störung diagnostiziert, muss man das dann später irgendwo angeben und hat dann Nachteile?
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eher nein.
    Naja, wenn Du z.B. eine Lebensversicherung oder eine private Krankenversicherung abschließen willst, wird abgefragt, ob Du in Psychotherapie warst.

  9. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Also erstens, ja, ich empfinde das als erhebliches Defizit, denn:



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Geht es dir darum dich zu ändern, weil du gern in der Bri anders rüberkommen möchtest, weil du dir andere Rückmeldungen wünschst?
    Nee.
    Ich glaube wenn ich wirklich einfach nur hier anders rüberkommen wollte könnte ich das über Schauspielerei schon hinkriegen.
    Aber wenn du im RL dieses Problem nicht hast, kannst du dir denn dann vielleicht vorstellen, dass du hier ebenfalls im realen Leben bist?
    Ok, das war missverständlich.
    Ich kann zur Not sogar empathisch handeln - aber machen tue ich das nur bei Bekannten, und zwar deswegen, weil ich mir Probleme mit denen vom Hals halten will.

    So in etwa:
    Ah, das und das fühlt der Bekannte gerade, das und das ist die Reaktion die er gerne hätte (zu der ich so null Gefühl habe), geben wir ihm mal das Zückerchen, dann sieht er mich positiv und wird im allgemeinen ein netter Bekannter bleiben und nicht mein Feind.
    Sowas kann ich, und zwar ziemlich gut.

    Das ist auch in etwa mein Gefühl dazu, selbst empathisch zu handeln: "Geben wir dem anderen mal sein Zückerchen."

    Nur, ich habe z.B. vor guten Freunden zuviel Respekt, um sie so zu behandeln, also habe ich mir das empatische Handeln gegenüber solchen systematisch abtrainiert.
    Als Defizit empfinde ich es, weil ich eigentlich ganz gerne empathisch handeln würde, ich WILL das auch - nur da ich eben immer dachte, das sei respektlos, habe ich es in der Zeit, in der man es üblicherweise so lernt (Pubertät), nicht gelernt, und jetzt fehlt mir da die Erfahrung.

  10. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    maryquitecontrary, ok, selbe Frage, wen suche ich mir zum Diagnostizieren?


    Ich bin nicht mal sicher ob rationalistisch analysierend so gut wäre - DAS kann ich ja ich will ja eben das andere lernen.

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