Hallo Saetien,
kannst du evtl. etwas erklären?
Und zwar: Glaubst du nach wie vor, dass dein "Schuld-Ansatz" richtig ist und du dich konsequent daran halten musst? Du fühlst dich damit aber nicht ganz wohl und suchst nun logische Fehler in dem Konzept?
Oder: Ist diese Herangehensweise von dir eigentlich Vergangenheit, aber du fühlst dich immer noch so schnell schuldig wie vorher?
Ich frage, weil ich den Eindruck habe, dass die Diskussion zwischen der rationalen und emotionalen Ebene hin- und her springt.
Mary
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03.10.2014, 17:12
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
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03.10.2014, 17:19Inaktiver User
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03.10.2014, 17:24
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Ich denke der Ansatz ist richtig die Vorgehensweise nicht.
Ich versuche das mal eben auszuführen.
Mein Gedanke war ja: "alle machen das so!".
Wenn nun ALLE hingehen und NUR DANN etwas gegen andere haben (z.B.) wenn sie meinen der andere habe "das verdient" - DANN ist es auch sinnvoll, in jedem solchen Fall sein Verhalten zu prüfen, abzusprechen was der andere meint das man falsch macht, und ggf. zu ändern, eine Klärung ist ja dann fast immer möglich und der Fall tritt sowieso nicht allzu häufig auf.
Wenn das hingegen (und DAS ist die neue Erkenntnis) ausdrücklich nur ich mache, dann läuft das darauf raus, das ist schon richtig, dass ich mich selbst kastriere - weil "die anderen " mich ja auch wegen Kleinkram vielleicht nicht leiden können, also wegen Sachen, die ich selbst an ihnen akzeptieren würde.
Und wenn ich dann jedes Mal versuche diesen Kleinkram loszuwerden bleibt halt nicht mehr viel übrig.
Ich habe mich halt bis jetzt immer drauf verlassen, dass andere Leute, wenn sie mich nicht mögen, dafür schon triftige Gründe haben werden.
Das kann ich anscheinend nicht voraussetzen.
Wie ich damit jetzt umgehe bzw. wie ich das löse weiß ich noch nicht so ganz.
Ich will niemanden angreifen, aber einfach SELBST zu entscheiden, was angemessen ist und was nicht, erscheint mir vollkommen verrückt.
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03.10.2014, 17:33Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Ver-rückt ... wovon rückt jemand deiner Meinung nach ab? Von Regeln, Normen - die auch nur wiederum von Menschen erstellt, propagiert wurden?
Es gibt Dinge, wie Benimmregeln, die lernt man/frau bereits von Kindheit an (hoffe ich zumindest).
Doch ob ich jemanden mag, ihn/sie in mein Leben einlade, entscheide ich selbst. So einfach, finde ich - wenn du meinst, ver-rückt, dann bin ich das gerne, wobei ich nicht weiß, was ich "ver-rücke".
Ver-rückt wäre nach meinem Empfinden, mit allen und jedem auf "Deibel komm raus" auskommen zu müssen/sollen.
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03.10.2014, 17:48
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03.10.2014, 17:52
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Du meinst, ob es angemessen von der Person ist, dich zu mögen oder nicht, richtig? Ich gebe zu - deine Prinzipien als gegeben vorausgesetzt - das ist echt ein Dilemma. Aber warum ist es verrückt, selbst zu entscheiden? Ein Ansatz: Wenn du im Voraus vermeiden kannst, Schuld auf dich zu laden, durch reines Nachdenken und Aufpassen - ist es dann nicht umso leichter, im Nachhinein festzustellen, ob du dir was zu Schulden hast kommen lassen? Wenn du nichts findest, ist es ein anderer Grund (Sympathie etc.).
Ich finde nichts Falsches daran, seinen Eigenanteil zu suchen - man muss allerdings auch aufhören können.
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03.10.2014, 18:07
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Äh, nee.
Verrückt meinte in dem Fall mehr "vollkommen unzweckmäßig".
Im Sinne von "kann nicht funktionieren".
Und ich schreibe noch hin ich will keinen beleidigen......siehst Du so einfach kann man was "falsch" machen.Doch ob ich jemanden mag, ihn/sie in mein Leben einlade, entscheide ich selbst. So einfach, finde ich - wenn du meinst, ver-rückt, dann bin ich das gerne, wobei ich nicht weiß, was ich "ver-rücke".
UnNa nicht mit allem und jedem, aber doch mit jedem, wo ich keinen Grund dagegen kenne.Ver-rückt wäre nach meinem Empfinden, mit allen und jedem auf "Deibel komm raus" auskommen zu müssen/sollen.
Es SCHEINT übrigens auch Vorteile zu haben - ich bin bei Gruppenkonflikten häufiger mal die neutrale Person, die
1. von vielen Seiten in etwa versteht was sie wollen
2. es auch schafft, das den jeweils anderen zu vermitteln, ohne dass einer irgendwas als Angriff interpretiert
so dass am Ende ein Kompromiss steht.
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03.10.2014, 18:08
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03.10.2014, 18:11
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Mehr, ob es von mir angemessen ist die Person zu mögen.
Oder andere Dinge zu fühlen.
Das einfach so selbst zu entscheiden und nicht nach "die Person hat dieses oder jenes Gefühl von mir verdient" - das soll funktionieren?
Btw., ihr seht ja nicht welche Wörter ich beim Schreiben häufiger mal korrigiere, aber ich scheine Verhalten mit Gefühl gleichzusetzen.
Jup, ist auch in meinem Kopf so.
Ein Ansatz: Wenn du im Voraus vermeiden kannst, Schuld auf dich zu laden, durch reines Nachdenken und Aufpassen - ist es dann nicht umso leichter, im Nachhinein festzustellen, ob du dir was zu Schulden hast kommen lassen?
Wenn du nichts findest, ist es ein anderer Grund (Sympathie etc.).
Irgendwas findet man FAST immer.
Da hapert es bei mir.Ich finde nichts Falsches daran, seinen Eigenanteil zu suchen - man muss allerdings auch aufhören können.
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03.10.2014, 18:31
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Deine Situation ist irgendwie fatal. Wieso siehst du nicht auch mal das umgekehrte Verhältnis . Es gibt doch bestimmt für dich auch Persönlichkeiten die dir etwas vermitteln können, ohne dass du das gleich als Nachteil sehen musst. Und wie ich in deinen Beiträgen sehe sind deine Emotionen oder Gefühle auch schneller als dein rationales Denken. Warum nimmst du in Konfliktsituationen z. B. mit deiner Freundin die dich vielleicht jetzt mal nicht sehen will auch einen Kompromis im Verständnis an. Umgekehrt wie du schreibst kannst du es auch...Versuch doch mal einen Rollentausch Verstehe ich nicht so ganz...
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee



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