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  1. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Glaube ich Dir sofort, welche denn?

    Melde mich später nochmal, muss nochmal weg.

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Du verstehst es echt nicht oder?
    Ich fühle mich SCHLECHTER als die meisten anderen!
    Warum?
    Ich gebe mir die größte Mühe, immer dann, wenn ich bei Sachen die positiv wirken Motive entdecke, die egoistisch sind, meine Umgebung in Kenntnis zu setzen.
    Und ich dachte ganz lange das machen alle so!
    Nun sehe ich aber nur ganz selten, dass jemand anders seine Umgebung in derselben Form in Kenntnis setzt.
    Meine Schlussfolgerung daraus: Die sind alle viel weniger egoistisch als ich, sonst würden sie es ja sagen!
    Und DAVON komme ich emotional nicht mehr runter!
    Dein Beitrag #564 und dieses obige Zitat bringen mich auf die Idee, daß Du einfach ein Geltungsbedürfnis hast.

    Geltungsbedürfnis ist für mich ein neutraler Begriff.

    In der Geschichte gab es schlimme geltungsbedürftige Menschen (Eroberer, Diktatoren, Unterdrücker, alles auch in weiblicher Form...), aber eben auch sehr positive Beispiele (Ghandi, Augustus, Friedensstifter und Philosophen, auch Naturwissenschaftler, Theresa...). Wenn "die Positiven" im stilllen Kämmerlein verharrt wären, hätte doch keiner was davon gehabt.

    Leider hab ich im Moment vergessen, wie alt Du bist. Master? Dann bist Du vielleicht Ende 20 oder Anfang 30?

    Oft kommt es so (mit zunehmenden Alter), daß es einem eines Tages oft echt wurscht ist, wer - welche Sachen - über einen denkt. Oder wer der eigentliche Egoist ist. Wo frau einfach in natürlicher Manier das tut, was sie mag und vielleicht manchmal starke Akzente setzt (natürlich im Rahmen unserer Kultur). Und dann kriegt sie auch eine Art Anhängerschaft.

    Mein stark! verkürzter Eindruck ist:
    Deine Eltern haben Dir gesagt, Du sollst brav, korrekt und bescheiden sein. Dann kriegst Du Anerkennung von Deinen Eltern und von der ganzen Welt....(was aber nicht stimmt im wahren Leben!).

  3. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Ich muss in der Grundschule irgendwann mal mit meinem Können angegeben haben, die genaue Situation habe ich vergessen - jedenfalls wurde ich "Angeber" gerufen.
    Bei mir hat sich seitdem festgesetzt: Wer in irgendeiner Form mitteilt, dass er etwas gut kann, ist einer den die anderen "nicht mitspielen lassen".
    Das kann schon sein. So what?
    Es werden sich schon welche zum Mitspielen finden, und zwar diejenigen, die genau das oder was anderes auch gut können. Macht dann auch Spaß, das Miteinander-Spielen.

    Also gehe ich auch immer davon aus, dass die Chefs "so eine" bestimmt nicht wollen.
    Und ja, doch, ich gehe davon aus wer sich dabei erwischen lässt wie er versucht sich durchzusetzen ist raus - zumindest im privaten.
    Nee.
    Ich geh mal davon aus, dass du meinen letzten Beitrag überlesen hast - da steht, dass ich (auch?) mit diesem "Egoismus = böseböse - Altruismus = "gut, erstrebenswert, das Lebensziel und stelle dich BLOß NIE in den Vordergrund" aufgewachsen bin.
    Was mir im Job erhebliche Probleme bereitet hat, weil keiner sich so um mich und meine Arbeit gekümmert hat, dass er wahrgenommen hätte, was und wieviel ich mache. Also lief ich eben irgendwie - und sehr unzufrieden, weil fleißig, aber so gar nicht wahrgenommen, mit.

    Chefs haben drölfzigtausend Dinge im Kopf, und keines davon ist ein "Papa-Ding" für die Mitarbeiter, nämlich, zu schauen, wer was wie gut macht, und dem dann auch noch das Köpfchen zu streicheln. Denn: Nur redenden Menschen kann geholfen werden.

    Denn der ist entweder tatsächlich aggressiv aufgetreten (laut geworden, gar gewalttätig) ODER hat versucht zu manipulieren - und beides ist etwas, was viele Leute nicht in ihrem Privatleben haben wollen.
    Man braucht nicht aggressiv zu werden, man braucht bloß sein Licht unter dem Scheffel hervorzuholen. Das geht in ganz normalen Gesprächen, in normalem Tonfall, freundlich und zuvorkommend. Und DANN wird man wahrgenommen. Und kriegt die Anerkennung die man will und, ja, auch braucht.
    aber man ist für sich selbst verantwortlich, und dazu gehört auch, mitzuteilen, was man in guter Qualität tut.

    Sofern man darauf wartet, dass Chef zu einem kommt und einem das Köpfchen tätschelt und immer fein still und zurückhaltend das Mäuschen in der Ecke ist, bleibt man bestenfalls grau und konturlos, ein durchschnittliches Etwas, das sich nicht zu wundern braucht, wenn alle anderen aufsteigen und Gehaltserhöhungen, Bonuszahlungen oder andere Incentives kriegen. Chef muss schon wissen, dass man gute Arbeit leistet, und das weiß Chef nur, wenn ihm das irgendjemand sagt. Und da jeder für sich selbst verantwortlich ist, muss man ihm das schon selber sagen.




    Privat ist es übrigens auch nicht viel anders - ich hab den direkten Vergleich: Menschen ist es deutlich schwerer gefallen, mit mir klarzukommen, als ich noch versucht habe, mich hintenanzustellen und mich "den anderen" anzupassen. Da war nämlich nichts erkennbar, was "ich" gewesen wäre. Erst seit ich Ecken und Kanten entwickelt habe, die nun mal auch Profil geben, bin ich einschätzbar geworden und dadurch, so seltsam das für dich klingen mag, pflegeleichter im Umgang. Und auch das hat weder mit Aggressivität noch mit Manipulation zu tun.

  4. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Glaube ich Dir sofort, welche denn?
    Gillian hat es schon prima erklärt.

  5. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Das stimmt, das heißt so etwas passiert, weil viele der Einzelpersonen die da arbeiten nicht gut genug darauf achten, auch wirklich nicht egoistisch zu sein.
    Es sind halt Menschen, nicht Heilige. Im Zweifelsfall kommt immer erst das Fressen, und dann die Moral.


    Da hast Du was falsch verstanden, ich meine andersherum:
    Man macht etwas aus eigentlich egoistischen Motiven, was aber zufällig auch noch einem anderen hilft.
    Der andere denkt nun, ich hätte das ihm zuliebe getan und hält mich daher für besser als ich tatsächlich bin, weil er meine egoistischen Motive nicht kennt.
    SOWAS will ich verhindern.
    Es gibt kaum etwas, was schwerer zu steuern ist, als die Meinung anderer Menschen. Im Grossen und Ganzen dürften sich jene Fälle, wo man irrtümlicherweise für besser gehalten wird, als man tatsächlich ist, ungefähr die Waage halten mit jenen Fällen, wo man für schlechter gehalten wird, als man tatsächlich ist. Und am Schluss kommt es dann schon plusminus korrekt raus.


    Das ist zwar nachvollziehbar, aber was hat das mit der Frage zu tun?
    Offenbar nichts. Entschuldige, ich finde es gelegentlich schwierg, überhaupt zu begreifen, worum es dir geht.

    gruss, barbara

  6. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Das ist aber nicht nur da so, ich staune auch immer Bauklötze, wie in Beziehungsforen hier reihenweise geraten wird, man solle auf sein Bauchgefühl hören.
    Ich bin nicht mal sicher ob ich sowas habe.
    Wenn du einen Bauch hast, hast du auch Bauchgefühl. Womöglich ein nicht sehr trainiertes, aber du hast eins.


    gruss, barbara

  7. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Das mit dem Geltungsbedürfnis kann ich schlecht einschätzen, weil ich nicht weiß, was denn nun alles als Geltungsbedürfnis zählt.
    Ich HABE nie drüber nachgedacht, aber spontan hätte ich gedacht, dass z.B. Mutter Theresa ihr Ruhm bestimmt unangenehm war.

    Zitat Zitat von vox123 Beitrag anzeigen
    Leider hab ich im Moment vergessen, wie alt Du bist. Master? Dann bist Du vielleicht Ende 20 oder Anfang 30?


    Mein stark! verkürzter Eindruck ist:
    Deine Eltern haben Dir gesagt, Du sollst brav, korrekt und bescheiden sein. Dann kriegst Du Anerkennung von Deinen Eltern und von der ganzen Welt....(was aber nicht stimmt im wahren Leben!).
    Fast vollständig zutreffend, ich denke das "bescheiden" kam mehr aus der Schule - ich war in der Grundschule deutlich besser als viele andere (fachlich), und Grundschüler mögen das nicht unbedingt so gerne, wenn man das raushängen lässt.

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Oh Saetien, dein Leben muss ein anstrengendes sein. Ich verstehe aber nicht, gegen welche Windmühlen Du gehst. Dass Menschen nicht perfekt sind? Oder deinen moralischen Standards nicht entsprechen? Oder wie Du in deinem Leben mit Kampf dich positionierst? Oder will dein Kopf nur rattern, weil das der besttrainierte Teil deines Seins ist? Was fehlt Dir denn?

    Versuch's doch mal wie Hemingway. Versuche, die Wahrheit in einem Satz zu sagen.

    Das dampft ein und schafft Klarheit.

  9. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Hm.
    Ist ja nicht so als ob ich jede Erkenntnis die ich hier habe zu beginn des Threads auch schon gehabt hätte.

    Aktuellste Erkenntnis:

    Ich versuche gefühlt fast schon immer, Schuld zu vermeiden.
    Also, Schuld für absichtliche Sachen.

    Warum?
    Nun, was bei mir eingebrannt ist (fragt mich nicht woher ich das habe): Wer an etwas schlimmem Schuld ist kann nicht glücklich sein.
    Nie.
    Immer wenn er gerade glücklich wäre muss er wieder an die Schuld denken.
    Das geht solange, bis der, an dem er sich schuldig gemacht hat, ihm verziehen hat.


    Da äußert sich dann in zweierlei:
    -zwanghaftes Vermeiden von Schuld, und zwar wirklich zwanghaft.
    Beispiel Laborarbeit.
    E.coli.
    Die sind recht harmlos.
    Aber, wenn ich mir nicht nach einer Tätigkeit, bei der es an sich schon unwahrscheinlich ist dass ich mit denen in Berührung komme, GRÜNDLICHST die Hände desinfiziere (übergründlichst), dann kann ja nicht zu 100% ausgeschlossen werden dass einer von denen noch auf mir sitzt und dass DAS dann auch noch eine (höchst unwahrscheinliche) tödliche Mutante ist und dass DAS dann z.B. beim Händedruck auf wen anders übergeht, der sich ansteckt und dann stirbt - und dann wäre ich Schuld!

    Das ist EIN Beispiel, davon gibt es etliche.

    Zweitens, eigentlich rührt erstens aus zweitens:
    WENN ich dann mal nicht gut genug aufgepasst habe und doch auch nur die Gefahr besteht, ich könnte an etwas Schuld sein, dann "muss" ich mich bei dem potentiellen Opfer entschuldigen, damit ich die Schuld los bin.

    Damit das nicht so oft vorkommt (wir reden hier in schlimmen Zeiten doch von mehreren Entschuldigungen am Tag): Schuld vermeiden.


    Ja, das ist zwanghaft, ist mir bewusst.


    Da muss auch irgendwo ein Denkfehler sein....ich rätsle noch wo.

  10. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Der Denkfehler könnte in der Idee bestehen, dass du in der Tat in der Lage sein könntest, immer alles richtig zu machen.

    nein, kannst du nicht. Das kann kein Mensch. Genau das ist, was im christlichen Kontext mit Erbsünde gemeint ist: die Tatsache, dass es unmöglich ist, egal wie man sich anstrengt, ohne Fehler zu bleiben.

    Darum wird empfohlen: mach alles gut, entsprechend den Vorschriften und gewissenhaft, aber das muss dann auch reichen.

    Des Weiteren: du kannst gar nicht wissen, welche Folgen deine Handlungen haben. Da könnte ich mir ein paar ziemlich üble Gedankenspiele vorstellen, wie man vermutete Schuld in ungeahnte Höhen treiben kann... zu Dingen, die du nie erfahren wirst.

    gruss, barbara

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