Glaube ich Dir sofort, welche denn?
Melde mich später nochmal, muss nochmal weg.
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30.09.2014, 19:16
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
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30.09.2014, 20:05
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Dein Beitrag #564 und dieses obige Zitat bringen mich auf die Idee, daß Du einfach ein Geltungsbedürfnis hast.
Geltungsbedürfnis ist für mich ein neutraler Begriff.
In der Geschichte gab es schlimme geltungsbedürftige Menschen (Eroberer, Diktatoren, Unterdrücker, alles auch in weiblicher Form...), aber eben auch sehr positive Beispiele (Ghandi, Augustus, Friedensstifter und Philosophen, auch Naturwissenschaftler, Theresa...). Wenn "die Positiven" im stilllen Kämmerlein verharrt wären, hätte doch keiner was davon gehabt.
Leider hab ich im Moment vergessen, wie alt Du bist. Master? Dann bist Du vielleicht Ende 20 oder Anfang 30?
Oft kommt es so (mit zunehmenden Alter), daß es einem eines Tages oft echt wurscht ist, wer - welche Sachen - über einen denkt. Oder wer der eigentliche Egoist ist. Wo frau einfach in natürlicher Manier das tut, was sie mag und vielleicht manchmal starke Akzente setzt (natürlich im Rahmen unserer Kultur). Und dann kriegt sie auch eine Art Anhängerschaft.
Mein stark! verkürzter Eindruck ist:
Deine Eltern haben Dir gesagt, Du sollst brav, korrekt und bescheiden sein. Dann kriegst Du Anerkennung von Deinen Eltern und von der ganzen Welt....(was aber nicht stimmt im wahren Leben!).
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30.09.2014, 20:07Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Das kann schon sein. So what?
Es werden sich schon welche zum Mitspielen finden, und zwar diejenigen, die genau das oder was anderes auch gut können. Macht dann auch Spaß, das Miteinander-Spielen.
Nee.Also gehe ich auch immer davon aus, dass die Chefs "so eine" bestimmt nicht wollen.
Und ja, doch, ich gehe davon aus wer sich dabei erwischen lässt wie er versucht sich durchzusetzen ist raus - zumindest im privaten.
Ich geh mal davon aus, dass du meinen letzten Beitrag überlesen hast - da steht, dass ich (auch?) mit diesem "Egoismus = böseböse - Altruismus = "gut, erstrebenswert, das Lebensziel und stelle dich BLOß NIE in den Vordergrund" aufgewachsen bin.
Was mir im Job erhebliche Probleme bereitet hat, weil keiner sich so um mich und meine Arbeit gekümmert hat, dass er wahrgenommen hätte, was und wieviel ich mache. Also lief ich eben irgendwie - und sehr unzufrieden, weil fleißig, aber so gar nicht wahrgenommen, mit.
Chefs haben drölfzigtausend Dinge im Kopf, und keines davon ist ein "Papa-Ding" für die Mitarbeiter, nämlich, zu schauen, wer was wie gut macht, und dem dann auch noch das Köpfchen zu streicheln. Denn: Nur redenden Menschen kann geholfen werden.
Man braucht nicht aggressiv zu werden, man braucht bloß sein Licht unter dem Scheffel hervorzuholen. Das geht in ganz normalen Gesprächen, in normalem Tonfall, freundlich und zuvorkommend. Und DANN wird man wahrgenommen. Und kriegt die Anerkennung die man will und, ja, auch braucht.Denn der ist entweder tatsächlich aggressiv aufgetreten (laut geworden, gar gewalttätig) ODER hat versucht zu manipulieren - und beides ist etwas, was viele Leute nicht in ihrem Privatleben haben wollen.
aber man ist für sich selbst verantwortlich, und dazu gehört auch, mitzuteilen, was man in guter Qualität tut.
Sofern man darauf wartet, dass Chef zu einem kommt und einem das Köpfchen tätschelt und immer fein still und zurückhaltend das Mäuschen in der Ecke ist, bleibt man bestenfalls grau und konturlos, ein durchschnittliches Etwas, das sich nicht zu wundern braucht, wenn alle anderen aufsteigen und Gehaltserhöhungen, Bonuszahlungen oder andere Incentives kriegen. Chef muss schon wissen, dass man gute Arbeit leistet, und das weiß Chef nur, wenn ihm das irgendjemand sagt. Und da jeder für sich selbst verantwortlich ist, muss man ihm das schon selber sagen.
Privat ist es übrigens auch nicht viel anders - ich hab den direkten Vergleich: Menschen ist es deutlich schwerer gefallen, mit mir klarzukommen, als ich noch versucht habe, mich hintenanzustellen und mich "den anderen" anzupassen. Da war nämlich nichts erkennbar, was "ich" gewesen wäre. Erst seit ich Ecken und Kanten entwickelt habe, die nun mal auch Profil geben, bin ich einschätzbar geworden und dadurch, so seltsam das für dich klingen mag, pflegeleichter im Umgang. Und auch das hat weder mit Aggressivität noch mit Manipulation zu tun.
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30.09.2014, 20:26Inaktiver User
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30.09.2014, 20:37
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Es sind halt Menschen, nicht Heilige. Im Zweifelsfall kommt immer erst das Fressen, und dann die Moral.
Es gibt kaum etwas, was schwerer zu steuern ist, als die Meinung anderer Menschen. Im Grossen und Ganzen dürften sich jene Fälle, wo man irrtümlicherweise für besser gehalten wird, als man tatsächlich ist, ungefähr die Waage halten mit jenen Fällen, wo man für schlechter gehalten wird, als man tatsächlich ist. Und am Schluss kommt es dann schon plusminus korrekt raus.Da hast Du was falsch verstanden, ich meine andersherum:
Man macht etwas aus eigentlich egoistischen Motiven, was aber zufällig auch noch einem anderen hilft.
Der andere denkt nun, ich hätte das ihm zuliebe getan und hält mich daher für besser als ich tatsächlich bin, weil er meine egoistischen Motive nicht kennt.
SOWAS will ich verhindern.
Offenbar nichts. Entschuldige, ich finde es gelegentlich schwierg, überhaupt zu begreifen, worum es dir geht.Das ist zwar nachvollziehbar, aber was hat das mit der Frage zu tun?
gruss, barbara
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30.09.2014, 20:40
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30.09.2014, 21:24
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Das mit dem Geltungsbedürfnis kann ich schlecht einschätzen, weil ich nicht weiß, was denn nun alles als Geltungsbedürfnis zählt.
Ich HABE nie drüber nachgedacht, aber spontan hätte ich gedacht, dass z.B. Mutter Theresa ihr Ruhm bestimmt unangenehm war.
Fast vollständig zutreffend, ich denke das "bescheiden" kam mehr aus der Schule - ich war in der Grundschule deutlich besser als viele andere (fachlich), und Grundschüler mögen das nicht unbedingt so gerne, wenn man das raushängen lässt.
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01.10.2014, 11:22
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Oh Saetien, dein Leben muss ein anstrengendes sein. Ich verstehe aber nicht, gegen welche Windmühlen Du gehst. Dass Menschen nicht perfekt sind? Oder deinen moralischen Standards nicht entsprechen? Oder wie Du in deinem Leben mit Kampf dich positionierst? Oder will dein Kopf nur rattern, weil das der besttrainierte Teil deines Seins ist? Was fehlt Dir denn?
Versuch's doch mal wie Hemingway. Versuche, die Wahrheit in einem Satz zu sagen.
Das dampft ein und schafft Klarheit.
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01.10.2014, 20:59
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Hm.
Ist ja nicht so als ob ich jede Erkenntnis die ich hier habe zu beginn des Threads auch schon gehabt hätte.
Aktuellste Erkenntnis:
Ich versuche gefühlt fast schon immer, Schuld zu vermeiden.
Also, Schuld für absichtliche Sachen.
Warum?
Nun, was bei mir eingebrannt ist (fragt mich nicht woher ich das habe): Wer an etwas schlimmem Schuld ist kann nicht glücklich sein.
Nie.
Immer wenn er gerade glücklich wäre muss er wieder an die Schuld denken.
Das geht solange, bis der, an dem er sich schuldig gemacht hat, ihm verziehen hat.
Da äußert sich dann in zweierlei:
-zwanghaftes Vermeiden von Schuld, und zwar wirklich zwanghaft.
Beispiel Laborarbeit.
E.coli.
Die sind recht harmlos.
Aber, wenn ich mir nicht nach einer Tätigkeit, bei der es an sich schon unwahrscheinlich ist dass ich mit denen in Berührung komme, GRÜNDLICHST die Hände desinfiziere (übergründlichst), dann kann ja nicht zu 100% ausgeschlossen werden dass einer von denen noch auf mir sitzt und dass DAS dann auch noch eine (höchst unwahrscheinliche) tödliche Mutante ist und dass DAS dann z.B. beim Händedruck auf wen anders übergeht, der sich ansteckt und dann stirbt - und dann wäre ich Schuld!
Das ist EIN Beispiel, davon gibt es etliche.
Zweitens, eigentlich rührt erstens aus zweitens:
WENN ich dann mal nicht gut genug aufgepasst habe und doch auch nur die Gefahr besteht, ich könnte an etwas Schuld sein, dann "muss" ich mich bei dem potentiellen Opfer entschuldigen, damit ich die Schuld los bin.
Damit das nicht so oft vorkommt (wir reden hier in schlimmen Zeiten doch von mehreren Entschuldigungen am Tag): Schuld vermeiden.
Ja, das ist zwanghaft, ist mir bewusst.
Da muss auch irgendwo ein Denkfehler sein....ich rätsle noch wo.
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01.10.2014, 21:07
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Der Denkfehler könnte in der Idee bestehen, dass du in der Tat in der Lage sein könntest, immer alles richtig zu machen.
nein, kannst du nicht. Das kann kein Mensch. Genau das ist, was im christlichen Kontext mit Erbsünde gemeint ist: die Tatsache, dass es unmöglich ist, egal wie man sich anstrengt, ohne Fehler zu bleiben.
Darum wird empfohlen: mach alles gut, entsprechend den Vorschriften und gewissenhaft, aber das muss dann auch reichen.
Des Weiteren: du kannst gar nicht wissen, welche Folgen deine Handlungen haben. Da könnte ich mir ein paar ziemlich üble Gedankenspiele vorstellen, wie man vermutete Schuld in ungeahnte Höhen treiben kann... zu Dingen, die du nie erfahren wirst.
gruss, barbara


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