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  1. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    @ Saetien: Ich habe diesen wie so viele Threads am Anfang meiner Registrierung durchgelesen und verfolgt und finde:
    Das klingt nach einem unheimlichen Fortschritt. Hatte ich das richtig in Erinnerung, dass du eigentlich gar nichts wirklich möchtest, außer gemocht zu werden?
    (Wenn das aus einem anderen Strang war, dann entschuldige bitte das Crossposting, aber ich habe vor allem vielseitige Stränge gelesen und deine gehörten da irgendwie dazu)
    Bei diesem Problem kann ja niemand wirklich von außen sagen: Na, dann...ändere das. Es ist ja klar, dass es so einfach nicht ist und vor allen Dingen sitzt ja niemand vor dem Bildschirm, der in dein Innerstes blicken kann.

    Jetzt klingt es so, als ob du eine der Ursachen dafür gefunden hast-du hast einfach keine Motivation mehr gesehen für eigene Bedürfnisse. Das klingt nach einem guten ersten Schritt, die selbigen wiederzufinden

  2. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Beruflich hab ich die Erfahrung gemacht:

    die Leute, die nerven, nörgeln, bestehen auf ihrem Willen... kriegen den sehr oft auch. Oft auch begleitet von einem Seufzer und "gib ihm endlich, was er will, dann hört er auf, uns ständig zu belästigen!" Man macht sich dadurch natürlich nicht sehr beliebt, aber man kriegt, was man will.

    Ich üb mich auch drin, bei Dingen, nicht gleich nach der ersten schüchternen Frage aufzugben, vor allem, wenn ich der fundierten und reflektierten Meinung bin, dass ich Recht habe und einen Anspruch.

    gruss, barbara
    vor ein paar Jahren habe ich eine Manager-Fortbildung gemacht.
    Da macht man ja so verschiedene Übungen

    Eine davon war:

    Handwerksbetrieb, ein Auto ist zu "vergeben", als Firmenfahrzeug (also ein neues Auto hinzu zum bisherigen Fuhrpark)

    Wir, also die Teilnehmer, sollten uns jeder für sich nun jeweils eine Strategie überlegen, wie wir vorgehen /argumentieren können, um das Fahrzeug zu kriegen, argumentativ die Mitbewerber auszustechen.

    Das ging also los und jeder trug so seine Argumente vor und plötzlich fing eine der Teilnehmerinnen, vermeintlich gespielt, das Heulen und Zetern an.
    Sie wär ja nun eh schon so lang dabei, immer superfleißig und hätte die ältestenen Vorrechte und heul und jammer......


    Die bekam dann das Auto, ganz im Ernst.


    Im Kurs selber hat sie sich übrigens nicht wesentlich anders verhalten ;-)

  3. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Das sagt jetzt aber mehr über die Kursleiter aus als über irgendwas anderes oder?



    Was mir gerade auffällt, das sind so zwei Baustellen die im Moment noch nicht wirklich verbunden sind:

    Ich dachte ja immer, es geht ewig in einer Schülerlehrerhierarchie weiter:

    Eltern wollen dass man "was wird" (ob nun charakterlich, beruflich, familiär.....variiert je nach Eltern), und bezahlen einen mit Anerkennung wenn man in die richtige Richtung geht bzw. fördern wenn man in die falsche wandert.

    Lehrer tun dasselbe, nur geht es bei denen um Schulstoff.

    Unidozenten tun dasselbe mit dem Unistoff.


    AG tun dasselbe, sie wollen ja Leistung, also belohnen sie, wenn die besonders gut ist, verhalten sich neutral, wenn die passt, und fördern, wenn die Leistung schlecht ist.


    Dass das letztere nicht stimmt ist mir erst vor kurzem aufgefallen - der AG fördert nicht wenn die Leistung schlecht ist, wenn er es kann, sucht er sich einfach wen anders.

    Anders als z.B. der Lehrer hat der kein Interesse daran, die schlechten zu pushen, der will einfach nur Leistung haben.
    Wie der Angestellte das hinbekommt, ist im Grunde sein Problem.

    Lacht mich aus, aber das war wirklich eine Überraschung für mich.


    An sich logisch, so ein Fall von "hätte ich mir gleich denken können" habe ich aber nicht.



    Ich schreibe jetzt eine Abschlussarbeit in einem Bereich wo es mehr wie bei einem AG läuft als wie an einer Uni, und ich DENKE, ich habe mir dadurch, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre, dass das Unternehmen Leistung sehen will (ich bin davon ausgegangen, die einzige Konsequenz bei fehlender Leistung wäre eine schlechte Note, und festgestellt, falls vorhanden, wird diese fehlende Leistung allein durch Lesen der dann wohl mangelhaften Abschlussarbeit), ein paar Sympathien verscherzt, eine Doktorstelle werde ich dort wohl nicht bekommen.

    Das ist zwar schade, aber im Prinzip kein Weltuntergang, an sich bin ich recht froh darüber dass das HIER passiert ist und nicht etwa im ersten bezahlten Job, ich vermute letzteres ließe sich für die Erwerbsbiographie erheblich schlechter ausbügeln.


    Ich finde das spannend, im Prinzip so als hätte im Berufsleben endlich mal einer die Spielregeln erklärt!

    Wenn die Ansage "Leistung", ist, ok, wie ich die in meinem Bereich erreiche weiß ich, aber jetzt weiß ich wenigstens dass das gefordert ist!


    Mal so als Beispiel dafür, dass das so einfach nicht ist von falschen Glaubenssätzen abzuweichen - noch nicht mal zwingend, weil man so an den alten Glaubenssätzen hängt, sondern weil für mich z.B. selbst eine solche banale Tatsache wie:

    "Ein Arbeitgeber will in erster Linie Leistung!"

    für mich eben keine Selbstverständlichkeit ist - aber weil es so banal ist, kommt natürlich keiner auf die Idee einem das zu sagen.


    Die Art Stolperstein machen das Leben ein ganz klein wenig anstrengend.

  4. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Stimmt, Arbeitgeber wollen Leistung. Dafür bezahlen sie den Angestellten. Das ist auch das, was einem eine Stelle erhalten kann, besonders wenn es zuverlässig konstante Leistung ist, inklusive der Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit, Höflichkeit, Zuverlässigkeit.

    Gerade in verkaufsorientierten Arbeiten kommt's durchaus vor, dass ein Arbeitgeber genau eine Kennzahl betrachtet, und das ist der Umsatz pro Angestelltem.

    Wenn man Leute von ungefähr gleicher Leistung hat, fangen dann Sympathien an, eine Rolle zu spielen, im Falle eines Falles.

    Ein Bekannter von mir arbeitet in einem Grossunternehmen, das einige Entlassungswellen hinter sich hat in den letzten Jahren. Er hat mal aus dem Nähkästchen geplaudert: als Erstes wurden jene entlassen, bei denen die Leistung nicht stimmte, oder Leute, die man aus irgend einem Grund sowieso lieber schneller als später loswerden wollte (da ist sowas drin wie häufige Absenzen, häufiges Zu-Spät-Kommen, penetrante Nervensäge...). Irgendwann waren die weg, die Entlassungswellen gingen aber weiter, irgendwann konnte es jeden treffen. Und in dem Moment kommt's dann durchaus auf Details an wie, ob man es mit dem Chef ein bisschen besser kann als jemand anders, ob man ihm vielleicht mal die Lifttür nett aufgehalten hat (oder sie im Gegenteil vor der Nase zuschlug - womöglich unabsichtlich) - und man erfährt natürlich nicht, was es war. Konkret lief das so ab, dass alle im Grossraumbüro an ihren Arbeitsplätzen sassen, und dann so ungefähr jeder Dritte ins Büro des Chefs gerufen wurde, und alle hofften, dass es nicht sie traf sondern die andern.


    Das sagt jetzt aber mehr über die Kursleiter aus als über irgendwas anderes oder?
    Das sagt eine Menge darüber aus, wie Dinge im Berufsleben laufen. Die meisten Kursleiter bzw Chefs hätten wohl so gehandelt. Viele Leute scheuen sich davor, eine überemotionale und gar noch heulende Person in den Senkel zu stellen.

    gruss, barbara

  5. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Ok, aber wäre das kein Handwerksbetrieb sondern ein Großunternehmen, wäre die so heulende und zeternde Person doch wahrscheinlich auf der Liste derjenigen gelandet, die in Deinem Beispiel als Erstes gehen mussten, oder?



    Das Witzige ist ja, so wie ich in der Bri bin glaubt mir das nachvollziehbarerweise kein Mensch, aber bei Deinen Kriterien für die zweite Liste wäre ich wahrscheinlich immer einer der bleibt, so komisch das klingt, "mit allen, inklusive Chefs" gut können kann ich ziemlich gut, im Beruf deutlich besser als privat.


    Ich wäre aber, gäbe es hier eine Entlassungswelle und ich angestellt und nicht nur unbezahlte Studentin, wahrscheinlich schon in der ersten Riege drin gewesen, weil ich zu doof war drauf zu kommen dass der AG Engagement sehen will.



    In der Uni ist das halt so, ich lerne für mich, dem Dozenten ist das prinzipiell rel. egal ob er eine 1 oder ein n.b. unter meine Klausur schreibt.
    Zumal noch in Massenklausuren, wo er mein Gesicht nicht kennt.


    Schreibe ich meine Abschlussarbeit im Unternehmen, sieht das anders aus.

  6. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Ok, aber wäre das kein Handwerksbetrieb sondern ein Großunternehmen, wäre die so heulende und zeternde Person doch wahrscheinlich auf der Liste derjenigen gelandet, die in Deinem Beispiel als Erstes gehen mussten, oder?
    Kommt drauf an. Nicht, wenn sie Umsatzzahlen im obersten Drittel hat. Leute, die viel Umsatz machen, können sich unglaublich viel erlauben. (Stundenlange private Telefonate, horrende Ausgaben für Essen mit Kunden, einen mehr als lockeren Stundenplan, Arroganz...)

    Wenn die Leistung mittelmässig bis niedrig wäre, wär sie schnell weg, ja.

    Ich wäre aber, gäbe es hier eine Entlassungswelle und ich angestellt und nicht nur unbezahlte Studentin, wahrscheinlich schon in der ersten Riege drin gewesen, weil ich zu doof war drauf zu kommen dass der AG Engagement sehen will.
    Das finde ich wirklich relativ erstaunlich, dass diese Tatsache so lange an dir vorbeigegangen ist.

    In der Uni ist das halt so, ich lerne für mich, dem Dozenten ist das prinzipiell rel. egal ob er eine 1 oder ein n.b. unter meine Klausur schreibt.
    Zumal noch in Massenklausuren, wo er mein Gesicht nicht kennt.
    Der Dozent zahlt dir auch kein Geld. Geld gibt's nie gratis. (nun gut - fast nie. Aber die Ausnahmen sind so selten, wenn sowas ein, zwei Mal im Leben vorkommt, ist das schon viel)

    gruss, barbara

  7. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    In einer Masterarbeit bezahlt mir auch keiner Geld.

    Und nun, warum ging das an mir vorbei?

    -meine Freunde studieren alle noch oder sind gerade so eben erst fertig

    -meine Familie besteht fast nur aus

    --Beamten. Ja die bringen Leistung, ja die wird auch erwartet, aber man ist wahrscheinlich nicht so schnell raus wie in der Wirtschaft

    --Leuten, die in winzigen Betrieben (unter 5 Mitarbeiter) arbeiten und mit dem Chef privat befreundet sind.
    Auch die bringen Leistung über das hinaus was sie rechtlich müssen, aber nicht, weil sie Angst um ihren Job hätten, sondern als Freundschaftsdienst oder aufgrund von persönlichem Idealismus.

  8. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    -meine Familie besteht fast nur aus

    --Beamten. Ja die bringen Leistung, ja die wird auch erwartet, aber man ist wahrscheinlich nicht so schnell raus wie in der Wirtschaft
    Man ist gar nicht raus, weil man nicht kündbar ist.

    Hast Du nicht immer betont, Du wärest ein Arbeiterkind??

  9. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Nun, Beamter im mittleren Dienst ist ein Nichtstudierter ohne Abitur, also aus studentischer Sicht ein Arbeiter, zumindest würde so eine Initiative wie Arbeiterkind.de sich mit der Begründung auch an mich wenden.

    Ich bin jetzt nicht davon ausgegangen, dass ein Arbeiter zwingend ein Fabrikarbeiter oder ein Ungelernter ist, ist das so?

  10. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Also bitte, dann bin ich auch ein Arbeiterkind, man Vater war ja "nur" graduierter Ingenieur.

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