Vielleicht nicht. Aber wenn sie auch vorher die negative Angewohnheit nicht gesehen haben (du schreibst ja: "die man von außen aber nicht sieht"), dann ist das ja kein Unterschied zu vorher.
Das ich das bin, würde ich eher nicht sagen, aber wenn man miteinander spricht, sehe ich keinen Grund nicht mal zu sagen, "ich bemühe mich jetzt mehr um xy".Ich kann aber z.B. auch nicht zu meinen Freunden und Bekannten gehen und sagen: "Hey, an der und der Stelle ist das und das jetzt geändert, in diesem Punkt bin ich ab jetzt so und so."
Warum wäre das auch so wichtig?Das heißt, kann ich schon, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie mir das auf der Stelle glauben und mich ab dem Zeitpunkt dieser Ansage mit der neuen Eigenschaft wahrnehmen werden ist eher gering.
Falls das alte Verhalten für sie vorher nervig war, werden sie es schon irgendwann merken, wenn ich wirklich das neue Verhalten drauf habe. Und wenn nicht, dann nicht - primär geht es doch erstmal darum, dass ich mit mir selbst einverstanden bin, oder wenigstens auf dem Weg dorthin.
Und wenn sie das alte Verhalten vorher nicht gemerkt haben, warum wäre es wichtig, dass sie das neue Verhalten nun bemerken?
Und warum dann auch noch "auf der Stelle"?
Wie kam es denn überhaupt zu der "alten" Meinung, dass sowas funktioniert?Diese Erkenntnis ist für mich z.B. neu, dass ich nicht einfach sagen kann "ich bin ab heute so und so" und alle glauben das.
Hat es vorher bei dir funktioniert? Oder hast du dich vorher nicht geändert?
Oder hat es bei anderen Leuten funktioniert?
Sagen die sowas, und du glaubst es ihnen dann, oder andere glauben es ihnen?
Und du unterschätzt offenbar, dass du nicht die einzige Person auf der Welt bist, die mit hinderlichen Glaubenssätzen erzogen wurde. Warum wohl sind die Psychotherapiepraxen voll, die psychischen Erkrankungen auf dem Vormarsch?In meinen Threads kommt ja öfter "das kann ja sein, dass da in Deiner Erziehung etwas falschgelaufen ist, aber Du bist nun erwachsen und irgendwann muss man doch begreifen......."
Ich glaube, sowas unterschätzt das Ausmaß in dem ein Denkfehler im eigenen Kopf sitzen kann.
Wozu machst du eine Therapie, wenn nicht (auch) für sowas?Irgendwann, bei mir in den letzten Jahren, habe ich bei einigen Sachen begriffen, dass ich falsch lag, das ja, das ja.
Das heißt doch nun aber noch lange nicht, dass ich weiß, wie es stattdessen funktioniert!
Das hat mehr was von: "Mein ganzes Leben dachte ich A. Ok, A ist falsch, das habe ich nun begriffen. Aber was stattdessen? B, C, D,.....Z?"
Wozu denkst du so viel über dich nach, wenn nicht auch für sowas?
Kommt da nichts, nichts, nichts bei raus?
Antworten
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08.03.2015, 12:54
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
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08.03.2015, 13:37
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Nun ich finde laufend neue Fehler aber keine Lösungen.
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08.03.2015, 13:38
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08.03.2015, 13:59
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Du vertust so viel wertvolle Lebenszeit mit "Fehlersuche".
Was soll das bringen??
Nicht, dass ich gegen eine gesunde Portion an Selbstreflektion
etwas einzuwenden hätte. Und auch nicht gegen Gedanken, die
an der "Basis" rütteln.
Aber mit dieser psychischen Sezierungswut machst Du Dir das
Leben einfach schwerer, als es vermutlich sein bräuchte ;).
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08.03.2015, 13:59
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08.03.2015, 16:59Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Ich denke, weil Du die Perfektion im Rumhirnen bist und wenn man dafür ein Beispiel haben will, wie man sich kompetent mit den eigenen Unzulänglichkeiten auskennt, anderen dies beweist und sich davor drückt positiv das eigene Leben mit echten eigenen Zielen zu gestalten und aktiv anzupacken, dann liest man Deine Threads. Wenn man es dann nicht kapiert hat.....


Eigentlich kindisch irgendwie auch wenns wesentlich erwachsener erst mal klingt. Fast so wie ein intelligentes Kind, dass von potentiell dummen oder an ihm nicht interessierten Erwachsenen umgeben war. Und das ist in der Phase hängen geblieben, nun kümmern sich viele viele aber teilweise eben mit Vorwürfen.Geändert von Inaktiver User (08.03.2015 um 17:22 Uhr)
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09.03.2015, 11:25Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
der punkt ist doch:
charaktereigenschaften und wesensart bleiben,
ganz egal, wie sehr sich jemand bemüht "anders" zu sein, oder anderen "gefallen" zu wollen.
klar gibt es menschen, die definitiv nicht merken,
wenn sich jemand "verstellt",
aber immer noch genug, die sofort merken, DAS ist nicht echt.
je nach erziehung sieht man wohlwollend drüber hinweg.
wer einen langjährigen freundeskreis pflegt, weiss davon zu berichten.
jeder (!) mensch hat lieblingsthemen, da lässt es sich zwanglos plaudern und themen, die so brisant sind, dass es entweder zum streit kommt, bei frauen gerne zu tränen, oder auflösung der gesprächsgruppe.
Saetien,
auf dich bezogen heisst das, JEDER in deinem umfeld weiss wie du tickst,
egal wie sehr du versuchst eine andere zu sein.
menschen die mit dir, aus welchem grund auch immer, nicht (!) zusammen sein wollen,
werden immer zur dir abstand halten.
siehe auch dieses forum.
einige werden versuchen, sich mit dir auseinander zu setzen,
andere nie, oder nur um dir zu sagen, dass du nervst.
das geht jedem (!) hier so. vielleicht tröstet dich das?!
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25.03.2015, 11:19
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Ob Ihr es glaubt oder nicht ich denke über Beiträge in der Bri (durchaus nicht nur die an mich gerichteten ) nach.
Manchmal kommt dabei Wochen später was raus, dann weiß ich oft nicht mehr WESSEN Beitrag es war.
Was ich hier abreagiere (anders formuliert) fragte hier irgendwer.
Antwort, Wochen wenn nicht Monate später:
Ein Gefühl der Machtlosigkeit.
Also, nichtmal die Angst, ich könne mich (wo auch immer) nicht durchsetzen, sondern das gefühlte WISSEN, dass ich es nicht kann.
Ich gehe fest davon aus, wenn ich IRGENDWO versuche etwas für mich selbst zu erreichen (also aus keinem anderen Grund als "ich hätte das jetzt gerne", dass es mir dann sowieso verweigert wird (außer bei den allerallerengsten Leuten).
So zum Beispiel im Beruf, bei Bekannten, in Hochschulgruppen...........ich gehe davon aus, dass alles worum ich bitte oder was ich einfordere (je nach Kontext das eine oder das andere) mir sowieso verweigert wird.
Warum?
Weil mir kein einziges Beispiel einfällt wo es anders war, warum soll das plötzlich anders werden?
Deswegen versuche ich andere (insbesondere solche, die ich nicht gut kenne) zufriedenzustellen und wenig zu fordern
-einmal, um der Demütigung der Verweigerung zu entgehen
-und andererseits in der Hoffnung, dass bei den Brosamen die ich als Belohnung dafür, keinen Ärger zu machen, bekomme, vielleicht was dabei ist, was mir gefällt.
Neu ist, dass andere das anders halten.
Wie ich damit umgehe und das evtl. ändere, muss ich noch überlegen.
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25.03.2015, 11:23
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Beruflich hab ich die Erfahrung gemacht:
die Leute, die nerven, nörgeln, bestehen auf ihrem Willen... kriegen den sehr oft auch. Oft auch begleitet von einem Seufzer und "gib ihm endlich, was er will, dann hört er auf, uns ständig zu belästigen!" Man macht sich dadurch natürlich nicht sehr beliebt, aber man kriegt, was man will.
Ich üb mich auch drin, bei Dingen, nicht gleich nach der ersten schüchternen Frage aufzugben, vor allem, wenn ich der fundierten und reflektierten Meinung bin, dass ich Recht habe und einen Anspruch.
gruss, barbara
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25.03.2015, 11:26
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Nicht, weil ich diese Methode für alleinseligmachend halte, sondern weil der Wikipedia-Abschnitt dazu (speziell unter maladaptive Schemata) einige gute Gedanken dazu aufzeigt, empfehle ich die Lektüre.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum



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