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  1. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Ja.

    Toll, nicht?

    Egal ob ich meine Ansprüche erfülle oder die anderer Leute, was ich haben will existiert nicht mal.


    Und mal ganz ehrlich was sollte ich mit einem Leben OHNE jemanden der immer da ist?

  2. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "In Sicherheit". Damit könnte ich so gar nichts anfangen, offenbar ist das keiner meiner Werte - oder einer, den ich mir selbst erfülle. Was wäre an deinem Leben besser, wenn du "in Sicherheit" wärst? Weniger Angst? Weniger Bedrohung? Weniger finanzielle Sorgen? Mehr ... irgendwas? Gibst du dir selbst keine Sicherheit?


    Weniger Warten auf den Tod?

    Weniger den Jahren zusehen wie sie verinnen und man selbst auf den Tod zurennt und ein Tag wie der andere ist, weil ja sowieso nichts wichtig ist, weil nie etwas wichtig werden darf, denn alles was einem wichtig ist kann verschwinden?

  3. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    DU wirst immer dasein in Deinem Leben!

    Und doch, das, was Du willst, existiert: nur vielleicht etwas anders, als Du es Dir vorstellst.

    Sicherheit, Liebe, all das gibt es! Nur wirst Du die mütterliche Bindung in ihrer absoluten Qualität nie in einer Partnerschaft mit kompletter Sicherheit auf alle Ewigkeit haben. Aber auch, wenn ein Mensch wegbricht: die anderen sind doch noch da! Es werden Dich nie alle gleichzeitig verlassen.

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Weniger Warten auf den Tod?

    Weniger den Jahren zusehen wie sie verinnen und man selbst auf den Tod zurennt und ein Tag wie der andere ist, weil ja sowieso nichts wichtig ist, weil nie etwas wichtig werden darf, denn alles was einem wichtig ist kann verschwinden?
    Kann es. Aber Du hast hier zu 50 Prozent Gestaltungsmacht, dass "es", der Freund, der Partner bleibt, weil ihr es Euch gut (genug) füreinander einrichtet.

    Das Blöde ist nur, Du hast hier auch 50 Prozent Missgestaltungsmacht. Du kommst da nicht raus, Saetien. Es gibt kein Außerhalb der Beziehung, von dem aus Du irgendwie verhaltensalgorithmisch die objektiven Bedingungen der Beziehung festlegen könntest, wie sie in ihr "von da an" unauflöslich gelten sollen. Alles an Festlegungen, Verabredungen, Nähe- und Distanzwünschen, Gefährdungen ... entsteht, wirkt, bleibt in ihr.
    So riskant, so trivial, so schön.

    Gruß,
    Aen
    Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow

  5. gesperrt

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Ja.

    Eben.

    Ich muss auf ewig damit leben dass ich entweder niemanden habe oder der, der ich habe, selbst dann gehen kann wenn ich gar nichts falsch gemacht habe.

    Toll.

  6. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Ich ging auf die kirchliche, weil meine Mutter DA tatsächlich mal egoistisch war und auch immer so ein bisschen Schwierigkeiten hatte, das zu verteidigen.
    Eine Bekannte ging auf die staatliche Schule, weil deren Mutter ihrem Kind ganz gezielt keine Vorteile verschaffen wollte.

    Was die Mutter der Bekannten gemacht hat war doch relativ unstrittig die bessere Handlung.
    Wieso war das die bessere Handlung?

  7. VIP

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Ja.

    Eben.

    Ich muss auf ewig damit leben dass ich entweder niemanden habe oder der, der ich habe, selbst dann gehen kann wenn ich gar nichts falsch gemacht habe.

    Toll.
    Ja, so ist das.

    Jeder Mensch kann für sich entscheiden was er tun will und was nicht. Beides kann andere unschuldige Personen verletzen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  8. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Was hat denn eine Partnerschaft mit dem Warten auf den Tod zu tun?

    Das eine kannst du doch unabhängig von dem anderen tun oder lassen.

  9. User Info Menu

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Ja.

    Eben.

    Ich muss auf ewig damit leben dass ich entweder niemanden habe oder der, der ich habe, selbst dann gehen kann wenn ich gar nichts falsch gemacht habe.

    Toll.

    Kannst Du mir mal verraten, weshalb Du so beharrlich eine Perspektive ausblendest?

    Was ist mit dem Erfolgsfall? Wenn Du! es mitgestaltest!, dass ein freier Austausch der Bedürfnisse, Ansprüche und Motive in dieser Beziehung klappt, weil er frei und lustvoll fließt?

    Gruß,
    Aen
    Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow

  10. VIP

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    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Die Entscheidung liegt bei dir - Reinhard Sprenger, empfehle ich zu lesen und auf sich wirken zu lassen:
    Die Macht der Wahlfreiheit

    Ein Tag wie jeder andere
    Mittwochmorgen. Sie sind gerade aufgestanden, und das einzig Ausgeschlafene in diesem Moment ist die "Einen wunderschönen guten Morgen!"-Stimme der Radiomode-ratorin, die das heutige Telefonspiel erklärt. Eine Reise nach Mauritius können Sie gewinnen, wenn Sie jetzt ganz schnell anrufen und den Werbespruch des Senders vor-singen. Auf Mauritius, tja, da wäre es jetzt wärmer. Dort bräuchten Sie nicht den Bericht zu schreiben, den der Chef Ihnen gestern zur "Überarbeitung" wieder auf den Schreibtisch gelegt hat. Und es würden nicht diese gelben Klebezettel an der Tür hängen: "Stromrechnung überwei-sen!", "Leere Flaschen wegbringen!" Der Wasserhahn tropft, und Sie erinnern sich dunkel, dass Sie sich schon vor drei Wochen darum kümmern wollten.
    Ein Tag, nicht besser oder schlechter als die meisten in Ihrem Leben. Wenn Sie nach Hause kommen, werden Sie auf die immer gleiche Frage "Wie war's heute im Bü-ro?" die gleiche Antwort wie gestern und an den Tagen zuvor geben: "Wie immer."
    Vielleicht haben Sie sich früher einmal alles anders vorgestellt. Aber das ist lange her. Es hat sich halt so er-geben. Fast wie von selbst. Inzwischen wissen Sie, dass "man sich nach der Decke strecken muss". Sie funktio-nieren. Nur manchmal, wenn zusätzlich der Wagen nicht anspringt, der Mantel sich in der Autotür verklemmt und der Hausmeister Sie zum zehnten Mal daran erinnert, das Garagentor zu schließen, möchten Sie das alles abschüt-teln wie ein nasser Hund den Regen. Von wegen Mauriti-us!
    Neben vielen kleinen Dingen, die einem das Leben schwer machen, gibt es noch die wirklich belastenden Probleme: Vor kurzem ist auch in Ihrem Unternehmen der Begriff Stellenabbau gefallen. "Sie wissen ja, wir sind in unserem Unternehmen eine große Familie. Und nun hat unser Familienoberhaupt einen Beschluss gefasst: Sie werden bald das Nest verlassen müssen." Wen wird es zuerst treffen? Welche Zukunft erwartet Sie, wenn Sie den Schwarzen Peter ziehen? In diesen Zeiten scheint es auf jeden Fall klug, sich ruhig zu verhalten und nicht un-angenehm aufzufallen. Vielleicht hätten Sie vor einem Jahr die Stelle in München annehmen sollen, die Ihnen angeboten worden war. Damals dachten Sie aber an die Kinder, denen Sie einen Umzug nicht zumuten wollten (sie hatten sich gerade gut eingewöhnt, die lang ersehn-ten Freunde gefunden - es ging einfach nicht!). Außer-dem war da das Häuschen, das Sie wenige Jahre zuvor gekauft und gerade fertig eingerichtet hatten.
    Vielleicht sind es auch andere Lebensumstände, die Sie beschäftigen: Sie hetzen von einer Verpflichtung zur anderen und reiben sich auf. In Ihrer Beziehung kriselt es schon seit längerer Zeit. Die Kredite auf das Haus müs-sen abbezahlt werden. Die Schwiegermutter ist ein Pfle-gefall. Auf die Pflegestation eines Altenheims wollen Sie sie nicht abschieben, aber Sie haben schon länger keinen richtigen Urlaub mehr gemacht. Da sind möglicherweise die Folgen einer früheren Heirat. Die Unterhaltszahlun-gen. Als Alleinerziehende: Kochen, Waschen, Kinder betreuen, Geld verdienen. Vielleicht macht es Ihnen auch einfach zu schaffen, dass Sie die großen Ziele aufgege-ben haben und Ihre Lebensträume nun im Kino verwirk-licht sehen.
    "Ja, wenn ", fangen Sie dann an und zählen all die Umstände, Sachzwänge, Verpflichtungen auf, aus denen die Routine Ihres Alltags besteht und auf die Sie am liebs-ten sofort verzichten würden. Eine lange Liste? Und eins passt irgendwie zum anderen? Bis Sie am Ende wieder überzeugt sind, dass das alles so sein muss und Sie gar nicht anders können? Nicht, weil Sie es so wollen, son-dern weil "die Umstände" so und nicht anders sind?
    Ich möchte den Eingangsgedanken dieses Buches wieder aufgreifen und zuspitzen: Sie haben Ihr Leben, so wie es jetzt ist, frei gewählt. Diesen Alltag, diesen Job, diesen Chef, diese Kollegen, diese Wohnung, diese Stadt, diesen Partner (oder auch Ihr Single-Dasein)das und alle anderen Umstände sowie
    Begleitumstände Ihres Lebens: Sie haben sie gewählt. Dafür
    sind Sie verantwortlich. Und nur Sie. Egal, welche Motive Sie
    hatten, einerlei, was Sie bewog: Sie haben es sich ausgesucht.
    Sie haben alles, was jetzt ist, entschieden und damit selbst
    gewählt – und Sie können all dies auch wieder abwählen.
    Dafür wäre dann wieder ein Preis zu zahlen. Wie hoch der ist,
    entscheiden nur Sie selbst.
    So lässt sich unsere Wahl-Freiheit zusammenfassen:
    1. Sie können alles tun.
    2. Alles hat Konsequenzen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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