Was sind denn Deine Vorstellungen dazu?
Ich habe etwas drin, ich weiß nicht ob man das noch Glaubenssatz nennen kann, denn an sich glaube ich selbst nicht mehr dran, aber mein gesamtes Denken ist darauf aufgebaut - und versucht mal aus einem Gebäude das Fundament rauszunehmen.
Ohne dass es zusammenbricht wird schwierig, und WENN es das tut, versucht mal mit den Steinen ein neues Gebäude zu bauen, viel Spaß.
Mein Fundament war immer:
Solange ich nicht schuld bin kann mir nichts passieren.
Bin ich aber jemals schuld, hat der andere (wer auch immer) das Recht mich aus seinem Leben zu werfen.
Egal was passiert, man darf niemals schuld sein.
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08.11.2014, 11:51
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
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08.11.2014, 11:53
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Ich bin immer fasziniert davon, wieviele das sagen, sowohl hier als auch privat.
Und wieviele dann doch katholisch geheiratet haben - warum, wegen dem netten Gebäude?
Sozialer Druck ist ja heute in der Beziehung nicht mehr so hoch.
Warum sagt man denn dann bitte "bis dass der Tod euch scheidet", wenn man dann eigentlich doch nur meint "oder bis ich es mir anders überlege"?
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08.11.2014, 12:07
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Nein, Saetien, kein Missverständnis. Ich schrieb an besagter Stelle, das, was Du in diesem Thread an eigenen Beziehungsansprüchen und -wünschen beschreibst, beschreibt Mutterliebe, wie sie idealtypisch (!) vor allem für die symbiotische Mutter-Kind-Struktur in den ersten Lebensmonaten des Kindes gilt.
Und, nein, es wäre nicht etwas ganz anderes. Es wäre genau das:Dasselbe mit einer Person die ich jetzt erst kennenlerne wäre etwas ganz anderes als als kleines Kind ohne Fremderfahrungen.
bedingungslos selbstauslöschend, ichverschmelzend, abhängig symbiotisch.
Gruß,
AenEine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow
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08.11.2014, 12:16
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Aber selbstgewählt!
Es ist doch ein Unterschied ob ich mich entscheide meine Grenzen aufzugeben oder ob ich unfreiwillig nie welche hatte!
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08.11.2014, 12:24
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Diese Beziehungen enden häufig im gemeinsamen Suizid - also bis der Tod uns scheidet...
für mich nicht erstrebenswert.
Der andere hat die Möglichkeit zu Verzeihen.
Gerade der katholische Glauben lebt vom Beichten und Vergeben
Schon Marius Müller-Westernhagen wusste "Garantien gibt dir keiner, kein lieber Gott, auch der nicht leider".Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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08.11.2014, 12:40Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
es gibt eben noch viele leute, die diese hundertprozentige sicherheit gerne hätten oder zumindest als schöne vorstellung empfinden.
und andere, die das entweder nicht schön oder unrealistisch finden.
soll heißen, dein bedürfnis nach sicherheit und kontrollierbarkeit deiner beziehungen teilt nicht jeder, aber doch einige, und es ist ziemlich normal!
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08.11.2014, 12:44Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
im ergebnis nicht. ist die grenze weg, ist sie weg.
so radikal, wie du das schilderst, führt es in den tod, da schließe ich mich xanidae an.
denn um das zu schaffen, müssen beide partner sich selbst aufgeben, dürfen nichts mehr wollen, weil sie sich ja versklavt haben - aber wer nichts will, kann nichts mehr tun und nicht mehr leben.
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08.11.2014, 12:53Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
im grunde geht es um die frage, wie du stabile bindungen herstellst und hältst, oder?
und du hast gelernt, dass menschen bei dir bleiben, wenn du "brav" deine rolle erfüllst.
was du nicht erfahren hast, ist, dass menschen bei dir bleiben, weil du intelligent, lustig, inspirierend, mitreissend, analytisch oder was auch immer bist - jedenfalls, weil du ein toller mensch bist.
inzwischen kannst du das auch gar nicht mehr erfahren, weil du dich schon lange nur angepasst verhältst und gar nicht so zeigst wie du bist.
die frage ist, wie bist du denn, und wie kannst du dir die anderen erfahrungen verschaffen?
dabei fände ich interessanter auf deine freundschaften und liebschaften zu schauen und mal von der familie abzulassen, die dir ja in dieser hinsicht nichts gutes beschert hat.
frage wäre also: was schätzen deine freunde an dir? wer ist wann auf dich zugegangen, was wollen die mit dir machen? und wie war das früher? ich würde da bis in die kindheit zurückschauen.
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08.11.2014, 12:55
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Na, aber das war doch auch für Deine Mutter an einem gewissen Punkt keine Frage einer Entscheidung (von ihr über Dich für sie o.ä.), sondern die notwendige Folge bzw. der schlichte Effekt Eurer entwicklungsbedingten Schieflage - mit allem, was sich daran für den Säugling, das Baby, das Kleinkind an symbiotischen Abhängigkeits“rechten“ (auf regelmäßige Nahrung, Zuwendung, entwicklungsbefördernden Umwelt/reizen usw.) ergibt. Und was sich dann im weiteren Entwicklungsgang zum Schulkind, Jugendlichen, Erwachsenen allmählich einebnet. Bis da zwischen Mutter und Kind nunmal keine entwicklungsbedingte Schieflage mehr ist. Ich hatte Dir ja die derzeit angenommene entwicklungspsychologische Skizze mit ihren Begrifflichkeiten hingemalt.
Der Witz ist: genau dann, wenn eine Symbiose entschieden gewollt wird, verliert sie ihre Unschuld, wenn Du so willst, weil bei Erwachsenen eine Symbiose, also symbiotische Verschmelzungswünsche und Bedürfnisse oder gar Symbioseansprüche an einen anderen nicht mehr entwicklungsbedingt legitimiert sind.
Ein Erwachsener ist quasi 'automatisch' begründungspflichtig hinsichtlich seiner Motive, wenn er mit Nachdruck eine symbiotische Freundschafts- oder Liebesbeziehung für sich einfordert, obwohl ihm als Erwachsener entwicklungsbedingt die Gestaltung von Freundschafts- und Liebesbeziehungen im unabhängigen, freien Austausch der Bedürfnisse, Wünsche, Motive, Ansprüche usw. zur Verfügung steht, stehen müsste - und ihm, wenn Du so willst, idS auch „zugemutet“ werden kann.
Oder nochmal anders (und wiederholt): Nach allem, was wir heute darüber wissen, wirst Du in einem „gesunden erwachsenen Suchumfeld“ für abhängig-symbiotische, ichverschmelzende Beziehungsansprüche schwerlich einen Partner oder Freunde finden - oder sie vor Deiner nötigen Brauchdauer verschleißen.
Gruß,
AenEine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow
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08.11.2014, 13:01Inaktiver User



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