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08.11.2014, 11:34Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
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08.11.2014, 11:36
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Stop.
Ich habe NIRGENDS geschrieben, sie hätte diese Opfer FÜR MICH erbracht.
Das kam auch bei mir nie so an.
Sie hat sie erbracht weil sie es "richtig" fand, weil sie sonst ein schlechter Mensch gewesen wäre, hätte sie die Opfer nicht gebracht.
In den Nachrichten oder in Serien ist häufiger mal die Rede von Menschen, die in ähnlicher Situation das entsprechende Opfer nicht bringen - es war immer klar, dass das im Verhältnis zu "uns" schwache Menschen sind, vielleicht sogar schlechtere.
Weil die eben lieber in Kauf nehmen, was Schlechtes zu tun und damit andere zu verletzen, als einfach mal die Zähne zusammenzubeißen und das Leid auszuhalten.
Wie ein guter Mensch es tun würde.
DAS war wohl einer der Fehler.Auch wenn es so wäre, sollte das eine Mutter ihrem Kind am Besten nicht sagen.
Oder höchstens mit dem erwachsenen Kind sprechen. Du siehst deine Mutter als Heilige. Das ist sie nicht. Eine Heilige wäre sie, wenn sie die Opfer die sie gebracht hat (waren wirklich Opfer da??) nie erwähnen würde, niemandem gegenüber.
Oh, da waren die Opfer, davon bin ich überzeugt.[QUOTE]
Mutterliebe ist in ihrer Echtheit durch nichts zu erschüttern. Ich werde mein Kind immer lieben, egal was passiert. Er ist der Mensch den ich mir sehnlichst in meinem Leben gewünscht habe, den ich in meinem Leib 9 Monate lang getragen habe. Nichtsdestotrotz wäre ich furchtbar enttäuscht und wütend wenn er ein Verbrechen beginge. Ich würde mich fragen was falsch gelaufen ist, und wie ich übersehen konnte, dass er sich in eine falsche Richtung entwickelt.
Siehst Du?
Er kann machen was er will, er muss IMMER damit leben, dass DU Dich schuldig fühlst wenn er was falsch macht.
Ich habe gar kein Recht mich falsch zu entwickeln - wenn ich zum Verbrecher werde, ist meine Mutter schuld!
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08.11.2014, 11:41
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Nochmal, es ist NICHT mütterlich was ich von Partnern will.
Ich will noch nicht mal ständig zusammenglucken, also ob einmal im Jahr, einmal die Woche oder einmal im Monat sehen oder gleich zusammenwohnen ist mir an sich völlig egal.
Es interessiert mich auch überhaupt nicht ob wir die gleichen Hobbies haben.
Wäre natürlich nett, wenn es Überschneidungen gäbe, aber ist kein Muss.
Ich will einfach nur eine Garantie, dass wenn der Partner geht, es MEINE SCHULD ist.
Ansonsten ist mir freiheitlich auch lieber.
Also am liebsten ab und zu mal sehen, schöne Zeit verbringen, nebenher eigene Hobbies/Freundeskreise haben, all sowas.
Nur eben das Recht abgeben, die Beziehung zu beenden.
Was daran liegt, dass ich Liebesentzug als Strafe kenne.
Heißt, praktiziert das jemand bei mir, fühle ich mich bestraft.
Und ich will einfach nur eine Garantie, dass diese Strafe nie bei mir ausgeübt wird außer ich habe es auch verdient.
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08.11.2014, 11:42Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Man kann Verwandte sogar aus den Augen verlieren, ohne dass irgendwer etwas Falsches tut. Gar nicht so selten.
Liebe und auch Freundschaft sind doch was ganz anderes als Verwandtschaft: der Wunsch, einem Menschen nah zu sein, im Guten wie im Schlechten teilzuhaben an seinem Leben. Ihn riechen können und sich bei ihm wohlfühlen.
Ich persönlich habe noch nie erlebt, dass Liebe ohne Grund endet - aber es passiert wohl manchmal einfach.
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08.11.2014, 11:42
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Ok, Todesfälle mal außer Acht gelassen, das kann ja immer passieren, es geht um "freiwilliges" Verlieren, also eine Seite will nicht mehr.
Nun, dann hat es entweder die eine Seite nicht besser verdient oder die Seite, die den Kontakt abbricht ist böse und hat von jetzt an jedes Recht auf Glück verwirkt.
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08.11.2014, 11:43
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Naja, Du meinst sowas wie "beide haben das Interesse verloren"?
Das ist doch was ganz anderes wie Kontaktabbruch.
Ja genau.Liebe und auch Freundschaft sind doch was ganz anderes als Verwandtschaft: der Wunsch, einem Menschen nah zu sein, im Guten wie im Schlechten teilzuhaben an seinem Leben. Ihn riechen können und sich bei ihm wohlfühlen.
Habe ich bei guten Freunden auch.
Und das bei einem Partner zu haben ist so viel verlangt?
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08.11.2014, 11:44
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Symbiose heißt, laut Duden, Zusammenleben.
Ist die Art deiner Symbiose ein Zusammenleben mit den Verwandten?
Meinst du diesen Begriff biologisch
Quelle: Spektrum.deSymbiose, enge Form von Vergesellschaftung zwischen zwei Organismenarten, die für beide Partner von Nutzen ist und i.d.R. zu einer dauerhaften Lebensgemeinschaft führt
oder psychoanalytisch/entwicklungspsychologisch
Quelle WikipediaDie Psychoanalyse betrachtete die Symbiose zwischen Mutter und Kind als eine normale Entwicklungsphase: Im Jahr 1945 beschreibt der österreichisch-amerikanische Psychoanalytiker und Säuglingsforscher René Arpad Spitz[1] die Symbiose in der Mutter-Kind-Beziehung, ähnlich später auch z. B. Margaret Mahler. Sie definiert den Beginn der symbiotischen Phase etwa im zweiten Lebensmonat, innerhalb der oralen Phase. In dieser Zeit ist das Kind körperlich und seelisch von der Mutter abhängig. Es erlebt sich noch als mit der Welt verbunden. Es kann noch nicht zwischen Innen und Außen unterscheiden, zwischen sich und Gegenständen, zwischen sich und der Mutter. Es erlebt die Mutter noch als Teil seiner Person, sich als untrennbare, symbiotische Einheit mit ihr.Die Mutter muss sich in die Bedürfnisse des Kindes einfühlen, um für deren Befriedigung sorgen zu können, da sie dem Kind selbst noch nicht bewusst sind. Steht die Mutter dem Kind in der symbiotischen Phase angemessen zur Verfügung, kann es das grundlegende Sicherheitsgefühl und Urvertrauen entwickeln. Diese Beziehung zwischen Mutter und Kind bildet die Grundlage für spätere Beziehungen.
Die symbiotische Phase löst sich bei gelungener Entwicklung im 5. bis 6. Monat. Das Kind tritt in die anschließende Phase der Loslösung und Individuation/Selbstwerdung ein, um zu einem eigenen, von der Mutter abgetrennten Individuum zu werden.
Warum nutzt du das Wort Symbiose?
Für mich hat das Wort Symbiose in Partnerschaften eine negative Bedeutung. Denn es ist meistens nicht gesund in einer solchen Partnerschaft zu leben, da eine innere Abhängigkeit entsteht, deren Veränderung eine existenzielle Bedrohung auslöst, die dann, um die Veränderung (Trennung z. B.) zu vermeiden, eine Opferbereitschaft bei dem abhängigen Partner auslöst, der alles tut, damit der Partner ihn nicht verlässt.
Menschen die in der Form abhängig sind, fühlen sich oft verantwortlich für die Gefühle, Gedanken, Taten und Bedürfnisse des Anderen. Sie müssen gebraucht werden und bieten Hilfe und Lösungen an, ob der Andere /die Anderen wollen oder nicht. Gibt es keine Krise fühlen sie sich wertlos, weil sie sich nicht gebraucht fühlen. Diese Menschen suchen sich häufig jemanden, der sie braucht und geben gerne alles, auch über die eigenen Bedürfnisse hinaus.
Ist dies deine Vorstellung einer symbiotischen Beziehung?
Hier noch ein Zitat, das ich ganz passend finde:
Fritz Perls, Gestalttherapeut„I do my thing, I am I,
you do your thing, you are you.
I am not in this world to live up to your expactations,
neither are you to live up to mine.
I am I und you are you
and if by chance we find each other, is‘s beautiful,
if not, it can‘t be helped.“
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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08.11.2014, 11:44Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Ich kann mit Deinen Vorstellungen von "böse" und "schuld" ehrlich gesagt wenig anfangen.
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08.11.2014, 11:49
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Was ich mit Symbiose meine habe ich schon beschrieben, hat sich wohl überschnitten.
Irgendwo aufgegriffen glaube ich. Also, hier im Thread.
Warum nutzt du das Wort Symbiose?
Naja, im GANZ idealen Fall sind ja BEIDE Partner jeweils voneinander abhängig.Für mich hat das Wort Symbiose in Partnerschaften eine negative Bedeutung. Denn es ist meistens nicht gesund in einer solchen Partnerschaft zu leben, da eine innere Abhängigkeit entsteht, deren Veränderung eine existenzielle Bedrohung auslöst, die dann, um die Veränderung (Trennung z. B.) zu vermeiden, eine Opferbereitschaft bei dem abhängigen Partner auslöst, der alles tut, damit der Partner ihn nicht verlässt.
Ich weiß nicht.
Ist dies deine Vorstellung einer symbiotischen Beziehung?
Ich glaube ich hätte gerne jemanden, der mir alles gibt, weit über die eigenen Bedürfnisse hinaus.
Im Tausch dafür wäre ich bereit, mein Selbst völlig aufzugeben und nur noch der Sklave des anderen zu sein.
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08.11.2014, 11:50Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Hm. Verlangen ist vielleicht immer zuviel verlangt?
Saetien, ich bin mit meinem Partner bald 25 Jahre zusammen. Trotzdem würde ich nicht unterschreiben wollen, dass ich ihn nie verlasse. Und ich will auch nicht, dass er mir das unterschreibt. Wir haben beide das Recht zu gehen (okay, immer vorbehaltlich der Kinder - in den ersten Lebensjahren finde ich es auch falsch und unverantwortlich, die Familie zu verlassen).



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