Antworten
Seite 111 von 272 ErsteErste ... 1161101109110111112113121161211 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1.101 bis 1.110 von 2719
  1. User Info Menu

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Aber gut, wenn Du es als Mutterliebe bezeichnen willst: In einer idealen Beziehung zwischen zwei Menschen (muss keine Paarbeziehung sein) verhält sich jeder wie die ideale Mutter des anderen.
    ...

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen

    Ähm.
    Nee.
    Ich will eigentlich eine einschnürend symbiotische Beziehung haben.
    Nur, kein vernünftiger Mann will die.
    Also muss ich mir einprügeln, eine freiheitlich angelegte, atmende Beziehung zu wollen.


    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Heißt, wenn mir jemand diese "Mutterliebe" nicht gibt, dann glaube ich, ich bin ihm entweder egal (was in der Bri nicht weiter tragisch ist, im Privaten schon) oder er verachtet mich aufs Tiefste.


    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt mir ist schon nicht klar wieso Ihr meint die Mutterliebe würde irgendwann enden?
    Sagen Mütter nicht immer "Du bleibst doch immer mein Kind"?
    Elternliebe ist doch die eine und einzige Liebe, bei der man sich wirklich darauf verlassen kann, dass sie nur durch den Tod eines der Beteiligten endet.
    In JEDEM anderen Fall hat der andere das Recht irgendwann zu sagen: Nö, ich will Dich nicht mehr.
    Einzig und allein Eltern dürfen das nicht, also ist das doch das absolute Ideal.


    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Mit der Selbstständigkeit nicht.
    Mit der Unabhängigkeit - kommt auf die Definition an.


    Ich fühle mich sehr davon überfordert, dass jemand, den ich liebe, einfach jederzeit gehen darf wenn er will.


    Nicht verpflichtet ist, mich für immer zurückzulieben, ab dem Punkt, wo er einmal damit anfängt.

    Die Vorstellung, jemandem Zuneigung entgegenzubringen und das Risiko zu ertragen, dass seine Zuneigung irgendwann aufhört - dann lieber niemals irgendetwas fühlen.
    ...


    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen

    Ich will die Art von Gefühl, diese Mutterliebe, niemals wieder.
    Von niemandem.

    Aber ich will eine Garantie auf ewige Haltbarkeit.
    Oder eben gar keine Gefühle.


    Saetien, ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich Dich hier mit Deinen eigenen Zitaten einzingle - aber meinst Du, Du könntest mal versuchen, anhand all dessen auseinanderzufrickeln, inwiefern hier kein Widerspruch vorliegen soll?

    Du scheinst irgendeine konkrete Vorstellung davon zu haben, dass und wie die prinzipielle "Unauflöslichkeit" einer Bindung, die allen Entwicklungsveränderungen enthobene "Bedingungslosigkeit" einer Beziehung und die "einklagbare Verlässlichkeit" einer Freundschaft funktionieren soll, ohne notwendig in eine ichverschmelzende, symbiotische Abhängigkeitsstruktur zu münden - wie wir sie (idealiter) aus der frühkindlichen Mutter-Kind-Symbiose kennen. Und die Du selbst, so wie Du sie heute noch im Verhältnis Deiner Mutter zu Dir angelegt siehst, zum Fürchten findest.

    Ich verstehe sie noch nicht.


    Gruß,
    Aen
    Geändert von Aen (08.11.2014 um 10:58 Uhr)
    Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow

  2. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zum Fürchten ist übrigens der falsche Ausdruck, aber egal.


    Und wie das Funktionieren soll?

    Na so, wie das zwischen mir und ALLEN anderen Verwandten, zu denen ich überhaupt Kontakt habe, auch funktioniert!


    So wie ich immer dachte es funktioniert zwischen allen normalen Menschen und ihrer Verwandtschaft!

    Ehrlich gesagt dass hier doch einige geschrieben haben sie könnten sich durchaus eine Situation vorstellen in der sie ihre Kinder nicht mehr lieben, und das anscheinend auch ganz in Ordnung finden, hat mich echt geschockt!

  3. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Saetien, mein Eindruck ist, dass du dem Kern von Aens Argument ausweichst. Einerseits willst du eine symbiotischen, nicht beendbare Beziehung. Andererseits empfindest du genau das als unangenehm.

    Egal ob Mutter, Partner oder Kind: du stellst damit die Person, die dich liebt, vor einen Widerspruch.

  4. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Naja, jain.

    Bei allen anderen habe ich eine Wahl.

    Ich könnte irgendwas ganz Schreckliches tun (je nach Person und Beziehung unterschiedlich schrecklich) und die Person würde mich nicht mehr lieben, ich wäre ihre/seine positiven Gefühle für immer los.
    Nur bei meiner Mutter geht das nicht.
    Ich könnte 20 Kinder umbringen und nebenher 10 Atombomben werfen und sie würde mich IMMER NOCH lieben.

    Ich habe keinerlei Wahl.
    verstehe und sehe ich genauso (auch wenn das vielleicht nicht auf jede mutter zutrifft, aber doch sicher auf viele).

    jetzt muss ich aber nochmal nachfragen: was ist daran schlimm?

    was belastet dich daran?

    kannst du nicht einfach sagen, ok, deine mutter liebt dich, ihre sache, du lebst jetzt dein leben...? warum nicht?

  5. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Es ist kein Widerspruch.

    Ich will einfach nur mit einem Partner dieselbe Art Symbiose die ich mit allen Verwandten außer meiner Mutter haben!

    Wenn das doch bei allen anderen seit 28 Jahren funktioniert, wo ist da dieser riesige Widerspruch, von dem Ihr alle redet?

  6. Inaktiver User

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Ach so, vielleicht war das missverständlich, weil du zwar die Liebe deiner Mutter, aber nicht die Liebe der anderen Verwandten beschrieben hast (oder ich hab es überlesen).

    Hm, ich überlege, wo ich das wieder finde. Unter Symbiose stelle ich mir etwas sehr enges vor, das hab ich in meiner Verwandtschaft eigentlich gar nicht. Ich bin zb sehr froh, einen Bruder zu haben, aber ich fühle mich ohne ihn durchaus gut lebenfähig (was ja bei einer Symbiose nicht so einfach wäre).

  7. User Info Menu

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Zum Fürchten ist übrigens der falsche Ausdruck, aber egal.
    Ich werd' nicht mehr auf Zitatejagd gehen ;-), aber das für Dich Beklemmende der Art und Weise, wie "verlässlich" Deine Mutter ihre Beziehung zu Dir angelegt hat, hast Du auf den letzten sieben Seiten doch mehrfach eindrücklich beschrieben.


    Und wie das Funktionieren soll?

    Na so, wie das zwischen mir und ALLEN anderen Verwandten, zu denen ich überhaupt Kontakt habe, auch funktioniert!


    So wie ich immer dachte es funktioniert zwischen allen normalen Menschen und ihrer Verwandtschaft!
    Erm, weshalb springst Du jetzt zur Verwandtschaft? Die Frage ging doch nach Deiner Vorstellung von Freundes- und Liebesbeziehungen - mit Bezugspunkt zur Mutterliebe, den Du selbst theoretisch hergestellt hast (s. obige Zitate),

    (bzw. abwehrst, wenn es für Dich darum geht, zu bewerten, wie Deine Mutter sich de facto Dir gegenüber verhält.)


    Du wünscht Dir Deine Freundschaften und Beziehungen so angelegt wie die zu Deiner Verwandtschaft? Wie den "Kontakt" zu Deiner Tante, Deinem Onkel, Deiner Cousine ...? Die Du mutmaßlich acht Mal im Jahr siehst? Inwiefern ist der Kontakt zu Deiner Verwandtschaft so "einschnürend-symbiotisch mutterliebend" wie Du Dir das von Freunden und Partnern wünschst (und von Deiner Mutter unbedingt nicht willst)? Ergibt das für Dich Sinn?


    Gruß,
    Aen
    Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow

  8. User Info Menu

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... was mit deiner mutter los ist, weiß ich nicht, aber wenn jemand seine opfer so vor sich herträgt, würde ich immer sagen, er hat was falsch gemacht.
    ...
    So sehe ich das auch Saetien. Du schreibst, dass deine Mutter dir das gesagt hat, dass sie Opfer für dich erbracht hat. Auch wenn es so wäre, sollte das eine Mutter ihrem Kind am Besten nicht sagen. Oder höchstens mit dem erwachsenen Kind sprechen. Du siehst deine Mutter als Heilige. Das ist sie nicht. Eine Heilige wäre sie, wenn sie die Opfer die sie gebracht hat (waren wirklich Opfer da??) nie erwähnen würde, niemandem gegenüber. Vielleicht solltest du deine Mutter mal als normalen Menschen betrachten, der auch Fehler macht.

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    ...
    Nur bei meiner Mutter geht das nicht.
    Ich könnte 20 Kinder umbringen und nebenher 10 Atombomben werfen und sie würde mich IMMER NOCH lieben....
    Mutterliebe ist in ihrer Echtheit durch nichts zu erschüttern. Ich werde mein Kind immer lieben, egal was passiert. Er ist der Mensch den ich mir sehnlichst in meinem Leben gewünscht habe, den ich in meinem Leib 9 Monate lang getragen habe. Nichtsdestotrotz wäre ich furchtbar enttäuscht und wütend wenn er ein Verbrechen beginge. Ich würde mich fragen was falsch gelaufen ist, und wie ich übersehen konnte, dass er sich in eine falsche Richtung entwickelt.
    Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
    sondern viel mehr der Kopf

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Erm, weshalb springst Du jetzt zur Verwandtschaft? Die Frage ging doch nach Deiner Vorstellung von Freundes- und Liebesbeziehungen - mit Bezugspunkt zur Mutterliebe, den Du selbst theoretisch hergestellt hast (s. obige Zitate),

    Ach da kam das Missverständnis her.
    Nein, ursprünglich habe ich beschrieben, was ich in einer Beziehung gerne hätte.
    Insbesondere das "nicht einfach gehen dürfen".
    Dann schrieb irgendwer, das sei Mutterliebe, und ich habe das aufgegriffen.
    Das was ich selbst als Mutterliebe kenne ist aber was anderes - oder vielleicht ist es auch dasselbe und es war nur deshalb so schlimm, weil meine Grenzen noch nicht ausgebildet haben.
    Dasselbe mit einer Person die ich jetzt erst kennenlerne wäre etwas ganz anderes als als kleines Kind ohne Fremderfahrungen.


    Du wünscht Dir Deine Freundschaften und Beziehungen so angelegt wie die zu Deiner Verwandtschaft? Wie den "Kontakt" zu Deiner Tante, Deinem Onkel, Deiner Cousine ...? Die Du mutmaßlich acht Mal im Jahr siehst?
    Im Moment sehe ich die seltener, weil ich weit weg wohne, aber bevor ich weggezogen bin war das deutlich häufiger, davon wohnen ja viele auf einem Fleck.

    Inwiefern ist der Kontakt zu Deiner Verwandtschaft so "einschnürend-symbiotisch mutterliebend" wie Du Dir das von Freunden und Partnern wünschst (und von Deiner Mutter unbedingt nicht willst)? Ergibt das für Dich Sinn?

    Naja sie dürfen nicht gehen.

    Verwandte bleiben sie technisch sowieso, aber solange ich nicht böse werde, haben sie KEIN Recht, mich aus ihrem Leben zu werfen.
    Niemals.
    Dann wären sie selbst böse und hätten kein Recht mehr, sich gut zu fühlen.


    Es KANN nicht passieren, dass ich sie unverschuldet verliere.

    DAS ist das Symbiotische, was ich will.


    Und unterscheiden tut es sich von der Mutterliebe in allererster Linie durch 3 Dinge:

    -beginnendes Alter
    -selbst ausgesucht
    -wenn böse, dann Abstoßung erlaubt

  10. User Info Menu

    AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Es ist kein Widerspruch.

    Ich will einfach nur mit einem Partner dieselbe Art Symbiose die ich mit allen Verwandten außer meiner Mutter haben!

    Wenn das doch bei allen anderen seit 28 Jahren funktioniert, wo ist da dieser riesige Widerspruch, von dem Ihr alle redet?
    Naja, "bei allen anderen funktionert" ...

    Der Widerspruch ist, dass ich niemanden kenne, der symbiotisch-mütterlich abhängige Beziehungsansprüche an seine Freunde und seinen Partner formuliert und zugleich das (hier ja von Dir ausformulierte) Schreckbild einer Mutter im Nacken hat, die sich tatsächlich - noch im Erwachsenenalter des Kindes - symbiotisch-abhängig geriert.

    Gäbe es diesen Widerspruch nicht, könnte man immernoch sagen: Fein, dann schau, dass Du Deine symbiotisch ichverschmelzenden Beziehungsansprüche klar formulierst und dann Freunde und Partner findest, die das genauso symbiotisch-abhängig und eng und auf prinzipielle Unauflöslichkeit angelegt mögen und brauchen wie Du. Warum sollte es da draußen nicht mehr "von Dir" in der Hinsicht geben? Dann passte ja alles.
    Aber da funkt ja Dein eigenes Mutter-Schreckbild, wie Du es hier zeichnest, dazwischen. Und dann passt es nicht.

    Gruß,
    Aen
    Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow

Antworten
Seite 111 von 272 ErsteErste ... 1161101109110111112113121161211 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •