warum hast du solch große angst vor dem verlassenwerden?
das halte ich für falsch, denn ich halte menschen für viel autonomer.
ich glaube, dass sie in der lage sind, nach ihrem gewissen zu handeln.
also kann auch ein mensch, der aus dem helfen etwas für sich herauszieht, gut sein.
banal, aber besser formuliert bringt es diese allerweltsweisheit auf den punkt:
geteiltes leid ist halbes leid, geteilte freude ist doppelte freude.
in einer fruchtbaren beziehung, sei sie nun helfend oder spaßhabend oder was auch immer, ist 1+1 immer mehr als 2.
das ist ja das großartige.
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04.11.2014, 00:05Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
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04.11.2014, 00:06
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Schlumpsi, Missverständnis:
Wenn ich aus dem Helfen irgendeine Befriedigung ziehe, ist es nicht mehr gut, denn dann habe ich ja was davon.
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04.11.2014, 00:09
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Das ist so ein Fall von "ich verstehe die Frage nicht".
Natürlich kann mir mein Gegenüber egal sein, hat sich das mit der Angst vorm Verlassenwerden erledigt.
Aber sobald er/sie mir wichtig ist, will ich den doch nicht mehr verlieren?
So definiert sich doch "ist mir wichtig"?
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04.11.2014, 00:13
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
*seufz* die Diskussion hatten wir schonmal. In meiner Welt ist das ein Glücksfall, wenn sich die Gegebenheiten so schicken, dass ich was davon habe und einem anderen etwas Gutes damit tue, was nicht heißt, dass ich nie etwas tue, was nur einem anderen etwas hilft. Edit: eigentlich umgekehrt: einem anderen was Gutes tue und sogar selber was davon habe.
Edit: Das Paradox deiner Haltung besagt doch, dass du dich ja nicht mal darüber freuen dürftest, dass es dem anderen mit deiner Hilfe wieder besser geht. Denn das hieße: entweder hätte er es auch ohne dich geschafft = deine Hilfe war von vornherein sinnlos, oder du müsstest wünschen, dass es ihm gleichbleibend schlecht geht und in dem Fall kannst du wiederum nicht ausschließen, dass du nicht doch ein Interesse hast, dass es ihm weiterhin nicht gut geht.Geändert von schlumpsi (04.11.2014 um 00:22 Uhr)
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04.11.2014, 00:18
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Ich glaube ich habe das Missverständnis mit dem guten Menschen gefunden.
Ein wirklich guter Mensch HAT gar keine eigenen Bedürfnisse!
Ihm ist tatsächlich nichts anderes wichtig als dass es anderen gut geht, und davon möglichst allen.
Da er keinerlei eigene Bedürfnisse hat, muss er auch niemals auftanken und zum eigenen besten egoistisch sein, wie so oft geraten wird.
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04.11.2014, 00:18Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
du schriebst ja, nicht verlassen zu werden sei das einzige, was dich interessiert, und dafür würdest du egal welches hobby teilen.
das finde ich eine übersteigerte sorge.
wenn dir sozusagen egal ist, was du mit einer person tust und die bindung zum einzigen und damit zum selbstzweck wird - wozu brauchst du die person denn dann noch?
das entleert doch die ganze beziehung?
damit wird doch die person, um die es angeblich so dringend geht, total entwertet und egalisiert?
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04.11.2014, 00:20Inaktiver User
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04.11.2014, 00:22
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
Was meinst Du mit "wofür brauche ich sie"?
Um immer wenigstens eine andere Person zu haben, von der ich sicher gehen kann, dass sie im Zweifel mein bestes will (ich beim anderen auch).
Eine einzige Person, von der ich weiß, dass sie nicht irgendwann kommt mit "Du sorry, ich muss mal gerade egoistisch sein".
Eine Lifeline, wenn Du so willst.
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04.11.2014, 00:23
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04.11.2014, 00:26Inaktiver User
AW: Spät erkannte, angeblich offensichtliche Irrtümer
ich muss doch auch gerne mit dem menschen zeit verbringen, mir was zu sagen haben, mich identifizieren, mich inspirieren, mich bereichern - und natürlich auch stützen.
wenn ich aber immer mehr sachen mit oder für den menschen mache, die mich gar nicht interessieren, was soll das dann?
nur versorgung ist - für mich jedenfalls - nicht tragfähig.



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