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  1. gesperrt

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    AW: Entscheidungsprobleme

    Möchte ich nicht drüber reden.

    Aus zwei Gründen:

    Einmal glaube ich, dass ich ausgelacht werde, der Traum wird auch im realen Leben selten ernstgenommen.

    Das würde ich aber wohl in Kauf nehmen.

    Wichtiger ist:

    Das ganze ist so spezifisch, spätestens wenn ich das hier schreibe bin ich erkennbar.

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    AW: Entscheidungsprobleme

    Hallo Saetien,

    das würde mich wahnsinnig machen. Ich entscheide in der Regel sehr schnell und meist aus dem Bauch heraus. Meist hat es sich erwiesen, dass ich richtig lag, aber nicht immer. Dann lerne ich eben aus einer falschen Entscheidung, für irgendwas war auch sie gut.

    Vielleicht willst du zu sicher sein, alles richtig zu machen. Niemand kann in die Zukunft sehen und manchmal weiss man eben erst später, was vorher besser gewesen wäre.

    Also die Liste finde ich schon mal gut, aber das würde mir auch nicht helfen, denn so eine Liste habe ich ganz schnell im Kopf schon durchdacht und meist ist es nur EIN EINZIGER Punkt, der die grösste Gewichtung bekommt - und zwar aus dem Gefühl heraus, nicht objektiv betrachtet.

    An eine Entscheidung kann ich mich erinnern, die ich aus Enttäuschung getroffen habe, rückgängig machen konnte und dann genau wusste, dass sie falsch gewesen wäre (Arbeitsstelle gekündigt aus mangelnder Wertschätzung, woanders Vertrag unterschrieben und gekündigt, dann vom alten Arbeitgeber überredet worden doch zu bleiben und war darüber sehr glücklich).

    Wenn ich wirklich einmal nicht weiss, wie ich mich entscheiden soll, stelle ich vor, eine Entscheidung getroffen zu haben - mit allen Konsequenzen. Ich stelle mir vor, dass ich anderen davon erzähle, wie ich mich dabei fühle, ob ich mich darauf freue oder eher ängstlich bin, schlafe eine Nacht darüber und verfahre dann genauso mit der anderen Alternative. Ich stelle mir nicht vor, wie ich mich in 10 Jahren mit A oder B fühlen würde. Soweit kann doch keiner planen.

    Vielleicht gestehst du dir auch mal eine falsche Entscheidung zu. Hast du diese Unentschlossenheit auch bei kleineren Entscheidungen: Wohin in Urlaub ? Welches Geschenk ist das richtige ? Wenn ja, würde ich da anfangen.

    Wie kommt denn dein Partner mit dieser Eigenschaft klar ? Wenn er nicht ähnlich gestrickt ist, kann das ziemlich anstrengend sein.

    Alles Gute für Dich

  3. gesperrt

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    AW: Entscheidungsprobleme

    Nein bei kleineren Entscheidungen habe ich das kaum.

    Prinzipiell nur wenn die Gefahr besteht, diesen einen großen Traum nicht verwirklichen zu können.

    Meines Erachtens sollte in meinem Leben nichts mehr zählen als dieser große Traum.

    Aber ich schwacher Mensch kriege es leider nicht hin all die anderen Bedürfnisse aus mir rauszuprügeln - oder einfach nur zu 100% sicher zu sein, dass sie dem Traum im Weg stehen (in welchem Falle ich sie ja ignorieren könnte).


    Im Moment sieht es sehr nach "ich bleibe" aus - ich finde am neuen Studienort einfach kein Zimmer.


    Aber ich habe sooooolche Angst dass das falsch sein könnte und aus dem Grund mein Lebensziel für immer verbaut ist.

    Kein Auslandssemester, AG will mich nicht, ich darf nicht in das Projekt, alles weg.

  4. gesperrt

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    AW: Entscheidungsprobleme

    Irgendwie versuche ich an ein Problem mit Logik ranzukommen was mit Logik nicht geht.

    -An sich wäre Uni B sinnvoller

    -Will aber nicht könnte mich aber mittlerweile ein Stückweit damit anfreunden
    -Habe aber gerade akuten Beziehungsknatsch und will nicht mitten währenddessen weg

    - aber wenn ich jetzt deswegen hierbleibe, werfe ich meinem Freund vielleicht irgendwann einmal vor dass ich seinetwegen geblieben bin.

    -also MUSS ich nach B ob ich will oder nicht, weil ich sonst meine Gefühle für meinen Freund ruiniere.


    Gedankenkarussell, es geht in keine Richtung weiter.


    Das läuft seit Wochen so es ist immer dasselbe:

    Es ist ganz klar was ich WILL, es ist ganz klar was ich SOLLTE, die zwei sind nicht identisch.


    Aber mein Wille darf doch nicht zählen!

    Wie radiere ich endlich meinen Willen aus?

  5. Moderation

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    AW: Entscheidungsprobleme

    Dein Lebentraum ist doch auch nur dein Wunsch und Wille.
    Natürlich zählt dein Wille - was denn sonst ?

    Oder wurdest du von jemandem anderen dazu bestimmt, dass gerade DAS dein Lebensziel sein soll ?
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  6. gesperrt

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    AW: Entscheidungsprobleme

    Nein aber.....

    Stell Dir vor Du würdest gerne Kinder haben. Du magst aber Dein unbeschwertes Singleleben ganz gerne und würdest auch gern noch 15 Jahre so weitermachen.

    Nur, die Uhr tickt und entweder Du wirst bis spätestens 45 schwanger oder es ist zu spät.

    Du bist Mitte Ende 30 und WILLST aber jetzt keine Kinder sondern frühestens in 10-15 Jahren.
    Du WILLST jetzt nicht.

    Und wenn Du diesen dummen Wunsch nicht hättest, irgendwann mal Kinder zu haben, könntest Du endlich Dein Leben genießen.

    Aber nein, Du willst unbedingt irgendwann mal Kinder, und weil wir nun einmal irgendwann nicht mehr können, MUSST Du unbedingt jetzt obwohl Du viel lieber erst später würdest.


    So ähnlich ist das.

  7. Inaktiver User

    AW: Entscheidungsprobleme

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Nein aber.....

    Stell Dir vor Du würdest gerne Kinder haben. Du magst aber Dein unbeschwertes Singleleben ganz gerne und würdest auch gern noch 15 Jahre so weitermachen.

    Nur, die Uhr tickt und entweder Du wirst bis spätestens 45 schwanger oder es ist zu spät.

    Du bist Mitte Ende 30 und WILLST aber jetzt keine Kinder sondern frühestens in 10-15 Jahren.
    Du WILLST jetzt nicht.

    Und wenn Du diesen dummen Wunsch nicht hättest, irgendwann mal Kinder zu haben, könntest Du endlich Dein Leben genießen.

    Aber nein, Du willst unbedingt irgendwann mal Kinder, und weil wir nun einmal irgendwann nicht mehr können, MUSST Du unbedingt jetzt obwohl Du viel lieber erst später würdest.


    So ähnlich ist das.
    Auch dann ist klar: ein Mensch mit so starken Widerwillen sollte kein Kind bekommen. Das kann nur in einer Katastrophe enden. Ebenso wie es nicht gut gehen kann, etwas zu studieren, das man definitiv nicht studieren will. Der Widerwille wird immer im Weg stehen.

  8. Moderation

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    AW: Entscheidungsprobleme

    Das Problem mit deinem Kinderbeispiel ist, dass es den Punkt nicht trifft.

    Und wenn es Kinder wären, dann könnte man ganz anders an das Problem ran gehen. Unter anderem mit der Erforschung, warum du unbedingt Kinder haben willst und ob es auch für deine ungeborenen Kinder eine gute Idee ist, dich als Mutter zu haben oder ob du in ihrem Interesse darauf verzichten solltest.

    Aber es geht nicht um Kinder.


    Du musst herausfinden, warum du dein Lebensziel so gewählt hast obwohl es offenbar mit deinen Lebenswünschen nicht vereinbar ist.



    Ich phantasiere mal ein anderes Beispiel herbei.

    Dein Ziel, du willst die ultimative Krebsheilung erforschen und damit die Menschheit retten und den Nobelpreis bekommen.
    An diesem Ziel wird an Uni B geforscht, du hättest jetzt die Möglichkeit in dieses Team zu kommen.
    Bestandteil des Team zu sein heißt, du musst umziehen, du musst für das Projekt brennen und täglich 16 Stunden arbeiten - du hättest also keinerlei Privatleben mehr - nur noch das Projekt - aber du könntest die Menschheit retten - wenn es gelingt.

    Deine anderen Wünsche sind, Beziehung, Kind, Privatleben. Das wäre aber nur möglich, wenn du an Uni A bleibst und dort als "Laborantin" arbeitest.


    Dein jetziger "Mittelweg", du bleibst erst noch ein bisschen an Uni A und wechselst später zu Uni B.


    Mein Rat, starte jetzt sofort an Uni B, du wirst herausfinden, ob du wirklich für dein Lebensziel brennst und es dein Lebensziel bleibt und musst dich nie ärgern, dass du diese Chance nicht ergriffen hast - denn ob du sie in einemhalben oder in einem Jahr noch bekommst - da kann dir niemand verbindlich sagen.



    Bei mir war es ähnlich, ich wollte unbedingt in ein Großunternehmen meiner Branche und sah die phantastischen Möglichkeiten, die dort geboten werden.
    In der Realität habe ich festgestellt, das ist überhaupt nicht meins und heute bin ich auf viel niedrigerem beruflichen Level selbständig und damit sehr zufrieden.


    Nur die Chance ganz oben einzusteigen hatte ich nur direkt nach dem Abschluss, wenn ich es nicht getan hätte, wäre es immer ein Traum geblieben, und ich würde mich heute noch fragen, was aus mir hätte werden können, wenn ich es gemacht hätte .... heute weiß ich, da war ich schon, das war nciht mein Ding.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


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  9. gesperrt

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    AW: Entscheidungsprobleme


    Du musst herausfinden, warum du dein Lebensziel so gewählt hast obwohl es offenbar mit deinen Lebenswünschen nicht vereinbar ist.
    Nein muss ich nicht das weiß ich ja schon.

    Nur das Problem ist, ich kriege kein Beispiel auf die Reihe was nicht die Sache verrät.




    Dein Ziel, du willst die ultimative Krebsheilung erforschen und damit die Menschheit retten und den Nobelpreis bekommen.
    Gar nicht mal schlecht.
    Nimm mal (das ist es nicht, aber näher dran):

    Ich will ein Mittel gegen Krankheit abc finden, von der ich aufgrund genetischer Tests weiß dass sie bei mir mit Mitte 40 ausbrechen und mich umbringen wird. Finde ich rechtzeitig ein Mittel, kann ich aufatmen und danach mein Leben genießen. Falls nicht, bin ich mit 50 tot.


    Mein Rat, starte jetzt sofort an Uni B, du wirst herausfinden, ob du wirklich für dein Lebensziel brennst und es dein Lebensziel bleibt und musst dich nie ärgern, dass du diese Chance nicht ergriffen hast - denn ob du sie in einemhalben oder in einem Jahr noch bekommst - da kann dir niemand verbindlich sagen.
    Effektiv doch..zumal es auch umgekehrt sein kann, nämlich: Ich kriege die Chance jetzt nicht aber in einem halben Jahr schon. Je nachdem wie Stellen freiwerden.

  10. gesperrt

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    AW: Entscheidungsprobleme

    Promethea, zu dem Widerwillen:

    Naja, ich denke mal viele Teenager hätten auch einen (verständlichen) Widerwillen, gerade jetzt schwanger zu werden.
    Das heißt nicht, dass sie nicht 10 Jahre später gute Mütter sein können.

    wenn jemand mit 35 einen Widerwillen dagegen hat, Mutter zu sein, muss die Person nicht mit 45 eine schlechte Mutter sein.

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