Es kann aber doch auch sein, dass ich aufgrund der jetzt nicht genommenen Ruhephase in 2 Jahren oder so zusammenklappe und dann DESWEGEN mein Ziel nicht erreiche.
Im Übrigen mag ich aussagen nach dem Motto: "wenn man......dann macht man......" nicht, das verallgemeinert mir zu sehr.
Wie Mütter wenn Ihr Kind ein bestimmtes Schulfach nicht hinbekommt: "Ich kann nicht heißt immer auch ein bisschen ich will nicht."
Als ob man für alles, was man zu einem gewissen Zeitpunkt schafft, völlig selbst verantwortlich wäre.
Wenn das stimmen würde, würde auch gelten, dass z.B. Depressive sich nur anstellen.
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Thema: Entscheidungsprobleme
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10.10.2013, 22:45
AW: Entscheidungsprobleme
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10.10.2013, 22:48Inaktiver User
AW: Entscheidungsprobleme
@Saetien: Spruechedrescherei ist zwar meist unkreativ, aber hier sind zwei, die -finde ich - gut auf deine Situation passen.
Nr. 1: frei nach Marion Knaths-"in beruflichen Angelegenheiten gibt es weder "falsch" nochn"richtig", sondern nur "hilfreich" oder "nicht hilfreich" in Hinblick auf das Ziel. "Wie du deine Bauchgefuehle da einordnen kannst, weisst du selbst am besten.
Nr. 2: frei nach Sabine Asgodon: "Die meisten Menschen denken, ea gibt nur A oder B. Das stimmt aber quasi nie - es gibt immer mindestens 10(!!!) Moeglichkeiten." Nimm dir ein Stueck Papier und schreib sie alle auf.
Was die berufliche Situation angeht - ich bin Naturwissenschaftlerin und habe ein sehr "ueberlaufenes" Fach studiert (das mir furchtbar Spass machte) - mit dem Ergebnis, dass ich trotz sehr gutem Abschluss und schneller Studienzeit ueberhaupt keine reelle Chance hatte, irgendwo unter zu kommen. Vor diesem Hintergrund kann ich sagen: ein halbes Jahr mehr oder weniger macht statistisch echt null Unterschied. Das kannst du uns alten Haesinnen ruhig glauben.
Was mich bzw. den Personaler eher interessieren wuerde: was gedenkst du denn, in diesem halben Jahr tun - "Zeit fuer dich selbst" waere zwar ehrlich, aber kontraproduktiv im Bewerbungsprozess. Kannst du -statt ein Warteschleifensemester zu drehen - nicht ein Praktikum in deinem Wunschfach machen? So was zeigt Eigeninitiative und verschafft dir Kontakte, die du spaeter gut brauchen kannst. Nach dem ersten Semester in Stadt A ohne Reibungsverluste ins zweite Semester in Stadt B zu we hseln, halte ich fuer unrealistisch. Und dann wuerde ich mit dem halben Jahr extra lieber etwas machen, was mich von den anderen 999 Bewerben auf die gleiche Stelle abhebt. Etwas, wo der Blick des Personalers haengen bleibt. Hab Mut zum Ungewoehnlichen.Geändert von Inaktiver User (10.10.2013 um 22:52 Uhr)
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10.10.2013, 23:00
AW: Entscheidungsprobleme
Überlaufenes Fach und NaWi, das kann dann doch an sich nur Bio sein?
Wäre es bei mir auch.
Praktikum - bin ich zu spät dran dafür.
Die andere Sache ist, ich lese ständig, dass in Biologie selbst Absolventen mit 1.0 kaum Chancen haben.
Andererseits sehe ich an meiner aktuellen Uni ständig, dass Leute eingestellt werden, auch Leute, die spät dran sind mit der Dis.
Ja wie machen die das denn, wenn sie so chancenlos sind?
Für mich sind das zwei sich widersprechende Informationen, mit denen ich nichts anfangen kann.
Wie bist Du denn dann letzten Endes doch untergekommen?
Ohne Reibungsverluste - an der Uni wo ich nächstes Jahr hinwill, wurde mir versichert, es würde alles angerechnet.
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10.10.2013, 23:01
AW: Entscheidungsprobleme
Achso, und wenn ich wüsste wie ich meine Bauchgefühle einordnen soll gäbe es diesen Thread nicht.
Privat liege ich mit Bauchgefühl fast immer daneben.
Beruflich lag ich noch nie falsch.
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10.10.2013, 23:05Inaktiver User
AW: Entscheidungsprobleme
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11.10.2013, 06:43
AW: Entscheidungsprobleme
Stimmt.
In solchen Fällen, wo ich Dinge echt nicht wissen kann, halte ich mich an das Motto: "Ich bin für meinen Einsatz verantwortlich, aber nicht für das Resultat." Wenn mich ein Projekt sehr interessiert, so tue ich fürs Umsetzen, was ich kann - und weiss dabei aber, neben dem, was ich dazu beitrage, kommt es noch afu die Beiträge vieler anderer Menschen an, und die kann ich nicht kontrollieren. Und dies ist eigentlich bei allen Projekten der Fall, die einen Horizont von mehreren Jahrzehnten haben: es kommt da selten nur auf einen selbst drauf an.
nein, ist man nicht.Als ob man für alles, was man zu einem gewissen Zeitpunkt schafft, völlig selbst verantwortlich wäre.
Zu lernen, Entscheidungen zu treffen, und die damit verbundene Ungewissheit auszuhalten, ist allerdings eine Sache, die durch Übung verbessert werden kann. Besonders, wenn man erst mal erlebt, wie sehr Unentschiedenes ein Leben blockiert und wie sehr dass getroffene Entscheidungen einem Menschen Kraft und Dynamik geben.
Oft finde ich es sogar besser, nach Zufallsprinzip einen Würfel zu werfen, einfach damit endlich mal eine Entscheidung da ist, statt noch länger zu werweissen.
grüsse, barbara
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11.10.2013, 09:12
AW: Entscheidungsprobleme
Ich schätze mal, sie werden aktiv anstatt sich mit Endlosüberlegungen selbst im Weg rumzustehen...Andererseits sehe ich an meiner aktuellen Uni ständig, dass Leute eingestellt werden, auch Leute, die spät dran sind mit der Dis.
Ja wie machen die das denn, wenn sie so chancenlos sind?
Trau dich und mach den ersten Schritt - wer weiß, welche Möglichkeiten sich dadurch auftun.
Damit meine ich, dass es viel zermürbender und weniger zielführend ist, sich nicht zu entscheiden und Jahrzehnte im Voraus planen zu wollen. Stürz dich rein ins Abenteuer und lass manches auch auf dich zukommen!
(Im Übrigen sind die wenigsten Entscheidungen dieser Art nicht mehr abänderbar...)
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11.10.2013, 10:30
AW: Entscheidungsprobleme
An sich sind es alle.
Ich meine, mal angenommen, ich mache jetzt ein Semester an Uni A und das zweite an Uni B und alles wird wie versprochen angerechnet.
Dann kann ich aber zeitlich kein Auslandssemester machen und vielleicht sind Auslandsaufenthalte ja für diesen Beruf total wichtig?
Kann sein, weiß ich aber nicht da es in Stellenanzeigen meist nicht gefordert wird.
Und diese Entscheidung lässt sich dann nie mehr ändern, ich habe dann einfach keinen Auslandsaufenthalt im Studium.
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11.10.2013, 10:41Inaktiver User
AW: Entscheidungsprobleme
Wenn du keine Auslandserfahrung im Studium hast, könntest du danach eine Zeit lang ins Ausland gehen und dort arbeiten. Ist meist etwas kniffliger zu organisieren als während des Studiums, aber es geht natürlich.
Aber für dich letztlich alles für deinen dir einzig gangbaren Weg spricht, geh ihn eben trotz allen Widerwillens.
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11.10.2013, 11:04
AW: Entscheidungsprobleme
Das ist der Punkt: Woher soll ich denn wissen, ob das der einzig gangbare Weg ist?
Ich habe im Übrigen sogar Auslandserfahrung: Ich war in der Schulzeit ein Schuljahr im Ausland und in meinem Fehlstudium auch.
Nur: Da hab ich logischerweise keine Kontakte für meinen jetzigen Studiengang geknüpft also zählt das doch bestimmt nicht?


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