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Thema: Entscheidungsprobleme
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18.10.2013, 21:00Inaktiver User
AW: Entscheidungsprobleme
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18.10.2013, 21:10Inaktiver User
AW: Entscheidungsprobleme
Auch das würde ich relativieren - manchmal nimmt man das, was man kriegen kann. Mit dem Gedanken muss man sich in "blumigen" Fachbereiche anfreunden. Dort gibt es nun mal keine Jobgarantie.
Im Übrigen habe ich regelmäßig erlebt, dass die Jobbeschreibung in der Stellenanzeige mitnichten dem entspricht, was man hinterher tatsächlich tut. Will heißen: Den Job, den du eigentlich wolltest, machst du dann in der Realität gar nicht - oder eben noch nicht. Statt dessen machst du eine Menge Dinge, von denen du keine Ahnung hast (eigentlich jedenfalls). Da hilft nur: resignieren (= schlecht für den Lebenslauf) oder durchbeissen. Was auf keinen Fall geht: nicht zu einer Entscheidung kommen. Denn dann entscheiden andere für dich - z. B per Kündigung.
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19.10.2013, 12:13
AW: Entscheidungsprobleme
Wenn ich einen Job schon habe ist doch alles einfach:
Dann habe ich mittels Unterschrift zugesagt, die mir auf den Schreibtisch geknallte Arbeit möglichst gut zu machen.
Also mache ich das auch.
Keinerlei Entscheidung nötig.
Punkt.
Eventuell, wenn die Aufgaben so gar nicht das sind was ich mir vorgestellt hatte, kann ich kündigen, aber das ändert nichts daran, dass ich den Job bis zum Wechsel möglichst gut mache, denn eben dies hatte ich mit meiner Unterschrift ja zugesagt.
Hier gibt es aber von keiner Seite irgendwelche Zu - oder Absagen, nur Unsicherheiten.
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19.10.2013, 13:41
AW: Entscheidungsprobleme
Ob das im Job später alles so easy sein wird, wie du dir das jetzt vorstellst, lasse ich mal dahingestellt. Denn darum geht es ja hier nicht.
Wie ist denn jetzt der Stand? Vielleicht erklärst du noch einmal kurz, worum es jetzt genau geht.
Vor neun Tagen schriebst du, du hättest noch zehn Tage Zeit für die Entscheidung, ob du zum Wintersemester an Uni A wechseln möchtest. Deine dir selbst gesetzte Frist ist also vorbei und indem du dich nicht entschieden hast, hast du de facto doch eine Entscheidung getroffen, nämlich die, (mindestens das kommende Semester noch) an Uni B zu bleiben.
(Oder willst du ernsthaft im laufenden Semester wechseln, den Anfang verpassen, mehrere Monatsmieten doppelt zahlen? - Meine Frage nach der Kündigungsfrist für deine jetzige Wohnung hast du leider nicht beantwortet)
Wenn ich es richtig sehe, geht es jetzt wohl um die Frage: Zum Sommersemester an Uni A (hast du die Option denn sicher?) oder an Uni B bleiben und dort den Master machen.
Wie steht es denn mit den Dingen, die du abarbeiten wolltest?
(Beziehung klären, Zimmer aufräumen ...)
Was mir auffällt, ist, dass du, während diese für dein Leben so eminent wichtige Entscheidung ansteht, andere Baustellen aufmachst, z.B. hier im Forum ein Freundschaftsproblem zur Diskussion stellst. Bitte nicht falsch verstehen, ich meine das überhaupt nicht böse, und natürlich steht es dir frei, jedes beliebige Thema hier zu eröffnen.
Es irritiert mich nur etwas, weil du andererseits ja in recht deutlichen Worten vermittelt hast, wie elementar wichtig die Studienortentscheidung für dich ist, ja, dass quasi dein Lebenstraum, wenn nicht sogar deine Gesundheit/dein Leben (?) davon abhängt.
Naheliegend (bzw. logisch
) wäre doch, dass du dich mit nichts anderem beschäftigst, bis du diese Frage für dich geklärt hast: also alles an Studienberatungen mitnimmst, was du kriegen kannst, Uni A (und Stadt A) erkundest, Gespräche mit deinem Freund führst (würde er mitgehen, wenn du nach A wechseltest, oder liefe es auf eine Fernbeziehung hinaus?) ...
Und bevor du mich jetzt virtuell ohrfeigst (
): Ich glaube, ziemlich gut zu verstehen, warum du in der Ambivalenz verharrst. (Achtung, jetzt kommen Vermutungen! Du darfst gerne sagen: Alles Quatsch!)
Ich kenne das so ähnlich auch von mir. Lebensverändernde Entscheidungen können große Angst machen. (In gewisser Weise bin ich gerade in einer ähnlichen Situation. Ich mache gerade alles mögliche, um mich nicht den Anforderungen meines eigenen Lebens stellen zu müssen. Z.B. befasse ich mich gerade mit dir.
)
Hier im Strang war viel vom "Bauchgefühl" die Rede, die Bricom generell liebt das Bauchgefühl. Der Rat, auf's eigene Bauchgefühl zu hören, mag für viele Menschen hilfreich sein, manchen, wie z.B. dir, hilft er offensichtlich nicht. Das verstehe ich, denn mir geht es ähnlich.
Er hilft dann nicht, wenn der sog. "Bauch" von Ängsten überschwemmt wird. Woher diese Ängste kommen, lässt sich meist nur schwer ermitteln, viele Menschen arbeiten sich z.B. ein Leben lang an den Ängsten ab, die sie von einem überbehütenden Elternhaus mit auf den Weg bekommen haben. Etwa im Sinne von dem, was Einzelne schrieb:
Als ich Mitte 20 war, stolperte ich mal über den schönen Satz: Wo die Angst ist, da geht's lang. Ich glaube, ich habe ihn aus einem Roman. Ich habe ihn mir damals auf einen Zettel geschrieben, den ich jahrelang an der Wand hängen hatte.
Der Satz wirkt keine Wunder. Aber er erinnert mich (noch heute!) gelegentlich daran, dass es in manchen Situationen wichtig ist, sich zu überwinden und einen Schritt ins Ungewisse zu machen.
Und das Verrückte ist: Keine der wichtigen Entscheidungen meines Lebens, die ich gegen meine eigene Angst getroffen habe, hat sich im Nachhinein als falsch erwiesen.Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
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19.10.2013, 14:55
AW: Entscheidungsprobleme
Also:
Beziehung: geklärt
Wohnung: Genaues hier nicht, aber LEIDER ist das so gar kein Problem, Miet - und Wohnungsprobleme sind nicht vorhanden. Bei keiner Entscheidung.
Montag fangen an Uni B die Vorlesungen an, im Zweifel müsste ich also morgen fahren - und bin immer noch nicht weiter.
Wenn ich es richtig sehe, geht es jetzt wohl um die Frage: Zum Sommersemester an Uni A (hast du die Option denn sicher?) oder an Uni B bleiben und dort den Master machen.
Ich habe A und B andersherum benannt aber ja. Und ja, die Option habe ich sicher.
Kannst Du Dir vorstellen wie ein Hirn anfängt zu kreiseln wenn man 24/7 an nichts anderes denkt? Irgendwann muss auch mal ein anderes Thema sein.Was mir auffällt, ist, dass du, während diese für dein Leben so eminent wichtige Entscheidung ansteht, andere Baustellen aufmachst, z.B. hier im Forum ein Freundschaftsproblem zur Diskussion stellst.
Das habe ich ja auch alles gemacht, Gespräche mit Freund und Freunden und Verwandhschaft ebenso wie Studienberatungen ohne Ende.Naheliegend (bzw. logisch
) wäre doch, dass du dich mit nichts anderem beschäftigst, bis du diese Frage für dich geklärt hast: also alles an Studienberatungen mitnimmst, was du kriegen kannst, Uni A (und Stadt A) erkundest, Gespräche mit deinem Freund führst (würde er mitgehen, wenn du nach A wechseltest, oder liefe es auf eine Fernbeziehung hinaus?) ...
Kein Ergebnis.
Dachte ich zwischendrin tatsächlich auch mal, ist es aber erstaunlicherweise nicht.
Ich kenne das so ähnlich auch von mir. Lebensverändernde Entscheidungen können große Angst machen. (In gewisser Weise bin ich gerade in einer ähnlichen Situation. Ich mache gerade alles mögliche, um mich nicht den Anforderungen meines eigenen Lebens stellen zu müssen. Z.B. befasse ich mich gerade mit dir.
)
Im Grunde.....hm.
Ich weiß jetzt nicht ob das hängt.
Eine für mich analoge Geschichte:
Ich wusste, dass ich aus einer Kiste mit Edelsteinen einen aussuchen soll/darf, zu einem festen Termin, und hatte entschieden, ich nehme einen blauen. Dachte, es gibt so 2-3 Schattierungen vonBlau und hätte mich da recht schnell entscheiden können.
Dann habe ich die Kiste genauer angschaut und musste mit Erschrecken bemerken, dass es nicht 2-3 sondern 50 verschiedene Blauschattierungen gibt, zudem noch diverse unterschiedliche Strukturen. Und nun stehe ich davor und habe keine Ahnung wie ich in den 20 Sekunden die ich habe einen aussuchen soll der mir gefällt.
Hätte ich aber 2 Stunden dafür, wäre das machbar.
Das Semester mehr sind die 2 Stunden.
Und an sich habe ich das Gefühl gerade 2 schöne blaue Steine in der Hand zu haben, die BEIDE nicht passen.
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19.10.2013, 15:19
AW: Entscheidungsprobleme
Darf ich fragen, warum? Weil deine Eltern alles bezahlen, also auch ggf. doppelte Miete? (Wenn es das sein sollte: Wäre es nicht an der Zeit, auch deinen Eltern gegenüber Verantwortung zu zeigen?) Und warum schreibst du "leider"?
Ganz verstehe ich die Aussage allerdings nicht, denn ganz zu Anfang schriebst du, du hättest aktuell Schwierigkeiten, ein Zimmer in der B-Stadt zu finden. Oder kannst/willst du pendeln? (Sehe gerade, dass du hier nichts Konkretes schreiben magst. Naja, dann nimm' es als Gedankenanregung.)
Oh, sorry, da hab' ich was verwechselt.Ich habe A und B andersherum benannt
Klar.Kannst Du Dir vorstellen wie ein Hirn anfängt zu kreiseln wenn man 24/7 an nichts anderes denkt? Irgendwann muss auch mal ein anderes Thema sein.
Aber warum schon wieder ein Problemthema? Warum schon wieder Gedanken wälzen? Warum nicht mal was TUN - z.B. das Zimmer angehen. Rausgehen, Sport machen ... das wäre vielleicht ein besserer Ausgleich?
Das Semester mehr hast du ja jetzt.Eine für mich analoge Geschichte:
Ich wusste, dass ich aus einer Kiste mit Edelsteinen einen aussuchen soll/darf, zu einem festen Termin, und hatte entschieden, ich nehme einen blauen. Dachte, es gibt so 2-3 Schattierungen vonBlau und hätte mich da recht schnell entscheiden können.
Dann habe ich die Kiste genauer angschaut und musste mit Erschrecken bemerken, dass es nicht 2-3 sondern 50 verschiedene Blauschattierungen gibt, zudem noch diverse unterschiedliche Strukturen. Und nun stehe ich davor und habe keine Ahnung wie ich in den 20 Sekunden die ich habe einen aussuchen soll der mir gefällt.
Hätte ich aber 2 Stunden dafür, wäre das machbar.
Das Semester mehr sind die 2 Stunden.
Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
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19.10.2013, 15:42
AW: Entscheidungsprobleme
Längere Geschichte. Zumal ich schon gesagt habe dass ich das hier nicht genauer darlegen werde, also wieso bitte fragst Du nochmal?
Wären es meine Eltern würde ich das hier sicher nicht schreiben.
Das ist auch nicht die rationale Ebene, das ist die Moralebene, und bei der habe ich nicht um Hilfe gefragt. DIE
kläre ich nicht in Foren. Zu keinem Thema.
Wenn es da Probleme gäbe, hätte ich eine Entscheidungsgrundlage.Und warum schreibst du "leider"?
Wenn auch eine unfreiwillige.
Ok, damit Ruhe ist und nicht noch 5 Beiträge über mein ach so unmoralisches Ausnehmverhalten sinniert wird:Ganz verstehe ich die Aussage allerdings nicht, denn ganz zu Anfang schriebst du, du hättest aktuell Schwierigkeiten, ein Zimmer in der B-Stadt zu finden. Oder kannst/willst du pendeln? (Sehe gerade, dass du hier nichts Konkretes schreiben magst. Naja, dann nimm' es als Gedankenanregung.)
Verwandtschaft in B-Stadt. Zufrieden?
Ja, aber die Arbeit bliebe liegen.Aber warum schon wieder ein Problemthema? Warum schon wieder Gedanken wälzen? Warum nicht mal was TUN - z.B. das Zimmer angehen. Rausgehen, Sport machen ... das wäre vielleicht ein besserer Ausgleich?
WENN ich morgen nicht fahre, habe ich das, ja.Das Semester mehr hast du ja jetzt.
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19.10.2013, 15:51
AW: Entscheidungsprobleme
Ui, der Satz ist wirklich großartigst!!
Hätte ich den mal früher gelesen, hätte ich vielleicht ein paar Dinge gemacht, die ich mich nicht getraut habe. Dafür hänge ich ihn mir jetzt gedanklich übers Bett.
Und zu den Edelsteinen: Ich dachte auch immer, wenn ich den blauen nehme und dann später den dunkelblauschattierten und danach noch mit kleinen Schlieren drin aus genau der einen Kiste, dann, und nur dann, komme ich dahin, wo ich hin will. Naja, und jetzt sitze ich mit Kollegen, die haben genau wie ich blau gewählt, keiner von denen genau meine Farbe, manche hellblau, manche türkis, und weißt du... es gibt sogar einen roten und einen, der hat gar keinen Stein genommen und sitzt mir gegenüber. Wie sagt man so schön? Gottes Garten ist groß und viele Wege führen nach Rom? Und vielleicht habe ich in ein paar Jahren keine Lust auf das alles und mache was komplett anderes.
Möglichwerweise kann man das nicht 1:1 auf deine Situation übertragen. Nur ein bisschen erinnerst du mich an mich selbst, als ich mir wahnsinnig viele Gedanken gemacht habe, wo ich hin will, was ich dafür tun muss und das alle anderen ja keinen Plan haben, wie das läuft. Rückblickend denke ich etwas wehmütig, ich hätte mich mal etwas entspannen und mit etwas weiter geöffneten Augen durchs Leben gehen sollen. Ich würde dir wünschen, das du das etwas gelassener sehen kannst... Aber ich weiß, wie schwer das ist. Und dann auch noch andere so kluge Ratschläge geben.
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19.10.2013, 16:04
AW: Entscheidungsprobleme
Nee an sich hast Du Recht. Ich habe den Bachelor recht gut abgeschlossen.
Warum? Naja, weil ich dachte, dass muss ich eben für den Job den ich will. Und genau so habe ich auch gelernt. Ich kann jetzt wohl einige Sachen die ich vorher nicht konnte.
Aber ich habe den ganzen Bachelor durch kaum links und rechts hinaus geschaut. Und jetzt stehe ich da, und die Tatsache, dass ich die letzten 4 Jahre mit nicht geöffneten Augen durch die Welt gegangen bin, macht mir die Entscheidung so schwer. Mir fehlen da einfach die Grundlagen. Ich dachte immer, zum Umschauen habe ich ja Zeit wenn keine (viel wichtigeren) Klausuren anstehen, das Entscheiden macht man mal so eben in 2 Wochen.
Und nun sehe ich das ist nicht so.
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19.10.2013, 16:20



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