Aber das macht hier (im Thread und in der Bricom) erstens niemand und zweitens "verlangt" melodi das auch nicht.
Natürlch wäre es absurd, wenn jemand Person A zu einer Beziehung mit der wie auch immer psychsich erkrankten Perosn B raten würde, weil diese Beziehung für Person B gut und nützlich wäre.
Es geht um die Frage der generellen Vorverurteilung à la
"Mit einem trockenen Alkoholiker würde ich keine beziehung anfangen,
denn das kann ja nicht gut gehen, Der zäht Dir bestimmt jedes Glas Wein rein und fängt sowieso irgendwann wieder an zu saufen."
Diese Tendenz ist auch hier offensichtlich und zudem erfolgt sie meist aus mehr oder weniger unverdauten eigenen Erfahrungen mit "so jemandem".
Es ist ok, zu sagen, Menschen mit bestimmten Eigenschaften möchte ich nicht als Partner/in.
Es ist Unsinn, zu behaupten, Menschen mit bestimmten Eigenschaften möchte niemand als Partner/in, die wären generell "beziehungsunfähig".
Allein schon "beziehungsunfähig", das Mode-Unwort des angehenden 21. Jahrhunderts.
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Thema: Fehlerhaft und aussortiert?
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01.10.2013, 16:11
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
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01.10.2013, 16:22
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Nein, für viele Menschen zählt der nicht.
So, wie für Dich der Mensch hinter dem "Retter" nicht zählt.
Ich verstehe allerdings nicht, wieso Du das so schwer nimmst.
Ich könnte auch mit drei, vier Sachaussagen 99,99% aller Frauen die Gewissheit geben, dass ich als Partner für sie nicht in Frage komme - egal, wie wunderbar ich sonst sein mag.
Aber ich empfinde das nicht als Problem oder Verlust.
Denn ich möchte so eine Frau ebenfalls nicht in meinem Leben.
Problematisch finde ich eher die, die meinen, ich wäre doch so ein toller Partner für sie, obwohl sie anhand der drei, vier Sachaussagen wissen könnten, dass sie mit mir nicht klarkommen.
Ich kann das aber nicht wissen und nur bedingt ahnen oder vermuten.
Wenn ich mich dann auf diese Frauen einlasse, sind Kummer und Trennung vorprogrammiert.
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01.10.2013, 16:28Inaktiver User
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Da sind nicht die Frauen problematisch, denn das kannst du ja ganz einfach lösen indem du es ihnen frühzeitig sagst. Wenn du es nicht frühzeitig sagst, erst wenn sie verliebt sind, bist du es der Kummer verursacht.
Klar, es gibt auch noch Frauen, die dann trotzdem weitermachen, die auf Drama etc. stehen. Aber die kannst du ja dann ausschließen.Geändert von Inaktiver User (01.10.2013 um 16:34 Uhr)
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01.10.2013, 16:49
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Boah, wat schlau.
Natürlich sage ich vorher an, was vorher anzusagen ist.
Allerdings meist ohne irgendein sinnvolles Resultat.
Und wie schliesst man die aus?.... Klar, es gibt auch noch Frauen, die dann trotzdem weitermachen, die auf Drama etc. stehen. Aber die kannst du ja dann ausschließen.
Sagen die einem vorher:
"Du, ich steh total auf Drama, je mehr Kummer mir eine Beziehung macht, desto lieber führe ich sie. Und deshlab will ich unbedingt ne Beziehung mit Dir, weil Du schon im Grundsatz nullkommagarnicht zu mir passt."?
Oder sagen die:
"Ich habe überhaupt keine Ahnung, wer und wie ich bin, was mir guttut, was ich mag und nicht mag, deswegen verliebe ich mich auch einfach so in irgendwen und stelle immer wieder erstaunt fest, dass diese Lieben dann zu nichts Gutem führen."?
Ich verrat's Dir: Nein, das sagen die nicht. Schon gar nicht vorher.
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01.10.2013, 17:20Inaktiver User
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Ich finde schon, dass melodi das etwas differenzierter sieht. Sie schreibt im Eingangspost:
Habe ich so verstanden: der Retter an sich ist nicht das Problem - sondern der Retter, der sie instrumentalisiert, weil er was zum retten braucht. Dessen Interesse an ihr vermutlich gar nicht bestünde, wenn sie kein "Problemfall" wäre.
Kann natürlich sein, dass sich da mit der Zeit Aversionen und Vorbehalte bis hin zum Vorurteil entwickeln bei ihr, die wiederum dem entsprechen, was melodi bei anderen sieht und beklagt.
Das wäre dann tatsächlich an ihr, zu differenzieren.
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01.10.2013, 17:27
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01.10.2013, 17:33
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Das macht den Retter doch überhaupt erst zum Retter.
Und so wie ich es verstanden habe und selbst auch sehe, ist es dann in der tat egal, wie der oder die sonst noch so ist.
Denn als mangelbehaftetes Reparatur- und Sanierungsprojekt möchte wohl niemand gesehen werden.
Schon gar nicht in einer Liebesbeziehung.
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01.10.2013, 17:35
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01.10.2013, 17:47Inaktiver User
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Ich sehe da einfach unterschiedliche Situationen bzw. Konstellationen.
In der einen ist das "Rettungsprojekt" das treibende Element, sogar der Grund, die Beziehung überhaupt erst einzugehen.
Das wollten wohl die wenigstens und doch - wenn beide sich da einig wären - wen sollte es dann stören? Ich wollte da nicht richten.
Allerdings - wenn hier in einem Forum solche Geschichten "aufschlagen" - dann doch wohl in dem Fall, wo es eben problematisch wird. Von funktionierenden Rettungsbeziehungen werden wir hier kaum lesen. Das ist wohl auch etwas, was heutzutage verpönt ist: wir sollen ja alle immer und jederzeit allein klar kommen. Mein Eindruck.
Es kann auch Begegnungen mit Menschen geben, die uns gut tun, die uns ergänzen, die uns durch ihr Anders sein unsere Schwachstellen aufzeigen ohne Belehrung und doch dabei auch akzeptieren und lieben können. Die uns damit in gewisser Weise ein bisschen "retten" - und sei es nur vor dem eingefahren sein, vor der Fixierung auf den eigenen Horizont.
Das geschieht dann, ohne dass wir darum gebeten hätten und ohne dass es das Ziel des Retters ist.
Es geschieht einfach, ohne Intention.
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01.10.2013, 18:09
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Wir waren bei meoldi, und die scheint weder eine funktionierende "Rettungsbeziehung" erlebt zu haben noch dies:
Ja das kann es geben und gibt es.... Es kann auch Begegnungen mit Menschen geben, die uns gut tun, die uns ergänzen, die uns durch ihr Anders sein unsere Schwachstellen aufzeigen ohne Belehrung und doch dabei auch akzeptieren und lieben können. Die uns damit in gewisser Weise ein bisschen "retten" - und sei es nur vor dem eingefahren sein, vor der Fixierung auf den eigenen Horizont.
Das geschieht dann, ohne dass wir darum gebeten hätten und ohne dass es das Ziel des Retters ist.
Es geschieht einfach, ohne Intention.
Aber wer würde da auch von "Rettung" sprechen - da ist einfach "Geben und Nehmen, comme il faut"?
Ich teile den Eindruck.... Das ist wohl auch etwas, was heutzutage verpönt ist: wir sollen ja alle immer und jederzeit allein klar kommen. Mein Eindruck. ...
Vielleicht wünschen sich viele deshalb den Partner ohne Altalsten, ernsthafte Probleme und Schwächen, weil:
... der Andere allein klarkommt und man sich im Zweifelsfalle eher von dem sagenwirmal "helfen lassen kann", als selbst "helfen zu müssen".
... man selbst zwar allein klarkommt, aber ggf. keine Resourcen mehr für "Hilfe oder Rettung des Anderen" übrig hat oder zu haben glaubt.
... weil es anrüchig ist, mit jemandem eine Beziehung zu führen, der nicht "immer und jederzeit allein klar kommt".
Man gerät damit in "Retter"-Verdacht, in den Verdacht, keine Beziehung auf Augenhöhe führen zu wollen oder zu können (Dominanz etc.), oder selbst "Leichen im Keller zu haben", derentwegen man eben "niemand Besseren abkriegt".



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