Um diese Frage ging es mir jedenfalls nicht. Natürlich muss keiner irgendwas.
Nur: ist es denn notwendig, den anderen anhand seiner Vergangenheit sofort zu klassifizieren und damit zu erklären, warum man nicht einmal den Menschen von heute kennen lernen möchte?
Erstens finde ich deinen Vergleich nicht gut gewählt.Es passiert nichts ohne Grund. Ich würde z.b. auch niemals einen Mann wählen, der schon Vergewaltigt hat oder oben beschriebene Merkmale aufweist. Denn ich weiß, das dieser Mensch mir sehr schaden wird wenn ich mich auf ihn einlasse. Wenn ich mich auf einen solchen Mensch als Partner einlasse, bin ich nicht gesund!
Zweitens ist das für mein Empfinden noch eine Stufe härter: da sind dann nicht nur die "krank", die den "Fehler" haben - sondern auch noch die, die sich mit demjenigen abgeben.....
Wieso ist das für dich schon im Voraus beschlossene Sache, dass dieser Mensch dir schaden will?Wieso sollte ein Mensch einen ihn schädigenden Mensch als Partner wählen?
Aber auch:
Wie kann man einen Partner lieben, dem man schadet?
Du kannst sagen: das Risiko ist mir zu groß.
Aber eine klare Zuschreibung finde ich da nicht korrekt.
Ich hatte es eher so verstanden, dass der TE genau an dem gelegen ist, was sie hier beschreibt - und nicht an dem, was andere Menschen an ihrer Stelle für Probleme hätten.(Im übrigen möchte ich nur anmerken, dass ich nicht der Meinung bin die Te würde überdramatisieren. Die tatsächliche Einschätzung kann nur die Te machen. Vieles hier deutet aber daraufhin, dass dieser Aspekt verdrängt wird.)
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Thema: Fehlerhaft und aussortiert?
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01.10.2013, 14:49Inaktiver User
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
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01.10.2013, 14:58
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Hi!
Also nochmal zu dem was du schriebst Kistenkumpel:
Das Prostituieren war jetzt nicht grad das Thema was bei Familie/Freunden des Partners gleich rum ging. Hab das ja nur als Beispiel genannt für etwas an Altlasten, was schon "anders" ist als bei andern. Weil du ja gefragt hattest.
Dann gibts aber andere Sachen die vor der Familie und vor Freunden nicht dauerhaft zu "verbergen" sind und wo ich auch keinen Nerv hab es immer zu verstecken. Ich bin zum Beispiel 30 % erwerbsgemindert wegen einer psychiatrischen Erkrankung. Davor allein schrecken viele Leute zurück. Da fängts dann an dass meine Partner von Freunden oder Familienmitgliedern so Ratschläge bekamen wie ... Willst du dir sowas denn antun?
Auch hier: Thema Prostitution nein, erzähl ich nicht bei den ersten drei DatesMuss man das beim Kennenlernen erzählen, oder am Beziehungsanfang?
Allerdings auch nicht zu spät weil ich schon find dass ein Partner das Recht drauf hat sowas zu wissen. Ist zwar Vergangenheit aber trotzdem scheint es für viele ein absolutes No-go zu sein und das dann bewusst zu verheimlichen, na ja...
Hi 100wasser
Danke das freut michIch verstehe deine Frage sehr gut!
Das hier hast du geschrieben und ein paar andere haben dir zugestimmt. Dass das wichtigste bei Baustellen ist dass man sich dessen bewusst ist und dran arbeitet.Ich finde das Bewusstsein, dass man Baustellen hat wichtig , und den Umgang damit (Therapie). Dann bin ich auch bereit, zu 'geben'.
Ich finds schön wenn du und andere so eine Einstellung habt.
Hab aber da ganz andere Erfahrungen mit den Leuten gemacht. Ich geb mir ja nun wirklich Mühe, wie gesagt seit langem in Therapie. Nur es ist so, manches an Baustellen bleibt (erstmal), das Bewusstsein einer Problematik heißt noch nicht dass sie aus der Welt geschafft werden kann. Vieles ließ sich ändern aber bei manchen Dingen muss ich mir nix vormachen, diese "Macken" bleiben fürs erste.
Und ich erleb oft, dass grade die Tatsache dass ich in Therapie bin, abschreckend wirkt. Also eigentlich genau der Punkt der drauf hinweist dass ich Probleme nicht ignoriere und mich damit auseinander setze... aus diesem Grund wird man in eine Ecke gestellt.
Hi MaryMarydiese Botschaft kommt bei mir nicht rüber, wenn ich hier in der Bri lese. Die meisten SchreiberInnen berichten doch über ein konkretes Problem, das sie mit einem Mann/ einer Frau haben... Auf dieser Grundlage kommt man dann u.U. zu dem Schluss, dass die Beziehung der TE womöglich schadet - aber nicht genrell wegen psychischer Beeinträchtigungen des Partners, sondern wegen konkreter Verhaltenweisen, die ich mir gegenüber nicht akzeptieren würde. Das "anders verhalten", wie du es so neutral ausdrückst, läuft dann auf ein "sich daneben benehmen" (respektloses/verletzendes Verhalten im weitesten Sinne) hinaus
Hm... ich hab nicht immer das Gefühl dass die geschilderte Person sich daneben benimmt. Sondern halt erstmal nur anders. Und ja das denk ich ist bei mir beim Kennenlernen auch so. Dass ich mich manchmal anders als andere verhalte.
@ mondmaid und sprachlos, danke hierfür
Ich versteh dich ganz gut und wundere mich auch hin und wieder, wie schnell in diversen Strängen über "hopp" oder "top" geurteilt wird. Allein aufgrund einzelner Merkmale.Hab schon gedacht es wär vielleicht doch nur meine (überempfindliche) Wahrnehmung.Wie schnell hier geraten wird "die Beine in die Hand zu nehmen" fällt mir auch regelmäßig auf.
mondmaid, du hast wohl recht dass der Knackpunkt darin liegt dass ich das zu persönlich nehme. Die Sache ist halt die, dass das was hier im Bri-Forum oft zu lesen ist, mir eben oft auch schon persönlich passiert ist. Im realen Leben. Wenn das nur ne Bri-Erscheinung wär, würd mich das nicht so tangieren
Gewissen Verhaltensweisen oder Eigenschaften haftet ein Stigma an und man wird dann schnell allgemein abgestempelt.
Sprachlos,
Das leuchtet mir sehr ein, danke.denke aber andererseits, dass das wohl im Falle der Ratsuchenden ein guter Tip sein kann, denn sie wären ja meist nicht mit ihrer Frage im Forum, wenn sie die Persönlichkeit dazu wären, mit derlei zurecht zu kommen.
Es gibt hier auch Fragesteller, die sich nicht von den anfänglichen "nimm die Beine in die Hand"- Ratschlägen verschrecken lassen und ihren Thread dann in eine solch konstruktive Richtung zu lenken in der Lage sind, dass man merkt, die könnten auch mit ihrer Beziehung ähnliches schaffen.
Allerdings kann man sich mit einer Problematik ja auch beschäftigen und Rat suchen, ohne dass es gleich heißt dass man damit nicht klar kommt. Und wenn dann ein Schwall an Kontra-Ratschlägen kommt... hm.
Dass man aufgrund von wenigen Merkmalen in einer so endgültigen Schublade wie "durchgeknallt" landet, find ich schade. Wahrscheinlich eben einfach deshalb weil ich persönlich oft davon betroffen bin, und nicht versteh warum so oft gar keine Chance gelassen wird.
Hi ambivaich rate es immer dann, wenn das verhalten eines menschen auf mich sehr fremdgesteuert wirkt. wenn er also seltsame oder stressige verhaltensweisen an den tag legt, die nichts mit dem verhältnis zur jeweiligen te zu tun haben, sondern aus einem ganz anderen trieb heraus kommen.
Weißt du das ist es aber. Ich hab sicher auch Verhaltensweisen die fremdgesteuert sind, die auf Altes zurück zu führen sind. Nicht alles lässt sich ändern. Dass das dann andern Leuten erstmal komisch erscheint kann ich verstehen. Weil es eben anders als das bekannte ist. Heißt das aber dann gleich dass man mit so jemand auf keinen Fall umgehen kann? Dass man dann lieber die Beine in die Hand nimmt und läuft?
Dass das ein Problem ist kann ich gut verstehen! Natürlich gehört schon dazu dass man ehrlich zu sich selbst ist und Probleme sieht und da nicht auf Teufel komm raus auf normal machen will.und der, anstatt das zu akzeptieren und die beziehung entsprechend umzugestalten, dann versucht, diese normalität zu erzwingen, die er selber gar nicht leben kann.
@ Cygnus, bingo
In der Borderline-Kiste bin ich auch schon drin gesteckt. Wird aber aktuell wieder als nicht gesichert betrachtet. Ich hatte schon ne ganze Reihe von Diagnosen die dann teilweise durch andere Psychiater wieder revidiert wurden. Für mich sind das einfach nur Folgeschäden und Diagnosen sind halt der Versuch das in ein Schema zu pressen damit eine Behandlung erfolgen kann. Oft ist es dann aber in Wirklichkeit eher ein diffuses Bild und nicht das Schema F der Diagnose Soundso.
Und da ist es wieder.
Als jemand der dann mit so einer stigmatisierenden Diagnose lebt, wird man halt ausrangiert. Und ich habs ja erlebt, allein der Begriff Borderline lässt Leute schreiend davon laufen. Dass da auch ne Person dahinter steckt die nicht nur Bordi ist, das guckt sich kaum jemand an.Zum Beispiel würde ich mir bestimmt niemanden mit Borderline, Dissozialer bzw. Antisozialer Persönlichkeitsstörung oder Histrionischer Persönlichkeitsstörung antun und das dementsprechend auch niemandem raten.
Wie mondmaid dazu ja auch geschrieben hat:
So ist es oft.Mein Eindruck ist, dass der Wunsch, sich vor all diesen "Störungen" (beim anderen!) zu beschützen, dazu führt, sehr früh ein Urteil über einen Menschen zu fällen.
Das ist es eigentlich, was ich mir wünsche.Bei vielem sehe ich aber gute Möglichkeiten, wenn man das gemeinsam (!) intellektuell angehen kann, in einer sehr bewussten, intentionalen Entwicklung einer Paar-Persönlichkeit.
Und ich glaub sogar dass in weiten Strecken schon ein normales Beziehungsleben mit mir möglich ist. Nähe/Distanz ist halt zum Beispiel ein Problem. Manchmal geht tagelang keine Nähe. Da wär mein Wunsch dieses Problem so anzugehen, dass der Partner sich in erster Linie selber schützt und autark bleibt. Ich für meinen Teil versuch ihm das möglich zu machen indem ich z.B. nicht einfach tagelang "abtauche" sondern klar Bescheid sag: Die nächsten Tage geht nix, aus dem und dem Grund. Ein Ex von mir hat diese Zeiten dann immer ganz bewusst ohne mich verplant und halt die Zeit für sich genutzt.
Na ja es geht eben um so Dinge wie die Prostitution. Das sind für mich selbst und auch in den Augen der meisten anderen schon Altlasten. Weil ich das nicht gemacht hab, weil ich den Job so toll fand sondern aus ungesundem Körperverständnis heraus. Es ist deshalb für mich eine Altlast, weil es damals nix Gutes, also eine Last war. Und in den Augen anderer Menschen ist oft allein schon die Tatsache "Sex gegen Geld" eine Altlast. Weil eben nichts was man sich in der Vergangenheit einer Person zu entdecken "wünscht".Was sind Altlasten? Welche Halbwertszeit? Atommüll, Giftmüll, sicheres inaktives Deponat oder Biomasse? Oder doch eher aktive/notwendige Emissionsrechte?
Empfindest Du sie selber als Lasten oder werden sie Deiner Meinung nach nur von den anderen als solche empfunden?
Dem kann ich nur zustimmen!Mich selbst treibt eher die Traurigkeit um, dass so viele Menschen Angepasstheit und Normalität für so essentiell halten, dass sie garnicht merken, wie sehr sie darin manipuliert werden, aber aufgrund dessen und dieser Manipulation auch die tatsächlichen Gefahren nicht sehen.
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01.10.2013, 14:59Inaktiver User
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Mondmaid,
hast du dich schon einmal auf einen Mensch intensiver eingelassen, bei dem "ein hohes Risiko" besteht, dass er dir schaden wird? Einen Suchtkranken, einen Borderliner, einen Antisozialen, ...
Ich finde es wirklich asozial, wenn man nicht aufpasst und beim Ratgeben auf die andere Seite rutscht, und den Rat gibt, der für das Gegenüber schlecht ist, aber gut für den anderen Teil.
Du würdest doch auch nicht ernsthaft der Te den Rat geben, bei einem Mensch zu bleiben, der ihr schadet, eben weil es für die andere Seite gut wäre?Geändert von Inaktiver User (01.10.2013 um 15:03 Uhr)
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01.10.2013, 15:03
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Es passiert nichts ohne Grund. Ich würde z.b. auch niemals einen Mann wählen, der schon Vergewaltigt hat
Also den Vergleich mit Menschen, die bewusst anderen Menschen schweren Schaden zugefügt haben... find ich nicht passend.
Da ist das Stigma. Da wird man vorverurteilt. Weil man zu einer Gruppe von Menschen gehört die statistisch oder wie auch immer angeblich ein hohes Risiko mitbringen anderen zu schaden. Der Mensch dahinter zählt nicht?hast du dich schon einmal auf einen Mensch intensiver eingelassen, bei dem "ein hohes Risiko" besteht, dass er dir schaden wird? Einen Suchtkranken, einen Borderliner, einen Antisozialen, ...
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01.10.2013, 15:05Inaktiver User
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Doch.
Aber ich (für mich) zähle mehr bei der Entscheidung. Ich trage nur eine Verantwortung für mich - nicht für das Gegenüber. (Ich bin auch kein Helfer...)
Kannst du das nicht respektieren?
Du lässt dich doch wie gesagt auch nicht auf Menschen ein, die nichts für dich sind.
Ich möchte dir im Übrigen meine Hochachtung aussprechen für deine Ehrlichkeit und Offenheit in den Beziehungen. Das zeigt, dass du es mit dem Gegenüber gut meinst.
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01.10.2013, 15:13
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Doch! Natürlich! Wenn du das für dich persönlich so entscheidest... klar!Doch.
Aber ich (für mich) zähle mehr bei der Entscheidung. Ich trage nur eine Verantwortung für mich - nicht für das Gegenüber. (Ich bin auch kein Helfer...)
Kannst du das nicht respektieren?
Was ich nicht verstehe ist das generelle Verurteilen. Das sind Leute die anderen schaden mit hoher Wahrscheinlichkeit und deshalb würde ich anderen immer von so jemand abraten. Das ist das, was ich nicht begreife. Man kann damit Leute gesellschaftlich richtig in eine Ecke stellen wo es dann verdammt schwer wird Menschen zu finden, die sich nicht allein schon von dieser allgemeinen Verurteilung abschrecken lassen. Ich wette ne ganze Menge Leute weiß nicht mal richtig was eine BPS bedeutet aber dadurch dass der Begriff Borderline gesellschaftlich so geächtet ist, ist man dann halt schnell unten durch. Und so ist es bei anderen Sachen ja auch.
Danke.Ich möchte dir im Übrigen meine Hochachtung aussprechen für deine Ehrlichkeit und Offenheit in den Beziehungen. Das zeigt, dass du es mit dem Gegenüber gut meinst.
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01.10.2013, 15:15Inaktiver User
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Ja, ich war mit Anfang 20 mit einem jungen Mann zusammen, der an seiner Schizophrenie sehr litt.
Es war nicht einfach mit ihm - aber auch sehr schön . Nach einigen Monaten war es auch vorbei, als er einen starken Schub erlitt, weil er sich weigerte seine Medikamente zu nehmen.
Er hat mir aber nie geschadet.
Was meinst du damit? Was ist "die andere Seite"?Ich finde es wirklich asozial, wenn man nicht aufpasst und beim Ratgeben auf die andere Seite rutscht, und den Rat gibt, der für das Gegenüber schlecht ist, aber gut für den anderen Teil.
Ich glaube, ich gehe da schon von vorn herein anders an die Sache heran als du - vielleicht macht das den Unterschied.
Das ist jetzt auch nicht wertend gemeint im Sinne von gute oder schlechte Herangehensweise.
Für mich sind Schädlichkeit und ein Risiko von Schädlichkeit immer noch 2 Paar Schuhe.Du würdest doch auch nicht ernsthaft der Te den Rat geben, bei einem Mensch zu bleiben, der ihr schadet, eben weil es für die andere Seite gut wäre?
Dementsprechend würde ich versuchen, einem Ratsuchenden Hilfestellung zu leisten, seine Position zu finden - und zwar erst einmal gegenüber den eigenen Ängsten und Schwächen.
Einen eindeutigen Rat "nimm die Beine in die Hand..." als erstes Post in einem Thema wirst du von mir hier in diesem Forum nicht finden. Auch wenn es am Ende einer Diskussion das richtige Ergebnis sein mag, ist mir der Weg zur Erkenntnis (= die Auseinandersetzung mit dem Problem) zu wichtig, um mit Abkürzungen zu arbeiten.
Nichts hat nur mit "den anderen" zu tun.
Oder anderes herum formuliert: die anderen, das sind auch wir selbst.
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01.10.2013, 15:20Inaktiver User
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Weil du dich immer in der anderen Seite angesprochen fühlst, und dabei die Person aus den Augen lässt an die der Rat geht. Haben im Strang auch schon andere erklärt. Du denkst nicht an die Seite an die der Rat geht, für die der Rat gut ist,
sondern an diejenigen die er ausschließt.
Setz dich doch nochmal mit deinen Ex auseinander, die können dir vermitteln, ob du ihnen geschadet hast, oder ob du nur eine besondere Person bist, die einen besonderen Mensch sucht.
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01.10.2013, 15:33
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
Sicher braucht man da gar nichts zu beschönigen. Krankheiten oder Behinderungen können sicher ein Hinderungsgrund sein, sich auf eine Person näher einzulassen. Aber das ist auch nicht zwangsläufig so.
Zitat von melodi
Ich kannte z.B. einen Mann, der durch einen Unfall querschnittsgelähmt war. (Ich kannte ihn schon vor dem Unfall, daher hat sich mein Verhältnis zu ihm nicht verändert.)
Einmal unternahm er den Versuch - mehr probehalber - per Zeitungsannonce eine Frau kennenzulernen. Das hat natürlich nicht geklappt, da er seine Behinderung nicht verschwieg.
Im normalen Leben hatte er allerdings nicht das geringste Problem Frauen kennenzulernen, von denen nicht nur eine sich eine feste Beziehung mit ihm gewünscht hätte. Er war einfach ziemlich unbeeindruckt von seinem Handicap und ist sehr offen damit umgegangen.
Was ich damit sagen will ist: es kommt auch auf dich an, wie du dich selbst siehst und wie du das kommunizierst. Da wirst du sicher zunächst einmal so gesehen wie du dich auch gibst.
Trotz allem will und kann ich deine Probleme natürlich nicht schönreden, aber Schwierigkeiten bei der Partnersuche kann man bzw. frau natürlich auch aus tausend anderen Gründen haben.
Ich weiß nicht, ob du jemandem geschadet hast, es scheint ja auch gar nicht das Problem zu sein, dass es keine Männer gibt die sich etwas mit dir vorstellen können und wollen, sondern eher die "Falschen" (also für dich).Geändert von Sprachlos (01.10.2013 um 15:37 Uhr)
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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01.10.2013, 15:46
AW: Fehlerhaft und aussortiert?
ich fürchte dass man dies, außer bei offensichtlichen "defiziten", zu beginn garnicht weiß.
wer hat denn schon erfahrung mit störungen wie borderline, etc., kann dies zu beginn erkennen od. erahnen wie ausgeprägt das "schadenspotential" sein könnte?
ich denke auch dass das bauchgefühl zum einen ein guter ratgeber sein kann (denn das sagt uns sehr oft garnicht "bleib", WIR wollen nur nicht loslassen), zum anderen, wie schon hier erwähnt wurde, kommt es sehr auf dein eigenen umgang der person mit seinen "problemen" an.Männer haben für jede Lösung ein Problem!



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