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    AW: Vorschriften, Befehle, Regel und Ordnung. Braucht Persönlichkeit Freiheit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oh je, wie gut, dass wir nicht früher gelebt haben, wenn das als sozialer Druck und angepasstes Leben empfunden wird.
    früher war's wohl genau gleich, einfach in leicht andern Geschmacksrichtungen. Besser ist es auf alle Fälle ncht geworden in den letzten Jahren, mit der ganzen Flut von neuen Regeln und Gesetzen.

    grüsse, barbara

  2. Inaktiver User

    AW: Vorschriften, Befehle, Regel und Ordnung. Braucht Persönlichkeit Freiheit?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Teenager haben einen natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus der sagt: spät einschlafen, spät aufstehen.
    Das halte ich für ein Gerücht. Bis in die Puppen chatten und chillen und dann nicht aus den Federn kommen. Wenn man jung ist, sollte man das können. Der Beruf kommt irgendwann und vielleicht ein Säugling oder zwei.
    ...die von der Schule aufgezwungenen Regeln sagen allerdings: früh aufstehen. mit dem Resultat: die Teenies hängen ständig in den Seilen.
    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Die Eltern stehen früh auf, um das tägliche Brot zu verdienen und die Lehrer stehen auch schon vor dem Pult, nur die Teenies müssen ausschlafen. Irgendwas irritiert mich daran.

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    AW: Vorschriften, Befehle, Regel und Ordnung. Braucht Persönlichkeit Freiheit?

    Zitat Zitat von LoveSunshine Beitrag anzeigen
    Hallo!!

    Gibt es eigentlich Menschen, die auf eine eigene Persönlichkeit verzichten UND dabei glücklich sind?

    Die Führung brauchen und für die Führungslosigkeit aka Freiheit ein Graus ist?

    Wie hoch wäre ihr Anteil an der Bevölkerung?
    Ich glaube, die meisten Menschen brauchen sowohl Freiheit als auch in gewisser Weise Regeln und Struktur. Wie viel von jedem das hängt mMn mit dem Charakter und der Erziehung, manchmal auchmit der Lebensphase zusammen.
    Ich merke manchmal, dass ich mich in einer in gewisser Weise strukturierten Arbeitsumgebung ganz gut aufgehoben fühle. Wäre ich völlig frei in der Organisation meiner Tätigkei (z.B. als freier Künstler) hätte ich sehr viel größere Probleme, den Antrieb und die Disziplin aufzubringen.
    So ist es mit Vielem, Regeln helfen, zwischenmenschliche Beziehungen zu organisieren um nicht alles neu "erfinden" zu müssen.
    Trotzdem gehören Regeln immer mal wieder hinterfragt.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  4. Inaktiver User

    AW: Vorschriften, Befehle, Regel und Ordnung. Braucht Persönlichkeit Freiheit?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    früher war's wohl genau gleich, einfach in leicht andern Geschmacksrichtungen. Besser ist es auf alle Fälle ncht geworden in den letzten Jahren, mit der ganzen Flut von neuen Regeln und Gesetzen.

    grüsse, barbara
    Was meinst du konkret?
    Nie war es so einfach, sich individuell zu entwickeln. Berufswahl, Freizeitgestaltung, Zugang zu Wissen und Kultur, Freiheit von sozialen Zwängen waren nie größer. Zumindest wenn man bereit ist, wenigstens minimal den Hintern hoch zu kriegen.

  5. Inaktiver User

    AW: Vorschriften, Befehle, Regel und Ordnung. Braucht Persönlichkeit Freiheit?

    Allerdings würden viele Leute besser arbeiten, wenn sie sich ihre eigenen Regeln machen, und sich nicht an Regeln halten, die von aussen vorgegeben werden.
    Das stimmt und stimmt auch wieder nicht.

    Wenn es z.B. darum geht, die Möglichkeit zu haben, nach dem eigenen Biorhythmus zu leben und zu arbeiten - also dann aufzustehen und zu arbeiten, wenn die eigene innere Uhr dies anzeigt und man am leistungsfähigsten ist - , dann stimme ich zu.
    Wenn es aber z.B. darum geht, ob im Strassenverkehr alle ihre eigenen Regeln aufstellen (der eine fährt links, der andere rechts, je nach Persönlichkeit und Laune, Vortritt hat sowieso immer jeder selbst und nie der andere, Rotlichter sind Vorschläge und Geschwindigkeitsbegrenzungen schränken unzulässigerweise meine Freiheit und Persönlichkeitsentfaltung ein und werden deshalb konsequent ignoriert) - dann stimme ich der Aussage eher weniger zu ... Ich habe mich dann vielleicht selbst verwirklicht und meine Persönlichkeit entfaltet, dafür aber ein paar Leute ins Krankenhaus oder Grab gebracht. Inklusive womöglich mich selbst.

    Ergo: Die hier aufgestellte Regel, dass es ohne Regeln besser gehe und der Persönlichkeit diene, diese Regel ist mir zu absolut ...

  6. gesperrt

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    AW: Vorschriften, Befehle, Regel und Ordnung. Braucht Persönlichkeit Freiheit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das halte ich für ein Gerücht. Bis in die Puppen chatten und chillen und dann nicht aus den Federn kommen. Wenn man jung ist, sollte man das können. Der Beruf kommt irgendwann und vielleicht ein Säugling oder zwei.Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    nein, der frühe Vogel schnarcht im Stehen weiter. Biorhythmen unt ihre Verschiebungen sind ziemlich gut belegt. Nein es ist eben nicht nur ein Gerücht.


    Die Eltern stehen früh auf, um das tägliche Brot zu verdienen und die Lehrer stehen auch schon vor dem Pult, nur die Teenies müssen ausschlafen. Irgendwas irritiert mich daran.
    Es gibt auch bei Erwachsenen viele, die sind Eulen und stehen spät auf, arbeiten dafür auch spät. halt einfach verschoben im Gegensatz zu den Frühaufstehern.

    Ich sehe nun wirklich keinen einzigen Grund, auch keinen wirtschaftlichen oder finanziellen, warum Leute unbedingt gegen ihre Natur in krankmachende Verhaltensweisen gezwungen werden müssen. Das ist totaler Unsinn. Irgend so ein altes christliches Relikt das sagt, je mehr du leidest, desto tugendhafter? *grusel*

    grüsse, barbara

  7. gesperrt

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    AW: Vorschriften, Befehle, Regel und Ordnung. Braucht Persönlichkeit Freiheit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was meinst du konkret?
    Nie war es so einfach, sich individuell zu entwickeln. Berufswahl, Freizeitgestaltung, Zugang zu Wissen und Kultur, Freiheit von sozialen Zwängen waren nie größer. Zumindest wenn man bereit ist, wenigstens minimal den Hintern hoch zu kriegen.
    Rauchverbote, Helmtragpflichten, immer genauere Überwachung von Verhaltensweisen, immer engere Kontrollen, Fritten werden nicht mehr richtig gebacken angeblich wegen der Gesundheit, totale Leistungsorientierung schon ab früher Kindheit, Ruhigstellen via Medikament bei jenen, die es von selbst nicht schaffen, extremer Konformismus in vielen Branchen (geh mal ins Bankenviertel und guck die Kleider an - alle gleich), finanzielle Abhängigkeiten hindern Leute daran, ihre Ideen öffentlich auszusprechen (begegnet mir immer öfter, dieses Phänomen)

    grüsse, barbara

  8. gesperrt

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    AW: Vorschriften, Befehle, Regel und Ordnung. Braucht Persönlichkeit Freiheit?

    ... spät nachts im Dunkeln stehen an einer 12 spurigen Kreuzung 1 Auto und 1 Fahrradfahrer und warten 2 Min. auf Grün.

    Das einzige was über die Kreuzung weht ist das erste verlorene Herbstblatt...

    Ist für mich der Innbegriff von dem innigsten Bedarf nach Führung und Kontrollwahn.

  9. Inaktiver User

    AW: Vorschriften, Befehle, Regel und Ordnung. Braucht Persönlichkeit Freiheit?

    Berufstrachten gab es immer. Überwachung hindert mich nicht daran, irgendwas zu tun (im Gegensatz zu Beugehaft oder Todesstrafe oder sonstigen Repressalien...). Und wer in seiner persönlichen Entwicklung behindert ist, weil er auf dem Moped einen Helm tragen muss, kann nicht allzu viel Persönlichkeit haben. Bei dir Zuhause darfst du auch die Fritten so braun braten, wie du sie magst.

    Bis auf die Sache mit der Medikamentierung ( die ja von vielen auch kritisch gesehen wird), finde ich keines deiner Beispiele in irgendeiner Form persönlichkeitsbeschränkend.

    Wir haben heute größere und mehr Chancen als je zuvor. Nicht alle Menschen haben den Mut oder den Wunsch, sie zu nutzen.

  10. Inaktiver User

    AW: Vorschriften, Befehle, Regel und Ordnung. Braucht Persönlichkeit Freiheit?

    War aber früher auch nicht wesentlich anders. Falsche Farbe der Schürze? Keine züchtige Haube auf dem Kopf? Schnabelschuhe zu lang? Reichte für eine "Unzüchtigkeitsklage" und ein paar Stunden am Pranger auf dem Marktplatz. Kirchgang vergessen? Zu lange nicht gebeichtet? Das Falsche gebeichtet? In der Fastenzeit das Falsche gegessen? --> Öffentliche Anprangerung während der Predigt und Verdonnerung zu ein paar Dutzend Ave Marias.

    Früher wars auch nicht besser. Nur anders gelagert und vielleicht etwas weniger subtil.

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