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    Noch DAS und dann wird es besser - positiver formulieren

    Hallo,

    vielleicht kennen dieses Gefühl noch Andere? Ständig hat man das Gefühl, man muss noch diese Aufgabe bewältigen, um diese Kurve schiffen, den Berg erklimmen und dann wird endlich alles Leichter, Besser, Schöner?

    So ist es aber nicht! Neue Aufgaben, Herausforderungen, Schwierigkeiten tauchen auf, und das Leben läuft und läuft und der Zustand der Zufriedenheit wird nur in wenigen kurzen Momenten erreicht. Eigentlich wünsche ich mir ständig mehr von solchen Momenten und schwinge mich doch wieder in mein Hamsterrad unter dem Motto „noch das erledigen und dann wird es besser“

    Freu mich über konkrete Tipps, in der Praxis umsetzbare Anregungen, eigene Erlebnisse, wie ich aus diesem Denkfehler aussteige und wie ich es positiver formulieren könnte um immer öfter Heute schon zufrieden zu sein und nicht auf ein besseres morgen zu warten. Mein Leben ist jetzt.

    Herzliche Grüsse, Marvel

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    AW: Noch DAS und dann wird es besser - positiver formulieren

    Hallo Marvel,

    ein bisschen kann ich dich nachvollziehen. "Noch dieses Familienfest, noch diese Dienstreise, dann wird alles ruhiger und ich komme endlich mal runter".
    Aber du hast Recht, das funktioniert tatsächlich nicht so, irgendwas ist immer
    Im gegenwärtigen Moment zu leben ist aber für viele ein großes Thema, gerade wenn man viel mit beruflichem und/oder privatem Stress zu tun hat. Inzwischen gibt es dafür unheimlich viel Literatur, sehr viel aus der buddhistischen Ecke und in Verbindung mit Meditation. Wenn du noch nie von Meditation gehört hast, würde ich dir empfehlen, dir das mal anzuschauen. Man lernt, sich in seinem eigenen Atem zu erden und ganz im Hier und Jetzt zu sein; seine Gedanken (für die Zukunft planen vs. bereits Vergangenes erinnern) zu erkennen und loszulassen. Als Einstieg empfehle ich dir Jack Kornfield - Meditation für Anfänger, das alles sehr gut erklärt. Das Buch erklärt ebenso, wie wir uns eben dadurch unglücklich machen, den gegenwärtigen Moment zu sehr festhalten zu wollen oder uns etwas anderes herbeizusehnen, statt einfach mit dem, was wir gerade haben zufrieden zu sein. Schau mal rein

  3. gesperrt

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    AW: Noch DAS und dann wird es besser - positiver formulieren

    Zitat Zitat von Marvel Beitrag anzeigen
    vielleicht kennen dieses Gefühl noch Andere? Ständig hat man das Gefühl, man muss noch diese Aufgabe bewältigen, um diese Kurve schiffen, den Berg erklimmen und dann wird endlich alles Leichter, Besser, Schöner?
    nicht mehr - da es ja ganz offensichtlich nicht stimmt.



    Eigentlich wünsche ich mir ständig mehr von solchen Momenten und schwinge mich doch wieder in mein Hamsterrad unter dem Motto „noch das erledigen und dann wird es besser“
    Diese Momente kannst du dir holen - am besten täglich mehrere davon. Auch wenn du grad mitten in einer Arbeit steckst, es finden sich immer ein paar Sekunden, die Sonne auf die Nase scheinen zu lassen oder den Wind durch die Haare wehen zu lassen, durchzuatmen und die Schönheit des Moments zu geniessen.


    Mein Leben ist jetzt.
    genau.

    Hilfreich finde ich, dankbar zu sein für das, was ich jetzt habe. und davon gibt's meist eine ganze Menge: ich hab zu Essen, ein warmes Bett, eine Wohnung, einen Internetanschluss, einen gut funktionierenden Körper, ich habe Menschen, die mich mögen und die freundlich sind...

    Es kann sinnvoll sein, mal als formale Übung fünfzig Dinge zu notieren, für die man Grund hat, dankbar zu sein (ja, jeder Mensch kann fünfzig Dinge finden. Man muss eben hinschauen) - und wenn man dies mal hat, kann man im Alltag darauf zurück greifen. Auch während der Arbeit.


    grüsse, barbara

  4. Inaktiver User

    AW: Noch DAS und dann wird es besser - positiver formulieren

    Zitat Zitat von Marvel Beitrag anzeigen
    Neue Aufgaben, Herausforderungen, Schwierigkeiten tauchen auf, und das Leben läuft und läuft und der Zustand der Zufriedenheit wird nur in wenigen kurzen Momenten erreicht.
    Kennst Du das Sprichwort "Wenn das Haus fertig ist, kommt der Tod." Ich glaube, es ist ein chinesisches Sprichwort.
    Wenn es keinen Antrieb mehr im Leben gibt, kommt der Tod.
    Neue Aufgaben, Herausforderungen und Schwierigkeiten, das ist das Leben. Solange die Momente der Zufriedenheit und Besinnung dazwischen liegen, ist alles paletti. Du lebst!

  5. Inaktiver User

    AW: Noch DAS und dann wird es besser - positiver formulieren

    Meine Schwägerin in spe ist so ein Exemplar. Der geht es eigentlich ständig schlecht bzw. sie fühlt sich mit ihrer Situation unwohl. Im Job ist sie unzufrieden (Unterforderung und unverschämte Kollegin), ihr Liebesleben ist chaotisch (gerade Trennung hinter sich), gesundheitlich ständig angeschlagen (Erkältungen, Nackenschmerzen pp.), fühlt sich nicht wohl in der Stadt, in der sie seit 2 Jahren lebt, hat sich auch noch nicht eingelebt, kaum Kontakte etc.

    Sie kommt aber nicht von der Stelle. Sie würde sich ja einen neuen Job suchen, aber jetzt ist sie grad so durcheinander wegen der Trennung. Sie hätte sich ja auch schon früher getrennt (sie hat in der Bez. sehr gelitten), aber sie war ja ständig Erkältet. Und eigentlich wollte sie sich auch mal einen Sportverein, Fitnesstudio o.ä. suchen, um neue Leute kennenzulernen, aber ihr Job lähmt sie so, das macht sie erst, wenn da einigermaßen Ruhe drin ist.

    Alle die sie kennen sind der Meinung, für sie wäre es am besten, wenn sie einen kompletten Neustart macht. Neuer Wohnort, neuer Job, neue Leute kennen lernen etc. Da sie in HH sowieso kaum jmd kennt (alle Freunde wohnen in HB, Köln, Osnabrück), sich dort nicht wohlfühlt (weil sie dort auch noch nicht wirklich was unternommen hat), der Job ist bis nächsten Sommer befristet und umziehen müsste sie im Frühjahr auch, weil das Dach erneuert wird.

    Sie sieht das eigentlich auch so, will aber nicht aus HH weg, weil sie sich sonst ewig vorwerfen würde, dass sie 2 -3 Jahre in einer Metropole gelebt hätte, aber nicht wirklich was davon gehabt hatte, weil sie ständig mit den anderen Baustellen beschäftigt war (Beziehung, Job, Umzüge etc).

    Sie tut mir echt leid, aber als Außenstehender kann man wohl nicht viel machen. Wir werden sie diese Woche erstmal besuchen, um mit ihr in HH was zu unternehmen. Btw: sie ist ein paar Jahre älter als wir (Mitte 30), aber mir kommt es manchmal vor, als müsse man sie an die Hand nehmen und mal mit ihr in den Zoo gehen

  6. User Info Menu

    AW: Noch DAS und dann wird es besser - positiver formulieren

    In der Falle stecke ich auch ständig. Hamsterrad trifft es ganz gut.

    Ich bin nicht ganz der Meinung der Vorschreiberinnen, dass das Leben eben so ist. Ich glaube vielmehr, dass wenn wir unser Leben so empfinden, dann läuft es falsch. Meiner Meinung läuft es für die meisten von uns falsch weil wir uns unser Leben total verkehrt einrichten. Wir leben nicht so, wie es uns eigentlich glücklich machen würde. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Wir sind eingekesselt von Bürokratie, äußeren Zwängen und Verpflichtungen -da bleibt sehr wenig Raum, sich zu entfalten und sich frei, leicht und glücklich zu fühlen.

  7. Inaktiver User

    AW: Noch DAS und dann wird es besser - positiver formulieren

    Ein Zauberwörtchen, dass solche Situationen unheimlich entschärfen kann, lautet: "nein".

  8. Inaktiver User

    AW: Noch DAS und dann wird es besser - positiver formulieren

    Zitat Zitat von Marvel Beitrag anzeigen
    ..., wie ich aus diesem Denkfehler aussteige und wie ich es positiver formulieren könnte um immer öfter Heute schon zufrieden zu sein und nicht auf ein besseres morgen zu warten. Mein Leben ist jetzt.
    Es ist tatsächlich ein Denkfehler, zu glauben, dass tägliche Anforderungen einem das Leben vergällen.
    Stelle Dir einmal vor, Du wärst schwer krank, sehr alt, sehr behindert oder sehr arm. Wie würdest Du Dich freuen, wenn Du tägliche Anforderungen, Stress und Schwierigkeiten bewältigen könntest.
    Merkwürdigerweise scheint es heute so zu sein, dass es positiv gesehen wird, wenn man Schwierigkeiten und Stress aus dem Weg geht. Dass Schwächen positiv gesehen werden und Stärken negativ.
    Wenn Du Deinen täglichen Herausforderungen gewachsen bist, dann bist Du ein starker Mensch, darauf kannst Du stolz sein, daraus solltest Du Kraft ziehen. Und Dir nicht Deine Stärke wegwünschen.

  9. Inaktiver User

    AW: Noch DAS und dann wird es besser - positiver formulieren

    Zitat Zitat von moonbeam10 Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung läuft es für die meisten von uns falsch weil wir uns unser Leben total verkehrt einrichten. Wir leben nicht so, wie es uns eigentlich glücklich machen würde. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Wir sind eingekesselt von Bürokratie, äußeren Zwängen und Verpflichtungen -da bleibt sehr wenig Raum, sich zu entfalten und sich frei, leicht und glücklich zu fühlen.
    Das ist eine ausgesprochen negative Einstellung dem Leben gegenüber.
    Natürlich muss man zwischen gesundem und ungesundem Stress unterscheiden, aber die Vorstellung, dass das Leben für die meisten falsch läuft, finde ich geradezu fatalistisch.
    Wie müssten wir denn Deiner Meinung nach leben, um glücklich zu sein, losgelöst von äußeren Zwängen und Verpflichtungen?
    Frei, leicht und glücklich? Ich kenne den Ort, wo es so ist. Aber da lebt man nicht mehr.

  10. gesperrt

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    AW: Noch DAS und dann wird es besser - positiver formulieren

    Zitat Zitat von moonbeam10 Beitrag anzeigen
    Wir leben nicht so, wie es uns eigentlich glücklich machen würde. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Wir sind eingekesselt von Bürokratie, äußeren Zwängen und Verpflichtungen -da bleibt sehr wenig Raum, sich zu entfalten und sich frei, leicht und glücklich zu fühlen.
    Da kann man den Fokus darauf lenken: welche Freiräume habe ich denn und wie gestalte ich sie? - und wenn's nur fünf Minuten pro Tag ist. Wenn man die Freiräume ernst nimmt und das, was geht, auch tut, so werden sich neue Freiräume öffnen und das Leben wird sich Schritt für Schritt umgestalten.

    grüsse, barbara

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