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    Kann man mit Mitte 30 noch Beziehungsfähigkeit lernen?

    Aus aktuellem Anlass stelle ich heute diese Frage in den Raum.
    Ich halte mich mittlerweile für unfähig, überhaupt nochmal im Leben eine echte Partnerschaft einzugehen. Das Zeitfenster dafür scheint "geschlossen" - weil ich es auch in all den Jahren davor nicht geschafft habe. Meine erste Jugendliebe hielt 5 Jahre, danach hatte ich hier und da mal 1-2 Jahre eine Beziehung und mehrere Versuche, die recht schnell scheiterten. Woran das nun genau liegt, weiß ich auch nicht.
    Im Bekanntenkreis sind auch einige in meinem Alter, die nie mit einem Partner zusammengelebt haben und ebenfalls nicht mehr als 3 Jahre am Stück mit jemandem zusammen waren.

    Ich schäme mich, dass ich nicht "gesellschaftsfähig" bin. Wenn jemand sich scheiden lässt und nochmal von vorn anfängt, ist das in meinen Augen weit weniger ein "Versagen" als das, was ich fabriziert habe.

    Meine Frage ist nun: wer hat ähnlich wie ich "rumgedümpelt", wie ging es euch damit und wie habt ihr das Ruder rumgerissen bzw. es doch akzeptiert? Vielleicht bin ich einfach auch nicht der Beziehungstyp - bin mir noch nicht sicher, ob mein inniger Wunsch nach einer "richtigen" Beziehung vielleicht doch nur ein Konstrukt ist, das ich mir von außen aufdrücken lasse.

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    AW: Kann man mit Mitte 30 noch Beziehungsfähigkeit lernen?

    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen
    Im Bekanntenkreis sind auch einige in meinem Alter, die nie mit einem Partner zusammengelebt haben und ebenfalls nicht mehr als 3 Jahre am Stück mit jemandem zusammen waren.

    Ich schäme mich, dass ich nicht "gesellschaftsfähig" bin.

    bin mir noch nicht sicher, ob mein inniger Wunsch nach einer "richtigen" Beziehung vielleicht doch nur ein Konstrukt ist, das ich mir von außen aufdrücken lasse.
    hallo halbmondin!

    ich nenn das phänomen mal "more-problem" frei nach einem deutschen kabarettist.
    es besagt dass gut selten gut genug ist u. frau (und auch mann) im besseren immer den feind des guten sieht, einfacher gesagt, der aktuelle partner wird immer mit anderen od. wunschbildern eines partners gemessen, da kann er hald selten mithalten, also wird im denken dass der andere "perfekte" partner noch kommen wird der aktuelle losgelassen od. sich nicht mehr so ganz auf ihn konzentriert.

    das problem ist wohl auch zu einem großen teil dem umbruch der geschlechterollen in den letzen jahrzehnten geschuldet.
    man könnte so vieles, theoretisch alles, man muß nix mehr müssen..... also muß man auch nicht an seiner bez. arbeiten, weil einem heute überall eingeredet wird dass wenn es nicht von selbst sofort passt es einfach nicht der/die richtige ist.

    beziehungsarbeit ist heute also vielleicht ein luxus geworden u. im sinne der wegwerfmentalität (welche sich im täglichen leben ja eingebürgert hat) wird auch der partner viel früher "entsorgt", weil es ja millionen andere gibt, wovon mit gewisser wahrscheinlichkeit ja ein guter teil besser ist als der aktuelle.
    das problem dabei ist aber zum einem, finde ich den dann auch bzw. will der dann auch mich (auf dauer)?

    ich seh es jedenfalls so dass heute viel zu oberflächlich geschaut wird u. sobald dann etwas arbeit notwendig wird, weil es eben selten den perfekten menschen gibt wo alles 100% zu mir passt, wird sich gesagt "ach da draußen sind so viele, da inverstier ich in den einen doch keine arbeit, sondern schaue lieber weiter nach nem besseren".

    musst jetzt nicht auf dich besziehen, aber vielleicht trotzdem mal die frage: woran ist es in den paar kurzen bez. denn am ende gescheitert? waren es echte no-go's od. doch eher so manche "kleinigkeit" die man nicht akzeptieren wollte/konnte?
    Männer haben für jede Lösung ein Problem!

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    AW: Kann man mit Mitte 30 noch Beziehungsfähigkeit lernen?

    In meinem Fall ist es eher umgekehrt: ich habe mir unbewusst Partner gesucht, die keiner will. Beziehungsunfähig aus z.T. psychischen Gründen (Depressionen), Geschiedene, die sich auf nichts mehr einlassen können/ wollen... und an diesen habe ich erstmal festgehalten, wo jede normale Frau längst gerannt wäre.

    Mein Problem ist also eher umgekehrt: ich traue mir nichts zu und nehme das, was übrig bleibt. Geht natürlich auch schief.

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    AW: Kann man mit Mitte 30 noch Beziehungsfähigkeit lernen?

    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen
    Mein Problem ist also eher umgekehrt: ich traue mir nichts zu und nehme das, was übrig bleibt. Geht natürlich auch schief.
    das geht natürlich selten gut, das stimmt.
    warum denkst du denn dass es so ist, meinst du dass du für andere partner nicht gut genug bist?
    vorher war es vielleicht unbewußt, aber jetzt scheinst du das muster ja erkannt zu haben, vielleicht auch warum du denkst das nehmen zu müssen "was keiner will" (obwohl ich die formulierung nicht schön finde)?
    Männer haben für jede Lösung ein Problem!

  5. Inaktiver User

    AW: Kann man mit Mitte 30 noch Beziehungsfähigkeit lernen?

    Ich denke mir einfach: Der Richtige wird kommen. Murx bringt nix. Wähle bewusst aus. Und umgebe mich nicht mit Restposten. Ohne Partner ist es auch gut. Besser sogar in vielerlei Hinsicht.

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    AW: Kann man mit Mitte 30 noch Beziehungsfähigkeit lernen?

    Der letzte hat mich gezielt manipuliert. Ein Psycho. Ich erhole mich kaum davon, obwohl ICH schnellstens gerannt bin, nach wenigen Wochen.

  7. gesperrt

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    AW: Kann man mit Mitte 30 noch Beziehungsfähigkeit lernen?

    @Punto
    Der fragliche Kabarettist ist Österreicher und ich kann bei Mondmaid auch nichts entdecken, was nahelegt, dass sie ein More-Opfer wäre.

    @Mondmaid
    Schau Dir mal diesen Thread an, da geht es um das "Retten verlorener Seelen" durch "Partnerschaft".
    Der scheint mir sehr gut zu Deinem Problem zu passen.

    Ansonsten frage ich mich, was Dich auf die Idee bringt, dass es etwas mit Lebensalter zu tun haben könnte, ob man etwas lernen kann oder nicht.
    Hat es nicht, nur lernt mensch eben in jüngeren Jahren schneller und leichter - allerdings auch das Falsche.

    Deine "Beziehungs-"Biographie ist doch nicht ungewöhnlich.
    Ich habe solche Geschichten schon x mal gehört und auch hier gelesen.
    Du hast anscheinend eine Schwäche für Männer, mit dnen eine Liebesbeziheung zu führen schweirig ist und daher gern mal scheitert.
    Und/oder Du traust Dich nicht an Männer heran, die weniger "problematisch" sind
    Das macht Dich aber nicht "beziehungsunfähig", was ich ohnehin für ein schwachsinniges Wort für ein idiotisches Konzept halte (Details dazu in obigem Thread).

    Schau Dir also mal an, was Du an Deinen Beziehungen und den Männern, mit denen Du die geführt hast, so anziehend, so schön fandst. Und damit meine ich nicht nur das, was wirklch konsensfähig schön war, sondern auch das, was eigentlich eher gar nicht schön, sondern schädlich oder mies war, aber Dich dennoch "angemacht hat".

    Und schau Dir mal an, warum Du nimmst "was übrig ist".
    Das ist nämlich ein ziemlich sicherer Garant dafür, mit dem was man da bekommt, nciht glücklich zu werden.

    Noch 'ne spannende Frage:
    Möchtest Du insgeheim vielleicht gern, dass der "Glückliche Liebesbeziehungs-Zug" für Dich abgefahren ist?
    Möchtest Du vielleicht insgeheim lieber allein leben, oder zumindestens jenseits gängiger Beziehungskonzepte (also dieser ganzen Moogamie-Ehe-Kinder-gemeinsames Reihenhaus etc.-Kiste)?

    Wenn Du darauf Antworten auf diese Fragen findest, bist Du einen erheblichen Schritt weitergekommen, als Du mit Selbstbezichtigungen à la "Ich bin beziehungsunfähig" je kommen wirst.

    Alles Gute,

    KK

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    smirk AW: Kann man mit Mitte 30 noch Beziehungsfähigkeit lernen?

    Hallo Halbmondin,

    ich kann dich gut verstehen, denn ich stelle mir die gleichen Fragen. Ich bin Mitte-Ende 30 und meine ernsthaften Beziehungen hielten ca. 2 Jahre.

    Ich hatte Männer, die waren krankhaft eifersüchtig, übermäßig egoistisch oder auch unsicher oder einfach notorische Lügner (es gibt z.B. einen Strang von mir wegen eines verheirateten Mannes).

    Seit einigen Jahren hat sich bei mir übrigens ein neues Muster etabliert: Die Männer sind Feuer und Flamme, erobern mich nach einiger Zeit, um sich dann wieder recht schnell zurückzuziehen. Oder aber ich bekomme gleich Angebote, die Geliebte zu sein.

    Das verstehe ich nicht. Ich bin eine attraktive, intelligente und liebenswerte Frau. Ich bin vielleicht ein bisschen kompliziert, weil oft grüblerisch, aber das sind andere auch. Und ich kriege tagtäglich mit, wie weitaus anstrengendere Frauen zuverlässige Partner an ihrer Seite haben. Das lässt mich manchmal ehrlich gesagt verzweifeln. Ich komme zwar gut durch mein Leben und brauche nicht unbedingt einen Mann, aber natürlich ist man manchmal einsam, sehnt sich nach Körperlichkeit oder auch einfach nach der Bestätigung, dass dich einer will.

    Ich komme also mittlerweile gar nicht mehr so weit, an jemandem festhalten zu können

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    AW: Kann man mit Mitte 30 noch Beziehungsfähigkeit lernen?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    @Punto
    Der fragliche Kabarettist ist Österreicher und ich kann bei Mondmaid auch nichts entdecken, was nahelegt, dass sie ein More-Opfer wäre.
    richtig, da ich hier in einen deutschen forum unterwegs bin, komm ich mittlerweile manchmal durcheinander

    nach ihrer ersten antwort habe ich sie dann ja andere dinge gefragt, ich denke aber dass dieses "problem" bei vielen anderen durchaus so besteht

    warum manche frauen aber immer wieder an lügner, vorspieler etc.. "geraten" wäre die andere frage. ich habe geraten bewußt in anführungszeichen gesetzt, denn ich glaube dass davon manches bewußt auch schon zu beginn erkannt/gefühlt wird, aufgrund des denkens "ich bin für andere ja eh nicht gut genug, also sollte ich froh sein den/die haben zu können" (wie es die TE in etwa formuliert hat) das aber ausgeblendet wird bis es irgendwann umso härter aufschlägt.
    Geändert von punto30 (15.09.2013 um 12:38 Uhr)
    Männer haben für jede Lösung ein Problem!

  10. Inaktiver User

    AW: Kann man mit Mitte 30 noch Beziehungsfähigkeit lernen?

    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen
    In meinem Fall ist es eher umgekehrt: ich habe mir unbewusst Partner gesucht, die keiner will. Beziehungsunfähig aus z.T. psychischen Gründen (Depressionen), Geschiedene, die sich auf nichts mehr einlassen können/ wollen... und an diesen habe ich erstmal festgehalten, wo jede normale Frau längst gerannt wäre.

    Mein Problem ist also eher umgekehrt: ich traue mir nichts zu und nehme das, was übrig bleibt. Geht natürlich auch schief.
    das kann ich mir sehr schwer vorstellen.
    hast du dir da nicht einfach ne Erklärung verpasst - frei danach: einen Grund muss es geben?

    Meine Meinung dazu ist: man findet sich!

    Von mir weiß ich: nach der ersten Verliebtheitsphase werde ich grüblerisch und bin am Zweifeln.
    Dann sehe ich Fehler - auf beiden Seiten.

    Fazit: ohne die Verpflichtung die gemeinsame Kinder mit sich bringen hätte ich nie diese Hürde überwunden.
    Ich fand meinen Mann teilweise so furchtbar, hab ihn aber nie gehasst.

    Irgendwann stellte sich so was "wie hinter der Brandung ein". Ein ruhiges Hinnehmen des Lebens.
    Was komischerweise zu Tiefe und Liebe führte.

    Unsere Vorfahren "mussten" ja irgendwie alle.
    Die hatten bestimmt auch den Fluchtreflex, lebten ihn aber nicht so aus.

    Ich habe so viele Paare gesehen die im Alter wie verliebt wirkten.
    Aber, so echte Kampfpaare waren.

    Meiner Meinung nach laufen die Leute heute zu schnell auseinander.

    Ein Rezept kann ich allerdings auch nicht geben.
    Da gehören nämlich immer Zwei zu.
    Bei mir hatte sich der Partner nicht so wie ich entwickelt.

    Ich bin aber glücklich das erlebt zu haben.
    Solch eine Entwicklung ist nicht nur einfach eine Paar-Entwicklung.
    Es ist wie eine Art Durchbruch, was Spirituelles.

    Außerdem möchte ich mal was Praktisches erwähnen:
    Menschen die in stabilen Beziehungen leben können sich einfach besser auf ihr Leben - auf ihre Aufgabe konzentrieren.

    PS: von Frauen und in Literatur habe ich wirklich schon von dem Phänomen: kein Kind und kein Kacks gehabt zu haben gehört und gelesen.
    Das schreckt Männer erst mal ab.
    So in Richtung: die ist schwierig, kann bestimmt nicht kochen oder so, oder schlimmer noch: die hat keiner gewollt
    Ich würde da einfach meinen Lebenslauf ein wenig frisieren
    Ein Narr der sich was Schlechtes dabei denkt.
    Du musst doch solchen Unsinn nicht noch Futter liefern.
    Ich glaube: lieber zu wenig Schlechtes erlebt und sich noch seine Sehnsüchte und Illusionen erhalten zu haben als jede Menge Stress mit Männern hinter sich zu haben.
    Letzteres zehrt nämlich.
    Bist auf irgendne Art eben noch jungfräulich.
    Freu dich doch.
    Geändert von Inaktiver User (15.09.2013 um 13:51 Uhr) Grund: verschrieben und vergessen

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