Hallo Sternenfliegerin ... danke für deine Schilderung. So in etwa meine ich das - dass es Situationen / Erlebnisse / Anstrengungen gibt, die einen so beanspruchen, dass man sich quasi ein Stückchen von der Substanz abraspelt. Mir fällt da ein Gummireifen ein - "normale" Beanspruchung" ist der Reifen und die Luft, die man immer wieder aufpumpen kann. Passt man nicht auf und fährt auf der Felge macht man sich was kaputt, was nicht ganz wieder ganz wird.
Klingt jetzt alles theatralisch, so ist es nicht gemeint. Nur Überlegungen.
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12.09.2013, 16:16
AW: Gibts sowas wie eine endliche Lebenszeit-Kraft?

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12.09.2013, 16:22
AW: Gibts sowas wie eine endliche Lebenszeit-Kraft?
In gewisser Weise ist es das, was ich brauche. Ich habe jetzt schon zum 2. Mal zwei Wochen frei genommen. Alle fragen immer: wo fährst du hin? Nirgendwohin - ich ordne mein Leben :-) Finanziell wäre es sicher möglich, wir haben trotz meines Berufseinstieges quasi den Standard Studentenleben beibehalten. Eher ist die Angst da, durch einen Ausstieg den Wiedereinstieg zu gefährden.

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12.09.2013, 16:59Inaktiver User
AW: Gibts sowas wie eine endliche Lebenszeit-Kraft?
An ein von vornherein begrenztes Kontingent an Energie glaube ich nicht.
Ich bin aber überzeugt, dass es Herausforderungen gibt, die einen quasi beflügeln, die nicht anstrengungslos sind, aber dennoch unterm Strich Kraft geben.
Man muss halt für sich herausfinden, was das ist. Ich kann mir vorstellen, dass ein drittes Kind sowas sein kann - bei mir ist es das. Ich hätt es vernünftigerweise nicht bekommen sollen - und doch war und ist dieses Kind meine allergrößte Freude und dasjenige, das mir am meisten "gibt" und ich hab keine Sekunde bereut es bekommen zu haben, obwohl es mit zwei Kindern lange Zeit viel viel einfach gewesen wäre. Genau wie meine drei Hunde für andere der Wahnsinn sind - für mich die pure Erholung.
Ich höre von vielen Seiten, wieviel Energie der Job frisst, und erlebe das auch selbst, seit ich wieder Vollzeit dabeibin. Das ist für mich grad eine neue und spannende Phase, und ich empfinde es noch als Abwechslung - aber ich merke jetzt nach zwei Jahren schon, dass ich dem nicht mein Leben unterordnen werde, und auf lange Sicht würde es genau das heißen, bei den Anforderungen und der Taktung bei der ich arbeite. Der Job ist bei mir eher Energieräuber.
Insondern werd ich mittelfristig sicher eher materiell kürzertreten (auf hohem Niveau, zugegeben) - aber das Leben kann für mich nicht nur Maloche sein, jedenfalls nicht wenn ich die Alternative habe.
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12.09.2013, 17:02Inaktiver User
AW: Gibts sowas wie eine endliche Lebenszeit-Kraft?
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15.09.2013, 14:13Inaktiver User
AW: Gibts sowas wie eine endliche Lebenszeit-Kraft?
Es gibt ja den Begriff: Auszehrung und Berichte von Menschen die sich übernommen haben und nie wieder so richtig davon erholten.
Florence Nightingale soll sich zum Beispiel bis zur Erschöpfung engagiert haben und hat den Rest ihres Lebens ihr Werk vom Bett aus regiert.
Für jeden Menschen kann das aber was Anderes sein.
Mir fällt dann auch noch der Begriff: über Nacht ergraut ein...
Ich glaube schon, bestimmte Ereignisse lassen Menschen sehr schnell altern.
Ganz vorne rangiert auch der Tod von nahen Angehörigen.
Eines Kindes zum Beispiel.
Andere Menschen erleben das Gleiche und stehen wie PHÖNIX aus der Asche daraus auf.
Das muss jeder für sich selbst rausfinden.
Irgendwann finde ich: sollte man seine Kraftquellen gefunden haben.



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