Teams arbeiten ja zusammen, damit verschiedene Menschen mit verschiedenen Kompetenzen von verschiedenen Blickwinkeln ein Problem lösen.
Dass das nicht jeder auf die gleiche Art und Weise tut, finde ich selbstverständlich.
Meistens hat man ja in Teams ein Sprachrohr, einen Tüftler, einen peniblen und einen kreativen. Die sollen ja alle nicht die gleichen Kompetenzen haben wie das Sprachrohr. Zudem hat das Sprachrohr nicht dieselben Kompetenzen wie die anderen. Den Tüftler kann man selten für eine Präsentation abstellen, muss er ja auch gar nicht, er hat genug am Inhalt gefeilt auf seine Art und Weise (so wie ich das kenne, meist zurückgezogen), der Penible biegt das Chaos des Kreativen wieder gerade und der Kreative entdeckt Zusammenhänge auf die der Tüftler nie käme. Das alles wird vom Sprachrohr nach außen verständlich gemacht.
Alle sind aufeinander angewiesen.
So kenn ich es zumindest.
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Ergebnis 21 bis 30 von 44
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08.09.2013, 19:56
AW: Machtmenschen/ Menschen, die den Ton angeben
Geändert von _Farmelli (08.09.2013 um 20:00 Uhr)
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08.09.2013, 20:04Inaktiver User
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08.09.2013, 20:12
AW: Machtmenschen/ Menschen, die den Ton angeben
Ich erlebe das auch nur in jungen Unternehmen, die eine bewusste und klare Teamaufgabenverteilung haben. Da weiß man ganz klar, wenn man zum Projekt kommt: wer ist Teamleiter (Sprachrohr), wer macht die Frickelarbeit etc. Teams werden auch ständig neu gewürfelt. Man weiß aber ganz klar an welcher Position man steht. Würde mich jemals einer in die Position des Peniblen einteilen, ich könnte da gleich sagen: sorry Fehlbesetzung.
Gute Projektmanager, die ihre Teams bewusst aufteilen und Aufgaben verteilen, sind gold wert, fürs Unternehmen und für den Inhalt. Sie wissen, wer in welchem Bereich gut ist und wen man zusammen an ein Projekt setzen kann. Vier laute sendebewusste Menschen an einem Projekt, da hat man Probleme vorprogrammiert.
Um zurück auf die TE zu kommen.
Mir scheints da fehlts an Unternehmenskultur und Teammanagment.
PS: und dazu gehört auch, dass man den Vorteil den einige Machtmenschen mit sich bringen auch als Teil des Teams akzeptieren kann, der darf sich halt nicht als Leithammel lächerlich machen indem er sich über die anderen stellt.Geändert von _Farmelli (08.09.2013 um 20:46 Uhr)
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08.09.2013, 20:47
AW: Machtmenschen/ Menschen, die den Ton angeben
Sehr spannend!!
Ich weiß meist, was ich möchte, spüre das auch recht spontan.
Ebenso, was nicht!
Ich versuche das dann auch für mich!! umzusetzen
Dadurch gelte ich für die Einen als klar und für sich sorgend!
Für Andere als dominant!
Frage: was machen wir heute?
k.A
Ich hab Lust auf Kino!
ok, können wir machen
Welcher Film
hmm, weiß nicht
wie wärs mit XY?
ja, gut, ich weiß eh nicht, was grad läuft
......................
Solln wir Steaks oder Huhn grillen?
Steaks!!!!!
.....................
Heißt und bedeutet für die Einen, super-brauchen sie sich nicht entscheiden
Die Anderen "hören" da raus, wir MÜSSEN ins KINO und DEN Film sehen
Ausserdem essen wir Steaks und sie bekommen KEIN Huhn
.......................
Durch mich und meine Klarheit bewege ich /bewegt sich etwas
Gleichzeitig können diese neuen Ideen oft als bestimmend rüberkommen
ES ist dann auch oft nicht nur für die Anderen anstrengend, sondern auch für mich......ich WILL keinen überfahren, nicht meinen Willen durchsetzen!!
Aber wenn nix kommt......gehe ich halt gern in DEN Film und esse Steaks
Jemand hat mal gesagt, dadurch kommt es zu Situationen, dass ich gern das Essen planen/kaufen möchte, während andere noch nicht mal merken, das sie hungrig sind
Den Spruch fand ich gutEs wird Zeit für eine neue Signatur
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08.09.2013, 20:54
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08.09.2013, 21:03
AW: Machtmenschen/ Menschen, die den Ton angeben
Naja. Früher war ich sehr schüchtern. Meine Eltern meinten, das ist angeboren, Veranlagung.
Ich bin aber, was das Angeborene betrifft, ein sehr lebhafter, lebensbejahender und fröhlicher Mensch.
Die Zeit hat gewirkt und vieles hat sich verändert. Mein lebhafter Typ hat sich durchgebissen und viel gekämpft, vor allem im Berufsleben, wo ich anfangs immer untergebuttert wurde (bin auch schon mit 16 ins Berufsleben reingeschmissen worden und war noch ein verschüchtertes Kind).
Irgendwann habe ich mir nichts mehr sagen lassen von Leuten, die mir versucht haben, was vor zu machen. Das hatte ich gar nicht mehr nötig, denn mir war klar, das, was ich geleistet habe, soll mir erst einmal jmd. nachmachen.
Ich möchte niemanden bevormunden. Das kommt aber bestimmt bei vielen meiner Kollegen anders rüber, denn: ich bin sehr lebhaft! Wenn ich eine Idee habe, gebe ich sie preis in den dafür vorgesehen Sitzungen. Warum sollte ich diese Gelegenheiten verstreichen lassen? Ich möchte was bewegen, das Arbeitsleben mit gestalten und ich möchte nicht immer nur lieb sein müssen und den ganzen Tag lächeln! Mir ist nicht immer zum Lächeln zumute und manche Aufgaben sind auch nicht mit einem Lächeln zu bewältigen.
Beruflich bin ich weit gekommen. Ich sehe immer das Ziel und auch die Kollegen, aber ich sehe auch die Kollegen, die etwas behindern wollen und da kenne ich keinen Spaß. Dagegen wehre ich mich so ehrlich und offen es eben geht. Ich bringe die Konflikte zur Sprache.
In meiner Freizeit gehe ich es legerer an. Ich muss nicht jeden Konflikt mit bearbeiten. Ich fühle mich nicht immer angesprochen, auch wenn es den Bekanntenkreis insgesamt betrifft. Ich schütze mich und grenze mich ab. Wenn ich sehe, das jmd. Hilfe benötigt, dann bin ich auch da für denjenigen.
Aber ich bin mir sicher, ich werde auch wegen meiner Offenheit misstrauisch beobachtet. Das ist nicht allen geheuer.
Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
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09.09.2013, 12:48Inaktiver User
AW: Machtmenschen/ Menschen, die den Ton angeben
@ Farmelli, das hast Du sehr schön beschrieben. Solche Teams funktionieren am besten. Wenn jedes Teammitglied sich seiner Stärken und Schwächen bewusst ist und die Stärken und Schwächen der anderen kennt. In so einem Team habe ich auch mal gearbeitet. Das war eine sehr konstruktive Arbeit. Jedes Teammitglied wusste immer genau, wer in der jeweiligen Situation am besten geeignet ist und wer sich besser mal zurück hält. Wir haben gemeinsam sehr viel bewegt. Und ich habe sehr viel über mich gelernt und habe viel Kraft aus dieser Zusammenarbeit geschöpft.
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09.09.2013, 15:02Inaktiver User
AW: Machtmenschen/ Menschen, die den Ton angeben
Leise Menschen, die im Hintergrund arbeiten, können doch trotzdem Machtmenschen sein, oder nicht?
Nur weil man nicht der Tonangeber ist, ist man doch nicht passiv. Manche können auch was bewirken, obwohl sie eben nicht so präsent sind, wie jemand der viel tut und gerne redet. Da gibt's doch auch unterschiedlichste Typen.
Die Teamkonstellation von Farmelli find ich super, hatte sie leider aber auch noch nie.
Ich bin zugegebenermaßen auch eher jemand der ruhigen, der alleine im Büro was tüftelt, hatte anfangs auch immer Probleme, weil mir in Teambesprechungen keiner zugehört hat, oder ich zulange gewartet habe, oder eben gar nicht auf mich eingegangen wurde, weil ich das halt zu zaghaft einfüge und so der Inhalt kaum zur Geltung kommt. Oft hat das auch dann dazu geführt, dass ich gar nichts mehr gesagt habe.
Ich bin dann zu der Methode übergangen, das dann einen Kollegen oder Vorgesetzten unter zwei Augen vorzuführen, der dann vielleicht eher ein Sprachrohr ist und das gerne in größeren Besprechungen verbreitet, da ich für Präsentationen echt ungeeignet bin, außer ich bereite mich Tage vorher darauf vor. Die Methode funktioniert auch super, denn alleine komme ich z.b. auf mehr Ideen, als in der Gruppe und in Gruppen komme ich nicht so gut zu Wort, wie in nem Zweiergespräch.
Indem ich mir aber bei Einzelnen Gehör verschaffe, so dass die merken, meine Ideen sind ab und an brauchbar, komme ich auch zu meinem Ziel, vielleicht nicht als Machtmensch, aber das muss ich ja nicht sein.
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10.09.2013, 07:51
AW: Machtmenschen/ Menschen, die den Ton angeben
Danke für die Erklärung mary
Geduld ist das Vertrauen, dass alles kommt, wenn die Zeit dafür reif ist.
Gut sein ist edel. Andere lehren, gut zu sein, ist noch edler.
Und leichter.
(Mark Twain)
In der Liebe und beim Singen kann man nichts erzwingen.
Das Gedächtnis ist ein sonderbares Sieb. Es behält alles Gute von uns und alles Üble von den anderen.
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10.09.2013, 08:42Inaktiver User
AW: Machtmenschen/ Menschen, die den Ton angeben
@Twix25,
genau wie du es beschreibst, sehe ich mich selbst auch. Es ist kein Willen aufdrängeln, aber ich hab eben so viele Ideen und Lust auf bestimmte Dinge, die mich in dem Moment eben begeistern, so dass ich es ausspreche. Und nicht selten wird das dann aufgegriffen. Es stört mich aber auch nicht, wenn jemand einen anderen guten Vorschlag macht, das nehme ich gern an. Ich weiß aber meistens, was ich will. Kompromisse sind trotzdem kein Problem.
Ton angeben klingt immer so "machthaberisch", aber ich denke manchmal, dass es einfach sooooo peinlich ist, wenn in einer Runde, wo eine Fragestellung aufgeworfen wird, niemand seinen Senf dazu kleckert. Das war schon immer so, dieses peinliche Schweigen mochte ich nie und hab deshalb eben was gesagt. Und heute natürlich mit mehr Grips dahinter, perfekt ist es nie, aber ein Anfang, der sich evt aufzugreifen lohnt und wo eine fruchtbare Diskussion in Gang kommt.
@animosa
Ich möchte niemanden bevormunden. Das kommt aber bestimmt bei vielen meiner Kollegen anders rüber, denn: ich bin sehr lebhaft! Wenn ich eine Idee habe, gebe ich sie preis in den dafür vorgesehen Sitzungen. Warum sollte ich diese Gelegenheiten verstreichen lassen? Ich möchte was bewegen, das Arbeitsleben mit gestalten und ich möchte nicht immer nur lieb sein müssen und den ganzen Tag lächeln! Mir ist nicht immer zum Lächeln zumute und manche Aufgaben sind auch nicht mit einem Lächeln zu bewältigen.
Genau das! Ich bin auch so und greife Gelegenheiten beim Schopf. Trotzdem weiß man ja, wann man den Mund auch mal zu halten hat oder wann es vielleicht vergebene Mühe ist. Man wird ja älter und schlauer ;-)
@Susisa
Denke, das ist persönlichkeitsbedingt, aber vielleicht gab's mal ein Schlüsselerlebnis. Meist kennt man dieses aber auch nicht bewusst.Wie man zu so einem wird (Kindheit, Erziehung, Enttäuschungen(?))
Ja, so könnte es sein, aber nicht nur. Ein Mensch, der tonangebend ist über längere Zeit, muss sich durch mehr beweisen, als nur zu tun was er will. Keiner in den Weg stellen, heißt das für dich automatisch, dass man andere Meinungen nicht akzeptiert? Das ist sicherlich nicht der richtige Weg für einen tonangebenden Menschen, das über längere Zeit zu bleiben ;-)Welche Eigenschaften solche Menschen haben (Reicht es z.B. einfach nur zu tun, was man denkt/will, so lange einem sich keiner in den Weg stellt?)
Dieser Denkansatz ist nicht immer zielführend. Macht ausüben muss nicht wichtig sein, vielleicht ist es zB mir nur wichtig, dass es vorwärts geht und nicht stehen bleibt. Unangenehme Zustände auszuräumen könnte vllt dahinter stecken, Erwartungshaltungen von Unternehmen zu erfüllen etc. Und wenn man diese Aufgabe anvertraut bekommen hat, dann versucht man sie eben zu erfüllen. Ich weiß nicht, ob du verstehst, wie ich das meine?Warum ist das für manche Menschen überhaupt so wichtig Macht auszuüben???


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