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  1. Inaktiver User

    AW: Ist das Leben der Anderen interessanter?

    Hallo sina_lei,

    Du hattest doch Umzugspläne (finde ich total interessant und spannend!) Und?

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    AW: Ist das Leben der Anderen interessanter?

    Zitat Zitat von Meagan Beitrag anzeigen
    Für wen ?? Ich finde Langeweile tödlich !
    Zunächst einmal für mich, aber bei anderen (auch Kindern) beobachte ich es auch: Wenn man sich mal der Langeweile aussetzt und nicht hektisch versucht sie zu vermeiden oder sich abzulenken, passiert was. Sie wirft mich auf mich selbst zurück, ich komme nach einer Weile auf neue Gedanken und Pläne und irgendwann auch wieder in ein selbstvergessenes Tun, also in den Flow, bei was auch immer. Dann ist die Langeweile natürlich wieder weg. Aber sie ist immer wieder mal als Kontrast und als Leer-Zeit gut dafür.

  3. Inaktiver User

    AW: Ist das Leben der Anderen interessanter?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Man erzählt ja auch normalerweise nicht das langweilige. Langweilig hat jeder selber genug. Manche die ruhige Form, in der man wenigstens noch auf gute Gedanken kommen kann, und manche die betriebsame.
    Stimmt, aber manche können halt besser Geschichten erfinden oder ausschmücken als andere. Andere halten dann einfach die Klappe und so kann der Eindruck entstehen, das eine Leben sei interessanter als das andere.

  4. Inaktiver User

    AW: Ist das Leben der Anderen interessanter?

    Vor einiger Zeit gab es mal einen tollen Artikel in einer Online-Zeitung. Den Link finde ich leider nicht mehr, aber es war geschrieben als Brief eines Vaters an seine Tochter. Er bedauerte darin, dass Kinder sich heute offenbar nicht mehr langweilen dürfen.

    Unter anderem schrieb er sinngemäß etwas wie: "Wenn mir als Kind langweilig war, setzte ich mich ans Fenster und schaute den Regentropfen zu, wie sie über die Scheiben liefen. In meiner Phantasie entstanden aus den Formen Figuren, mit denen ich ganze Geschichten erfand."

    Mir ist auch als Erwachsene Langeweile wichtig. Manchmal werde ich dabei kreativ. Manchmal habe ich Gedanken oder Einsichten, auf die ich bei ständiger Aktion gar nicht gekommen wäre. Manchmal gebe ich mich einer Trauer hin. Manchmal gibt sie mir Raum, um mich so richtig über irgend etwas zu freuen. Manchmal führe ich ellenlange Selbstgespräche. Manchmal ... undundund.

    Von außen betrachtet ist mein Leben alles andere als langweilig. Umso mehr brauche ich diese Langweiler-Phasen, um zu mir selbst, meiner Kreativität, meinen Gefühlen und allem, was sonst noch zu mir gehört, zurück zu kehren.

    Wie viel Aktion und wie viel Langeweile man braucht, kann nur jeder für sich entscheiden. Und sobald man das halbwegs zur eigenen Zufriedenheit balanciert hat, ist man auch nicht mehr "angefressen, was andere alles erleben".

    Das ist zumindest meine Erfahrung.

  5. Inaktiver User

    AW: Ist das Leben der Anderen interessanter?

    Ich finde Langeweile auch wichtig
    Nach 2 Tagen gammeln hab ich gerad einen Flow und Berg abgearbeitet.

    @VictoriaSiempre - aus meiner Traumstadt . Ich grüße dich!
    Die Umzugspläne hab ich auch noch. Hat noch etwas Zeit. Es gibt 2 Versionen: Kleine Schnuckelstadt nah zur Tochter. Wäre machbar. Eine am Meer. Zu weit weg? Damit würde ich lieber noch länger warten.

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    AW: Ist das Leben der Anderen interessanter?

    Zitat Zitat von Meagan Beitrag anzeigen
    Für wen ?? Ich finde Langeweile tödlich !
    Langeweile ist für einige Menschen wichtig, um die Batterien wieder aufzufüllen, neue Perspektiven und Kreativität zu entwicken. Leerlauf fürs Gehirn quasi. Ich hab über 40 Jahre gebraucht, um Langeweile schätzen zu lernen.

    sina-lei
    für mich klingt das ein bisschen wie Midlifekrisis, so nach dem Motto "Das wars schon? kann nicht sein..." Da passt auch das empty-nest mit rein. Hör mal auf deine Freunde, wenn die dir sagen, dass du viel machst. Vielleicht nimmst du einige Dinge als "normal" und Gott gegeben, die es so nicht für jeden sind. Zudem sind die sozialen Netzwerke manchmal wirklich eine Pest: Überall steht, was andere tun, (sich) geleistet haben - da kann man schon mal auf den Gedanken kommen, das Leben der anderen sei interessanter. Fragt sich nur, für wen! Wildwusel hat wunderbar beschrieben, wie unterschiedlich Prioritäten sein können.
    Ich möchte später meine Textilsucht - spinnen, stricken, nähen, weben - weiter ausleben können, einen kleinen Garten haben und viele Bücher mit Zeit, sie zu lesen, plus wenige aber supergute Freunde für tolle Gespräche, die auch noch gut kochen können Im Moment frisst mein Job mich manchmal auf, so dass ich teilweise nix außerhalb dessen erzählen kann. Auch gut. Für andere wäre mein Leben unerträglich: Zu wenig los.
    Es geht nicht darum ein allgemein anerkanntes Leben zu führen. Es geht darum, das eigene Leben zu führen.

    Die Aussage
    Hab die Welt gesehen. Das war schön. Vermisse ich im Großen nicht. Manchmal im Kleinen.
    wäre für mich ein möglicher Schlüssel zu der kleinen (von mir so wahrgenommenen) Unzufriedenheit, die dich hier schreiben lässt. (Ich beneide dich ein bisschen - ich hätte gerne etwas mehr von der Welt gesehen, aber ich habe ja auch noch Zeit)
    Was möchtest du denn tun, wenn keine Schwierigkeiten im Raum ständen? Wo würdest du gerne hin, was würdest du gerne sehen oder tun?
    Ein Verstand, der einmal
    durch eine neue Idee über sich hinaus wuchs,
    kehrt niemals
    zu seiner ursprünglichen Form zurück.

    [Oliver Wendell Holmes]

  7. Moderation

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    AW: Ist das Leben der Anderen interessanter?

    Zitat Zitat von ellipell2 Beitrag anzeigen
    Langeweile ist für einige Menschen wichtig, um die Batterien wieder aufzufüllen, neue Perspektiven und Kreativität zu entwicken. Leerlauf fürs Gehirn quasi. Ich hab über 40 Jahre gebraucht, um Langeweile schätzen zu lernen.
    Ich vermute, unterschiedliche Leute reden da über unterschiedliche Dinge.

    Für mich ist Langeweile meistens, an Orten sein zu müssen, wo ich nicht sein will, und Sachen tun zu müssen, die mich nicht interessieren. Diese Momente, wo die dahintickende Uhr der einzige Trost ist, weil Zeit vergeht, aber gleichzeitig die Quelle der Verzweiflung, weil sie es in einem Tempo tut, als stürze sie in ein schwarzes Loch.

    Wenn meine Zeit meine eigene ist, oder wenn ich mich an Orten, wo ich sein muß aber nicht sein will zumindest geistig ablenken kann (weil meine Aufmerksamkeit nicht von einer geisttötenden Tätigkeit okkupiert wird) ist mir auch nicht langweilig. Dann ist es ausgesprochen entspannend, mal eine halbe Stunde nichts weiter zu tun, als der Katze beim Schlafen zuzusehen, denn ich könnte ja auch jederzeit etwas anderes machen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Ist das Leben der Anderen interessanter?

    Das Leben der anderen scheint mir vor allem deshalb interessanter zu sein, einfach weil ich es nicht kenne. Mein eigenes Leben kenne ich, deshalb scheint es zunächst einmal uninteressant, bzw. unspannender zu sein. Hinzu kommt die menschliche Neu_gier, die immer nach Neuem sucht, weil das Neue Spannung verspricht.

    Bei näherem Hinsehen kann man aber oft erkennen, dass auch das eigene Leben viel Potenzial für Spannung bereithält....

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    AW: Ist das Leben der Anderen interessanter?

    Darauf zu sehen, was die anderen alles für tolle Sachen machen ist langweilig. Nicht alle Menschen legen eine tolle Karriere hin, es gibt genug Geringverdiener auf der Welt, diese Menschen können nicht Gott weiß wohin reisen. Vielleicht wächst ein Interesse an irgendeiner Sache aus deiner Langeweile.

    Früher in der Schule hat mich Geschichte nie interessiert. Mir hat es nicht gefallen, wenn ich z. B. etwas über Karl den Großen gehört habe, aber nichts über die Geschichte wusste. Also habe ich mich reingekniet und am Wochenende hat es sich ergeben, dass ich Räume besichtigt habe, die sehr geschichtstärchtig waren und heute noch sind. Das war ein beeindruckendes Gefühl dort zu stehen und vor allem habe ich mich gefreut, dass ich das, was bei der Führung erzählt wurde auch verstanden habe.

    Es gibt mit Sicherheit irgendetwas, was dich interessieren könnte und was du dir mit weniger Geld leisten kannst.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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    AW: Ist das Leben der Anderen interessanter?

    Hallo Sina-lei,

    was an deinem Leben ist nicht so wie du es dir wünschst ? Was hindert dich daran, Dinge so zu gestalten, wie du sie möchtest. Wenn du kein aktives Hobby hast und auch keines willst, dann ist das doch ok. Wenn du aber weisst, was du gerne als Hobby machen möchtest, warum tust du es dann nicht ?
    Du wirkst irgendwie unzufrieden, ohne genau zu wissen, warum.
    Mach doch mal eine Plus-Minus Aufstellung, so in dem Sinne was hab ich, was will ich, was läuft schlecht, was ist gut...

    Ich denke, jeder sieht im Leben anderer etwas, was er/sie selbst gerne hätte. Vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass man nicht wirklich einen umfassenden Einblick in das Leben anderer hat und nur einige Rosinen herauspicken möchte. Das ist legitim, aber im eigenen Leben gibt es doch sicher auch einiges, was andere gerne hätten ?

    Alles Gute für dich

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