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    AW: Identitätsverlust?

    Zitat Zitat von knuspernudel Beitrag anzeigen
    Ich bin 24. Ja, er ist 13 Jahre älter. Momentan leben wir eher nach seinen Plänen. Also denke ich dass es nicht passt.

    Ich will momentan eigentlich nur wieder in meine Heimat - das wäre da gewesen, wo es den Job 600 km weg von hier gab. Ich will mich ausprobieren - in jeder Hinsicht. Naja, man will ja immer das, was man grad könnte, aber nicht hat. Und Heimweh ist eigentlich schon ein Luxusgefühl. Ich lebe jetzt seit fünf Jahren hier (Ausbildung gemacht) und werde hier einfach nicht warm. Ich hab Bekannte, aber keine Freunde und ich kann mich für nichts begeistern, was es hier in der gegend oft gibt (viele Vereine- Sport, Fasching, Chöre...) Und irgendwie lerne ich auch nie Leute in meinem Alter kennen. Alle immer älter.

    Zu seinen Plänen passt das nicht, weil er sein Elternhaus mit Eltern übernommen hat und in drei Jahren da wohnen will und auch Kinder haben will. Für mich fühlt sich das viel zu früh an und das Haus mag ich auch nicht. Seine Eltern sind zwar in Ordnung aber ich freu mich auch nicht grad drauf, die jeden Tag sehen zu müssen... Zumal meine Familie jetzt nicht grad um die Ecke wohnt. Wenn ich ihn darauf anspreche wird er sauer. Er will halt nichts anderes und kann sich keine Alternative vorstellen.
    ich finde, dass aus diesem Post schon sehr klar deine eigentliche Richtung spricht, also das, wo die Energie, das Interesse, die Begeisterung hinfließt (und darum geht es). 13 Jahre Unterschied müssen nix heissen, aber in eurem Alter können sich da Welten auftun. Du schreibst selbst sehr klar, dass du dich ausprobieren willst, er scheint gefestigter zu sein und Familie haben zu wollen. Ihr steht demnach an sehr konträren Punkten. Das hat nix mit deinen Ansprüchen zu tun, sondern das sind einfach Lebensphasen und es ist für alle Beteiligten besser, da keine faulen Kompromisse zu machen, sondern zu akzeptieren, dass es nunmal so ist. Was das in der Konsequenz bedeutet, das musst du dir dann eben überlegen bzw mit ihm besprechen.

    In sein Elternhaus ziehen, in dem die Eltern unter einem Dach wohnen - also da kann ich aus meinen persönlichen Erfahrungen nur abraten. Und ich denke, das ist sowas von konträr zu dem, wo du jetzt stehst, das wäre das dümmste, was du machen könntest.

    Es gibt, deinem Post zu schließen, sehr viel Punkte, die für einen Umzug zu diesem Traumjob sprechen. Nimm dich da ernst und versuch dich nicht wo reinzupressen, wo du eigentlich nicht hinwillst. Wenn das mit etwaigen gesellschaftlichen Bildern oder familiären Erwartungen kollidiert, die du vielleicht in dir trägst, dann ist das eben der Reifungsprozess, durch den du durchmusst. Viele von den Bildern und Glaubenssätzen sind nämlich nur in unseren eigenen Köpfen. Je selbstverständlicher und authentischer wir das leben, was wir wirklich wollen, um so mehr wird das auch akzeptiert. Und wenn nicht - nicht unser Problem.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  2. Inaktiver User

    AW: Identitätsverlust?

    Hör auf dein Herz: Umzug in die Heimat. Mit dem Freund das passt nicht. Seine Pläne sind nicht deine. Dann wird er mit einer anderen Frau sicher glücklicher.

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    AW: Identitätsverlust?

    Zitat Zitat von beklamo Beitrag anzeigen
    Liebst du deinen Freund? Also so richtig?
    So richtig? Nach meinen Vorstellungen kann ich die Frage seit einiger Zeit leider auch nicht mehr richtig bejahen. Aber das ist ja im ersten Moment kein Grund, gleich alles hinzuschmeißen, dacht ich. Beziehungen haben ja Hochs und Tiefs und ich selber glaube auch nicht unbedingt daran, dass man eine Person ununterbrochen lieben kann...In Beziehungen gibt es ja deswegen öfter "Neuanfänge". Und Trennungsgründe sind ja meistens nicht "zu wenig Liebe" sondern kommen von irgend etwas anderem her. Unerfüllte Bedürfnisse etc...Warum kann man denn momentan nicht lieben? Naja, ich denke zumindest, das Liebe zu oft romantisiert wird. Man bekommt schließlich überall Bilder von verliebten Paaren vorgesetzt und weil das ja sooo schön ist, will man dann auch immer dazu gehören - und tendiert dann eher mal dazu, seine "alte" Beziehung zu kritisieren. Man sieht ja oft immer nur das, was einem fehlt. Noch dazu kommt, dass man in seinem Leben ja nicht sagen kann, ob man jemanden "richtig" liebt, weil ja später immer noch jemand kommen könnte, bei dem man noch mehr fühlt, als man sich je gedacht hätte. Man kann ja nur an der Vergangenheit "messen". Und man liebt auch nie jede Person auf die gleiche Art ...Ich schweife ab.
    Ich war nicht rosarot verliebt in meinen Freund, als wir zusammen gekommen sind - so, wie man das eben kennt - aber ich er hat mich sehr glücklich gemacht und so hatte ich ihn halt auf eine andere Art lieben gelernt.


    Danke für eure Beiträge!

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    AW: Identitätsverlust?

    ch war nicht rosarot verliebt in meinen Freund, als wir zusammen gekommen sind - so, wie man das eben kennt - aber ich er hat mich sehr glücklich gemacht und so hatte ich ihn halt auf eine andere Art lieben gelernt.
    was meinst du damit? Wie bzw mit was hat er dich glücklich gemacht? Mit Aufmerksamkeit, Bestätigung, sonstwas? Das ist nicht so leicht zu beantworten, wie es sich liest, ich weiss. Eine Antwort oder alleine schon das darüber Nachdenken könnte aber erhellenden Aufschluss über deine Bedürfnisse, die da dahinter stehen, geben und die sind für die Entscheidungsfindung ja auch nicht unerheblich.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Identitätsverlust?

    Ich hatte vor dieser Beziehung eine ziemlich schlechte Partnerschaft, unter der mein Selbstwertgefühl gelitten hatte. Mir hat es einfach gut getan, dass ich bei ihm so sein konnte, wie ich war und dafür sogar noch geliebt wurde. Er hat mich lieb und gut behandelt und das hat mich irgendwie gerührt.
    Irgendwie sollte das ja was selbstverständliches sein in einer funktionierenden Beziehung- für mich war es das vorher aber nicht.

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    AW: Identitätsverlust?

    Zitat Zitat von knuspernudel Beitrag anzeigen
    Ich hatte vor dieser Beziehung eine ziemlich schlechte Partnerschaft, unter der mein Selbstwertgefühl gelitten hatte. Mir hat es einfach gut getan, dass ich bei ihm so sein konnte, wie ich war und dafür sogar noch geliebt wurde. Er hat mich lieb und gut behandelt und das hat mich irgendwie gerührt.
    Irgendwie sollte das ja was selbstverständliches sein in einer funktionierenden Beziehung- für mich war es das vorher aber nicht.
    Das was du für ihn - so wie sich das für mich liest - empfindest, ist keine Liebe, sondern Dankbarkeit. Ist zwar auch ein sehr, sehr wichtiges Gefühl, ist aber was anderes wie Liebe.
    Nach zweieinhalb Jahren Beziehung ist die Liebe normalerweise noch recht lebendig. Was du allerdings über eure Beziehung, bzw. dein Gefühl für ihn schreibst, klingt sehr abgeklärt. Dass du in diesem Konstrukt nicht verharren und alles dafür aufgeben willst, ist verständlich.
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

  7. Moderation

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    AW: Identitätsverlust?

    knuspernudel, nix für ungut, aber du kannst nicht verlieren, was du noch gar nicht richtig ausgebildet hast.

    Du bist erst dabei, deine Identität zu finden und gehst dazu ganz gesund auf innere Distanz zu deinem Partner, dessen Leben du bisher mitgelebt hast. Guter Weg, wie ich finde. Du musst auch kein schlechtes Gewissen haben; es ist dein Leben!
    Wenn sich sein Plan mit dem Haus und den Kindern in drei Jahren (liest sich sehr programmatisch) für dich nicht gut anfühlt, dann überlege, was für dich infrage käme, wo du dich in diesen drei Jahren siehst und ob du denkst, dass dir das wirklich reicht. Glaube ich nämlich nicht.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
    Arnulf Rating

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    AW: Identitätsverlust?

    Zitat Zitat von knuspernudel Beitrag anzeigen
    Ich will mich ausprobieren - in jeder Hinsicht. Naja, man will ja immer das, was man grad könnte, aber nicht hat. Und Heimweh ist eigentlich schon ein Luxusgefühl.
    merkst du, wie du dich selber einengst? Dir selber was verbietest und unmöglich und lächerlich machst? Nur in den 3 Sätzen da oben!

    Natürlich sollst du dich selber ausprobieren, dafür ist das Leben da!

    Und wenn dein Freund zu seinen Eltern zieht (schauder) und dich am liebsten da mit einbinden will und mit dir Kinder haben will an einem Ort, an dem du nicht gerne bist .... dann steuer dagegen an und mach das, was du wirklich willst.

    Zitat Zitat von knuspernudel Beitrag anzeigen
    Wenn ich ihn darauf anspreche wird er sauer.
    Toll. auch ne Art von Erpressung.
    see you on be friends online!

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    AW: Identitätsverlust?

    Zitat Zitat von knuspernudel Beitrag anzeigen
    So richtig? Nach meinen Vorstellungen kann ich die Frage seit einiger Zeit leider auch nicht mehr richtig bejahen. Aber das ist ja im ersten Moment kein Grund, gleich alles hinzuschmeißen, dacht ich. Beziehungen haben ja Hochs und Tiefs und ich selber glaube auch nicht unbedingt daran, dass man eine Person ununterbrochen lieben kann...In Beziehungen gibt es ja deswegen öfter "Neuanfänge". Und Trennungsgründe sind ja meistens nicht "zu wenig Liebe" sondern kommen von irgend etwas anderem her. Unerfüllte Bedürfnisse etc...Warum kann man denn momentan nicht lieben? Naja, ich denke zumindest, das Liebe zu oft romantisiert wird. Man bekommt schließlich überall Bilder von verliebten Paaren vorgesetzt und weil das ja sooo schön ist, will man dann auch immer dazu gehören - und tendiert dann eher mal dazu, seine "alte" Beziehung zu kritisieren. Man sieht ja oft immer nur das, was einem fehlt. Noch dazu kommt, dass man in seinem Leben ja nicht sagen kann, ob man jemanden "richtig" liebt, weil ja später immer noch jemand kommen könnte, bei dem man noch mehr fühlt, als man sich je gedacht hätte. Man kann ja nur an der Vergangenheit "messen". Und man liebt auch nie jede Person auf die gleiche Art ...Ich schweife ab.
    Ich war nicht rosarot verliebt in meinen Freund, als wir zusammen gekommen sind - so, wie man das eben kennt - aber ich er hat mich sehr glücklich gemacht und so hatte ich ihn halt auf eine andere Art lieben gelernt.
    Ach Nudel, du knusprige ... das sind so viele Sätze um den heissen Brei rum, dass du nicht so wirklich echt leidenschaftlich in ihn verliebt bist. oder ihn liebst. Das sind alles so Vernunftgründe.

    Ja, er war gut zu dir, du bist dankbar. Das ist aber was anderes als Liebe. Willst du denn jetzt aus lauter Dankbarkeit und Pflichtgefühl bei ihm bleiben und deine eigene Erfüllung hintenanstellen? Das kann's doch nicht sein, oder?
    see you on be friends online!

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    AW: Identitätsverlust?

    Zitat Zitat von Rotweinliebhaberin Beitrag anzeigen
    Ach Nudel, du knusprige ... das sind so viele Sätze um den heissen Brei rum, dass du nicht so wirklich echt leidenschaftlich in ihn verliebt bist. oder ihn liebst. Das sind alles so Vernunftgründe.

    Ja, er war gut zu dir, du bist dankbar. Das ist aber was anderes als Liebe. Willst du denn jetzt aus lauter Dankbarkeit und Pflichtgefühl bei ihm bleiben und deine eigene Erfüllung hintenanstellen? Das kann's doch nicht sein, oder?
    Jaa, ich bin offensichtlich ein Kopfmensch... und Dankbarkeit fühlt sich scheinbar ganz anders an, als ich dachte...

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