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  1. Inaktiver User

    AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich mich mal einmischen darf:

    Ich war dick(er), und ich war/bin sehr schlank bis schlank. Sport getrieben habe ich immer, aber schlanker bin ich fitter. Logisch - weniger Gewicht zu bewegen.

    Gewicht ist Einstellungssache. Natürlich gibt es Menschen, die bleiben leichter schlank, andere nehmen schneller zu. Ich übrigens auch. Aber es ist trotzdem eine Entscheidung. Die Gene bestimmen nicht, wie wir leben, und was wir essen und trinken.

    Dicksein ist sicher nicht "unnormal" im negativ wertenden Sinne. Aber nicht die natürliche Norm.

    Und schau Dich doch im Tierreich um, Mondmaid: wo gibt es in der Wildbahn wirklich dicke Tiere? Doch, es gibt welche, aber da hat der Speck eine Funktion: überwintern zum Beispiel. Kälteschutz.

    Ein Tier, was rennen/jagen muß, darf/kann nicht dick sein. Das Argument finde ich schon überzeugend. Da muß man nicht den Steinzeitmenschen bemühen. Und wenn Du mit Hund oder Katze oder Maus oder was auch immer zum Tierarzt gehst: kein Tierarzt wird sagen: "Ah, eine Rubenskatze: wie hübsch. Steht ihr aber gut." Jedes dicke Tier wird auf Diät gesetzt, weil Übergewicht einfach nicht gut für Gesundheit und Wohlbefinden ist. Ich rede auch nicht von 5 Kilo. Aber allein der BMI läßt ziemlich viel Spielraum. Mit einem BMI von 25 habe ich definitiv mehr als einen Speckring. Das mag noch normalgewichtig sein - schlank ist das nicht mehr.

    Wir leben in einer Überflußgesellschaft, mit gleichzeitigem Mangel an emotionaler Wärme und Nähe - das ist das Problem.

    Normalerweise würde man sich so entwickeln, wie es für ein Klima, eine Region sinnvoll erscheint.
    Da kann es durchaus sein, dass Menschen, die in ständiger Kälte leben, einen langsameren Stoffwechsel haben als Leute, die in warmen Regionen leben..
    Was die Natur nicht vorgesehen hat (wie konnte sie das auch ahnen...) sind konzentrierte Lebensmittel, zuviel Zucker, zuviel Kohlenhydrate...und das Ganze abgemischt mit zuwenig Bewegung.
    Das begünstigt neben Übergewicht auch etliche Zivilisationserkrankungen: Diabetes, Herzinfarkte, ect - letztlich sind viele Leute fehlernährt, obwohl es ein unendlichen Angebot an Nahrungsmitteln gibt.

    Aber das ist ja nur eine Seite der Medallie..gleichzeitig werden die Normen, wie man auszusehen hat, enger - warum auch immer. Das zwischenmenschliche Klima kühlt immer mehr ab. Es wird bewertet, beurteilt...warum sollte mich die Figur einer anderen stören?
    Da kehre ich doch lieber vor meiner eigenen Tür ;-)

    ...vielleicht müssen wir heute nicht mehr so zusammenhalten...wir müssen nicht mehr gemeinsam jagen/fischen - wir fahren 1 x in der Woche in den Supermarkt, habens eilig und freuen uns, wenn wir nicht aufgehalten werden :-/
    Irgendwie schade...ich wüsste nicht, was ich ohne mein "soziales Umfeld" anstellen sollte...mir würde da gewaltig was fehlen.
    Geändert von Inaktiver User (07.09.2013 um 09:37 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Äußerlichkeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gute Frage und gute Gedanken.

    Mein Ansatz wäre, (jungen) Frauen mehr Wege aufzuzeigen, mehr Fantasien und mehr Ideen zu vermitteln, wie sie auch abseits des Mainstream ihren Weg gehen können. Und dass es dabei eben nicht in erster Linie um die äußeren Werte geht, die dann noch normativ sein sollen. Nach dem Motto: sei jung, schlank, schön - der Rest soll sich bitte als Publikum unsichtbar machen.
    Frauen haben heute die große Chance, auf allen Gebieten von Wissenschaft & Kunst auf sich aufmerksam zu machen, sie können sich sozial engagieren oder die Welt entdecken - es wäre ein Jammer, wenn Energie & Potentiale sich nur mit der "richtigen" Kleidergröße oder Nagellackfarbe befassen würden. Auch, wenn es zur Astronautin nicht reicht.

    Ich denke sogar, das findet bereits statt, über Blogs etc. Da solche Kanäle kommerziell nicht so gut ausschlachtbar sind, ist die Wahrnehmung der Öffentlichkeit nicht so groß.

    Ist jetzt mehr Theorie & Hoffnung meinerseits, aber warum nicht?

    Yepp. Ich bin auch für mehr Kreativität, was Äußeres angeht. Es muss nicht immer Mainstream sein und sich unsichtbar machen...ach - das funktioniert doch eh nicht.
    Für mich ist Äußeres wichtig.

    Inneres natürlich auch...ich finde es toll, wenn Frauen Karriere machen, sich in Wissenschaft ect selbst verwirklichen und nicht beim Nagellack hängen bleiben...
    Interessanterweise sind es oft nach heutigen (bedenklichen )Schönheits- Standards attraktive Frauen, die "es" geschafft haben...

  3. User Info Menu

    AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake

    In meiner letzten Firma, in der ich gejobbt hatte, fiel mir etwas auf, das vielleicht hier hereinpasst.

    Die Managerebene bestand aus einem relativ großen Frauenanteil, wobei diese Frauen vom Typ her irgendwie gleich wirkten:

    Zwischen 35 und 40, relativ viel Makeup, extrem schlank, fast androgyn, meistens in Hosenanzügen.

    Die von den Formen her weiblicher wirkenden Frauen (jetzt subjektiv gesehen) kamen gar nicht in solche Positionen.

    Irgendwie konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass - zumindest in dieser Firma - Erfolg und Dynamik mit Dünnsein, "anspruchslosere" Arbeitskräfte jedoch eher mit Kurven in Verbindung gesetzt wurden.

    Ist vielleicht nicht repräsentativ, aber bei einigen Beiträgen hier im Thread musste ich daran denken.

  4. Inaktiver User

    AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich spreche nur in diesem Forum zu diesem Thema, in meinem Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis ist das Aussehen nie (!) ein Thema.
    Ist bei mir auch so. Die Figur, das Gewicht etc. werden nie thematisiert. Wenn jemand aber mit einem besonders schicken oder auffallenden Teil auf einer Vernissage aufkreuzt, gibt es durchaus Komplimente dafür (sowohl von Kollegen wie von Kolleginnen).

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist das in Deutschland, das ja auch für seine FKK-Kultur bekannt ist, noch eher verwunderlich, dass so ein Bedürfnis existieren kann.
    Das halte ich für einen sehr interessanten Aspekt. In Ländern, in denen weder in der Sauna noch am Strand Nackte zu sehen sind, mag die Neugier darauf, wie andere unbekleidet aussehen, deutlich größer sein.

  5. Inaktiver User

    AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist das möglicherweise eine Altersfrage?
    Mein Bekanntenkreis ist sehr gemischt, zwischen 20 und 75 ist alles dabei; ich könnte mir vorstellen, dass das in altersmäßig homogeneren Gruppen anders ist.
    Hab ich auch erst gedacht. Aber es hat sich auch fortgesetzt, nachdem sich mein Bekanntenkreis z.B. durch Arbeitskollegen altersmäßig aufgestockt hat.

    Guten Morgen!

    Warum das denn?? Ich mache häufig fremden/nicht nahestehenden Frauen Komplimente - als Frau. Würde Dich das auch stören?

    Darin liegt nun aber wirklich kein Stück Reduzierung.
    Ich denke das ist natürlich Ansichtssache. Auch, wenn ne Frau mir ein Kompliment macht, fühlt sich das auch nicht immer "gut" an und ja ich find das auch geschlechtsunabhängig auf nur einen Teil des Ganzen reduziert.

    Auch wenn das sicher nett gemeint ist. Davon geh ich mal aus. Und ich nimm das dann auch an und sag Danke, weil ich weiß, das Gegenüber meints "gut".

    Aber ich hab da ja jetzt nicht viel dazu beigetragen zu meinem Aussehen. Das ist halt da und ich kanns sicher ein wenig optimieren durch Make-Up, figurangepasste Kleidung, etwas Sport, den Haarschnitt der gut zu mir passt, aber die Grundform bleibt ja mMn, abgesehen von plastischer Chirurgie oder stark herbeigeführten Veränderungen, erhalten.

    Und für die kann ich ja nichts. Deshalb ist es nicht wirklich ein Kompliment. Ist vielleicht aber eher mein komisches Einstellungsding, ich bin was den Bereich angeht vielleicht dadurch, dass ich oft von Leuten umgeben bin, denen Aussehen so wichtig ist, ein bisschen in der Anti-Haltung.

    Wobei ich mich davon natürlich selbst auch nicht freisprechen kann und ich auch ab und an je nach Gemütslage zu viel Wert drauf lege. Finde aber eigentlich, gibt's wichtigere Sachen und das ist mal wieder so ein "Problem" oder "Thema" das man sich selber macht.

  6. Inaktiver User

    AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake

    Zitat Zitat von zio Beitrag anzeigen
    In meiner letzten Firma, in der ich gejobbt hatte, fiel mir etwas auf, das vielleicht hier hereinpasst.

    Die Managerebene bestand aus einem relativ großen Frauenanteil, wobei diese Frauen vom Typ her irgendwie gleich wirkten:

    Zwischen 35 und 40, relativ viel Makeup, extrem schlank, fast androgyn, meistens in Hosenanzügen.

    Die von den Formen her weiblicher wirkenden Frauen (jetzt subjektiv gesehen) kamen gar nicht in solche Positionen.

    Irgendwie konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass - zumindest in dieser Firma - Erfolg und Dynamik mit Dünnsein, "anspruchslosere" Arbeitskräfte jedoch eher mit Kurven in Verbindung gesetzt wurden.

    Ist vielleicht nicht repräsentativ, aber bei einigen Beiträgen hier im Thread musste ich daran denken.
    Ich glaube sogar, dass da was dran ist. Ich glaube mich daran zu erinnern, von ein paar Studien gelesen zu haben, die besagten, dass Frauen mehr Kompetenz zugesprochen wird, wenn sie männliche Attribute durch Hosenanzug, Haare streng nach hinten, etc. aufweisen.

    Ich hab auch mal aus Spaß an nem vhs Kurs zum selbstbewussten Auftreten teilgenommen, in dem wir die berufliche Position der anderen Frauen im Raum einschätzen mussten. Und da wurden auch diejenigen niedriger eingestuft, die nicht so clean aufgetreten sind, sondern durch Farbkombination, Make-Up, und ersten Eindruck sehr weiblich wirkten.

  7. Inaktiver User

    AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake

    Vielleicht ticke ich da umgekehrt. Daß ich intelligent bin, weiß ich.
    Schönheit kostet mehr Arbeit.

    Nein, tatsächlich möchte ich als gesamte Persönlichkeit wahrgenommen und geschätzt werden: und dazu gehören mein Inneres ebenso wie mein Äußeres, indem sich ersteres auch ausdrückt.

    Ein Kompliment für ein hübsches Kleidungsschnitt, einen tollen Haarschnitt, ein offenes Lächeln, eine postive, Fröhlichkeit verbreitende Ausstrahlung: alles verschiedene Komponenten der Außenwirkung, die doch aber sehr mit der inneren Einstellung zu tun haben und auch nicht von selbst kommen, nichts Unveränderliches sind.

    Natürlich möchte ich nicht auf Äußerlichkeiten reduziert werden, ebenso wenig möchte ich jedoch auf Inneres oder - so klingt das bei Dir - Leistung reduziert werden.

  8. Inaktiver User

    AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht ticke ich da umgekehrt. Daß ich intelligent bin, weiß ich.
    Schönheit kostet mehr Arbeit.

    Nein, tatsächlich möchte ich als gesamte Persönlichkeit wahrgenommen und geschätzt werden: und dazu gehören mein Inneres ebenso wie mein Äußeres, indem sich ersteres auch ausdrückt.

    Ein Kompliment für ein hübsches Kleidungsschnitt, einen tollen Haarschnitt, ein offenes Lächeln, eine postive, Fröhlichkeit verbreitende Ausstrahlung: alles verschiedene Komponenten der Außenwirkung, die doch aber sehr mit der inneren Einstellung zu tun haben und auch nicht von selbst kommen, nichts Unveränderliches sind.

    Natürlich möchte ich nicht auf Äußerlichkeiten reduziert werden, ebenso wenig möchte ich jedoch auf Inneres oder - so klingt das bei Dir - Leistung reduziert werden.
    Ja ich denke das ist einfach eine Einstellungssache. Aber ist ja gut, dass da jeder anders tickt, bzw. sehe ich da schon auch Gemeinsamkeiten.

    Wenn ich nun mal ne große Nase habe, dann bleibt die auch, wenn ich nen super Haarschnitt habe, der mein Gesicht umschmeichelt oder ein meiner Figur entsprechendes Kleid trage. Außer ich lasse sie operieren.

    Ich könnte jetzt die ganze Zeit mich mit meiner Nase beschäftigen, und wie schön ich doch wäre, wenn sie weg, anders wäre, blabla oder aber akzeptieren, dass die nun mal größer ist, als der Durchschnitt und das beste draus machen. Und da ändere ich meine Äußerlichkeit ja nicht, sondern meine Einstellung. Und sicher wirkt die dann nach außen positiver als zuvor. Aber ich werde trotzdem von nem Pinguin nicht zu ner Giraffe. Und sicher bekomme ich dann wenn ich die Einstellung geändert habe, vielleicht mehr Komplimente als vorher, aber nicht, weil ich jetzt mehr den gängigen Schönheitsideal entspreche, sondern einfach weil meine Einstellung positiver auffällt.

    Im ersten Beispiel meinte ich allerdings nicht solche Komplimente, sondern schon Komplimente bzgl. Figur, Gesicht. Also Dinge, die wirklich nicht so veränderbar sind, wie der Pulli oder der Haarschnitt.

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    AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake

    Zitat Zitat von zio Beitrag anzeigen
    Die Managerebene bestand aus einem relativ großen Frauenanteil, wobei diese Frauen vom Typ her irgendwie gleich wirkten:

    Zwischen 35 und 40, relativ viel Makeup, extrem schlank, fast androgyn, meistens in Hosenanzügen.

    Die von den Formen her weiblicher wirkenden Frauen (jetzt subjektiv gesehen) kamen gar nicht in solche Positionen.

    Irgendwie konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass - zumindest in dieser Firma - Erfolg und Dynamik mit Dünnsein, "anspruchslosere" Arbeitskräfte jedoch eher mit Kurven in Verbindung gesetzt wurden.
    Hängt aus meiner Sicht hauptsächlich mit dem für Führungskräfte 'geforderten' Habitus der Askese zusammen.
    Durch einen schlanken/dünnen Körper wird sozusagen nach außen dokumentiert, dass man diesen Habitus der Askese hat, bzw. zumindestens scheinbar hat ... das ganze gilt im Grunde auch für Männer, diese Geschichte hat sich bei den Geschlechtern mittlerweile ziemlich 'angeglichen'.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  10. gesperrt

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    AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Hängt aus meiner Sicht hauptsächlich mit dem für Führungskräfte 'geforderten' Habitus der Askese zusammen.
    Durch einen schlanken/dünnen Körper wird sozusagen nach außen dokumentiert, dass man diesen Habitus der Askese hat, bzw. zumindestens scheinbar hat ... das ganze gilt im Grunde auch für Männer, diese Geschichte hat sich bei den Geschlechtern mittlerweile ziemlich 'angeglichen'.

    VanDyck


    Angeglichen stimmt. Die etwas ältere äußerliche Form der Souveränität bei Männern (Bauch des Wohlstands, "ich kann es mir leisten") stößt bei mir selbst - so ehrlich muss ich sein, auch zunehmend auf Widerstand. Es kommt mir aus der Zeit gefallen vor.

    So muss ich auch zugeben, dass z.B. bei Politikern wie Sigmar Gabriel, Steinbrück oder Managern wie z.B. Ackermann die größe und breite bei mir einen emotionalen Widerstand auslöst. Ich denke da automatisch auf irgendeiner subtilen Ebene an "Herzinfarkt", das löst Unsicherheit aus.

    Gegen eine gewisse Barocke Kompaktheit "ich liebe das Leben und das Essen" Figur habe ich nichts, solange ich das Gefühl habe, die Person die drin steckt ist fit. Wie z.B. Bartoli, Merkel ist ja auch nicht unbedingt schlank, sondern hat eine kompakte Figur.

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