Normalerweise würde man sich so entwickeln, wie es für ein Klima, eine Region sinnvoll erscheint.
Da kann es durchaus sein, dass Menschen, die in ständiger Kälte leben, einen langsameren Stoffwechsel haben als Leute, die in warmen Regionen leben..
Was die Natur nicht vorgesehen hat (wie konnte sie das auch ahnen...) sind konzentrierte Lebensmittel, zuviel Zucker, zuviel Kohlenhydrate...und das Ganze abgemischt mit zuwenig Bewegung.
Das begünstigt neben Übergewicht auch etliche Zivilisationserkrankungen: Diabetes, Herzinfarkte, ect - letztlich sind viele Leute fehlernährt, obwohl es ein unendlichen Angebot an Nahrungsmitteln gibt.
Aber das ist ja nur eine Seite der Medallie..gleichzeitig werden die Normen, wie man auszusehen hat, enger - warum auch immer. Das zwischenmenschliche Klima kühlt immer mehr ab. Es wird bewertet, beurteilt...warum sollte mich die Figur einer anderen stören?
Da kehre ich doch lieber vor meiner eigenen Tür ;-)
...vielleicht müssen wir heute nicht mehr so zusammenhalten...wir müssen nicht mehr gemeinsam jagen/fischen - wir fahren 1 x in der Woche in den Supermarkt, habens eilig und freuen uns, wenn wir nicht aufgehalten werden :-/
Irgendwie schade...ich wüsste nicht, was ich ohne mein "soziales Umfeld" anstellen sollte...mir würde da gewaltig was fehlen.
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07.09.2013, 09:31Inaktiver User
AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake
Geändert von Inaktiver User (07.09.2013 um 09:37 Uhr)
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07.09.2013, 09:45Inaktiver User
AW: Äußerlichkeiten
Yepp. Ich bin auch für mehr Kreativität, was Äußeres angeht. Es muss nicht immer Mainstream sein und sich unsichtbar machen...ach - das funktioniert doch eh nicht.
Für mich ist Äußeres wichtig.
Inneres natürlich auch...ich finde es toll, wenn Frauen Karriere machen, sich in Wissenschaft ect selbst verwirklichen und nicht beim Nagellack hängen bleiben...
Interessanterweise sind es oft nach heutigen (bedenklichen )Schönheits- Standards attraktive Frauen, die "es" geschafft haben...
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07.09.2013, 10:05
AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake
In meiner letzten Firma, in der ich gejobbt hatte, fiel mir etwas auf, das vielleicht hier hereinpasst.
Die Managerebene bestand aus einem relativ großen Frauenanteil, wobei diese Frauen vom Typ her irgendwie gleich wirkten:
Zwischen 35 und 40, relativ viel Makeup, extrem schlank, fast androgyn, meistens in Hosenanzügen.
Die von den Formen her weiblicher wirkenden Frauen (jetzt subjektiv gesehen) kamen gar nicht in solche Positionen.
Irgendwie konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass - zumindest in dieser Firma - Erfolg und Dynamik mit Dünnsein, "anspruchslosere" Arbeitskräfte jedoch eher mit Kurven in Verbindung gesetzt wurden.
Ist vielleicht nicht repräsentativ, aber bei einigen Beiträgen hier im Thread musste ich daran denken.
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07.09.2013, 10:57Inaktiver User
AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake
Ist bei mir auch so. Die Figur, das Gewicht etc. werden nie thematisiert. Wenn jemand aber mit einem besonders schicken oder auffallenden Teil auf einer Vernissage aufkreuzt, gibt es durchaus Komplimente dafür (sowohl von Kollegen wie von Kolleginnen).
Das halte ich für einen sehr interessanten Aspekt. In Ländern, in denen weder in der Sauna noch am Strand Nackte zu sehen sind, mag die Neugier darauf, wie andere unbekleidet aussehen, deutlich größer sein.
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07.09.2013, 11:11Inaktiver User
AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake
Hab ich auch erst gedacht. Aber es hat sich auch fortgesetzt, nachdem sich mein Bekanntenkreis z.B. durch Arbeitskollegen altersmäßig aufgestockt hat.
Ich denke das ist natürlich Ansichtssache. Auch, wenn ne Frau mir ein Kompliment macht, fühlt sich das auch nicht immer "gut" an und ja ich find das auch geschlechtsunabhängig auf nur einen Teil des Ganzen reduziert.Guten Morgen!
Warum das denn?? Ich mache häufig fremden/nicht nahestehenden Frauen Komplimente - als Frau. Würde Dich das auch stören?
Darin liegt nun aber wirklich kein Stück Reduzierung.
Auch wenn das sicher nett gemeint ist. Davon geh ich mal aus. Und ich nimm das dann auch an und sag Danke, weil ich weiß, das Gegenüber meints "gut".
Aber ich hab da ja jetzt nicht viel dazu beigetragen zu meinem Aussehen. Das ist halt da und ich kanns sicher ein wenig optimieren durch Make-Up, figurangepasste Kleidung, etwas Sport, den Haarschnitt der gut zu mir passt, aber die Grundform bleibt ja mMn, abgesehen von plastischer Chirurgie oder stark herbeigeführten Veränderungen, erhalten.
Und für die kann ich ja nichts. Deshalb ist es nicht wirklich ein Kompliment. Ist vielleicht aber eher mein komisches Einstellungsding, ich bin was den Bereich angeht vielleicht dadurch, dass ich oft von Leuten umgeben bin, denen Aussehen so wichtig ist, ein bisschen in der Anti-Haltung.
Wobei ich mich davon natürlich selbst auch nicht freisprechen kann und ich auch ab und an je nach Gemütslage zu viel Wert drauf lege. Finde aber eigentlich, gibt's wichtigere Sachen und das ist mal wieder so ein "Problem" oder "Thema" das man sich selber macht.
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07.09.2013, 11:20Inaktiver User
AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake
Ich glaube sogar, dass da was dran ist. Ich glaube mich daran zu erinnern, von ein paar Studien gelesen zu haben, die besagten, dass Frauen mehr Kompetenz zugesprochen wird, wenn sie männliche Attribute durch Hosenanzug, Haare streng nach hinten, etc. aufweisen.
Ich hab auch mal aus Spaß an nem vhs Kurs zum selbstbewussten Auftreten teilgenommen, in dem wir die berufliche Position der anderen Frauen im Raum einschätzen mussten. Und da wurden auch diejenigen niedriger eingestuft, die nicht so clean aufgetreten sind, sondern durch Farbkombination, Make-Up, und ersten Eindruck sehr weiblich wirkten.
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07.09.2013, 11:23Inaktiver User
AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake
Vielleicht ticke ich da umgekehrt. Daß ich intelligent bin, weiß ich.

Schönheit kostet mehr Arbeit.
Nein, tatsächlich möchte ich als gesamte Persönlichkeit wahrgenommen und geschätzt werden: und dazu gehören mein Inneres ebenso wie mein Äußeres, indem sich ersteres auch ausdrückt.
Ein Kompliment für ein hübsches Kleidungsschnitt, einen tollen Haarschnitt, ein offenes Lächeln, eine postive, Fröhlichkeit verbreitende Ausstrahlung: alles verschiedene Komponenten der Außenwirkung, die doch aber sehr mit der inneren Einstellung zu tun haben und auch nicht von selbst kommen, nichts Unveränderliches sind.
Natürlich möchte ich nicht auf Äußerlichkeiten reduziert werden, ebenso wenig möchte ich jedoch auf Inneres oder - so klingt das bei Dir - Leistung reduziert werden.
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07.09.2013, 11:36Inaktiver User
AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake
Ja ich denke das ist einfach eine Einstellungssache. Aber ist ja gut, dass da jeder anders tickt, bzw. sehe ich da schon auch Gemeinsamkeiten.
Wenn ich nun mal ne große Nase habe, dann bleibt die auch, wenn ich nen super Haarschnitt habe, der mein Gesicht umschmeichelt oder ein meiner Figur entsprechendes Kleid trage. Außer ich lasse sie operieren.
Ich könnte jetzt die ganze Zeit mich mit meiner Nase beschäftigen, und wie schön ich doch wäre, wenn sie weg, anders wäre, blabla oder aber akzeptieren, dass die nun mal größer ist, als der Durchschnitt und das beste draus machen. Und da ändere ich meine Äußerlichkeit ja nicht, sondern meine Einstellung. Und sicher wirkt die dann nach außen positiver als zuvor. Aber ich werde trotzdem von nem Pinguin nicht zu ner Giraffe. Und sicher bekomme ich dann wenn ich die Einstellung geändert habe, vielleicht mehr Komplimente als vorher, aber nicht, weil ich jetzt mehr den gängigen Schönheitsideal entspreche, sondern einfach weil meine Einstellung positiver auffällt.
Im ersten Beispiel meinte ich allerdings nicht solche Komplimente, sondern schon Komplimente bzgl. Figur, Gesicht. Also Dinge, die wirklich nicht so veränderbar sind, wie der Pulli oder der Haarschnitt.
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08.09.2013, 14:26
AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake
Hängt aus meiner Sicht hauptsächlich mit dem für Führungskräfte 'geforderten' Habitus der Askese zusammen.
Durch einen schlanken/dünnen Körper wird sozusagen nach außen dokumentiert, dass man diesen Habitus der Askese hat, bzw. zumindestens scheinbar hat ... das ganze gilt im Grunde auch für Männer, diese Geschichte hat sich bei den Geschlechtern mittlerweile ziemlich 'angeglichen'.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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08.09.2013, 14:49
AW: Schönheit, Frauenbilder und Medien - Outtake

Angeglichen stimmt. Die etwas ältere äußerliche Form der Souveränität bei Männern (Bauch des Wohlstands, "ich kann es mir leisten") stößt bei mir selbst - so ehrlich muss ich sein, auch zunehmend auf Widerstand. Es kommt mir aus der Zeit gefallen vor.
So muss ich auch zugeben, dass z.B. bei Politikern wie Sigmar Gabriel, Steinbrück oder Managern wie z.B. Ackermann die größe und breite bei mir einen emotionalen Widerstand auslöst. Ich denke da automatisch auf irgendeiner subtilen Ebene an "Herzinfarkt", das löst Unsicherheit aus.
Gegen eine gewisse Barocke Kompaktheit "ich liebe das Leben und das Essen" Figur habe ich nichts, solange ich das Gefühl habe, die Person die drin steckt ist fit. Wie z.B. Bartoli, Merkel ist ja auch nicht unbedingt schlank, sondern hat eine kompakte Figur.



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