Baptisia_australis
ich glaube du brauchst einfach einen Tapetenwechsel um irgendwie hoch zu kommen und neuen Mut zu fassen.
Schon mal darüber nachgedacht mit einer Billigfluglinie im Hostel paar Tage einen Städtetrip zu machen ?
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29.08.2013, 20:04Inaktiver User
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
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30.08.2013, 00:49
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
smack_the_pony,
mir ist erst mal das wichtigste auszuziehen und ein job zu bekommen... ich habe wirklich kaum geld übrig..
@kenzia:
Ja es ist wahr es bleiben eben nur die beiden möglichkeiten, wobei die erste nur eine vorübergehende phase ist, oder sein sollte.Dann bleiben Dir nun zwei Möglichkeiten:
1. setz Dich hin und klage, jammere und bemitleide Dich....-> schade um die vertane Lebenszeit
oder 2. frage Dich, wie der Weg nun für Dich weiter geht-> was Du ja offensichtlich nun auch tust
@Bergpalme:
allerdings... nicht nur das, sondern auch die zeit in der man von zu hause auszieht etc.. momentan auch noch schwierig, dass man in meinem beruf so wenig geld verdient.. usw.. und das am rande der ausbeutung.. daher kann ich mein studium auch nicht als gewinn sehen, sondern einfach als eine fehlentscheidung.. leider..Es kommen da gerade zwei schwierige Zeiten zusammen, der Abschluss des Studiums und die Zeit um die 30.
ich bin zu sehr realist als dass ich ohne einen penny einen sprachkurs machen würde und "einfach" so ins ausland gehen würde, die priorität ist für mich einfach erst mal festen boden unter den füßen zu bekommen, heißt von zu hause ausziehen und job... aber diese perspektive macht mich nicht gerade glücklich.. es wird schwer werden auch finanziell.einfach einen Sprachkurs machen und gehst für zwei Monate in ein Land deiner Wahl, lebst dort, lernst die Sprache, reist ein bisschen herum, lernst Leute kennen und vielleicht ergibt sich sogar eine Möglichkeit zum Arbeiten, wer weiß. Versuche es!
@Original Sin.
ohja, das hört sich alles sehr nach mir an.. ^^ ich hab nur nicht ganz verstanden, du schriebst an deiner dissertation, hast alles hingeschmissen und schreibst nun wieder (an der gleichen?) dissertation? weil du doch meintest du wolltest was anders machen?
@Sommerwind:
Ja schon, ich habe einige Hobbies, das problem ist wohl, dass ich mich dadurch auch zu sehr von den wirklich wichtigen Dingen oder "scheinbar" wichtigen Dingen habe ablenken lassen. Ich habe einfach diese Prioriät, dass ich nun zuerst, allen dingen voran ein job finden muss, eine relativ deprimierende aufgabe, aber eifnach ein Muss um den ersten Schritt voran zu gehen und dann evtl. in Zukunft sich weiter in die Wunschrichtung zu entwickeln. ich hänge einfach sehr in der Luft und dieses Gefühl ist für mich derzeit unterträglich, ich denke das ist der wahre Kern an der Geschichte. Ich weiß nicht wo ich hin soll, muss.. und wofür ich mich auch entscheiden soll, z.b. soll ich mich für einen Job mit weitaus weniger Geld entscheiden? Nur um überhaupt eine Arbeit zu haben=? nur um überhaupt ausziehen zu können? es wäre immer hin ein schritt vorwärts... und keine stagnation mehr..Wie sieht im Moment dein Alltag aus? Ist dieser irgendwie strukturiert? Was machst du so?
Du schreibst, dass du Sport nicht magst... Gar nichts? Wie wäre es mit MP3-Player rein und spazieren gehen oder schwimmen? Es gibt nette VHS-Kurse von Yoga über tanzen... Ist da gar nichts für dich dabei?
Wie sieht es mit Hobbys aus? Außer dem neuen Hobby? Hast du etwas, dass dich begeistert, fasziniert?
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30.08.2013, 08:59
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30.08.2013, 10:43
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
Weil es wahrscheinlich erst mal Absage um Absage hageln wird? War bei den meisten meiner Freunde und Bekannten so.
Baptisia, lass den Kopf nicht hängen! Nach dem Studium geht´s den meisten erst mal so. Man fällt einfach in ein Loch, wenn man jahrelang auf ein Ziel (Studienabschluß) hingearbeitet hat und dann wird auf einmal alles so ungewiß.
Ich hab das für mich völlig Falsche studiert und mich während des Studiums zwischendrin ein Jahr "totgestellt" (keine Scheine gemacht etc., es war, als wäre ich gelähmt) und bin dann einmal durchs Examen gefallen. Nachdem ich den Abschluß endlich hatte, hab ich mir auch wochenlang die mentale Keule übergezogen, dass ich jetzt ALLES versaut hab, VIEL zu alt bin (28 statt 26), um mit meinem Leben noch was Gescheites anzufangen, nicht im Ausland war, was ich so fest vorhatte und so weiter und so weiter.
Einer der Gründe war bei mir auch, dass ich viel zu lange bei meinen Eltern gewohnt habe. Ich hab mich einlullen lassen von ihrer Sicht der Dinge ("Viel zu teuer", "WG viel zu hektisch und laut, da kommst du nie zum lernen", "Uni ist eh so nah", "viel praktischer"). Heute denke ich, dass ich, auf mich allein gestellt während des Studiums, viel eher das Ruder rumgerissen hätte und MEINEN Weg gegangen wäre. Aber das ist jetzt - wie bei Dir - müßig.
Viel Glück bei der Jobsuche! Ein Job bringt nicht nur Geld, sonder auch wirklich Veränderung rein! Und durch den Job findest Du wahrscheinlich auch eine Nische, die Dir Spaß macht oder Du kannst Dich durch Fortbildung etc. weiterentwickeln in DEINE Richtung.
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30.08.2013, 12:32Inaktiver User
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
Ach, eigentlich wollte ich gar nichts anderes machen. Ich habe aus persönlichen Gründen alles hingeschmissen, auch die angefangene Diss., habe drei Jahre etwas anderes gemacht, war unglücklich und unausgelastet - und bin trotz aller Hemmungen nun sehr glücklich, wieder daran zu schreiben. Es gibt Leute, die studieren und promovieren noch mit 70. Dagegen ist 30 nun wirklich kein Alter.
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30.08.2013, 12:35
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
Unabhängig von Euch jetzt frage ich mich immer, warum studiert man nicht gleich etwas das einem Spaß macht UND womit man Geld verdienen kann.
Mit Mitte 20 sollte man doch wissen in welche Richtung man gehen will und was einem liegt.
Zumindest mal die grobe Richtung.
Gruss
Meagan
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30.08.2013, 13:28
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
Dass du nichts erreicht hast, ist nicht wahr. Du hast ein abgeschlossenes Studium, du gehörst also zur Bildungselite.
Um überhaupt studieren zu können, musst du über eine hohe Schulbildung verfügen.
Ich hingegen habe noch nie eine Regelschule von innen gesehen, nicht einmal eine Hauptschule.
Ich verstehe gar nicht, wieso du so pessimistisch in die Zukunft blickst. Im Gegensatz zu meiner Wenigkeit warst du sicherlich nicht zehn Jahre in einer Lernbehindertenschule.
Allerdings habe ich erhebliche Zweifel, dass du echt bist. Ich weiß nicht, was du studiert hast oder wo deine Stärken liegen, aber es fällt mir schwer zu glauben, dass du Abitur hast.
Wie dem auch sei, ich wünsche dir für deine Zukunft alles Gute!
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30.08.2013, 13:33
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30.08.2013, 13:50Inaktiver User
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
Als ob das so einfach wäre!
Als Kind, ja, da ist das einfach! Was willst Du werden? Feuerwehrmann! Und dann Polizist und dann Cowboy! Und außerdem möchte ich Mama heiraten!
Für weibliche Seite bitte ergänzen.
Aber nachdem man aus der Schule raus ist? Über ein Jahrzehnt lang haben andere Menschen bestimmt, was man zu lernen hat, ob es einen interessiert oder nicht. Für eigene Interessen war teils wenig Platz. Ja, die Schule erzieht den Kindern sogar echtes Sach- und Fachinteresse ab. Ich höre von genug Kindern (und kann mich teils noch selbst daran erinnern): "Das will ich mir nicht merken, das brauche ich nicht, das hatten wir noch nicht, das kommt in der Arbeit nicht dran." Oder: "Das hatten wir schon, das muß ich nicht mehr wissen."
Und ansonsten: Woher soll man auch wissen, was man "mal werden will, wenn man groß ist"? Man ist plötzlich 18, 20, vielleicht auch erst 16, und hat einen Schulabschluß in der Tasche - und nun soll man groß sein? Erwachsen?
Ja, das tolle Schulpraktikum, was man mit 14 oder 15 in der 9. Klasse macht, das reißt es raus, das bereitet einen auf's Berusleben vor. *ironie off*
Ganz ehrlich, ich finde es normal, erst mal nicht zu wissen, was man werden will, oder auch nur: was einen interessiert. Beruflich interessiert. Woher soll man das wissen, wenn man noch nie gearbeitet hat? "Ich lese gerne" - fein, das ist das eine. Was werde ich nun: Deutschlehrerin? Immerhin ein Beruf. Deutsch auf Magister? Prima, ich werde Taxifahrer.
Oder "irgendwas mit Medien".
Nicht jedes Studium führt in einen Beruf hinein. Eher die wenigsten, würde ich sagen. Ein Studium ist keine Berufsausbildung. Die meisten sind eher theoretisch als praktisch orientiert. Wenige Studiengänge außen vor.
Ah ja, und dann hätten wir da noch Interessen wie: Fußball. Schönes Hobby. Was werde ich dann: Profifußballer? Sportmediziner? Fitneßtrainer?
Leichter ist es, einen Beruf zu finden und Geld zu verdienen, wenn man Arbeit wirklich so sieht: Damit verdient man seinen Lebensunterhalt, der Beruf muß einem persönlich keine Erfüllung sein, schon gar keine Berufung. Aber gerade wenn Du nach Interesse gehst, etwas, das Dich wirklich interessiert, dann wird es schwer!Geändert von Inaktiver User (30.08.2013 um 13:53 Uhr)
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30.08.2013, 14:03
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
Das ist ein sehr nachvollziehbarer Grund (ich weiß noch, was für einen Verbrauch an Zeit, Nerven, Papier und Tipp-Ex die Leute aus meiner Klasse hatten, die eine Ausbildung machen wollten anstatt zu studieren) -- mich würde nur interessieren, ist das Baptisias Grund?
Da muß eine Menge zuammenkommen, damit das klappt. Talent im richtigen Bereich, Sturheit gegnüber sozialem Druck, Glück beim Studienplatzfinden, richtige Einschätzung von Selbst und Studium (auf dürftiger Datenlage) und richtige Einschätzung des zukünfitgen Arbeitsmarktes (auf extrem dürftiger Datenlage).
Bei mir ist es so um die Nummer vier rum gescheitert.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **


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