@Chris 2008:
Vielleicht hatten sie das auch bei mir, obgleich diese Umwege teilweise sehr schmerzhaft waren. Aber hätte ich diese Erfahrunge nciht gemacht, hätte ich mich vllt. nie selbst gefunden. Ich war immer eine Abhängigkeitspersönlichkeit... abhängig von den Eltern , später abhängig von den Freunden, Liebhabern usw.. bis hin zu Beziehungen in denen ich mich völlig selbst verlor. Aber aus all dem hab ich gelernt, dass ich so etwas nicht mehr brauche und nie wieder will!!! Und nur so hab ich gewisse Hobbies für mich selbst entdeckt und auch der Wunsch ins Ausland zu gehen, kam erst dann auf...Und erst im Rückblick erkenne ich, dass auch die Umwege oder verpassten vermeintlichen Chancen ihre Funktion hatten.
@Veranoazul:
es ist wohl eher ein ganz bestimmtes Land in das ich will, wo ich auch die Sprache gerade lerne. Jedoch werde ich noch ein wenig dafür sparen müssen bzw. das wichtigste ist mir erst mal raus und ein paar Jahre in meinem Beruf arbeiten. bzw. diese Auslandsplläne innerhalb der nächsten Jahre zu verwirklichen.
@Palimpalim: was hat es mit diesem Absolventenkongress auf sich?
genau: finanziell schaut es ganz mies aus nach 4 Jahren Studiengebühren (Höchstsatz) OHNE BAFög-Zuschuss.. etcwas spricht dagegen (außer finanziell)
Naja es muss auch nicht gleich eine Weltreise sein, eine Reise in mein "Traum"land würde genügen. Aber ich werde versuchen, dass in meine Zukunftspläne iwie einzubauen.. aber hier kommt auch wieder meine Flugangst dazu.. also wieder eine Angst die mich hemmt.. :/
@Meagam:
Nein ich habe nur 4 Jahre studiert, ganz regulär, habe aber erst mit 25 angefangen noch mal was ganz anderes zu machen. Vorher habe ich 6 Jahre in einer schulischen Ausbildung "verschwendet" obwohl es nicht verschwendet war, und danach 1 Jahr nach einem Job gesucht. Leider war damals wirklich nichts drin für mich, so dass ich mich nochmal völlig neu orientierte. Daher kenne ich die Angst vor der Arbeitslosigkeit und das Loch in das ich damals gefallen bin sehr gut, wahrsch. spielt das jetzt auch noch mit rein.(Warum du so lange studiert hast, steht auf einem anderen Blatt. Wieviel Semenster sind das ? 24 ?
@Viv_1980:
Ja, dass der Arbeitsmakrt mir den roten TEppich nicht ausrollt habe ich gewusst, bzw. geahnt und befürchtet. Auch dass es in meinem Bereich nicht gerade gut aussieht und dass man nicht mehr verdient wie ein ausgelernter Mechaniker. Was das angeht war ich immer schon Realist, was mich allerdings auch mal schnell in die Pessimismus-Richtung fallen ließ.weil sich die erwartete Euphorie nicht einstellen will, der Arbeitsmarkt Uni-Absolventen nicht immer automatisch den roten Teppich ausrollt und Du zuviel Zeit hast, um Dir alles schlecht zu denken.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 55
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27.08.2013, 10:49
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
Geändert von Baptisia_australis (27.08.2013 um 11:23 Uhr)
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27.08.2013, 10:59Inaktiver User
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
Uff, ein wenig frühreif, Du mit Deiner Midlife crisis,

aber sei froh und dankbar, dass sie dich mit 30 erwischt, dann hast Du's hinter Dir, was andere erst mit 50 vor sich haben.Geändert von Inaktiver User (27.08.2013 um 11:04 Uhr)
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27.08.2013, 11:03Inaktiver User
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
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27.08.2013, 11:06
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
@franipani:
wow! Und wie geht es dir dort, bereust du die Entscheidung? Bist du alleine ins Ausland gezogen?Ich bin übrigens mit 37 ins Ausland gezogen. Das hätte ich mir mit 34 gar nicht vorstellen können.
@Loop
@Brighid
vielen Dank für eure Worte!
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Was soll ich sagen? ihr habt ja alle so Recht. und ich bin euch wirklich allen sehr dankbar für den Aufrüttler! Ich weiß, das ist jetzt sehr viel geworden, ich hoffe ich habe niemanden vergessen. !! :)
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27.08.2013, 11:07
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
@Jagenau:
wie soll ich das jetzt verstehen?? Ich bewerbe mich doch!Aber auf "den" Job zu warten, ist schon mal eine gute Strategie - Vermeidungsstrategie!
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27.08.2013, 11:09Inaktiver User
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
und was änderst Du an Deinem Leben ?
Wenn sich alles ändert -und vor allem Du- dann wird's auch was mit dem Job.
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27.08.2013, 11:28
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
Das ergibt sich doch.
Ich hatte nie festgesteckte Ziele; hätte gar nix mit ihnen anfangen können.^^
Und keinen sog. Lebensplan, nur Interessen - und daraus kamen und kommen dann Jobs, Freunde, Bekannte.
Ein glückliches Grundnaturell hilft natürlich.
Mach dich nicht selber schlecht, Baptisia. Immerhin hast du schon einiges erlebt und erreicht. Frag dich, was du jetzt willst und was du dafür tun kannst, wie viele hier schon schrieben.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating
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27.08.2013, 12:08
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
Die Falle hier ist, denke ich, anzunehmen, "wenn ich erst einmal X, wird sich ALLES ändern." Ob X jetzt ist, Motorradführerschein zu machen, einen Job zu finden, zu heiraten, 30 Kilo abzunehmen, ein Sabbatical in der Antarktis zu machen um Pinguine zählen zu helfen, oder im Fernsehen aufzutreten. Und das ist auch gut so, denn wenn sich wirklich ALLES (oder sehr viel) ändert, ist das meistens das schlimmste, anstrengendste, verwirrendste und vereinsamste was einem passieren kann. (Wenn man z.B. auf einmal paranoide Schizophrenie entwickelt, oder aus seiner Heimat in ein fremdes Land fliehen muß.)
Was normalerweise passiert ist, man ändert eine Sache, und so allmählich zieht die andere Sachen mit. Man findet einen Job, man hat auf einmal gar keine Zeit mehr und ist ständig müde, man hat Geld und zieht von zuhause aus, man arrangiert sein Sozialleben neu, man guckt, was man mit dem Geld machen will, man entdeckt ein neues Hobby, man lernt seinen Job, und nach einem Jahr hat man sich an all das gewöhnt, ist nicht mehr so müde, und staunt.
Wenn man aber wirklich viel ändern will, dann muß man zwar bei einer Sache anfangen, aber nicht dabei aufhören. Man kann durchaus einen Job haben und immer noch bei Muttern wohnen und das Geld durch die Finger dröppeln lassen und jeden Tag einen Grund finden, alles beim alten zu lassen. Dann bleibt es auch ziemlich beim alten.
Ich würde immer damit anfangen, mein Handeln zu ändern. Aus dem einfachen Grund, daß ich darüber viel mehr Kontrolle habe als über mein Sein. Aber Handeln ist nie Selbstzweck, sondern immer zielgerichtet, deswegen ist eine Vorstellung, was man tun und sein will (und wie man von hier nach dort kommt) eine Vorbedingung. (Lustigerweise kann es aber schon ein Ziel sein, jemand sein zu wollen, der auf eine bestimmte Art handelt. Wenn ich jemand sein will, der malt, male ich eben.
)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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27.08.2013, 12:11
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
Mir gehts ganz gut. Ich bin damals nicht allein hierhergekommen, lebe aber jetzt allein. Bereuen tu ich es nicht, auch wenn alles anders gekommen ist, als geplant. Ich bin selbständig tätig und werde regelmässig vor neue Situationen gestellt, das hält jung
.
Da ich nicht weiss, wie mein Leben in Deutschland weitergegangen wäre, ist es auch müßig, sich z.B. in nervigen Zeiten (die gibt es überall, auch hier) darüber den Kopf zu zu zerbrechen, ob die Entscheidung nun richtig war oder nicht.
Nur eines - ich hab früher (so bis Mitte 30) immer gedacht, ich wäre jemand, der viele Sicherheiten braucht. Zu wissen, dass man auch ganz gut mit weniger vermeintlichen Sicherheiten leben kann, war eine wichtige Erkenntnis."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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27.08.2013, 14:32
AW: Ich habe im Grunde mein Leben verpasst...
Ich war selber nie da, aber soweit ich weiß: Der Absolventenkongress ist eine Veranstaltungsreihe bzw. eine Art Messe, auf der viele Unternehmen einen Stand haben und Absolventen/Studenten sich informieren können. Dadurch kommst du mit verschiedenen Firmen in Kontakt und kannst ganz locker mal mit ein paar Personalern (vielleicht auch Angestellte in dem Gebiet, für das gesucht wird und die mitgekommen sind) reden. Vielleicht hilft dir das ein wenig beim Informationen sammeln. Ich weiß, dass mein Unternehmen da ständig präsent ist und gute junge Leute akquiriert oder sagt "schicken Sie uns doch mal Ihre Unterlagen" und dann kannst du dich bei einer Bewerbung auf ein Gespräch beziehen. Ich weiß allerdings nicht, ob und was es kostet. Ist ganz einfach zu googlen

Nun gut, Mechaniker verdienen mitunter auch recht gut und es kommt auch auf die Branche an. Nach mehreren Jobs bin ich wie viele der Meinung, solange es zum Leben und ein wenig sparen reicht, muss es kein Spitzenverdienst sein.Auch dass es in meinem Bereich nicht gerade gut aussieht und dass man nicht mehr verdient wie ein ausgelernter Mechaniker. Was das angeht war ich immer schon Realist, was mich allerdings auch mal schnell in die Pessimismus-Richtung fallen ließ.
Bei vielen meiner Freunde war es auch so, dass erstmal das erstbeste Angebot angenommen wurde. Ich glaube, direkt nach dem Studium kann doch niemand ganz genau sagen, wo er hinwill. Nach 2-3 Jahren kristallisiert sich dann raus, was deinen ganz genauen Vorstellungen sind und wo du mit deinem bis dahin gelernten hin kannst. Also stress dich nicht damit, dass du DEN Traumjob jetzt sofort finden musst - den haben die wenigsten mit 30.
Viel Erfolg!


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