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  1. Inaktiver User

    AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?

    Ich kenne "Die Wolfsfrau" nicht, aber mir reichen schon die Rezensionen, die ich im Netz finde, um das Buch für mich als völlig ungeeignet zu verwerfen. Es ist esoterisch und bietet an, die Frau zu ihrem instinktiven Verhalten zurückzuführen. Gruselige Vorstellung. Was soll man darunter überhaupt verstehen? Da steht irgendwie, dass man dem Horizont frei entgegenlaufen soll, dass man in eine falsche Familie hinein geboren wurde. Das genügt mir schon, um abzuwinken. Wem soll das helfen seinen Weg zu finden? Das führt so nur wieder auf Abwege, auf das falsche Abbiegen an Kreuzungen, die das Leben bereithält. Es führt nicht ins Licht sondern in eine Dunkelheit.
    Lies lieber tatsächlich in der Bibel, denn da findest du Hoffnung, Liebe wird in dir wach. Auch Liebe zu dir selbst; denn die ist wichtig um aus der Opferrolle raus zu kommen.

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    AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?

    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen
    Ich meine also Menschen Mitte Dreißig, die keine Kinder haben (und das eigentlich gern wollen und auch biologisch könnten), haben irgendwas falsch gemacht.


    Mein Ex-Freund und ich haben uns getrennt als wir beide 31 waren, nach gut 8 Jahren Beziehung. Und jetzt?

    Es gibt so viele Beziehungsmuster, die Menschen dazu verleiten, in Rollen zu verharren und Beziehungen auszuhalten, mit einem Menschen, der einem nicht gut tut. Und aufgrund dieser Diskrepanz sind noch keine Kinder hervorgegangen. Oder es gibt Beziehungskonstellationen in welchen der eine Teil keine Kinder wollte oder zeugen konnte aber in einer neuen Partnerschaft dann doch kann. Es gibt so viele Möglichkeiten und Ursachen warum Menschen mit Mitte Dreißig noch keine Kinder haben.

    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen
    Das Paradebeispiel bin ich selbst. Denn das, was mir passiert ist, habe ich selbst verursacht, aufgrund bestimmter Denk- und Verhaltensweisen und der besagten Opferhaltung.
    Es ist einfach nur meine bescheidene Erfahrung.
    Aber Du hast doch ein Kind?
    Und was hat das damit zu tun ob jemand mit Mitte Dreißig Kinder hat?
    Some cause happiness wherever they go, some whenever they go.

  3. Inaktiver User

    AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?

    Johannaclara,
    das Buch ist nicht esoterisch.
    Manchmal reicht eben es nicht solche Rezensionen zu lesen.

    Und zu den Instinkten: jede Frau die nicht genug bemuttert wurde oder Schreckliches erlebte hat eine Verletzung ihrer Instinkte erlebt.
    Also kann nicht mehr entscheiden was gut und schlecht für sie ist.

    Wir haben uns doch früher auch Märchen erzählt.
    Wir hatten Rituale wie so einfach das in die Tanzschule gehen....

    Das ist alles verschwunden, sogar unsere Lieder.

    Aber, ich war schon überrascht hier so viel Positives über das Buch zu lesen.
    Allen, denen ich das bis jetzt empfahl fanden es zu kompakt und kompliziert.

    Man braucht Ruhe dafür.
    Und die Bibel kann man ja trotzdem lesen.
    Obwohl selbst mir als Katholikin die Bibel nicht viel gibt.
    Nur mal so am Rande....

  4. Inaktiver User

    AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?

    @was-immer-es-gibt, kann ich so nicht bestätigen. Die Lieder sind sicher nicht verschwunden, sie müssen einfach nur wieder gesungen werden. Auch in die Tanzschule kannst du jederzeit gehen, wenn das dein Wunsch ist. Rituale gibt es in allen möglichen Zusammenhängen, z.B. die sonntäglichen Gottesdienste könnten für dich zu einem Ritual werden . Du kannst für dich auch andere Rituale überlegen, die dir gut tun wie z.B Gymnastik am Morgen, Laufen vor dem Abendbrot, regelmäßiges telefonieren mit Angehörigen, gemeinsame Mahlzeiten im Familienkreis etc.
    Jeder Mann, der die Erfahrung einer gestörten Mutter-Sohn-Beziehung erlebt hat, hat genau wie eine Frau damit zu tun diese Geschichte aufzuarbeiten.
    Aber ich finde das jetzt off-topic. Wir sollten lieber zum strang-Thema zurückkommen.

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    AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?

    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen

    Ich meine also Menschen Mitte Dreißig, die keine Kinder haben (und das eigentlich gern wollen und auch biologisch könnten), haben irgendwas falsch gemacht.
    Du gehst davon aus, dass Menschen es vollständig selbst in der Hand haben, einmal gefasste Pläne und Ziele zu erreichen. Das ist mitnichten so. Siehe missherz´ Geschichte. Es ist befreiend (= befreit vom eigenen Machbarkeitswahn), sich klar zu machen, dass einem etwas in die Quere kommen kann, selbst wenn man seine Pläne konsequent verfolgt.

    Dass Du annimmst, in jeder Hinsicht selbst "schuld" zu sein an Deinem Status Quo, wird Deine Opfer-Denke noch bestärken. So bleibt ja nur die Schlussfolgerung übrig, dass Du ein Versager bist, wenn Du heute nicht da stehst, wo Du Dich gerne sehen würdest.

    Wie wäre es mit ein wenig Gelassenheit vor dem Hintergrund, dass man manchmal vom Leben in eine andere Richtung getrieben wird als geplant? Ohne jede "Schuld" oder Verantwortung? Dann bliebe mehr Zeit und Energie übrig für den Blick auf das, was Du hast.
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

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    AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?

    Zitat Zitat von LaRimbecca Beitrag anzeigen
    Du gehst davon aus, dass Menschen es vollständig selbst in der Hand haben, einmal gefasste Pläne und Ziele zu erreichen. Das ist mitnichten so. Siehe missherz´ Geschichte. Es ist befreiend (= befreit vom eigenen Machbarkeitswahn), sich klar zu machen, dass einem etwas in die Quere kommen kann, selbst wenn man seine Pläne konsequent verfolgt.
    Ich habe neulich gehört, dass eine Psychologin den Spruch prägt, dass man selbst "Gärtner/in im eigenen Garten ist"... dies soll das Bild ersetzen, dass man immer des eigenen Glückes Schmid ist. (ist jetzt nicht wörtlich, sondern dem Sinn nach zitiert).

    Mir gefällt das ganz gut: Ich kann mich um die Pflänzchen in meinem Garten kümmern, kann viel dafür tun, dass es ihnen gut geht. Aber es kann auch sein, dass mal eine Dürreperiode einsetzt oder ein Gewitter und diese einen gewissen Schaden anrichten. Darauf kann ich aber dann auch wieder reagieren...

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    AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?

    Zitat Zitat von lila_gelb Beitrag anzeigen
    Darauf kann ich aber dann auch wieder reagieren...
    Richtig.

    Aber man darf auch mal eine Phase der Verzweiflung, der Enttäuschung und des Frusts zulassen.
    Auch das sind Gefühle, die zum Leben dazu gehören und die man nicht immer zwanghaft unterdrücken, sondern auch ausleben muss. Sonst kommen sie irgendwann geballt an die Oberfläche und sind viel schwieriger zu bewältigen.

    Wichtig ist, nicht in einem negativen Gefühl dauerhaft zu verharren und dann zu reagieren, wenn man mental dazu in der Lage ist. Das kann nach einer Stunde, nach einem Tag oder nach einer Woche sein.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



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