Es liegt nicht an der Situation, dass Du Dich so fühlst. Es liegt an der Bewertung Deiner Situation.
Gefühle sind vor allem eine Frage der Entscheidung.
Entscheide Dich, Dich gut und richtig zu fühlen so wie Du bist.
Ist leichter gesagt als geändert. Ich weiss. Ist aber so.
Schleppst Du dieses Gefühl, nicht gut genug zu sein, aus Deiner Kindheit mit herum?
Sei Dir selbst die Mutter, die Dich darin bestärkt, dass Du genau so wie Du bist richtig bist.
Einzigartig.
Das ist kein Placebo. Das ist nämlich IN DER TAT so.
BTW:
Leben tut immer auch weh.
So schlimm ist das gar nicht.
Man kann den Schmerz auch annehmen und willkommen heissen als eines der verschiedenen Gefühle, die das Leben eben ausmacht.
Das Gefühl des "Fremdseins in der Welt" ist übrigens ein Urmenschliches.
Sozusagen das emotionale Hintergrundrauschen unserer Spezies.
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Ergebnis 21 bis 30 von 87
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22.07.2013, 09:36
AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?
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22.07.2013, 11:54Inaktiver User
AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?
Und woher "weißt" Du (nicht vermuten!), dass diese Leute keine finanziellen Probleme haben, nie hatten?
Woher weißt Du, dass die Neckereien von allen, besonders von den Geneckten, als liebevoll und lustig aufgenommen wurden?
Woher weißt Du, wie glücklich und zufrieden die mit ihrem Leben sind,
was sie durchgemacht haben und vielleicht noch durchzumachen haben?
Mein fester Glaubenssatz: Jeder, aber auch wirklich jeder, hat Probleme und Krisen.
Willst Du Dir wirklich anmaßen, diese zu bewerten und Deine als die allein schwierigen hinzustellen?
Schon mal darüber nachgedacht, dass unter diesen Leuten auch welche sind, die gerade DICH und dein Kind
beneiden?
Setz diese Brille mit den Zerrgläsern ab und sieh die Wirklichkeit - und die Schönheit daran.
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22.07.2013, 13:35Inaktiver User
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22.07.2013, 14:29Inaktiver User
AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?
Liebe Halbmondin, die traditionelle Familie, du erinnerst dich: Vater - Mutter - Kind, ist längst nicht mehr in der Mehrzahl vorhanden. Patchwork, Alleinerziehende haben das abgelöst. Schau was du hast: ein Kind, ein Job. Du bist gesund, hast eine Wohnung und bist satt. Was du dir sonst noch wünschst, kann dazu kommen. Was du noch nicht kannst, kannst du lernen. Meine Freundin genoss das Leben als Alleinerziehende richtig und sagte das auch überall. Und schau dir die Familien an. Da sind die Frauen oft viel alleinerziehender und müssen noch ein Haus sauber halten und den Mann mitversorgen. Du bist herrlich frei! Kannst du das sehen? Schau dir mal Beziehungen genau an. Du - ich will mit niemandem tauschen.
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22.07.2013, 15:37
AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?
Du kannst stolz auf das sein, was du alleine meisterst und wuppst - ...wie du Leute auf Familienfeiern oder Parties erlebst - nicht alles ist so, wie es vorgegaukelt wird. Schau nicht so sehr auf andere.
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23.07.2013, 00:42
AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?
Man soll nie das Aeussere der anderen mit den Inneren von sich selbst vergleichen.
Wenn immer ich jemand besser kennenlerne, da wackeln mir die Ohren, was die schon alles durchgemacht haben.
Also ich beneide dich schon mal um dein Kind! Aber nicht boese, also nicht, dass ich es dir nicht goenne Mutter zu sein. Aber, das haette ich auch gerne. Und es wuerde mir sicher jedesmal einen Stich geben, wenn ich dich mit deinem Kind sehe.
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23.07.2013, 21:23
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24.07.2013, 14:04
AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?
Liebe Halbmondin,
wie Rotfuchs schon geschrieben hat, halte auch ich dich für ziemlich "brainwashed", nicht bös gemeint. Du hast eine dermaßen grau-in-graue Brille auf, dass du nichts anderes mehr wahrnimmst als dein (im Kopf konstruiertes!!!) Konzept von dir selbst. Außenseiter. Loser. Gehört nirgendwo dazu. Vernachlässigt. Benachteiligt. Defizitär. Einsam. Überlastet. Strampelnd-ohne-Erfolg. Schuldig. Unfähig. Disfunktional. Ungeliebt. Heimatlos. Nicht-gut-genug. Fehlkonstruktion.
Du ziehst nicht nur Gleiches an, sondern interpretierst 100% der Ereignisse und Dinge in deinem Leben durch diesen Filter. Halbnomadin, durch diesen Filter kann ich dir sofort Richard Bransons, Nelson Mandelas, Kofi Anans, Tommy Hilfigers, Michelle Obamas und sowieso und überhaupt jedermanns Leben in die Tonne reden.
Und du vermittelst diese Lebenshaltung ungewollt aber 1:1 deiner Tochter vor!! Mein Vorschlag, fang an zu sehen, WAS DU HAST. Wie gesegnet du bist, wo du "reich" bist, wie viel unterstützung und Zuneigung da sind. Welche Möglichkeiten sich dir immer bieten, wie viel Glück du schon gehabt hast, wroüber du dich freust, was du liebst, genießt, gut kannst.
Am Anfang werden dir vielleicht drei halbherzige Dinge einfallen. Aber setz dich täglich (!!) 10 Minuten hin und praktiziere das. Schreibe Dinge, auf, für die du dankbar bist, die dich freuen, die ein angenehmes Gefühl in dir herstellen. Das kann auch "Cremiger Morgenkaffee" sein oder "strahlende Passantin".
Klingt nach saudoofem 90-er Jahre-Uralt-Selbsthilfebuch. Nützt aber. Du musst lernen, wieder zu SEHEN. Aus meiner Sicht ist das Schritt 1. Mach das einen Monat - und berichte, was sich so tut.
Alles Liebe
Lil
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25.07.2013, 06:57Inaktiver User
AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?
Vielleicht sind es einfach die falschen Leute.
Ich mag auch nicht nur mit Menschen zusammen zu sein deren Lebensstil ein ganz anderer ist als meiner.
Die wirkten dann auf mich wie eine homogene Gesellschaft.
Und sich einzureden: es wäre ja nicht alles so: halte ich nun für braninwashing
Durchs Aufschreiben wird's meiner Meinung nach auch nicht besser...
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25.07.2013, 10:15
AW: Raus aus dem Opferdasein, wie macht man das?
Meine Erfahrung ist eine andere.
Aber ob man es mit Aufschreiben schöner Dinge versucht oder mit etwas anderem, ist letztlich egal. Es gibt eine Menge mentaler Werkzeuge.
Nur GAR NICHTS zu tun und immer weiter in den gedanklichen Sumpf zu versinken, der unglücklich und unzufrieden macht, halte ich für den schlechtesten Weg.
Die Welt wird sich nicht ändern, weil jemand leidet.
Viele Dinge kann man ändern, viele aber auch nicht.
Und dann KANN man nur sich bzw. seine Einstellung ändern, mit welcher Methode auch immer.
Was im Umkehrschluß nicht bedeutet, sich schlechte Dinge schönzureden.
Aber vieles ist gar nicht so tragisch, wenn man mal aus einem anderen Blickwinkel draufschaut.Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



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