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    Sinn meines Lebens?

    Hallo BriCom,
    Ich lese schon sehr lange und gerne hier mit und finde die Antworten bzw. die Diskussionen immer sehr anregend.
    Jetzt würde ich gerne mal Eure Meinungen zu meinem "Problem" hören:
    Eigentlich habe ich kein Problem, ich bin ca. 40 Jahre alt, Job passt, Geld passt, Fernbeziehung passt, dass ich keine Kinder habe, war zwar nicht gewollt, aber damit habe ich mich gut abgefunden.
    Ich lebe so vor mich hin, habe keine großartigen Hobbies, aber kann mich immer gut beschäftigen.
    Eigentlich fehlt mir nichts, aber irgendwie denke ich mir, das kann noch nicht alles gewesen sein, oder?
    Ich weiß nicht mal was mir fehlt oder was ich möchte, ich habe alles erreicht und trotzdem fehlt mir was auch immer.
    Irgendwie fehlt mir gerade der Sinn des Lebens.
    Geht es euch auch so?

    Viele Grüße
    Kerstin

  2. Inaktiver User

    AW: Sinn meines Lebens?

    Ja, kenn ich, und mein Problem aktuell ist: ich will keine Kinder, wobei ich mir sicher bin, dass die sinngebend sein können.

  3. Inaktiver User

    AW: Sinn meines Lebens?

    Für mich sind Kinder der einzige naturgegebene Lebenssinn. Ich selbst habe allerdings leider keine Kinder.

    Darüber hinaus glaube ich inzwischen (nach langem Sinn suchen) dass der einzige Sinn im Leben der ist, den man sich für sich gibt. Also keinen allgemein gültigen.

    Ich zumindest kann keinen erkennen, was nicht heißt, dass es keinen gibt oder vielleicht sogar viele. Es geht einfach, wie die Frage nach Gott auch, über meinen Erkenntnishorizont hinaus. Ich weiß, dass ich in der Beziehung nichts weiß, und lebe fröhlich und sinnlos vor mich hin.

  4. Inaktiver User

    AW: Sinn meines Lebens?

    Kinder geben dem Leben mal ganz sicher einen Sinn- man ist zumindest über einige Jahre sehr intensiv körperlich und geistig eingebunden, was manchmal sehr anstrengend ist, aber auch serh schön sein kann.
    Und- was es wohl ausmacht- diese Liebe, die einfach kommt.....da ist und einen so dermassen ausfüllen kann.

    Dennoch weiss ich nicht, ob Kinder nun "die einzige Sinngebung" sind-- meine werden in 10 Jahren nicht mehr zuhause leben und ihr eigenes Leben haben-- bitteschön, was ist dann??
    Was "hat" man noch von seinen Kindern, wenn sie sonstwo leben- mal anrufen oder mal besuchen aber das Gros des Lebens doch wieder alleine ist??

    Also ob dann, wenn die Kinder das Haus verlassen- man Kinder noch als DIE Sinngebung sehen......wage ich mal zu bezweifeln
    Nicht umsonst stürzen zig Mütter danach in Krisen......weil man ein "eigenes Leben" so weniger hatte und man auf sich selber zurückgeworfen wird.

    Kurz- dem Leben einen Sinn geben- muss man nicht an Kindern fest machen, selbst wenn es mit Kindern zumindest am einfachsten scheint (und für einen Lebensabschnitt, der diese 40er Phase damit ganz gut überbrücken kann)

    Was Menschen oft fehlt- ist das Gefühl von Lebendigkeit.
    Wer so "wabernd" durch sein Leben gleitet, bei dem alles eingespielt und in einem Trott ist- der fühlt und spürt sich nicht mehr. Wann war die letzte große Freude? Wann hat man zutiefst herzlich gelacht? Wann hat man gestritten und geweint?

    Der Mensch braucht "Grenzen" um sich zu spüren- um sich wahrzunehmen.
    Und diese Grenzen sind diese gefühlten "Extreme"......wie sich total freuen, lachen bis keine Luft mehr da ist, sich total aufregen oder auch tieftraurig sein....usw.
    Nicht umsonst- tauchen in solchen Lebensphasen dann gerne "die Geliebten" auf......in die man sich verliebt- die einem den Boden wegziehen......weil man sich endlich wieder spürt- das man LEBT.

    Lebendig fühlen- bedeut Sinn fühlen- und es geht letztlich darum das Leben um dieses zu erweitern.
    Die Frage ist auch inwieweit man denn wirklich "sein Leben" lebt?
    Nur wenige wissen schon in jungen Jahren, was ihre wirklche Begeisterung ist-- erlernen Berufe, die nicht wirklich dem eigenen entsprechen- haben Freunde oder Partner, die nur angepasst entsprechen.
    Und in diesem Sumpf fehlt dann auch gerne der Antrieb-- weil der wirklich eigene Weg gar nicht gegangen wird.

    Mal zurückgehen gedanklich....was wollte ich in jungen JAhren unbedingt machen?
    Mal überlegen, was würde mich interessieren?.....mal was machen, was man sonst nie tut. Ein Konzert besuchen, ein Formel 1 Rennen, übernachten in einem Leuchtturm, rafting auf einem Strom in Österreich, ein paar Tage in einem Kloster......es geht darum sich zu fühlen und jedes Gefühl ist dabei gut-- egal, wie wir es dann subjektiv einordnen.

    Das Leben braucht freilich eine Richtung- und wenn man das Gefühl hat, daß man nur noch mitschwimmt und gar nicht mehr selber lenkt-- dann fehlt Sinn, dann ist man nicht mehr Kapitän seines Schiffes.
    Aber das kann man wieder werden-- indem man MACHT.......machen und fühlen.....und darin findet sich auch Orientierung.

    alles Gute
    kenzia

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    AW: Sinn meines Lebens?

    Früher habe ich darüber nachgedacht und versucht einen Sinn in meinem Leben zu finden.
    Allerdings habe ich den bis heute nicht wirklich gefunden. Also lebe ich sinnlos, glücklich und zufrieden vor mich hin.

    Unimatrix

  6. Inaktiver User

    AW: Sinn meines Lebens?

    Sinn ist das, was du selbst dazu bestimmst. Das kann sich deinen Entwicklungen aber anpassen, und ich bin davon überzeugt, dass es mehrere Sinne gibt - auch parallel.

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Sinn meines Lebens?

    Was ist schon "Sinn", und warum sollte das Leben einen haben? Das Leben ist das, was man damit macht. Wenn irgendein Getüdel deine Zeit auffrißt, bis du in einem zeitlosen Einheitsbrei von Getüdel lebst, und nicht mehr weißt, was du die letzten drei oder zehn Jahre eigentlich gemacht hast, schaff zeitliche Schranken für das Getüdel und mach Dinge, die in Erinnerung bleiben. Wenn du wahrgenommener werden willst, such dir eine Gruppe, die Sachen macht und mach' die Sachen. Wenn es dir an Zielen fehlt, setze dir welche.

    Man wird bequem mit den guten Jahren, alles läuft einwandfrei, und man wundert sich, daß das irgendwie nicht reicht und stinklangweilig ist. Nur, woran man sich erinnert, was einen Eindruck macht, das ist nicht der Standard, sondern das Neue. Man muß also was neues wagen, und da kommt dann die Bequemlichkeit und jankert, "aber uns geht's doch so gut, alles andere könnte schlechter sein, und, und, und Arbeit! Streß! Grauen!!!". Dann ist die Frage, hört man auf die Bequemlichkeit, oder auf die Langeweile?
    Geändert von wildwusel (11.07.2013 um 22:22 Uhr) Grund: etwas klarer an einer Stelle, hoffe ich.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Inaktiver User

    AW: Sinn meines Lebens?

    Was genau hast du erreicht, wenn du davon schreibst, dass du "alles erreicht" hast ?
    Das klingt mir sehr nach materiellen Dingen.

    Ich schließe mich einigen Userinnen in ihren Beiträgen an, wo von Lachen, Freude haben usw. die Rede ist. Man muss den Augenblick genießen.Erfolgserlebnisse haben. Sich Höhepunkte verschaffen.

    Ich selber komme gar nicht auf die Idee, nach der Sinnhaftigkeit meines Lebens zu fragen. Es gibt noch genug auf die Reihe zu bringen und genug zu erleben.

  9. Inaktiver User

    AW: Sinn meines Lebens?

    Vielleicht ist es das Wort "Sinn", was hier verschieden aufgefaßt wird? Vielleicht geht es mehr um "Inhalt"?

    "Inhalt" im Sinne eines persönlichen Sinns des eigenen Lebens, der einen morgens (meistens ) fröhlich aufstehen läßt. Also nicht: "welchen Sinn hat mein Leben für die Menschheit / für andere Menschen" - sondern: "welchen Sinn hat mein Leben für mich / was beflügelt mich / gibt mir Energie und Tatkraft".

    Wäre das gemeint, tja, dann schlösse ich mich im Moment der Frage an. Leider.

  10. User Info Menu

    AW: Sinn meines Lebens?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Leider.
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)

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